Advertise with Googlier.com <![CDATA[Lapita-Voyage - News Feed]]> /lapita/index.rss Sun, 22 Mar 2009 22:11:57 UTC letzter Blog /lapita/posts/2009/3/22/116-letzter-blog Es bleiben uns noch wenige Stunden zum Packen und zum Aufwiedersehen sagen. Ich weiß schon jetzt, dass es Tränengebenwird. Aber danach wird auch wieder gelacht...

Gestern früh kam das Schwesterschiff LAPITA ANUTA auf Tikopia an. Sie brauchten bei schönstem Wetter und besten Windverhältnissen nur 13 Stunden für die Passage von 80 sm von Anuta. An Bord waren weitere 5 Männer aus Anuta, die den Törn als Training auffassten.

Damit ist das Projekt LAPITA VOYAGE erfolgreich abgeschlossen.

Ich werde jetzt das Satellitentelefon und die gesamte Elektrik abbauen.
Somit ist dieses der letzte Blog und das letzte Email.

Ich grüße alle ganz herzlich,

Klaus Hympendahl



Lapita Voyage
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Sun, 22 Mar 2009 22:11:57 UTC /lapita/posts/2009/3/22/116-letzter-blog (@author)
Die große Feier /lapita/posts/2009/3/19/115-die-gro%C3%9Fe-feier Es ist also Zeit, mich für Euer großes Interesse zu bedanken. Ich weiß, dass viele mitgefiebert haben und uns mit besten Wünschen begleitet haben. Ich möchte mich auch für die vielen persönlichen Glückwünsche bedanken. Aus den Emails sprach eine tiefe Teilnahme an unserem Projekt. Ich war bei manchen Emails tief gerührt und es zeigte mir, dass es kein oberflächiges Interesse an unseren Abenteuern war, sondern ein menschliches, das seine Wurzeln in der des Mitgefühls hatte.
Gestern hatte ich das erste Mal Gelegenhei,t sieben Männern das Boot zu erklären. Wir fingen mit den wichtigsten 6 Knoten an und manche begriffen sie auf Anhieb, wenn auch einige z. B. den Palstek beherrschten. Es war nicht genug Wind, um zu segeln. zuvor hatten die sieben Männer das Boot, das hoch auf den weißen Strand gezogen war, auf den Baumrollen wieder ins Wasser geschoben. Es ging genau so einfach und "reibungslos" wie das Hinaufziehen mit der Hilfe von Männern, Frauen und Kindern.
Also, vorgestern war das große Fest der Taufe. Am Morgen regnete es und war grau. Die vier Häuptlinge kamen erst um 12 Uhr zusammen anstatt um 9 Uhr. Sie tragen zum Zeichen ihrer Würde lange Haare. An diesem Tag trugen sie Tapa-Lendenschürze (Tapa = weiches Material aus dem Inneren der Maulbeerbaumrinde) oder einen lava-lava-Wickelrock und darüber die Häuptlingsmatte mit roten Mustern auf beigem Material. Als Schmuck trugen sie Blüten in den großen Ohrlöchern, einen kleinen Kranz aus Tumerikblättern, einen geknickten Pamlmwedelzweig um den Hals (tragen nur Chiefs) und einen Palmwedel, der zwischen Tapa und Haut in den Rücken gesteckt wird und über den Kopf hinaus ragt.
Ich wurde in das Häuptlings-Fale gebeten, nachdem ich auch Tapa und Häuptlingsmatte umgelegt bekommen hatte. Zuvor wurde ich noch mit gelbem Tumerik (gelbwurz) an den Armen dekorierrt. Die drei Chiefs von der anderen Inselseite begrüßeten mich mit dem "songi", dem polynesischen Nasenkuss, bei dem man ein wenig seufzt.
Wir saßen im Lotusitz und ich verteilte meine Geshenke: Ein T-Shirt unserer Expedition und für jeden Chief vier Pfeifen - wie könnte es auch anders sein.
E wurde geraucht, geplaudert und die von mir aus Vanikoro mitgebrachren Betelnüsse wurden gereicht und mit Kalk und einem Blatt der Pfefferpflanze gekaut.
Dann passierte etewas was ich nur aus Deutschland kannte: Es wurde von außerhalb des Hauses zur Eile gerufen, denn die Priester wartetetn im Ornament auf den Beginn der Taufzeremonie.
Es war immer noch grau und hatte gerade aufgehört zu nieseln.Der Ex-Bischof der Anglikanischen Kirche im Ornat, die drei Priester ebenfalls, Messdiener, Weihrauchschwenker, dann die prächtig geschmückten Häuptlinge. Es war mehr wie im Mittelalter als in der Jetztzeit. Eine Prozession in Richtung Boot begann. Vorne die Kirchenmänner, dann die Häuptlinge und am Schluss ich. Wir schritten durch ein Spalier von Insulanern. Es wurd die englische Version von "Großer Gott wir loben Dich" gesungen. Das Boot war wunderschön mit jungen Palmwedeln dekoriert. Vor dem Boot dann die ganze Liturgie der Taufe. Mit Weihrauch, mit Weihwasser. Mehrfach wurde das Boot umkreist, dabei wurden neue Lieder angestimmt,. Dann taufte Artiki Kafika das Boot mit Kokosnusswasser.Und nach einer halben Stunde ging es zum Festplatz zurück.

Unter einer Zeltplane nahmen wir auf einer 2 m Erhöhung auf Matten Platz. Links der Ex-Bischof und drei Priester, dann die vier Chiefs und außen rechts ich. (Später hörte ich, ich hätte ausgesehen wie Chief number 5)
Der Platz unter den Bäumen mit dem hellen von Laub befreiten Sand und den schützenden großen Bäumen war gefüllt mit Menschen.
Der Sprecher der Chiefs begann mit seiner Dankesrede für das Boot und zollte unserer Reise tiefen Respekt.
Dann wurde das Essen, das in Bananenblatttaschen serviert wird, angeboten. Es gab gekochte Kasava, Brei aus Taro und aus Bananen, Kokosnussschalen mit Sagopalmstärke und Kokosnussmilch plus Papayas, Fisch, Taros und ein paar Lobster.
Danach sangen die Kinder ein wunderschönes Lied über Tikopia, das ein australischer Segler getextet und komponiert hatte. Ich habe den Text in einer Kopie dabei. Das Lied rührte uns sehr, ein Grund, dem Autor einmal später zu gratulieren.
Danach bekamen wir alle Fünf unsere Geschenke. Ich bekam einen Speer mit Schnitzereien, eine Holzschale mit Kokosnussschnur (Brautpreis), einige Halskeletten mit Fischhaken.
Danach trat eine 20-kölpfige Tanzgruppe auf. Alle wunderschön dekoriert, natürlich in Tapa-Lenschürzen. Sie hatten Tanzschilder in der Hand und ich ließ mir von Ariki (Häuptling) Tafua die einzelnen Bedeutungen der Tänze erklären.
Ein Trommler gab den Rhythmus an.
Eswar Zeit für meine Rede und da ich weiß, dass Tikopianer zum Leben gerne "Stories" hören, spiekte ich sie mit kleinen Geschichten. Ich sprach über den Bootsbau, die Reise und darüber, das Tradition weniger mit Vergangenheit zu tun hätte als vielmehr mit Zukunft.
Ein unvergessliches Test ging langsam zu Ende....
Ich werde jetzt den neuen Männern das Boot erklären, dann ist meine Aufgabe erfüllt. Und das ist gut so.


K. Hy.




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Thu, 19 Mar 2009 22:49:02 UTC /lapita/posts/2009/3/19/115-die-gro%C3%9Fe-feier (@author)
Leben an Land /lapita/posts/2009/3/17/114-leben-an-land Abends sind ein paar junge Männer noch mit den mitgbrachten Batterien tauchen gegangen und kamen mit sechs Lobstern an.
Mittags, am nächsten Tag, hatte ich wieder drei Lobster bei meinem Insel-Freund Josph allein für mich zu essen.
Vorher habe ich Schwester Monika unsere Medizin von Bord gebracht und ihr übersetzt, was was ist. Dabei sah ich ein Blutdruckmessgerät liegen. Ich fragte sie ob sie auch meinen Blutdruck messen könnte, der in Deutschland stets zwischen 140 und 160 lag, mit unteren Werten von ca. 90 bis 100. Also zu hohen Blutdruck. Sie musste zwei Mal messen weil ich dem Ergebnis nicht traute. Es waren 110 zuu 70!!!
Was lerne ich daraus? Geht auf See, nimmt ein einfaches traditionelles Boot, verausgabt Euch physisch, lebt einfach und ihr habt den besten Blutdtruck. Oder: Wo es keine Ärzte gibt, gibt es auch keine Kranken.
Heute bereiten wir bei Hochwasser das Boot vor, um es auf den Strand zu ziehen. Wir haben alle schweren Sachen von Bord genommen. Morgen findet das große Fest statt. Vier Häupotlinge, vier Priester, ein Ex-Bischof, der das Boot segnen wird, und ich sitzen auf Matten unter einem Zeltdach. Umgeben von fast allen Inselbewohnern. Es wird Reden geben, traditionelle Tänze und Kindervorführungen.
Na, da bin ich gespannt.

K. Hy.


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Tue, 17 Mar 2009 05:30:38 UTC /lapita/posts/2009/3/17/114-leben-an-land (@author)
On Tikopia /lapita/posts/2009/3/16/113-on-tikopia
We made it. 4000 odd miles and we finally made it. In the end, with the winds against us we ran out of time and the boats split up. Lapita Anuta should be on Anuta by now and we arrived on Tikopia yesterday morning, coasting through the small gap in the reef with terribly light winds and a couple of people paddling. In the afternoon the stiff westerly breeze that repeated weather forecasts have promised finally arrived. Such is life.



By this time we had moved en masse into a house just behind the beach. But Sunday is a definitely a day of rest on Tikopia and we took it seriously, lounging around the beach and catching up with the Edward, the chief, and some other old friends. In the evening some of the guys dived for lobster, which we BBQ'd outside our new home which Lapita Tikopia bobbed around safely close to shore.



Today we explored a little, climbing up the collapsed volcano for a view of the large freshwater lake on the eastern shore. It was quite a hike after 4.5 months sitting on a boat, but the view is something special.



Tomorrow the training of the Tikopian crews will begin and on Wednesday the boat will be blessed by a priest and we'll party. With luck in a week or so we'll be joined by Hanneke and crew, plus the Anutans she has been training to take charge of Lapita Anuta.



For us the journey is over, but I can't quite believe it. I'm still grinning like a Cheshire Cat. This trip will take some beating.

Matt Fletcher]]>
Mon, 16 Mar 2009 09:39:21 UTC /lapita/posts/2009/3/16/113-on-tikopia (@author)
The Last Night Watch /lapita/posts/2009/3/15/112-the-last-night-watch
Tonight I'll take my last night watch, between midnight and 2am. Tikopia is finally in sight and sometime in the early morning we'll pass through the narrow passage in the outer reef and this 5-month adventure will be over. By the time you read this I'll probably be on the beach, which is hard to believe.



Living on this boat, camped and basic as it is has become so normal, so routine it's going to be strange sleeping in a bed or going to the toilet in the middle of the night without a canopy of stars overhead. Sailing between picture-postcard images of paradise has been amazing, the consistent, wonderfully-warm, island welcomes life-changing and a huge privilege. I'm really going to miss it, just as I'll miss the simple living, wearing only shorts, walking barefoot and travelling with a bagful of possessions. I'll miss the freedom and isolation of the sea and I'll miss sitting alone steering alone across the Pacific at night.



On these boats someone is always at the helm. 24-7, at night and in bad weather everyone has to take a turn. 2-3 hour slots are the norm. Being woken in the middle of the night takes a few days to get used to, but then the rhythm of the boat takes over and you forget there was any other way to pass the night.



Those hours alone at the helm can be special. We live almost constantly on about 20m of deck space 5 x 4m of deck space and it can feel like a goldfish bowl. At night you have it to yourself. It's the only time on the boat you have space to be alone.



In the good times, when the skies are clear and the wind blows into perfectly balanced sails, this beautiful boat will glide along a steady course almost by herself. These are the night watches when you have time make a drink, get something to eat, write a letter and gaze across the stars and ocean. Occasionally something magical happens. I've sat transfixed watching dolphins race between the hulls exciting phosphorescent plankton as they move to leave silver trails like underwater fireworks. I've seen jellyfish rise from the depths sending out pulses of light as the go past and heard a long, melancholy whale song.



On calm nights the only sounds are ripples slapping against the hulls, the crew's snoring and muttering and a thousand creaks and groans coming from the boat, sounds that can play tricks on you. For weeks I thought I could hear Radio 4 coming from somewhere under the deck and a strange muttering from the aft locker. It's a weird, eerie feeling, like having voices in your head, but without the lithium, that are only banished when the wind picked up.



On clear nights the whole Milky Way spreads itself across the sky so clearly. It's awe-inspiring, mind boggling and frightening to contemplate. When there's a moon the stars may pale, but you can see for miles and the ocean in the sea twinkles in the reflected starlight as if sparks are passing across the waves. On these nights the boat feels like an island, safe and unsinkable. There's a special sense of isolation, of cohesion with the sea and you steer by the stars on autopilot whilst your mind wanders through a thousand thoughts, dreams and schemes and ponderings.



Often I think of the adventures and places to come, the journey past, present and future. Then I also think of friends and family, love and sex, of work and half-baked dreams for books, films and business empires. More and more I think of Clare who is left in England and plot schemes for our future, plans for great adventures and long trips where budgets and time don't matter. In my mind I've sketched out the beautiful house I want to build with a roof terrace where I'll throw wild parties. I've been working on my perfect boat, then found myself chuckling about larks with friends that happened over a decade ago or remembered random stories recounted to me over cups of tea or pints down The Loaf. Time doesn't drag, it flies by.





These are the good times. There are other, very different nights, and there have been many, when it all goes south. There's no light, the sea rough and it's nothing but trouble. Suddenly the cockpit is cramped and uncomfortable and you steer into the blackness with only a compass to guide you. The waves you hear coming, but never see them before they hit you. Sometimes you can hear the roar of coming rain and ready yourself for it. At other times there is just enough light to see the dark, black clouds gathering around you before a fierce, blustery squall hits and you have to drag people from their cabins to change sails in a hurry.



A string of bad nights and you begin to dread the night. Clouds at sunset sends shivers down your spine and paranoia spreads at the slightest change of wind speed. Rum doesn't help, whisky a little. It's at times like these that you wish the time away and pray that the weather holds off just long enough for some other poor soul to take their place at the helm.



My watch begins in an hour.



Matt Fletcher]]>
Sun, 15 Mar 2009 08:45:40 UTC /lapita/posts/2009/3/15/112-the-last-night-watch (@author)
Ankunft /lapita/posts/2009/3/15/111-ankunft Mein Freund Joseph kam mit dem Kanu uns entgegen. Danach kam Patterson, der älteste Bruder von Ariki Tafua und gleichzeitig Gastgeber mit seinem Kanu, denn er hat extra ein Haus freigemacht. Es isr ein typisches polynesisches "fale". Wir schlafen auf Matten über uns das wasserdichte Dach aus Sagopalmblättern.
Nach dem Empfang beim Häuptling Ariki Tafua, der wieder die ersten Pfeifen erhielt, leerten wir fast das Boot. Jeder stopfte seine Sachen in seine Taschen. Danach schafften wir mit Hilfe der Polynesier unsere ganzen Küchensachen ins fale.
Ich komme gerade von Joseph und habe dort meine Geschenke abgegeben.
Natürlich ist das Boot der Star des Tages. Immer wieder müssen wir unsere Geschichten erzählen. Aber heute ist Sonntag, ein strenger Ruhetag. Morgen geht es erst richtig los.
Heute Abend gehen einige Tikopianer auf Lobster, Karl und Matt haben noch Energie mitzumachen. Die Lobstersauce hatte ich rechtzeitig in Honiara eingekauft.
Eine 4 1/2-monatelange Reise ist zu Ende gegangen. Es ist für mich noch nicht zu fassen, angekommen zu sein.
Mein erstes Fazit lautet:
1. Keiner meiner Mitsegler ist verletzt.
2. Die taditionellen Boote haben sich großartig bewährt
3. Das erste Zel der Reise, auf dem Migrationsweg der Polynesier und ihrer Vorfahren, der Lapita-People, zu segeln, st erfüllt.
4. Das zweite Ziel, die Boote den Bewohnern der Inseln Tikopia und Anuta zu schenken, ist zu 50% erfüllt. Die Winde stehen gut für das andere Boot LAPITA ANUTA, dass auch sie in ein, zwei Tagen das Ziel erreichen.

K. Hy.



Lapita Voyage
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Sun, 15 Mar 2009 03:48:44 UTC /lapita/posts/2009/3/15/111-ankunft (@author)
Tage zum Abhaken /lapita/posts/2009/3/14/110-tage-zum-abhaken Bis um 09 Uhr regnete es, war kalt und ungemütlich. Man konnte über uns
sehen, dass wir mal wieder ein stationäres Trog durchsegelt hatten. Langsam
klarte es im Osten auf, aber nur SEHR langsam. Dafür blieb der Wind weg. Der
kam erst heute Morgen - auch sehr zögerlich. Nein, dieser Freitag ist nicht
erwähnenswert - wie vorher befürchtet.
Dafür hatten wir nachts bei Mondlicht und spiegelglatter See Besuch von
mehreren Pilotwalen. Sie kamen bis auf 5 m ans Boot heran und bliesen
ständig, fast wie Asthmatiker.Ich habe bei der Nähe immer die Befürchtung
einer Kollision. Es wäre nicht bdas erste Mal, dass ein Wal ein kleineres Schiff zertrümmert.
Alle wurden wach und staunten über so viel Nähe und Zutrauen.
Gegen Morgen kräuselte sich das Wasser im Osten. Es brauchte Stunden, ehe es
richtig die Segel füllte und wir bei leichter Brise um die 2 bis 4 Knoten
machen können.
Matt machte viele Filmaufnahmen, da es die letzten Tage auf
See sein werden. In der ersten Nacht nach Vanikoro haben wir ein Experiment für den Film
gemacht. Rüdiger hat von 20 bis 8 Uhr alle Stunde GPS-Werte festgehalten und
ich habe die Geschwindigkeit, den Kurs und die Abdrift ebenfalls stündlich
geschätzt. Es ging also um das klassische Koppeln ohne Instrumente gegenüber
der Präsision von Instrumenten. Das Ergebnis nehme ich nicht vorweg, das
gibt es wohl im ZDF zu sehen. Nur soviel: schlecht war ich nicht.
Heute Mittag, nach meinem Nickerchen, deutete Karl auf einen winzigen Fleck
am Horizont: Unsere Zielinsel Tikopia.
Noch sind es 37 sm.
Da ich inzwischen wettermäßig an die Chaostheorie glaube, wage ich es nicht
vorauszusagen, wann wir ankommen werden. Aber mit der Zielinsel im Visier
ist es ja absichtbar nah.
Alle an Bord sind aufgeregtr, endlich anzukommen. Was ich an Bord nicht habe
durchblicken lassen: Ich bin ganz besonders aufgeregt! Zwei Jahre Vorbereitungszeit und 4 1/2 Monate auf niedrigstem Campingniveau an Bord zu leben, sind dann vorbei.
Mehr über unsere Ankunft Morgen. Inshallah!

K. Hy,

Lapita Voyage
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Sat, 14 Mar 2009 06:47:51 UTC /lapita/posts/2009/3/14/110-tage-zum-abhaken (@author)
Hanneke's View from Lapita Anuta - a catch up /lapita/posts/2009/3/13/109-hanneke-s-view-from-lapita-anuta-a-catch-up
By Hanneke Boon



With stage 3 of the Lapita Voyage (Jayapura to Rabaul) we entered a new phase.

We finally got a chance to meet and study the local canoes, one of the main aims of this voyage for James and myself. The other aim was to discover how the Tama Moana design sails in all sorts of different conditions and this stretch of the voyage gave us several superb sailing test opportunities.



From Jayapura we sailed direct to Wewak in Papua New Guinea leaving on Boxing Day (26th December). Wewak was our first New Guinea port, we had hoped for a rest here in a nice place, but with large waves rolling on to the shore landing was difficult. Also we were told by the locals that we had to be very careful with security as another yacht had had 'Rascals' come aboard to rob them.



At this time we had 5 crew on each boat and two were to leave to travel overland. At first this were going to be Eve and Philip, but then Rudy became ill with a serious leg infection and septicaemia. He needed daily antibiotic injections for 10 days at a hospital. James was also suffering from exhaustion and needed a break from the continuous sailing regime, so the two of them got flights to Rabaul to await our arrival.



We planned a route to Rabaul via some of the smaller islands in the Bismarck Archipelago. The first one of these was Karkar Island as we had heard from Chris Bone of Oceanwatch (www.oceanwatch.org ) that there were many canoes here. We also had names of some of the locals, who were Chris' friends.



With little detail of the island on our small scale chart we had to explore a suitable anchorage ourselves. The two boats, 'Lapita Tikopia' and 'Lapita Anuta', arrived together and we on 'Anuta' sailed into the bay in front of the village named by Chris Bone. We were watched by waving people from the shore, however this bay appeared too deep for anchoring, particularly in an onshore NW wind. So we tacked out again, meantime 'Tikopia' explored the next bay to the North, which had more surrounding reef and they found shallow water and helpful people. We joined them there and managed to find a small patch of black sand amongst the coral to place our anchors in. Immediately we were surrounded by canoes and many friendly people.



Without James, I took every opportunity to photograph and sketch the canoes and ask questions. Generally it takes one or two weeks to make a small 'dugout' outrigger canoe, depending on the skill of the builder. The canoes in Karkar were for fishing and were fairly short and fat, but many were painted nicely with patterns on the sides. They all had two upright notched sticks on which fishing spears could be laid, which were decorated at the top with either fish, birds or dolphins.



We were told by an older man called John that up to the 1970s there was a trade by sailing canoes from the mainland at Madang to Karkar, bringing pottery in exchange for food produce. This trade was apparently stopped by the government because it was claimed to be 'unsafe', i.e. canoes sometimes got lost. Nowadays most transport in New Guinea is by 'banana boat', a long narrow fibreglass speedboat with large outboard motor(s).



After one day visiting the people on the island we had to sail on. That morning the wind sprang up early, quite strong, and we made haste to leave, as the NW wind is directly onshore in this bay. Sailing out of a situation like this is called, in sailing terms 'clawing off a lee shore', so this was going to be a test if the boats could do it. We hoisted sail and got ready to raise the anchor. 'Anuta' was quite close inshore, so I told my crew we only had one chance to get this right (or we would be on the rocky shore). It was important to get off on the right tack, so we were ready to back the mizzen as a wind rudder to get the boat pointing the right way. Unfortunately, though the anchor came up clean, the tripping line was caught round a lump of coral, the only thing we could do was cut the line and leave the buoy behind.



This little emergency had slewed the boat a bit and we had to get her round on the starboard tack so the sails would start to draw. With the sails held aback to turn her, she at first was sailing backwards, but just in time the mainsail started to draw and we pulled away from the shore that was only about a boat-length behind us. Pfeww!! We sailed close-hauled and cleared the reef at the South headland of the bay, 'Anuta' had proven her windward ability!



But there were more tests in store for us. After a day of changeable winds (5th January) getting round the South of Karkar and neighbouring Bagabag island, by 10 o'clock in the evening the wind and waves increased, the wind was now North, slowly turning more NW, but much stronger than the forecast NW 3-4, more like 4-5 with 6 in the squalls, with rough seas increasing in size. We were down to the small mainsail on the foremast only. Still 150Nm to go, due East, to our planned next stop at Garove island in the Witu group. Garove has a large crater lake that would give good shelter.



On our second day we did the best mileage in 24 hours so far, 120Nm, mostly our mileages are 60-70Nm on the good days and a lot less when we have changeable or light winds, which is very often.



There was worse to come, day three (7/1) started at midnight with a change to the stormsail as the wind was now WNW around force 6, the seas very rough with much water coming on deck and the cabins getting wet inside, the large deck hatches are not completely watertight. By 02.30 the wind got even stronger and we took down the stormsail and I tried out the sea anchor (made from two nesting rattan fishing baskets and a weight). The sea anchor was not effective to keep the sterns into the wind, the boat determinedly turned beam on, as she always does when all sail is taken down. This however was more comfortable than expected, the big waves just rolled under the boat, the hulls lifting over the crests, with only the odd awkward breaker coming over the decks. We lashed the tiller and 'Anuta' moved at a gentle 1.1 - 1.2 knots sideways in the direction we wanted to go until dawn, while we tried to sleep in our wet cabins, at 6am we hoisted the stormsail again, we had another 22Nm to go to Garove waypoint and we wanted to get there as soon as we could.



With the following wind from the West we were sailing at 5-6 knots with rain as well as waves making everything and everyone very wet. By 10.30 the waves were huge, the wind around force 7 gusting 8 and we were getting near the waypoint, which I had set about 2Nm SSW of the island, thick rainclouds were making visibility terrible and we could not see the island.



As we drew close to the waypoint still no land in site, so I asked Peter to get me a new waypoint right in the entrance to the crater lake off his computer chart, as my paper chart was rather a small scale. As I entered the waypoint into the GPS, to my horror I found we were 9Nm South of where I thought we should be, I must have made a mistake with my waypoint latitude, what now? Would we have to bypass Garove altogether and face another day or more in these storm conditions? What would Klaus do if we did not turn up, we could not reach him on the VHF? To make the harbour we would have to take the wind on the beam, would she be able to sail like this in these huge seas? Matt encouraged me to try, so we did.



Here is where 'Anuta' showed us once again what she was capable of. Under tiny stormsail she ploughed on taking the wind forward of the beam, so we could make track for the harbour entrance (including about 15-20 degrees leeway and drift, I guessed. The next problem was how to get in, as the wind started to head us as we drew close to the island. Two canoes, without outriggers, came paddling out, handling the big seas beautifully. The half naked men inside them were also beautiful and savage looking, but in fact friendly and giving us advise to head for the NW side of the entrance.



In order to be able to manoeuvre into the harbour entrance we needed more sail and a mizzen for tacking, so a fast sail change was required as soon as we had some wind shelter close inshore. In 5 minutes the storm sail was dropped, the small mainsail hoisted and the storm sail set as mizzen, my crew excelled themselves as we were drifting close to the rocky shore. Now some tricky tacking, close to a rocky islet with a 'Cross' on it, then two more tacks and we were in the sheltered NW corner under the mission church. Using the mizzen as 'wind rudder' she never missed a tack. The canoe men caught up with us and helped us lay out a second anchor close inshore, as usual the bottom dropped off steeply, making anchoring difficult.



Soon the decks looked like a market stall with clothes, mattresses and blankets draped everywhere. Then to our surprise, two hours later, 'Tikopia' appeared from round the headland, motoring with the dinghy between her bows, we had not been able to make VHF contact with them for over 36 hours.



Garove is very remote as it is quite a distance from mainland New Guinea, the people live in simple, small huts on stilts made of wood and thatching, mainly self sufficient for food. The village is nestled in a wooded hollow under the rocky hill on which the mission church is built, with many huts built under the shelter of the cliff face.



What delighted me were the beautiful sleek outrigger canoes, pulled up all along the rocky waterside. The headman, Terence, paddled out in one and I got a close look at the beautiful fixings of the crossbeams and float. These canoes are about 7m (23ft) long and very slim, with beams placed close together and a sleek outrigger lashed on with U-shaped attachments. Terence explained how it was built by his father, taking approx. 2 weeks, and what woods were used. I was very pleased to find these same canoes in Haddon and Hornell's 'Canoes of Oceania' showing all the same details and names of the parts. All was built using natural materials, including the rattan lashings and even the black, blue and white paint. These canoes last about 4-5 years, but many of the small parts and lashings are renewed once a month.



We spent one day in Garove, hoping the wind and seas would go down. The next day Tikopia left first, at about 10, the wind was still gusting strongly, so we on Anuta prepared the boat carefully, fitted extra hatch ties, and ate some lunch and left early in the afternoon under stormsail.



The waves were again rough outside and the wind strong. Then "bang", the starboard rudder was loose, the figure-8 knot (which I had made new as the rope had chafed during the gale) had slipped off the end of the rope (lesson: leave a longer tail, don't cut off the old knot). We had to cut the tie holding the tillerbar to get the tiller out and so Matt could steer with the port rudder. Meantime we were heading straight for the shore!! Fortunately Matt was able to hold course with just one steering paddle, even in the large following seas. No way we could re-fix the loose paddle in these seas while sailing, so we waited till we came into the lee of the island, lowered the sail and retied the paddle while drifting. Another lesson in how to handle the boat!



Over the next two days, on our way to Watom Island, off the North of the Gazelle peninsula, the wind and seas slowly decreased and the last night had calm seas under a full moon.



Watom Island was where the first Lapita pottery shards were found by the German missionary Otto Meyer in 1911, so a significant stop on our Lapita Voyage. 'Lapita Tikopia' had people on board who needed to catch a plane so Klaus decided to continue straight to Rabaul.



Watom was a friendly little island, where our guide was called Pentecost, who knew all about the Lapita finds and the various archaeological digs that had taken place. The anchorage was right in front of the original site of the finds.



I again was fascinated by the canoes, different in shape from the previous two islands. I looked at them and said: "These have a hull shape like the Samoan canoes, with a kind of 'Clipper' bow." Out came 'Canoes of Oceania' and to my gratification there was a description, by Otto Meyer himself, written in 1911, of how a new canoe shape had been introduced from Samoa!! Talking to the various canoe men, the names for the canoe parts are also still the same as in 1911.



Our final sail test was when we sailed into Rabaul. Rabaul lies on the shore of a large natural harbour, once the Pearl of the Western Pacific, now a grey ash heap under the billowing ash clouds that continuously spew out of the very active volcano.



We had to circle East and South round the headland with the volcano, dodging under the edge of the ash cloud, then we had to head back North West into the large harbour, dead against the NW wind. The wind was nice and steady, a force 3-4, the sea smooth with just small waves, we were sailing under large mainsail and small mizzen, an ideal setting for a test of windward performance.



With compass and GPS I plotted every tack; the boat sailed at an average of 4.1 knots making 100 degrees between tacks on the compass. When plotted on the chart the angle between tacks was 120 degrees, this meant we were making 10 degrees leeway as I don't think there was any current. The wind was very steady, every tack on the same compass course, so a perfect test. For a boat with just 60cm draft and no keels or boards, with self-made ethnic design sails on bamboo spars, I think this was a remarkable performance and proves that Pacific double

canoes in the past could have sailed to windward.



On the little pontoon by the yachtclub stood James and Rudy waving us to the best place to anchor. Time to go ashore for a cold beer. ]]>
Fri, 13 Mar 2009 08:25:53 UTC /lapita/posts/2009/3/13/109-hanneke-s-view-from-lapita-anuta-a-catch-up (@author)
Aberglauben /lapita/posts/2009/3/13/108-aberglauben An dieser Kalenderkonstellation verließen früher keine Schiffe den Hafen.
Ich bin auch abergläubisch - besonders auf See - und werde über den heutigen Tag erst am Folgetag schreiben.
Nur so viel: Wir sind auf See, es regnet, wir können gerade Kurs auf Tikopia anlegen, es sind noch 60 sm bis zu unserer Zielinsel.

K. Hy.


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Fri, 13 Mar 2009 02:15:10 UTC /lapita/posts/2009/3/13/108-aberglauben (@author)
Auf der letzten Etappe /lapita/posts/2009/3/12/107-auf-der-letzten-etappe geschlossen sind und es hier unten stickig heiß ist.
Heute Morgen war Abschiedsfest. Weil Fastenzeit, dürfen die Erwachsenen nicht
tanzen (Oh ihr Herren Missionare, was habt ihr da nur angestellt!!!!).
Stattdessen haben die Kinder getanzt. Es war zum Heulen schön. Wieder mit
Reden vom Priester, von Hanneke und mir Danach gab es einolynesisches Essen aus dem Umo. Wir saßen auf
Matten und freuten uns über die Freude der Kinder beim Singen und Tanmzen.
Sie waren alle traditionell in Tapa gekleidet, mit Blumenschmuck und
Tumerik-Bemalung. Sie führten ungefähr 10 Tänze mit Gesängen auf, offensichtlich mit witzigen Liedern, denn das Publikum amüsierte sich.
Karl und ich verschenkten noch wenige Pfeifen
Wir gingen bei Ebbe zu Fuß zu unseren Booten!! Auf beiden Schiffen versammelte sich
das Dorf. Karl spielte Ukulele und die Kinder tanzten, dass ich Angst um
unsere Plattform hatte.
Um 15 Uhr lichteten wir die Anker in 80 cm Tiefe (!!) und ließen uns von
einem Begleitboot durch die breite Lagune lotsen, an Riffen vorbei bis zur
Passage. Um 17 Uhr waren wir im freien Ozean und staunten über einen Wind
aus N, der uns nach Osten bringt.
Weil die Zeit drängt, haben wir beschlossen, dass wir uns trennen werden.
ANUTA segelt nach Anuta und wir nach Tikopia. Das Frachtschiff KESOKO holt
uns am 24..3. in Tikopia ab und wird einen Tag später in Anuta die anderen
aufnehmen - so der Plan. Wir haben also nach unserer Ankunft nur ca. 1 Woche Zeit, um auf beiden
Inseln die Männer zu trainieren, einzuweisen und ihnen alles über die
Wartung und Pflege der Boote beizubringen.
Nach vier Monaten auf dem Boot bin ich richtig aufgeregt bei dem Gedanken,
endlich im heiß geliebten Tikopia zu sein und "im letzten Zipfel der alten
Südsee" meine Freunde wiederzusehen.

K. Hy.

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Thu, 12 Mar 2009 08:55:29 UTC /lapita/posts/2009/3/12/107-auf-der-letzten-etappe (@author)
Ankern an Land /lapita/posts/2009/3/11/106-ankern-an-land morgens kam, strich er aus der falschen Richtung. Klar, er kam direkt aus
der Richtung in die wir wollten. Wir lagen vor unserer Zielinsel Vanikoro
und kamen ihr kaum näher. Wunderschön im Morgenlicht lag sie 20 sm vor uns.
Grün, vulkanisch, von historischen
Geschichten umrangt und insofern mysteriös. Hier strandeten im Jahr 1788 der
Stolz der französischen Forschung- und Expeditionsvorhaben: ihre beiden
Schiffe "Astrolabe" und "Boussole". Sie hatten diese Schiffe mit demBesten vom
Besten der damaligen Zeit ausgerüstet und sie dem Kommando von Comte La
Pérouse unterstellt. Die Expedition sollte das Gegenstück zu den Erfolgen
des Briten James Cook sein. Jedoch, beide Schiffe zerschellten am Außenriff
offensichtlich in einem Zyklon. Vor wenigen Jahren fanden Fransosen
eindeutige Relikte in 40 m Tiefe am Außenriff, u.a. die Schiffsglocke mit
Namen der "Boussole". Ich selbst habe 1997 auf Tikopia einen großen
Schiffshaken und eine Flasche für Quecksilber (damaliges Mittel gegen
Syphillis) gezeigt bekommen, die von den Schiffen stammten.
Überlebt haben wenige, wurden an Land Opfer der Einheimischen, so die
Erzählungen des irischen Kapitäns und Abenteuers Peter Dillon. (Spannendes Buch,
empfehlenswert)
An einem Tag wie jeder andere, drehte sich schließlich alles zu unseren
Gunsten. Der dichte Regen, der plötztlich die Insel unerkennbar verschlang,
löste sich gerade dann auf, als wir die Passage durch das Außenriff
ansteuerten - keine 100 m von der Unglückstelle der "Astrolabe" entfernt. Alle fotografierten die Brecher links und rechts der Passage.
Da kein Wind herrschte, schleppten wir mit dem 5-PS-Außenborder am Dingi .unser
Schiff.
Zwischen dem Außenriff und der Insel mussten wir noch ca. 5 sm motoren.
Dabei berührten wir einmal eine Riffuntiefe. Eine leichte Kerbe im Bb-Ruder
erinnert´an den "Rocky". Kurz vor Dunkelheit kamen wir nach Muruwai, der
ältesten Siedlung von Tikopianern. Erst sahen wir keine Menschen, dann kamen
sie alle angelaufen und dirgierten uns zu einem bemerkenswerten Ankerplatz. Ein Mann ging vom
Ufer durchs Wasser und wollte und wollte nicht tiefer als bis zur Brust
eintauchen. Hier, hier sollten wir ankern. Ich hatte noch 50 cm unter dem
Kiel. "Haben wir Hochwasser?", war meine Frage. Ja, antwortete er zu meiner
Überraschung. Durchs Wasser konnte ich Schlamm entdecken und der Anker fiel.
Eine Stunde später saß das Boot trocken auf weickem Boden, komfortabel wie
auf einem Samtkissen, auf.
Solch einen außergewöhnlichen Ankerplatz hatte ich noch nie. Es war Vollmond und das halbe
Dorf kam anspaziert.
Ich traf meinen alten Nachbarn Frederic aus dem Jahr 1997, als ich auf
Tikopia mehrere Monate gelebt hatte, wieder.
Wir begrüßen uns mit einem "songi" dem polynesischem Nasenkuss. Dann kam
sein Bruder Steven und andere und wir mussten alle immer dieselben Fragen
beantworten.
Plötzlich ging das UKW und Hanneke von der ANUTA meldete sich. Inzwischen
war es 22 Uhr. Sie lagen tagsüber hinter uns und meldeten sich vom
Außenriff, wollten durch eine andere Riffpassage als wir sie gewählt hatten. Mit
einem Tikopianer machte ich mich im Dingi auf, sie durch die Passage zu
lotsen.Als wir nach einer halben Stunde, bei herrlichem Mondlicht, auf sie
trafen, waren sie bereits sicher durch diese Passage gekommen.. So geleiteten
wir sie nachts mit Taschenlampen durch die Lagune. Allerdings konnten sie nicht sicher neben uns auf
dem trocken gefallenen Riff liegen. So mussten sie ihren Anker an der
Riffkante auf das Riff legen und hoffen, dass der Landwind sie so lange im
tiefen Wasser der Lagune hält, bis das Wasser steigt und sie sich aufs Riff
ziehen konnten.
Als ich spät zu unserem Boot zurückkam war eine Flasche Whisky, die Karl
mitgebracht hatte, nur noch halb voll. Ein Vollmondfest und einem Schiff,
das sicher auf seinen zwei Rümpfen an Land steht, muss halt gefeiert werden.


K. Hy.


P.S. Bei meiner gestrigen Schilderung des Alltagslebens an Bord hatte ich die Badeleiter vergessen. Sie ist stilecht aus dickem Bambus gefertigt. Zwischen beiden Hecks kann man sie runterlassen. Sie gibt uns schnellen Zugang zum Meer, zum Erfrischen bei Flaute, zum Schwimmen und ist Zugang zu unserem beliebtesten WC. Bitte wörtlich nehmen: Water Closet. Mir hatte sie - vor drei Vollmonden genau - das Leben gerettet, als ich im Vorschiff über Bord fiel und noch gerade eine Sprosse ergreifen konnte. Wie konnte ich nur meine geliebte Badeleiter vergessen?!.



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Wed, 11 Mar 2009 08:13:08 UTC /lapita/posts/2009/3/11/106-ankern-an-land (@author)
Tagesablauf /lapita/posts/2009/3/10/105-tagesablauf Die 2-Stunden-Wachen haben wir wie folgt letzte Nacht ab 20 Uhr eingeteilt.
Klaus, Eve, Karl, Matt, Rüdiger. Da wir 5 Crew sind und wir nur 4 Kojen
haben, wechseln die letzten Vier die Kojen. In jeder der beiden Cockpits steht
eine Flasche mit Wasser, ein Becher und eine randvolle Kecksdose
(wasserdicht). Morgens um 6 Uhr hatte ich dann die nächste Wache. Gerade
erschien die Sonne im Osten und blendete gewaltig. Rudi machte dann ein
wunderbares Müsli mit Haferflocken, Rosinen, Bananen, Milch, heute sogar mit
ein bißchen Zimt. Dazu gab es einen feinen Kaffe aus dem
Pressbehälter.Irgendjemand macht normalerweise die Abwäsche auf dem Vorschiff mit Salz-
und Frischwasser zum Abspülen.
Tagsüber gehen wir abwechselnd ganz locker Ruder. Ich trage die Positionen
in die Seekarte ein, lese und beantworte die Emails. Bereits am frühen
Vormittag wird über das Essen geredet. Wir haben vier gute Köche an Bord -
ich gehöre nicht dazu. Gegen Mittag gab es gestern z.b. Fladenbrot mit
Bohnen aus der Büchse,verfeinert durch angebratene Zwiebeln und Knoblauch.
Als Nachtisch gab es dasselbe Fladenbrot aufgeschnitten mit Marmelade oder
Erdnussbutter. Danach Kaffe und Tee.
Es wird gelesen, diskutiert, geplant für die Zeit nach der langen Reise,
fotografiert, gefilmt, gelästert, mit ANUTA über UKW-Radio gesprochen, Karls singt auch
mal oder spielt Mundharmonika. Heute kam er mit der traurigen Nachricht, dass
der Steg seiner Ukulele kaputt sei.
Um 17.30 machten sich die vier Köche - oder manchmal auch nur zwei - an das
Abendessen. Es ist meist eine Mischung aus Dosen und frischem Gemüse.
Gestern gab es sehr gute Spagetti Bolognese. Wir waren um 18.30 Uhr fertig.
Es war noch hell und ich machte die Abwäsche und danach den Sundowner: Rum,
brauner Zucker, Limonensaft gut gerührt.
Danch wurde noch erzählt, geraucht (Eve Zigaretten, ich Pfeife). Karl hatte
seinen I-Pod angesetellt und bis 21 Uhr haben wir Musik gehört.
Dann verabschiedeten sich alle und ich blieb bis 22 Uhr am Ruder, um von Eve
abgelöst zu werrden. Es war eine Nacht vor Vollmond, wolkenlos ... aber
leider ohne Wind.

K. Hy.



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Tue, 10 Mar 2009 04:05:06 UTC /lapita/posts/2009/3/10/105-tagesablauf (@author)
Vom Schiff der Unwissenden /lapita/posts/2009/3/9/104-vom-schiff-der-unwissenden Weiß nur über neue Crewmitglieder von der Krise in Deutschland und dem im
Rest der Welt. Das einzige was ich wöchentlich erhalte, sind die Ergebnisse
der Bundeslige, die mir mein Freund Kalle Gunst per Email schickt. Ich habe
nicht das Gefühl Entzug zu haben. Es geht auch ohne die abendliche Routine
der Tagesschau, ohne SPIEGEL und morgendliche Rheinische Post.
Apropos Entzug. Heute Nacht hörte ich es ein paar Mal klicken. Es war Karl,
der versuchte das feuchte Feuerzeug anzumachen, um endgültig seine letzte
Zigarette zu genießen.
Zurück zu den Unwissenden auf unserem Schiffen. Die Neugierde und das
Interesse fokussieren sich schnell auf die neue Umgebung. Diese neue
Umgebung verlangt die ganze Aufmerksamkeit, Konzentration und Einstellung.
Das füllt aus und bedingt nicht viel Raum für andere Interessen. Im
Mittelpunkt steht das Boot und die Instandhaltung, dann kommen die
Intertessen der Mitsegler, die zu berücksichtiegen sind, die neue
Ausrüstung, an den Ankerplätzen, die Proviantierung, ganz wichtig das Kochen, die Navigation, die
Entscheidungen des täglichen Bordlebens, Blogs und Logbuch schreiben. All
das hält in Trab.
Daneben kommt ein kleines Zeitfenster für die persönlichen Belange. Mir
bleibt das Lesen und nachts der I-pod mit Musik. Dabei fällt mir ein, dass
ich Hörbücher hätte aufladen sollen.
Soll ich nach meiner Rückkehr den Fernseher verkaufen und das Abo für
SPIEGEL und RP abbestellen?
Ich glaube nein Das Umfeld bedingt die Interessen.

Nachdem ich mich gestern mal wieder über das Wetter iund die widrigen Winde ausgelassen hatte, muss ich heute Entwarnung geben. Der Wind hat von E auf SSE auf N gewechselt und wir segeln langsam dem nächsten Ziel, der Insel`Vanikoro, entgenen. Morgen dürften wir ankommen. Dort wartet die erste Siedlung der Tikopianer auf uns. Alle anderen, die wir besucht haben, kamen später: Nukufero auf Russel Isl. und Nukukaisi auf Makira Isl..

Es gibt ein sehr lesenswertes Buch über verschiedene Kulturen auf unserer Welt. Weshalb ist die eine untergegangen und wesahlb die andere nicht. Das Buch heißt "Kollaps" von Jarred Diamond. Eines der Kapitel handelt von Tikopia. deren Kultur ist u.a. deshalb nicht an seiner Überbevölkerunge kollabiert, weil die Häuptlinge rechtzeitig ausserhalb der Insel Siedlungen angelegt hatten. Die anderen Gründe sind genau so wichtig. Aber die solltet Ihr/Sie selber lesen..


K. Hy.


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Mon, 09 Mar 2009 06:11:17 UTC /lapita/posts/2009/3/9/104-vom-schiff-der-unwissenden (@author)
"Im Rausch der Stille" /lapita/posts/2009/3/8/103--im-rausch-der-stille- Aber sie können - wenn Bedarf - sich über unsere Langweile informieren. Seit
heute Nacht herrscht so gut wie Flaute. Manchmal kommt eine leichte Brise
auf. Man sieht dann auf dem spiegelglattem Meer das Wasser in der Ferne sich
leicht kräuseln. Die Hoffnung steigt sofort: Es könnte ja der NEUE Wind
sein, der der uns die wenigen 36 sm bis zum ersten Wegpunkt bei der Insel
Utupua bringt.
Von da aus wären es noch 45 sm bis zum ersten Ziel Vanikoro Isl. Aber soweit
denken wir nicht.
Karl hat, seitdem der Anker aufgegangen ist, mit dem Rauchen aufgehört. Das
hat offenbar seine merkwürdigen Entzugseffekte. Denn um 9.30 Uhr machte er
sich laut die ersten Gedanken über das Mittagessen. Es gab schließlich
Tunfischsalat mit Fladenbrot. Matt liest, Eve ruht viel, Rudi hat einen
köstlichen Obstsalat gemacht und ich habe Pfeife geraucht und mich an das
neue Buch "Im Rausch der Stille" gemacht. Übrigens ein hervorragender Titel
für einen Flautentag und ein verdammt spanendes und gutes Buch.
Jeder geht 1 bis 2 Stunden Ruder, wohl mehr um das Boot vom Drehen zu
bewahren. Obwohl auch das bei Flaute egal wäre, haben wir doch einen
leichten Gegenstrom von ca. 0.4 Knoten. Aber was für ein Anblick wenn die
Büge nach Ndende zeigen, der Insel von der wir kommen. Nein, wqir wollen
nach vorne blicken, können die erste Insel abert noch nicht in den
Wolkenfeldern erblicken.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole und Euch langweile: Seit
Anbeginn der Reise vor 4 Monaten hatten wir noch keine 24 Stúnden einen
sogenannten idealen Segeltag. Regen, Gegenwind, Flaute, Sturm, Böen - eins
von dem hat uns immer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich hatte
mich mit James Wharram unterhalten, der seit 54 Jahren Hochseesegeln
betreibt.(plus meine 35-jährige Erfahrung machen immerhin knapp 90 Jahre
aus). Wir können uns nicht erinnern über längeren Zeiträume so widriges
Segelwetter erlebt zu haben. Day muss doch da oben etwas gewaltig nicht
stimmen.
Egal, es geht halt in langsamen Schritten weiter aber uns läuft langsam die
Zeit weg, denn am 24.3. holt uns die KESOKO aus Tikopia ab und bis dahin
müssen wir beide Zielinseln besucht und den Insulanern die Booite übergeben
haben, was das Erlernen der Segeltechnik und das Handhaben der Boote
beinhaltet.
Es wird also noch spannend....


K.Hy.





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Sun, 08 Mar 2009 08:04:15 UTC /lapita/posts/2009/3/8/103--im-rausch-der-stille- (@author)
Downhill Run /lapita/posts/2009/3/8/102-downhill-run
S 11 09.031 E165 47.812

Out on the open ocean once again. Anuta and Tikopia lie tantalizingly close,
some 200 nautical miles away, and it's good to be on the move. This is the
downhill run. It's been one hell of a trip, but a long one and I'm looking
forward to getting to the islands. They are extraordinary places, their
peoples know we are coming and everyone is excited about the boats. It's
going to be great.

We have been pretty busy over the last month: filmed for a German TV
documentary on the Nggela Islands; partied in Honiara at The Point Cruz
Yacht Club; sailed down the coast of Makira; sheltered in the beautiful safe
anchorage at Waimasi Bay; hung out with the Tikopian community of Nukukasi;
chased chickens and harassed pigs with Prof Keith Dobney; and constructed a
double-hulled canoe for Prof Atholl Anderson's Maori sailing experiment - it
was a great success. Then we crossed the 200 mile gap separating 'Near
Oceania' and 'Remote Oceania' by sailing between Santa Ana on Makira and
Nende in the Santa Cruz Islands.

An Atlantic crossing it is not, but Santa Ana marks the end of a chain of
islands that stretches west for thousands of miles from South East Asia.
This passage at the end of the Solomon's held up the eastern spread of
people for millennia and it wasn't until about 3000 years ago that the
Lapita people finally nailed it and the colonization of the eastern Pacific
took a great leap forward.

We were all chuffed to have made the crossing, particularly Atholl who has
been wrestling with questions surrounding the colonization of Remote Oceania
for years. This first-hand experience of what the Lapita people might have
faced was special for him, but it was no picnic. It took a week of beating
against unfavourable winds, rain squalls and choppy seas to make it. The
spar on Klaus's mainsail broke late one night during a powerful squall and
the waves crashed over both boats getting everything wet. Days on a wet deck
seemed to go on and on and the salt-soaked shorts gave us sores where you
don't want sores. Lata (capital of the Santa Cruz Islands) with its long,
deep, safe inlet could not come quick enough. Memories of the Philippines
came flooding back.

Anchored just off Lata wharf with its wrecked freighter we took five days
R&R. We drank SolBrew and ate plenty of red and white deep sea snapper,
which have eyes the size of pool balls, whilst waiting for the sun to shine
and everything to dry out. In Lata we Eve came back and Karl joined us,
bringing with him bourbon, a harpoon gun, Italian coffee and a ukulele. An
interesting combination.

Atholl and Keith have both left, but so too has James Wharram who recently
learned of the sudden death of his dear friend Ernald. His boats have done
us proud and proved themselves worthy of trans-ocean travel again and again,
so he leaves tired and sad, but with no small sense of achievement. Our
condolences go out to Fredrica and a rum toast to the memory of Ernald. Fair
winds brother.

Matt Fletcher]]>
Sun, 08 Mar 2009 05:07:26 UTC /lapita/posts/2009/3/8/102-downhill-run (@author)
on the road again /lapita/posts/2009/3/7/101-on-the-road-again Für Eve hatte ich zwei Farngipanikränze für den Kopf und um den Hals zur Begrüßung aufziehen lassen. Sie war sichtlich gerührt über diesen Empfang, als ich ihr das überstreifte.
Der Chor sang für den ankommenden Erzbischof und nach etlichen Reden in der prallen Sonne löste sich der bischöfliche Treck auf. Die Twin Otter hatte 200 kg Übergewicht und musste erleichtert werden. Dann erst konnten James und Atholl Platz nehmen ehe es up, up and away nach Honiara ging.
Wir machten uns alle zu den Booten, erledigten die letzten Dinge und machten uns um 14 Uhr auf den Weg. Unter Segeln verließen wir den Ankerplatz und hatten dieses Mal Glück, dass der Anker nicht hinter einer Koralle blockiert wurde.
Wir umsegeln jetzt die Südseite von Ndende und wollen an Utupua vorbei nach Vanikoro segeln. Das macht einen Kompasskurs von 124 ° aus. Und genau aus dieser Richtung kommt der Wind.,.,
Unser Pech mit dem Wetter ist nicht zu fassen.

K. Hy.


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Sat, 07 Mar 2009 04:46:27 UTC /lapita/posts/2009/3/7/101-on-the-road-again (@author)
Vorbereitungen /lapita/posts/2009/3/6/100-vorbereitungen Der Tag der letzten Vorbereitungen: Einkaufen von Lebensmitteln - soweit
vorhanden - Gemüse und Obst vom Markt.
Petroleum für den Herd, Spiritus zum Vorheizen aus der Krankenstation
organisiert. Benzin und Öl für den Außenborder. Wasser aus der Quelle in
unsere Gallonen-Plastikbehälter füllen und mit dem Pickup kommen lassen.
Die drei Bambusspieren als Ersatz liegen hinter dem Boot im Wasser. Das
Salzwasser tötet die Insekten, wie Ameisen, die noch im Bambus sein könnten.
Das Auslegerkanu und drei große Paddel an Land gebracht, um Gewicht zu
sparen. Das Versorgungsschiff das uns von Tikopia abholen wird, wird sie bringen.
All das wurde z. T. bei strömenden Regen organisiert. Heute Morgen war es so
schwül, dass man schon vom Sitzen schwitzte. Dabei haben Hanneke und ich die
neuie Spiere mit der zweiten am Fuß verbunden und das Segel angelascht.
Später haben Karl, Rudi und ich das raparierte Großsegel zur Probe geheißt.
Jetzt heißt es, alles zu verstauen. Karl wird seine erste Nacht an Bord
verbringen. Morgen wollen wir Eve abholen, die um 9.30 Uhr mit dem Flieger
/Typ: Twin Otter) ankommen soll. Mit demselben Flugzeug werden uns James
Wharram und Prof. Atholl Andersen verlassen.
Das Wetter ist uns nicht günstig. Es wäre auch das erste Mal!! Ostwinde sind
angesagt, also die Richtung in die wir in etwa wollen. Unser nächstes Ziel
ist die Insel Vanikoro. Es ist die letzte Insel vor Tikopia und Anuta.

K. Hy.


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Fri, 06 Mar 2009 19:49:18 UTC /lapita/posts/2009/3/6/100-vorbereitungen (@author)
Reparatur 2. Teil /lapita/posts/2009/3/5/99-reparatur-2-teil Die Finger schmerzen vom Ziehen. Aber die reparierte Spiere liegt seit zehn Minuten an Deck.
Ingo hat nochmal Prof. Anderson interviewt und gefilmt, Matt sucht nach seltenen Hühner-Proben für die DNA-Analyse. Rüdiger und Karl waren einkaufen und haben danach alles neu verstaut.
Gleich Duschen und ein erstes Bier.
Es sind die kleinen Dinge, die hier zählen...

K.Hy.


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Thu, 05 Mar 2009 06:40:51 UTC /lapita/posts/2009/3/5/99-reparatur-2-teil (@author)
Reparaturen /lapita/posts/2009/3/4/98-reparaturen Heute hieß es für mich nur Reparaturen durchzuführen. Die Frontspiere des Großsegels war im Sturm gebrochen. Alle Spieren bestehen aus Bambus. Die Hauptspiere hatte noch eine zusätzliche angelaschte Verstärkung. Beides ist an der Hauptbelastungsstelle gebrochen, da wo das Fall angreift. Ich brauchte den halben Tag, um diese Laschung zu öffen, denn das Takelgarn wollte ich retten, wiederverwenden und habe es halt nicht durchgeschnitten, um z,.B. die Laschung mit hier erhältlicher Angeschnur durchzuführen. Die andere Tageshälfte habe ich an der Solaranlage gearbeitet.
Karl und Rüdiger haben sämtliche Essensvorräte geortet und neu verstaut. Karl hatt nach wenigen Stunden einen knallroten Rücken. Originalton: "Aber es ist doch bedeckt."
Wir haben alle gestern beschlossen, Ballast von Bord zu geben. Wir lassen z.B. das Auslegerkanu in Lata und andere Sachen, die das anvisierte Boot, das uns am 24.3. (??) in Tikopia abholen soll, mit nach Tikopia bringen wird. Da wir auf beiden Booten 5 Personen sein werden, müssen wir "Ballast abwerfen", um den Booten eine einigermaßén gute Segelperformance zu geben.
Wir werden auf beiden Booten folgende Crewaufteilung haben:
LAPITA TIKOPIA. Karl, Rüdiger, Matt, Eve und ich
LAPITA ANUTA. Hanneke, Jamie ihr Sohn, Tulano Toloa von den Tokelau Inseln, Kolton Koriga aus Anuta, Ingo

K. Hy.


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Wed, 04 Mar 2009 06:40:57 UTC /lapita/posts/2009/3/4/98-reparaturen (@author)
immer im Trab /lapita/posts/2009/3/3/97-immer-im-trab
Den halben Tag war ich unterwegs, um eine neun Meter lange Bambusstange von gewissem Querschnitte zu besorgen. Ich machte einen Schnellkurs in Sachen Bambus mit. Diese Stange soll die im Sturm gebrochene Spiere ersetzen, damit wir wieder das Groß setzen können.

Heute waren wir auf der kleinen Insel Te Motu.Man erzählte sich in Lata, dass es dort viele Lapita-Keramikstücke gäbe. Wir ließen uns mit einem schnellen offenen Plastikboot hinfahren. Dort mussten wir erst einmal eine "Landungsgebühr" zahlen. Diese beinhaltete das Betrachten der Funde. Diese Scherben hatten viel Ähnlichkeit mit denjenigen, die wir auf den Duke of York Islands selbst gefunden hatten. Prof. A. Anderson stellte auch sofort fest, dass es sich um ca. 2.600 Jahre alte Stücke handelt. Er kann das an dem Dekor und an den mit einem Stempel in den Ton geprägten Design erkennen. Alle Scherben wurden durch Kokosnusskrabben aus der Tiefe geschaufelt. Eine erste Analyse ergab, dass an dieser Stelle über mehrere hundert Jahre Lapita People, die engenommenen Vorfahren der Polynesier, gelebt hatten.

Gestern Abend wurde im kleinen Kreis einmal richtig abgefeiert. Anwesende: der Kapitän der BARUKU (Seelenverkaüfer ware noch sehr geschmeichelt), Emma ("Queen of the South Sea", eine einheimische Jusritin), Karl Rüdiger, ich, drei Kartons Solbrew Bier und eine Gitarre. Emma hat bestimmt 5 x "Spanish Eyes"° gesungen.und Karl 2 x "Roto Lippen sollst Du küssen". Es waren auch wunderbare Lieder aus Fiji, Hawaii, der Insel M;alaita und aus PNG dabei.
Nein Kopfschwerzen hatte ich heute morgen nicht, denn die lokale Biermarke Solbrew hat einen deutschen Braumeister.

K.Hy.



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Tue, 03 Mar 2009 05:52:28 UTC /lapita/posts/2009/3/3/97-immer-im-trab (@author)