Der Beitrag Zum internationaler Frauentag am 08. März 2026 erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Ja, es gab Momente der Enttäuschung. Zeiten, in denen ich mir gewünscht hätte, dass Frauenpolitik mutiger, konsequenter, schneller voranschreitet. Zeiten, in denen es sich anfühlte, als würden wir eher Schritte zurück als nach vorne machen.
Doch dann sehe ich wieder die vielen selbstbewussten jungen Frauen in meinem Umfeld. Und ich sehe junge Männer, für die Gleichstellung kein politisches Schlagwort ist, sondern gelebte Normalität. Für die Partnerschaft auf Augenhöhe selbstverständlich ist. Und ich weiß: Es bewegt sich etwas.
Für mich entsteht Gleichstellung nicht aus einer Opferrolle heraus. Sie entsteht aus der Kraft des selbstbewussten Handelns. Aus Verantwortung. Aus Haltung. Aus dem Mut, sich einzubringen – auch wenn es unbequem ist.
Deshalb schätze ich jene, die im Sinne, der von Shila Behjat beschriebenen fünften Welle des Feminismus – für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit einsetzen. Denn längst geht es nicht mehr nur um Individualisierung oder einen Geschlechterkampf. Es geht um den Schulterschluss aller Geschlechter für eine lebenswerte, gerechte Zukunft.
Vielleicht ist der Internationale Frauentag deshalb weniger ein Feiertag als eine Erinnerung. Eine Erinnerung daran, dass Fortschritt nicht linear verläuft. Dass er Engagement braucht und Ausdauer.
Lassen wir uns also nicht entmutigen. Denn Gleichstellung ist kein ferner Traum. Sie ist eine tägliche Entscheidung. Und jede von uns, jeder von uns, kann sie treffen.
Ihre Daniela Stein
Mag.a Daniela Stein ist Gründerin und Geschäftsführerin des Business Frauen Centers, Südösterreichs führendes weibliches Wirtschaftsnetzwerk.
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]]>Der Beitrag KI braucht Ordnung: Warum Tool-Chaos Geld kostet und Syteme Klarheit schaffen. erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Hand aufs Herz:
Das größte Problem vieler Selbstständiger im Jahr 2026 ist nicht, keine KI zu nutzen – sondern den Überblick verloren zu haben. Zu viele Tools, zu viele Empfehlungen, zu viele Meinungen darüber, was man „unbedingt braucht“. Die Angst, auf falsche Systeme zu setzen oder Geld in Lösungen zu investieren, die
man kaum nutzt, wächst spürbar. Genau hier beginnt heute Professionalität: nicht bei einzelnen Tools oder Statussymbolen, sondern bei klaren, verlässlichen Systemen.
Ich sehe es täglich in meinen Beratungen: Solopreneure und kleine Teams haben sich über Jahre einen digitalen „App-Bauchladen“ aufgebaut. Ein Tool für Termine, eines für Verträge, ein separates KI-Abo, dazu Excel für Zahlen und irgendwo noch ein Cloud-Speicher. Das Ergebnis ist kein System, sondern ein digitales Stückwerk. Oft bezahlst du Apps, die du kaum nutzt. Du bist nicht mehr Unternehmerin, sondern Copy-Paste-Managerin. Wertvolle Zeit geht für manuelle Übergaben, Suchen, Logins und Workarounds verloren.
2026 markiert hier einen Wendepunkt. Google Workspace hat sich von einer klassischen Office-Suite zu einem integrierten KI-Betriebssystem entwickelt. Spätestens seit Gemini 3 auf dem Markt ist, ist Google Workspace eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Microsoft 365 und anderen Office-Apps. Statt viele Einzellösungen zu verwalten, kannst du Prozesse bündeln, automatisieren und skalierbar aufsetzen – ohne technisches Overengineerin.
Schluss mit dem Abo-Chaos: Welche Tools du 2026 ersetzen kannst
Der größte Effizienzhebel liegt in der Konsolidierung. Viele Funktionen, für die früher externe Tools nötig waren, sind heute direkt in Google Workspace enthalten und arbeiten integriert zusammen. Terminbuchung ist ein gutes Beispiel: Die Terminpläne im Google Kalender erlauben Pufferzeiten, Tageslimits und eine direkte Zahlungsanbindung. Für Coaches und Berater bedeutet das: Termine werden nur nach Zahlung gebucht. No-Shows, Nachfassen und Mahnungen entfallen.
Auch beim Vertragsmanagement lässt sich der Arbeitsaufwand reduzieren. Die integrierte eSignatur in Google Docs reicht für viele Selbstständige völlig aus. Angebote werden direkt im Dokument erstellt, unterschrieben und automatisch als PDF versendet – ohne Medienbruch.
Separate KI-Chats sind im Business-Kontext oft redundant. Gemini ist tief in Workspace integriert und arbeitet im Kontext deiner E-Mails, Dokumente und Kalender – inklusive Unternehmens-Datenschutz. Hinzu kommt großzügiger Cloud-Speicher mit geteilten Ablagen, bei denen die Daten der Organisation
gehören, nicht einzelnen Personen.
Das spart nicht nur monatliche Lizenzkosten, sondern reduziert vor allem mentale Komplexität.
Dein neuer KI-Mitarbeiter: Arbeiten im Kontext statt mit Prompts
Viele nutzen KI noch wie einen besseren Textgenerator. Der eigentliche Mehrwert entsteht heute jedoch durch Integration. Weil Gemini Zugriff auf deine Arbeitsumgebung hat, versteht die KI deinen Unternehmenskontext, ohne ihn jedes Mal neu einzugeben.
Ein neues Angebot kommt als PDF? Statt manuell zu vergleichen, kannst du Gemini bitten, Abweichungen zu früheren Vereinbarungen zu prüfen. In Google Sheets wird die KI zum Analysten, der Fragen beantwortet, ohne dass du komplexe Formeln bauen musst.
Für interne Kommunikation oder Schulungen entstehen mit KI-gestützten Video-Entwürfen schnell verständliche Inhalte – nicht perfekt, aber effizient. Workspace wird damit vom passiven Werkzeugkasten zum aktiven Assistenten.
Sicherheit und Automatisierung als Fundament für Wachstum
Ein häufiger Einwand betrifft die Datensicherheit. Wichtig ist die klare Unterscheidung: In Google Workspace bist du Kunde, nicht Produkt. Deine Daten werden nicht zum Training öffentlicher KI-Modelle verwendet. Du kannst DSGVO-konform arbeiten.
Im nächsten Schritt geht es darum, wiederkehrende Aufgaben zu “delegieren”: Rechnungen erkennen, ablegen, Daten erfassen, Freigaben anstoßen – einfach alles Nicht-Umsatzrelevante an dein System abzugeben.
Dabei helfe ich gerne – wollen wir einmal unverbindlich sprechen?
2026 entscheidet sich unternehmerischer Erfolg weniger an einzelnen Tools, sondern daran, ob du ein funktionierendes Betriebssystem hast. Weg vom Tool-Sammeln und Insellösungen hin zum System-Denken. Das ist der Hebel für Fokus, Skalierung und echte unternehmerische Freiheit.
Mag.a Karin Panser ist Expertin für digitale Strukturen, Business-Automatisierung und praxisnahe KI-Beratung. Seit über 25 Jahren begleitet sie namhafte KMUs, Solopreneure, Coaches und kleine Teams dabei, Tool-Chaos in klare, skalierbare Systeme zu überführen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der sinnvollen Nutzung von Google Workspace sowie DSGVO-konformen Automatisierungen auf Basis von n8n. Im Fokus steht stets der unternehmerische Nutzen: weniger Komplexität, mehr Übersicht.
Ihr Credo: Strukturen schaffen Freiheit.
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]]>Der Beitrag Der Friedhof der Neujahrsvorsätze und warum Veränderung so schwierig ist… erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Nun zur guten Neuigkeit – es liegt nicht an dir. Es liegt an der Art, wie wir Veränderung angehen. Seit mehr als 10 Jahren darf ich Menschen bei ihren persönlichen Veränderungsvorhaben begleiten und dabei auch viel darüber erfahren, warum vorangegangene Versuche gescheitert waren.
Warum Veränderung oft nicht gelingt?
1. Alte Muster und Antreiber wirken im Hintergrund
Alte Muster und Antreiber wirken im Hintergrund Unbewusste, tief verankerte Glaubenssätze („Ich muss perfekt sein“, „Zuerst die anderen“, „Das kann ich nicht“ etc.) sabotieren unser Verhalten, ohne dass wir es merken. Diese Muster und Antreiber ersticken Veränderung im Kern.
2. Fehlende neuronale oder emotionale Auseinandersetzung
Oft werden Bücher, Podcasts oder Events als Inspiration genutzt. Sie sind oft der Ausgangspunkt, aber selten nachhaltig. Nur der Gedanke, ohne emotionale Auseinandersetzung und ohne Wiederholungen, bildet keine neuen neuronalen Muster. Der Wunsch bleibt somit ein bloßer Gedanke.
3. Falsche Tools & zu große Schritte
„Viele starten mit riesigen Erwartungen – statt mit kleinen, stabilen Schritten. Aber eben diese machen den Unterschied und geben Sicherheit. Auch falsche Methoden und fehlende Struktur führen schnell zu Frust.
4. Das Umfeld bremst
Partner*innen, Kolleg*innen, Familie reagieren – und nicht immer positiv. Soziale Spannungen lassen oft Neues gar nicht zu. Manchmal nur unbewusst durch subtile Erwartungen.
5. Unklares Bild von der zukünftigen Veränderung
Ich erlebe oft, dass der Leidensdruck zwar groß ist, den Menschen aber ein kraftvolles Zukunftsbild fehlt. Das Zukunftsbild muss so stark sein, dass es Sogkraft entwickelt. Wenn es zu schwach ist, machen sich viele erst gar nicht auf den Weg.
Was Veränderung wirklich braucht?
In meinen Coachings habe ich gesehen, dass nachhaltige Veränderung entsteht, wenn wir auf mehreren Ebenen gleichzeitig arbeiten. Persönliche Veränderung braucht auch einen klaren Prozess, der den Menschen wieder in Verbindung mit sich selbst bringt. Zudem muss die Veränderung im Außen strukturiert und geplant sein. Aus meiner Erfahrung braucht erfolgreiche und nachhaltige Veränderung die Arbeit auf fünf Ebenen.
Die 5 Ebenen nachhaltiger Transformation
1. Mentale Ebene (z. B. Glaubenssätze reframen, Ziele klären, Perspektiven öffnen).
2. Emotionale Ebene (z. B. Wertearbeit, innere Bilder, emotionale Visionsarbeit).
3. Körperliche Ebene (z. B. Körperwahrnehmung, Atmung, Regulation).
Die ersten drei Ebenen sind wichtig für deine persönliche Veränderungsentscheidung und das Schaffen der persönlichen Voraussetzungen für die Umsetzung. Hier erlebe ich die meisten Menschen nur auf der ersten Ebene, was der Grund für viele gescheiterte Vorhaben ist. Für die Realisierung braucht es dann zusätzlich noch zwei weitere Ebenen:
4. Soziale Ebene (z. B. Unterstützung, Kommunikation, Austausch).
5. Praktische Ebene (Routinen, Mini-Schritte, Zeitfenster, Feedback).
Dabei kann man auf den unterschiedlichen Ebenen mit unterschiedlichen Tools arbeiten. So könnte man beispielsweise bei einem geplanten Jobwechsel die mentale Ebene mit einfachen +/- Listen, die emotionale Ebene mit einem Vision Board und die körperliche Ebene mit einer Aufstellung gut reflektieren. Auf der sozialen Ebene können konkrete Widerstände bearbeitet und auf der praktischen Ebene ein Schritt-für-Schritt-Umsetzungsplan erstellt werden.
Wie gelingt nun deine Veränderung?
Reflektiere zuerst dein Mindset und mögliche Muster, die dir im Weg stehen könnten. Wie gehst du generell mit Veränderungen um und was könnte dir dabei im Weg stehen? Wichtig ist dabei eine tiefere Auseinandersetzung mit deinen eigenen Glaubenssätzen und eine positive Ausrichtung in Richtung Veränderung.
Blicke nun neben der Kopfebene auch mit deiner emotionalen und körperlichen Wahrnehmung auf dein Vorhaben und nutze Tools auf diesen Ebenen, um dein Vorhaben zu stärken, z. B. Bildkarten, um deine Wünsche zu konkretisieren und die Emotionen zu stärken. Achte bereits in der Entscheidungsphase auf mögliche Widerstände und darauf, wie du dein relevantes soziales Umfeld abholst, z. B. Was muss organisiert werden oder wer muss eingebunden werden?
In der Umsetzung orientiere dich am KAIZEN-Prinzip und plane kleine, achtsame und realistische Schritte. Das nimmt dir Angst und hilft dir, den ersten Schritt zu gehen. Konzentriere dich auf den Weg, nicht nur das Ergebnis, und lasse Fehler zu. Und noch ein kleiner Tipp: Such dir eine Vertrauensperson, die dich bei größeren Vorhaben begleitet. Damit hast du neben einer zusätzlichen Sichtweise auch die Motivation, dranzubleiben – damit dein Vorhaben nicht auf dem Friedhof endet.
Dr.in MMag.a Simone Kainz ist erfolgreiche Unternehmensberaterin, Coachin, Hochschullektorin und Speakerin. Seit vielen Jahren begleitet sie mit großer Leidenschaft Menschen, Teams und Organisationen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Ihr persönliches Herzensprojekt ist ReConnected, ein Transformationsprogramm für Frauen in der Lebensmitte, die ihre zweite Lebenshälfte bewusst und in Verbindung mit sich selbst gestalten möchten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Klagenfurt.
Dr.in MMag.a Simone Kainz, Entwicklungsbegleiterin für Menschen, Teams und Organisationen
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]]>Der Beitrag Unternehmenskultur braucht Führung, die tut, was sie sagt. erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>In den letzten 20 Jahren habe ich Führungsteams in den USA, England und ganz Europa begleitet, in Konzernen, mittelständischen Unternehmen und wachsenden Familienbetrieben. Diese Vielfalt hat mir gezeigt, wie unterschiedlich Unternehmenskulturen aussehen können, und wie ähnlich die Muster sind, an denen sie scheitern oder wachsen. Einige dieser Teams hatten brillante Pläne, waren aber an der eigenen Kultur gescheitert. Ein Beispiel: Ein Unternehmen wollte wachsen, hatte die Mittel, den Markt und die Möglichkeiten. Doch das Leadership-Team mied Konflikte, schob Entscheidungen hinaus und hielt zu lange an Rollen fest, die längst nicht mehr funktionierten. Offiziell war man „ambitioniert“. Gelebt wurde Vorsicht. Das Ergebnis war absehbar: Die Wachstumsstrategie blieb Wunschdenken.
Kultur zeigt sich nie im Leitbild, sondern in den Momenten, in denen Mut gefragt wäre.
1. Kultur ist das, was wirkt, nicht das, was definiert wird
Jedes Unternehmen hat schöne Wertefolien. Doch die Frage „Welche Kultur haben wir wirklich?“ beantwortet man nicht im Meetingraum, sondern im Alltag. Wie wird entschieden? Wie spricht man miteinander, wenn es schwierig wird? Welche Themen werden offen angesprochen und welche nicht? Man kann eine Kultur nicht einfach neu formulieren, ohne ihre Geschichte zu kennen. Jede Kultur hat Muster, Prägungen, blinde Flecken. Und wenn Strategie und Kultur nicht zusammenpassen, gewinnt die Kultur. Immer.
2. Kultur beginnt nicht bei HR, sondern bei Entscheidungen
HR kann unterstützen, aber Kultur entsteht dort, wo Führung handelt. Eine Vorständin kann hundertmal sagen, dass Feedback wichtig ist. Wenn sie in Gesprächen nicht zuhört, sendet sie die wahre Botschaft. Eine Führungskraft kann Eigenverantwortung einfordern. Wenn sie jede Entscheidung selbst revidiert, entsteht das Gegenteil. Kultur ist kein bloßes Kommunikationsprojekt, sondern die Summe der Entscheidungen, die man sichtbar trifft und derjenigen, die man nicht trifft. Personalentscheidungen, Priorisierung, Umgang mit Fehlern: Dort formt sich Kultur
3. Führung sendet immer ein Signal
„Man wird nie nicht beobachtet.“ Das klingt banal, aber es ist eine zentrale kulturelle Wahrheit. Jede Priorisierung, jede Terminverschiebung, jede Mail sendet ein Signal. Wenn eine Führungskraft ein 1:1 dreimal verschiebt, ist es für sie vielleicht ein organisatorischer Schritt. Für die Mitarbeitende wirkt es wie: „Ich bin nicht wichtig genug.“ Die Wirkung zählt nicht die Absicht. Wenn eine Führungskraft perfekte Lösungen vorgibt, aber anderen Vorschlägen nicht zuhört, entsteht Abhängigkeit, nicht Kompetenz. Wenn eine andere Führungskraft drei gute Fragen stellt und Mitarbeitende wachsen lässt, entsteht eine völlig andere Kultur: mutiger, klarer, eigenständiger.
4. Der größte kulturelle Hebel: das Verantwortungs-Mindset
Viele Teams wünschen sich Mut, Agilität und Fortschritt, handeln aber aus einem Opfer-Mindset, ohne es zu merken.
Ein Opfer-Mindset klingt so: „Der Markt ist schwierig.“ „Das Budget wurde nicht genehmigt.“ „Die da oben sind schuld.“
Ein Verantwortungs-Mindset klingt anders: „Was geht trotzdem?“ „Welche Schritte sind möglich?“ „Wofür übernehme ich Verantwortung?“
Führung beginnt genau in dem Moment, in dem ich entscheide, wie ich auf eine Situation reagiere. Nicht die Umstände bestimmen meine Handlungsfähigkeit, sondern der Rahmen, den ich mir selbst setze. Es geht nicht um Schuld. Es geht darum, den eigenen Gestaltungsraum zu erkennen – auch wenn er klein ist. Und dieser mentale Schritt ist die Basis jeder nachhaltigen kulturellen Veränderung. Ich habe mit vielen Teams genau daran gearbeitet, und oft war es dieser eine Perspektivenwechsel, der alles verändert hat.
Drei Dinge, die wirklich wirken
Führung ist komplex, aber Kulturveränderung beginnt erstaunlich einfach. Ich habe Führungskräfte erlebt, die kleine Verhaltensänderungen vorgenommen haben und deren Wirkung im gesamten Unternehmen spürbar war.
1. Die eigenen blinden Flecken erkennen
Führungskräfte glauben meist, sie seien klar, offen oder strukturiert. Mitarbeitende erleben oft etwas anderes. Mutiges Feedback öffnet Türen, wenn man bereit ist zuzuhören, ohne sich zu rechtfertigen. Kultur beginnt im Spiegel.
2. Verantwortung vorleben
Nicht in guten Zeiten, sondern in schwierigen Momenten. Eine Führungskraft, die einen eigenen Fehler transparent macht, verändert sofort die Gesprächskultur. Verantwortung kann ich nur einfordern, wenn ich sie selbst lebe.
3. Kulturhebel konsequent setzen
Menschen beobachten genauer, als Führungskräfte glauben. Wenn Verhalten und Rollenbesetzung nicht zusammenpassen, verliert jede kulturelle Initiative an Glaubwürdigkeit. Eine klare Personalentscheidung prägt eine Kultur stärker als 100 PowerPoint-Folien.
Unternehmenskultur ist kein Projekt, das man startet und irgendwann abschließt. Sie ist die Summe der Signale, die Führung jede Woche sendet. Sie entsteht dort, wo Mut, Klarheit und Verantwortung sichtbar werden und sie scheitert dort, wo sich nichts ändert. Kultur entsteht dort, wo Worte und Verhalten übereinstimmen, nicht dort, wo sie nur formuliert werden.
„Walk the talk“ und „talk the walk“: Glaubwürdigkeit entsteht, wenn Führungskräfte tun, was sie sagen und kurz erklären, warum sie so handeln. Diese Klarheit verstärkt Wirkung, Orientierung und Vertrauen.
Die gute Nachricht: Der stärkste Kulturhebel liegt nicht in der Organisation. Er liegt bei mir. Heute. In meinem nächsten Gespräch. In meiner nächsten Entscheidung.
Dr.in Verena Kugi, MPA ist eine international erfahrene Leadership-, Kultur- und Transformationsexpertin (Harvard, Ex-McKinsey), die seit über zwei Jahrzehnten Vorstände, Aufsichtsräte und Senior-Teams in Europa und den USA begleitet. Ihr Schwerpunkt liegt auf wirksamer Führung, der Entwicklung starker Top-Teams und dem gezielten Einsatz von Kultur als Performance-Faktor. Sie gilt als klare, unabhängige und wirkungsorientierte Sparringspartnerin in komplexen Umfeldern.
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]]>Der Beitrag Zukunftsperspektiven für Kinder erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Kinder sind nicht nur unsere Hoffnung – sie sind die Gestalter*innen von morgen. In ihren Händen liegt die Welt, die wir uns alle wünschen. Doch die Zukunft, in die sie hineinwachsen, ist komplexer und herausfordernder als je zuvor. Wir stehen vor der Frage: Was brauchen Kinder, um stark und zuversichtlich in diese Zukunft zu gehen?
Auf jeden Fall Bildung. Sie ist der Schlüssel. Aber Bildung bedeutet heute weit mehr als das Lernen von Fakten. Unsere Welt verändert sich rasant – Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, globale Vernetzung. Kinder müssen nicht nur wissen, sondern denken können: kritisch, kreativ, lösungsorientiert. Sie sollen lernen, mit der Flut an Informationen umzugehen, eigene Entscheidungen zu treffen und flexibel auf Neues zu reagieren. Die ersten Lebensjahre sind dabei entscheidend. In dieser Zeit werden die Grundlagen für emotionale, soziale und kognitive Entwicklung gelegt. Frühkindliche Förderung – unabhängig von Herkunft und Einkommen – ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Jedes Kind verdient die gleiche Chance.
Was keine Maschine ersetzen kann
Mit der Digitalisierung kommen neue Berufswelten. Unsere Kinder wachsen in einer digitalen Welt auf, die wir selbst noch lernen zu verstehen. Sie müssen nicht nur Technik nutzen, sondern sie verantwortungsvoll einsetzen. Die Arbeitswelt von morgen wird anders sein: Berufe verschwinden, neue entstehen. Lebenslanges Lernen wird selbstverständlich. Doch bei all dem Wandel dürfen wir eines nicht vergessen: Empathie, Teamgeist und Menschlichkeit sind Fähigkeiten, die keine Maschine ersetzen kann.
Brücken bauen statt Mauern
Kommen wir zu sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit: Nicht alle Kinder starten mit denselben Voraussetzungen. Manche tragen schwerere Lasten – Armut, Migration, fehlender Zugang zu Bildung. Eine gerechte Gesellschaft muss Brücken bauen, nicht Mauern. Investitionen in Bildung und soziale Programme sind keine Kosten, sondern Zukunftskapital. Vielfalt ist kein Problem, sondern eine Bereicherung – wenn wir sie leben und nicht nur predigen.
Auf innere Stärke und Selbstvertrauen kommt es an
Bleiben die Themen psychische Gesundheit und emotionale Stärke. Unsere Kinder wachsen in einer Welt voller Reize, Erwartungen und voll sozialem Druck auf. Likes und Follower*innen dürfen nicht über den Selbstwert entscheiden. Damit Kinder ihre Zukunft gestalten können, brauchen sie innere Stärke, Selbstvertrauen und Resilienz. Wir Erwachsenen müssen Räume schaffen, in denen sie sich sicher und angenommen fühlen. Achtsamkeit, emotionale Bildung und ein offener Umgang mit Belastungen sind genauso wichtig wie Mathe und Englisch.
Hoffnung und Verantwortung
Die Zukunft unserer Kinder hängt nicht nur von globalen Entwicklungen ab, sondern von uns – von den Werten, die wir ihnen vorleben. Bildung, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit sind die Säulen einer lebenswerten Zukunft. Unsere Aufgabe ist klar: Kinder ermutigen, begleiten und ihnen zeigen, dass sie ihren eigenen Weg gehen dürfen. Denn: Kinder sind nicht nur die Hoffnung von morgen. Sie sind die Architekt*innen einer Welt, die wir heute gestalten. Ihre Zukunft ist der Spiegel unserer Gegenwart.
Elisabeth Eder (38) ist Mutter von zwei Kindern im Alter von sechs und acht Jahren. Seit 2021 arbeitet sie als Sozialberaterin bei der Caritas Kärnten. Jeden Tag begegnet Elisabeth Menschen, die trotz schwieriger Umstände Hoffnung und Stärke zeigen. Das erinnert sie daran, wie wichtig es ist, Kindern eine Zukunft zu schenken, in der sie ihre Träume verwirklichen können. Das Soziologie-Studium an der Universität Graz hat ihr gezeigt: „Offenheit und Mitgefühl sind die Grundpfeiler einer Gesellschaft, die Kinder ernst nimmt.“
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]]>Der Beitrag Wer erfolgreich sein will, muss eine Fremdsprache sprechen erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>In der globalisierten Welt von heute ist das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache nicht mehr nur ein Vorteil, sondern eine Notwendigkeit. Die Fähigkeit, in einer anderen Sprache zu kommunizieren, öffnet Türen zu neuen beruflichen und persönlichen Möglichkeiten. Außerdem verbessert sie die Interaktion in multikulturellen Kontexten, fördert gegenseitiges Verständnis und erleichtert die Zusammenarbeit.
Sprache als Schlüssel zum Erfolg
Wie Nelson Mandela sagte: „Wenn du mit jemandem in einer Sprache sprichst, die er versteht, erreichst du seinen Kopf. Sprichst du mit ihm in seiner Muttersprache, erreichst du sein Herz.“ Dieser Satz fasst die Macht von Sprachen zusammen, tiefere Verbindungen zu schaffen, die für den Erfolg sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben unerlässlich sind.
Laut einer Umfrage (Statistica) benötigen 44 % der deutschen Arbeitnehmer Fremdsprachen, um ihre Arbeit zu erledigen. Eine Studie der Europäischen Kommission hat gezeigt, wie mangelnde Sprachkenntnisse in Unternehmen zu Gewinneinbußen führen können. Beide Recherchen haben ein gemeinsames Merkmal: Die Kenntnis von mindestens einer Fremdsprache macht Unternehmen wettbewerbsfähiger, um internationale Teams zu führen. Mehrsprachigkeit ist nicht nur eine technische Fähigkeit, sondern auch ein Zeichen für Offenheit und Anpassungsfähigkeit.
Warum Frauen fördern: Erfolgsgeschichten
Frauen haben bewiesen, dass sie resiliente und innovative Führungspersönlichkeiten sind, insbesondere in komplexen und multikulturellen Kontexten. Doch warum ist es wichtig, in ihre Sprachkenntnisse zu investieren? Hier sind einige Gründe:
Ein Beispiel aus der Umweltbewegung ist Greta Thunberg, die junge schwedische Umweltaktivistin, die neben ihrer Muttersprache fließend Englisch spricht und gute Deutschkenntnisse besitzt. Greta ist, dank ihrer Initiative „Fridays for Future“, zu einer globalen Figur im Kampf gegen den Klimawandel geworden. Ihre Fähigkeit, mehrere Sprachen zu sprechen, ermöglichte es ihr, bei weltweiten Veranstaltungen wie der COP24 und den Vereinten Nationen ein internationales Publikum anzusprechen. Ihr englischer Vortrag vor der UN im Jahr 2019 hatte weltweit Einfluss und lenkte die Aufmerksamkeit auf die drohende Klimakrise. Greta hat ihre Leidenschaft für den Umweltschutz in eine globale Bewegung verwandelt und durch ihre Sprachkenntnisse Menschen unterschiedlicher Nationalitäten erreicht.
Kognitive und soziale Vorteile des Sprachenlernens
Das Lernen einer Fremdsprache ist nicht nur praktisch, sondern auch ein echtes Gehirntraining. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Mehrsprachigkeit das Gedächtnis, die Kreativität und die Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme verbessert:
Aus sozialer Sicht ermöglicht das Beherrschen einer Fremdsprache den Zugang zu neuen Kulturen und hilft, Vorurteile abzubauen. Beispielsweise kann ein Englisch- oder Italienischkurs in Klagenfurt nicht nur eine Möglichkeit sein, die Sprache zu lernen, sondern auch, ein Netzwerk aufzubauen und aktiv an internationalen Gemeinschaften teilzunehmen.
Fazit: Investieren Sie in sich selbst und entdecken Sie Ihre Stärken
Wir haben gesehen, wie das Erlernen einer Fremdsprache Ihre Karriere und Ihr Privatleben verändern kann. Sprachen sind nicht nur Kommunikationsmittel, sondern Brücken, die unterschiedliche Welten verbinden. Wenn Sie Ihr berufliches und persönliches Potenzial steigern möchten, beginnen Sie noch heute, eine neue Sprache zu lernen. In Klagenfurt können Sie zwischen semesterbegleitenden, Intensiv- oder Wochenkursen wählen, die von Institutionen wie Dante Alighieri, Wifi oder der Universität angeboten werden. Oder Sie starten sofort mit YouTube-Kanälen oder kostenlosen Apps auf Ihrem Smartphone.
Machen Sie sich selbst ein Geschenk: Melden Sie sich zu einem Sprachkurs an und öffnen Sie die Türen zu einer Zukunft voller Möglichkeiten!
Francesca Rossetto, ursprünglich aus Mestre-Venedig, ist eine Fachfrau in der Tourismusbranche mit einer soliden Erfahrung in der Förderung des kulturellen Austauschs. Seit zehn Jahren lebt sie in Klagenfurt am Wörthersee, wo sie für die Tourismus Region Klagenfurt am Wörthersee tätig ist. Hier betreut sie die Tourismus Information, den italienischen Markt und die italienische Pressearbeit und trägt durch den Tourismus zur interkulturellen Verständigung bei.
Francesca ist zudem Teil des Organisationsteams der jährlichen Veranstaltung „Tage der Alpen-Adria-Küche“, die die kulinarische Vielfalt der Alpen-Adria-Region feiert und den Austausch zwischen verschiedenen Traditionen fördert.
Die polyglotte Francesca spricht Italienisch, Englisch, Deutsch und Französisch und verfügt über Grundkenntnisse in Russisch und Spanisch. Diese Sprachkompetenzen, kombiniert mit einem tiefen kulturellen Verständnis, ermöglichen es ihr, starke und bedeutungsvolle Beziehungen zu Menschen unterschiedlicher Herkunft aufzubauen. Sie bereichert nicht nur ihren beruflichen Werdegang, sondern auch die Gemeinschaft, in der sie lebt. Francescas Engagement zeigt, wie Interkulturalität und Sprachkenntnisse essenzielle Werkzeuge sind, um Erfolg in Arbeit und Gesellschaft zu fördern.
Der Beitrag Wer erfolgreich sein will, muss eine Fremdsprache sprechen erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Der Beitrag MiM – Mama im Management 2023/2024 – ein spannendes und lehrreiches Jahr erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Meine Motivation für die Anmeldung für diesen Lehrgang war die Suche nach Austausch mit
gleichgesinnten Müttern. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist es leider nicht üblich, dass
Mütter (fast) Vollzeit arbeiten und dabei auch noch eine Führungsposition innehaben.
Da mein Mann ebenfalls selbstständig ist und ein Architekturbüro mit drei Mitarbeitern leitet, ist
unser Familienalltag naturgemäß geprägt von den zwei Unternehmen.
Das Suchen nach Balance zwischen Kindern, Haushalt und Beruf und vor allem das permanente
schlechte Gewissen gegenüber allen drei Punkten, haben mich dazu veranlasst, eine Bewerbung zu
schicken.
a) Wer bin ich und für was stehe ich?
Gerade in einer Branche, die sehr männerdominiert ist und in der vor allem Frauen in
Führungspositionen rar gesät sind, ist es umso wichtiger, klar für mich und meine Positionen
einzustehen.
Hier ist es falsch, sich selber klein zu machen oder – ein typisches Frauenproblem – sich immer
wieder entschuldigen zu wollen. Sich ganz bewusst hinzustellen und sich zu sagen: „Ich stehe für
meine Sache ein, ich bin verantwortlich für ein nachhaltiges Bestehen des Unternehmens, das
bedeutet für mich bewusstes Suchen nach langfristigen Lösungen und das bewirkt gesunde und
nachhaltige Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern“ kostet im ersten Moment
Überwindung, bewirkt aber in einem selbst sehr viel. Der „geschützte“ Raum im Rahmen der
Workshops hat uns einiger dieser Übungen und Überwindungen ermöglicht, welche sich nach dem
erstmaligen Versuch im Alltag leichter umsetzen lassen.
b) „NEIN“ ist ein ganzer Satz!
Gerade das schlechte Gewissen und ein „Überperfektionismus“ führen dazu, dass es für Mütter
schwierig ist, Nein zu sagen. Mein Learning aus dem MiM-Management ist, dass ein „NEIN“ keine
Begründung und keine Entschuldigung braucht! Eine klare Aussage, die für sich selbst steht, wird
respektiert. Klare Ansagen ohne lange Begründungen helfen auch dabei, vom Gegenüber ernst
genommen zu werden.
c) Me-Time – mir darf und muss es gut gehen!
Ich muss als Mutter zuhause und als Chefin in meinem Unternehmen stets funktionieren, die
Richtung vorgeben, (unangenehme) Entscheidungen treffen und präsent sein. Umso wichtiger ist
es, auf sich selbst zu achten und bewusst (Aus-)Zeiten zu schaffen. Den Satz „Mir darf es
gutgehen“ muss ich definitiv verinnerlichen und mir guten Gewissens Pausen schaffen, in denen
ich zur Ruhe kommen kann. Gerade in diesen Ruhephasen ist unser Gehirn höchst aktiv und neue
Ideen sprudeln nur so – umso wichtiger ist es, diese Phasen bewusst möglich zu machen!
In diesem Sinne ist auch die beim MiM-Lehrgang gelernte „Goldene Stunde“: sich bewusst in der
Früh oder am Abend Zeit für sich zu nehmen und dabei vor allem das Handy und andere digitale
Endgeräte zu verbannen.
Vertrauensvolles Netzwerken und Austauschen
Der Austausch mit gleichgesinnten Müttern, welche gleichzeitig auch beruflich engagiert sind, ist eine
wertvolle Bereicherung. Egal, in welchem Alter die Mütter oder die Kinder sind, egal welche Branche
oder Karriereweg, die Herausforderungen und Selbstzweifel betreffen uns alle gemeinsam. Egal, ob
Haushalt, Garten, Freizeit- und Schulaktivitäten der Kinder oder die vernachlässigte Paarbeziehung,
die eigene sportliche Verfassung oder der fordernde Job – Überschneidungen haben wir überall
gefunden. Umso schöner war es in der Peer-Group, dass ein vertrauensvoller und wertschätzender
Austausch über die vielen alltäglichen Kleinigkeiten stattgefunden hat. Hier wurde ohne Wertungen
oder Besserwisserei von den Herausforderungen erzählt. Gerade dieser wertschätzende Umgang und
das Wissen „anderen geht es genauso“ waren eine absolute Bereicherung.
Abschließend halte ich fest, dass ich mir in den letzten Monaten während des MiM-Lehrgangs meiner
Stärken bewusster geworden bin und auch gelernt habe, diese selbstbewusst zu kommunizieren.
Mein Name ist Christine Hübner-Rieder, ich bin 38 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier
großartiger Kinder (7 und 5 Jahre alt). Nach meinem Studium „Unternehmensführung“ an der FH
Wien habe ich zwei Jahre bei einem großen Beratungsunternehmen gearbeitet und war europaweit
bei Projekten tätig. 2010 traten meine Eltern mit der Frage an mich heran, ob ich es mir vorstellen
könne, den Familienbetrieb zu übernehmen. Nachdem zu diesem Zeitpunkt in Wien sowohl meine
private Beziehung in die Brüche gegangen war und ich mich auch beruflich verändern wollte, habe
ich zugesagt und bin im Sommer 2011 wieder zurück nach Kärnten übersiedelt.
Unser Familienbetrieb ist ein Farbenhandel für Privatkunden sowie Gewerbekunden an zwei
Standorten in Spittal und Villach. Das Sortiment umfasst hochwertige Innenwand- und
Fassadenfarben, Holzfarben und -lasuren, Lacke aller Art sowie Zubehör und Werkzeug. Unser
Unternehmen feiert heuer bereits sein 30jähriges Jubiläum. Viele unserer Mitarbeiter sind bereits
seit Jahren bei uns und wir bilden auch regelmäßig Lehrlinge aus. Seit 2021 bin ich Geschäftsführerin
und seit dem Pensionsantritt meines Vaters im Jahr 2023 Mehrheitseigentümerin.
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]]>Der Beitrag Schnitzstatue der Heiligen Elisabeth von Thüringen im Kärnten Museum erschien zuerst auf Business Frauen Center.
]]>Sie zeigt die jugendlich wirkende Heilige im Kontrapost stehend in elegant geschwungener Haltung. Ihr bodenlanges Untergewand ist über der Taille anliegend und eng gegürtet, das schwere Manteltuch bildet vor der Köpermitte breite Schüsselfalten. Das eher dünne Schleiertuch ist besonders dynamisch-expressiv und an der Oberfläche sehr bewegt ausgeformt. Das sogenannte Gebinde als Kopfputz, das die Stirn- und Halspartie umfasst, sodass man die Haare der jungen Frau – wie vorgeschrieben – nicht sehen kann, zeigt ihren Witwenstand. Als persönliche Attribute trägt die mildtätige Königstochter in ihrer rechten Hand einen Wasserkrug in Form einer Zinnkanne und in der Linken einen Laib Brot. Beides sind Zeichen ihrer Fürsorge und Wohltätigkeit. Auch der am Statuensockel rechts unten kniende Bettler und die alte Frau auf der linken Seite sind Sinnbilder für Elisabeths selbstlosen Einsatz für die Kranken, Notleidenden und Gebrechlichen.
Die vollständig farbig gefasste Figur wurde offensichtlich von einem unbekannten Künstler im Umfeld der Jüngeren St. Veiter Schnitzwerkstätte um 1515 geschaffen – auch wenn der Bildschnitzer am St. Veiter Johannesaltar oder am Einhornrelief aus Maria Saal (beide Werke befinden sich ebenfalls im Sammlungsbestand des Landesmuseums für Kärnten) tatsächlich schon um eine Generation älter war. Stilgenetisch lassen sich nämlich diese in ihrem Wesenskern verwandten Werke nahtlos aus einer ungemein reichen Produktionsphase der St. Veiter Werkstätte um 1505/1515 herleiten.
Die Statue der Heiligen Elisabeth im Kärnten Museum ist – obwohl sie viele Jahrzehnte lang in Klagenfurt öffentlich ausgestellt und somit für diverse Untersuchungen ständig zugänglich war – von der kunsthistorischen Forschung wahrscheinlich wegen ihrer solitären Erscheinung und ihrer doch sehr seltenen und ungewöhnlichen Ikonografie immer etwas vernachlässigt worden und blieb lange Zeit innerhalb der Kärntner Kunstgeschichte isoliert.
Ein Elisabeth von Thüringen wurde cirka 1207 in Ungarn als Tochter Gertruds von Andechs-Meranien und König Andreas II. geboren. Als Kind kam sie an den Hof in Thüringen und heiratet als 14-Jährige Ludwig IV., Sohn des Landgrafen von Thüringen. Ludwig starb bereits 1227 auf einem Kreuzzug. Nach dem plötzlichen Tod ihres Gatten musste die junge Witwe im Konflikt mit ihren Schwägern die Wartburg verlassen und ihre Kinder in fremde Hände geben. Ihrer fürstlichen Einkünfte nicht beraubt, konnte sie eine gemeinnützige Armenstiftung gründen. Der Legende nach opferte sie sich gegen Lebensende als einfache Spitalsschwester in tätiger Nächstenliebe für die Allgemeinheit auf.
Im Geist der Franziskaner, der Ritterorden, der Prämonstratenserinnen und vor allem der gleichzeitigen „Beginen“ gründete sie 1228 das Franziskus-Hospital in Marburg. Allmählich entließ sie ihren Hofstaat und versah zusammen mit nichtadligen Frauen im grauen Gewand der Beginen Spitaldienst. Daraus entstand eine geistliche Spitalgenossenschaft mit halb klösterlicher Ordnung.
In unermüdlicher Arbeit verstarb Elisabeth 1231 als Witwe im Alter von 24 Jahren in Marburg an der Lahn in Hessen, Deutschland. Über ihrem Grab entstand zwischen 1235 und 1283 die Elisabethkirche, eine der frühesten hochgotischen Bauten Deutschlands. Ihr Erbe übernahm der Deutsche Orden, dessen Schutzpatronin sie wurde.
Bereits zu Pfingsten 1235 erfolgte durch Papst Gregor IX. die Heiligsprechung. Daraufhin kam es vor allem in diversen Frauenklöstern und Krankenanstalten zu einem regen Reliquienkult um ihre Person, und es entstanden zahlreiche Andachtsstätten.
Vermutlich erfolgte schon in dieser Frühzeit oder kurz danach auch in der damaligen Kärntner Landeshauptstadt St. Veit an der Glan, in unmittelbarer Nähe des Klarissenklosters beim Villacher Tor außerhalb der Stadtmauern, die Gründung eines Armen- und Lebrosenhauses mit einer – unter anderem der Heiligen Elisabeth geweihten – Spitalskapelle, wo sich später die Elisabethstatue befand.
Heute erinnern in ganz Europa Kultstätten und Spitalseinrichtungen an das vorbildhafte karitative Wirken der Heiligen Elisabeth. In Kärnten wird diese Tradition heute vor allem durch den Orden der Elisabethinen entsprechend weitergeführt, die in Klagenfurt am Wörthersee neben einem Krankenhaus auch ein Museum und eine historische Apotheke betreuen. Der offizielle Gedenktag der Heiligen Elisabeth im deutschsprachigen Raum ist der 19. November.
Mag.a Dr.in Brigitte Ponta-Zitterer (Nicht am obigen Foto abgebildet. Abgebildet: Mag.a Caroline Steiner, kaufmännische Geschäftsführerin, Landesmuseum Kärnten) arbeitet in der Abteilung Kunstgeschichte im Landesmuseum für Kärnten.
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]]>Frauen sind nicht „einfach nur“ müde – sie sind erschöpft. Der Begriff „Mental Load“ beschreibt treffend, was viele täglich spüren: ein ständiges Mitdenken, Organisieren, Verantworten. Die Forschung zeigt: Diese kognitive Dauerbelastung aktiviert dauerhaft das Stresssystem (HPA-Achse), was das Risiko für Depressionen, Schlafstörungen und emotionale Erschöpfung erhöht. Besonders betroffen sind Frauen in Mehrfachrollen – sie leisten im Beruf viel, tragen aber oft zusätzliche Verantwortung in anderen Lebensbereichen. Diese Schieflage ist kein individuelles Scheitern, sondern Ausdruck struktureller Spannungsfelder.
Viele Frauen geraten in psychischen Stress, weil sie glauben, allem gerecht werden zu müssen. Diese „doppelte Erwartungsfalle“ – exzellente Mitarbeiterin und perfekte Privatperson zu sein – wird durch gesellschaftliche Narrative und Idealbilder genährt. Dabei zeigen psychologische Studien (z. B. zur Self-Discrepancy Theory), dass chronisches Scheitern an überhöhten Ansprüchen emotionale Erschöpfung fördert. Wer sich selbst permanent überfordert, schwächt seine Selbstwirksamkeit – ein zentraler Faktor psychischer Gesundheit. Die Lösung liegt nicht im „noch besseren Zeitmanagement“, sondern im klaren Umgang mit inneren Antreibern. Selbstfürsorge ist keine Schwäche – sondern psychologischer Selbstschutz.
Viele Ratgeber empfehlen Achtsamkeit, Yoga oder Zeitblöcke im Kalender. Diese Maßnahmen sind hilfreich – aber sie bleiben oberflächlich, wenn tiefere Muster oder strukturelle Überlastungen bestehen bleiben. Es braucht einen ehrlichen, mehrdimensionalen Ansatz:
Zwischen persönlicher Resilienz und äußeren Rahmenbedingungen liegt der Spielraum für echte Veränderung. Wer lernt, Verantwortung bewusst zu teilen, Grenzen ernst zu nehmen und gezielt innere Ressourcen zu stärken, kann im Spagat zwischen Beruf und Familie langfristig stabil bleiben. Nicht perfekt – aber psychisch gesund.
MMag.a Dr.in Jasmin Sadeghian ist Klinische-, Gesundheits- und Arbeitspsychologin. Sie begleitet Frauen in Führungsrollen und Mehrfachbelastung durch anspruchsvolle Veränderungsprozesse – fundiert, lösungsorientiert und individuell. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung psychischer Stabilität, Coaching online und offline sowie im Aufbau organisationaler Resilienz in dynamischen Arbeitswelten.
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]]>Im vergangenen Jahr hatte ich das Vergnügen, am Mama im Management Lehrgang teilzunehmen,
der mir nicht nur beruflich, sondern auch persönlich viele wertvolle Erkenntnisse gebracht hat. Dieser
Kurs hat mir geholfen, meine Ziele klarer zu definieren und neue Strategien für verschiedene
Lebensbereiche zu entwickeln. Hier sind einige der wichtigsten Learnings, die ich aus diesem Setting
mitgenommen habe:
Persönliche Standortbestimmung und Zielsetzung: Der Lehrgang hat mir gezeigt, wie wichig es
ist, regelmäßig eine persönliche Standortbestimmung vorzunehmen und Ziele in verschiedenen
Lebensbereichen wie Beruf, Weiterbildung, Gesundheit, Partnerschaft, Elternschaft und Finanzen
zu setzen. Diese Reflexion hat mir geholfen, meine Prioritäten neu zu ordnen und klarer zu sehen,
wohin ich mich entwickeln möchte.
Raum und Zeit für Gespräche: Ich habe gelernt, mir bewusst Raum und Zeit zu nehmen, um
meine Gedanken und Gefühle klar zu formulieren. Dies hat nicht nur meine Kommunikation
verbessert, sondern auch meine Beziehungen vertieft.
Träume verwirklichen: Ein Zitat von Marie Curie, das während des Lehrgangs erwähnt wurde, hat
mich besonders inspiriert: „Träume dir dein Leben schön und mache aus diesen Träumen
Realität.“ Diese Worte haben mich ermutigt, meine Träume ernst zu nehmen und aktiv daran zu
arbeiten, sie zu verwirklichen.
Investition in Weiterbildung: Eine wichtige Erkenntnis war, dass man mindestens 10 % seines
Jahreseinkommens in persönliche Weiterbildung investieren sollte. Diese Investition in sich selbst
zahlt sich langfristig aus und fördert kontinuierliches Wachstum.
Konflikte und Wünsche: Ich habe verstanden, dass Konflikte immer auf der Beziehungsebene
stattfinden und dass hinter jedem Vorurteil oder Vorwurf ein Wunsch steht. Diese Einsicht hat mir
geholfen, Konflikte besser zu verstehen und konstruktiver anzugehen.
Selbstbewusstes Auftreten: Der Lehrgang hat mir gezeigt, wie wichtig ein „Ready Stand“ als Basis
für ein selbstbewusstes Auftreten ist. Diese Haltung hilft mir, in verschiedenen Situationen
sicherer und überzeugender aufzutreten.
Künstliche Intelligenz (KI): Als Führungskraft ist es unerlässlich, sich mit dem Thema KI
auseinanderzusetzen. Der Lehrgang hat mir die Notwendigkeit sich hier zukunftsfit aufzustellen
verdeutlicht und allgemeine Möglichkeiten von KI im beruflichen Kontext angeschnitten.
Delegation: Eine effektive Delegation von Aufgaben ist entscheidend. Die Frage „Wer kann das
noch?“ hat mir geholfen, Aufgaben besser zu verteilen und mein Team effizienter zu nutzen.
Handbuch für mich selbst: Ein besonderer Impuls war der Tip im Team ein „Handbuch für mich
selbst“ zu erarbeiten, in dem jedes Teammitglied seine Bedürfnisse und Erwartungen in der
Zusammenarbeit festhält. Mit dem Ziel der klareren Kommunikation und noch besseren
Zusammenarbeit im Team freue ich mich bereits darauf diese Methode auszuprobieren.
Weibliche Führung: Die Qualitäten weiblicher Führung – Ruhe in der Krise,
Teamplayereigenschaft und Diplomatie – wurden im Lehrgang besonders hervorgehoben. Diese
Eigenschaften möchte ich weiterentwickeln und in meiner Führungsrolle integrieren.
Future Leadership: Eine zentrale Frage für zukünftige Führungskräfte ist: „Bist du als Mensch für
mich akzeptabel?“ Diese Frage betont die Bedeutung von Authentizität und Menschlichkeit in der
Führung.
Positive Einstellung zur Pubertät: Als Muster habe ich mitgenommen, eine positive Einstellung
zur Pubertät meiner Kinder zu entwickeln. Ich freue mich darauf, zu sehen, zu welchen
Persönlichkeiten sie sich entwickeln, und bin neugierig auf diesen Prozess.
Familien-Jour-Fixe: Ein wöchentlicher Familien-Jour-Fixe bringt Klarheit und Struktur in den
Familienalltag. Diese regelmäßigen Sonntags-Treffen helfen nun auch in meiner Familie,
Orientierung zu geben, offene Themen zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Strategieanpassung: „Mehr vom selben, das nichts bringt, bringt nichts.“ Diese Erkenntnis hat
mich dazu motiviert, meine Strategien zu überdenken und bei Bedarf anzupassen, um bessere
Ergebnisse zu erzielen.
Ein weiterer Aspekt, der den Lehrgang besonders bereichernd gemacht hat, war der Austausch in der
Peergroup. Der Dialog mit anderen Teilnehmerinnen hat mein Lernen enorm unterstützt. Durch den
Austausch von Erfahrungen und Perspektiven konnte ich neue Einsichten gewinnen und meine
eigenen Ansichten hinterfragen. Diese kollegiale Unterstützung hat nicht nur mein Verständnis
vertieft, sondern auch ein starkes Netzwerk geschaffen.
Mag.a Susanne Kampitsch ist 1985 in Klagenfurt geboren und aufgewachsen. Sie hat Wirtschaftspädagogik und später auch auszugsweise Philosophie und Psychologie, insbesondere Gruppendynamik, studiert und ist seither beruflich primär im Bereich Personalmanagement tätig. Dabei konnte sie Erfahrungen in der Unternehmensberatung, im Automotive-Bereich sowie im Sozial- und Gesundheitssektor sammeln. Seit 2014 leitet sie mit Karenzunterbrechungen das Personalmanagement der Diakonie de La Tour. In diesem Kontext beschäftigt sie sich intensiv mit Menschen, Gruppen und Systemen beziehungsweise Organisationen in allen personalrelevanten Fragestellungen.
Privat ist sie Ehefrau, Mutter von drei wunderbaren Kindern (Lena, 8; Matthias, 6; und Marie, 4) sowie Freundin von ganz besonders tollen Frauen, die sie sehr schätzt. Sie liebt Sport und Bewegung in der freien Natur, Lesen und Reisen. Ausschlafen am Wochenende zählt definitiv auch zu ihren persönlichen Highlights.
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