BODENSEE (bald) ein BODEN ohne SEE?
Das Kunstwerk „El Nino“ des Bildhauers Ubbo Enninga steht an der Radolfzeller Hafenmole normalerweise im Wasser. El Nino wird von vielen Einheimischen und Besuchern auch zur Optischen Wasserspiegel Anzeige genutzt, denn je nach Wasserstand, sieht man mal mehr und mal weniger von der Statue.
Kaum haben wir unser Heim Revier am Bodensee bezogen, häufen sich schon die negati-ven Schlagzeilen über besorg-niserregende Wasserstände. Schon öfters der vergangenen Jahren schmückten Pegel Nachrichten die Headlines. Dieses Mal aber steht «El-Nino» troc-kenen Fusses am Ufer. Besser so, denn Wassertemperaturen von über 23°C (zuz. Rekordniveau) würden ihm im Sommer «harte Eier» bescheren. Die bis zur Unkenntlichkeit abgetauten Alpen Gletscher, nur noch Rinnsale und keine Zuflüsse mehr, prophezeien Ungemach. Obschon Zur Zeit der Pegel verharrt, resp leicht steigt stellt sich die Frage: Wann erfolgt der PEGELALARM?
Bild Erklärung: >>
Beschönigte, als Durch-schnittswert ausgewiesene Wasserbilanz der letzten 20 Jahre führen zu Irrglau-ben, alles sei im Lot. Gefehlt, denn die inten-siven Niederschläge der letzten Jahrtausendwende verfälschen die Statistik. Auch beruht die Verdunstung auf eher tiefere Durchschnittstemperaturen. Diesen Mai registrierten wir Temperaturen um 30°C.
Global liegt das aktuelle Klimamittel bereits über 1,3 °C, in der Schweiz sogar 3,0 °C über dem vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1871-1900.
Blue Whale rät: «Lass uns den Kiel vorsorglich um min. 50cm stutzen, sonst stecken wir in Kressbronn fest!» Ich beschwichtige sie: «Wir wollen nicht den Teufel an die Wand malen und werden noch vor der trockenen Sommerzeit nach Romanshorn übersetzten. Den Göttern haben wir den Obolus zeitig gespendet!
Der nachfolgender Spoiler-Rückblick soll die Vorkommnisse der letzten Dürre am Bodensee des Jahres 2025 in Erinnerung rufen:
BLUE WHALE SETZT ULTIMATUM
Mein treues geliebtes Schiff gibt mir unmissverständlich zu verstehen: «Wenn sich die Zustände in oder am Bodensee in diesem Jahr wiederholen und ich dies als unzumutbar erachte, werde ich emigrieren!»
Mit einem tiefen Grollen aus ihrem Inneren bekräftigt sie das Ultimatum und die Flosse geht ‘gen Himmel. OH-WEH! Sie wollte vermutlich ihren Entschluss mit gestreckten Mittelfinger untermauern.
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SPEKULATIONEN UM GORCH FOCK BEFEUERT
Kürzlich ist eine Flaschenpost von 2023 aufgetaucht, welche die Spekulationen um die verschollene Gorch Fock neu entfacht hat. Auch wir fragen uns: «Quo Vadis Gorch Fock?», denn es grenzt schon an ein Wunder, dass im Müll der Weltmeere, eine als Flasche getarnt maritime Nachricht, gefunden wurde. Der Inhalt der Einwegflasche lautete wie folgt:
27.02.2024 GF Südatlantik
Pos. 8°42’29.6″S 5°10’38.1″E
Kurs S-N, 0,0kn bei Flaute
Stimmung unter Niveau Tiefgang, gefangen in den Doldrums, seit Tagen keine Etmale, Nach Äquator Überquerung Zeus und Neptun an Bord, Crew erschöpft & verwirrt, Funker verschwunden, noch kein SOS abgesetzt.
Eine herzzerreissende, dramatische Nachricht! Experten sind sich uneinig:
Die Einen „Es kann sich nur um die Gorch Fock handeln!“
Die Anderen „Einwegflaschen gehörten nicht zum Bordproviant!“
Die Identität des Verfassers bleibt jedoch im Dunkel, vermutlich ein Bottle-Blower. Wir erinnern uns, die Mission stand ja unter erhöhten Sicherheitskriterien.
Um die Fakten aus der «fast Vergessenheit» in Erinnerung zu rufen, ein Spoiler mit Nachtrag der Geschehnisse:
Die Gorch Fock ist seit bald zwei Jahren verschollen. Könnte Sie unterwegs im Sturm gesunken, an unbekannten Ufern gestrandet oder gar einem schlimmeren Schicksal unterlegen sein?HAT SIE SICH ETWA DER FLOTILLE DES FLIEGENDEN HOLLÄNDERS ANGESCHLOSSEN?
Ich möchte Blue Whale’s Vermutung verifizieren:
Parallelen zu Gorch Focks Schicksal und dem Abenteuer Roman von Frederick Marryat «Der fliegende Holländer» sind offensichtlich und können nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden. Nach lesen dieses Buches (Übersetzung ins Deutsche empfohlen) wirst du auf Ewigkeit dem Seemannsgarn verfallen!
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GERETTETER TIMMY IN FREIHEIT ENTSCHWUNDEN
Skagen (Samstag 02.05.2026)
Irgendwo auf dem offenen Meer zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden ist die Barge leer. Gerüchten zufolge hat „Timmy“ der Buckelwal das Schiff verlassen und schwimmt eigenständig nach Nordost, Richtung nördlichen Atlantik. Er soll getrackt wer-den, um Gewissheit zu haben, ob er es aus eigener Kraft schafft, sich mit seinen Artgenossen zu treffen. Aber Timmy entzieht sich der Beobachtung!
Eine „Fake-News„? Kommunique des Rettungsteams: «Der Peil Sender sendet offenbar kein Signal, was eine Katastrophe wäre!» Ist das eine Massnahme, den Standort des Wals zu verschleiern?
Die «Freilassung» von Timmy verlief merkwürdig, ja chaotisch. Es geistern Gerüchte vom Zerwürfnis im und um das Rettungsteam. Man konnte beobachten, wie sich erst die Behörden, dann «mut-massliche» Retter im Scheinwerfer Licht Timmys sonnten. Das Ganze nahm narzisstische Züge an.
Timmys Märchen, ohne «Happy End»?
Das vermeintliche Rettungsmärchen endete – zumindest vorerst – mit Ungewissheit und hässlichen Anschuldigungen. Die Beteiligten werden sich wohl vor den Gerichten zerfleischen.
Bilder von der Freisetzung des schwer ge-schwächten Walbullen gibt es nicht. Ob er noch lebt, in welchem Zustand und wo – alles völlig unklar.
Und das womöglich für immer!
Diese Schlammschlacht ist nicht unser, Blue Whale bemerkt schweren Herzens:
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!
Nachtrag zu Timmys auffinden
Somit schliesst das letzte Kapitel um Timmys verschwinden in einem unrühmlichen Finale. Bis bestätigt war, dass der ange-schwemmte Walkadaver Timmy sein könnte, überboten sich Meldungen und Spekulationen stündlich. Ein kleines Update,
bis zur Gewissheit von Timmys verbleib, als Nachtrag:
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WAL-DRAMA IN DER BUCHT VON POEL (D)
Am 15.04.2026 ist Timmy nach über fünf Wochen und drei Strandungen in der Ostsee immer noch am Leben. Wie gelangte er in die Ostsee (Link zu Karte)? Laut Be-richten ist das Tier teilweise bis zu 60 Zentimeter im Ostseegrund eingesunken. Der 12,35 Meter lange, 3,20 breite und 1,60 m hohe Wal erinnert mich an Blue Whale’s Rumpfmasse. Weil der Wal «an-scheinend» stark verletzt ist, wurden weitere Rettungsversuche vom Ministerium abgelehnt.
Sollte der Wal in der Bucht vor der Insel Poel sterben, werde er zunächst unter-sucht (seziert). Man will sich mit einer möglichen Ferndiagnose nicht zufrie-dengeben, welche die wochenlange Untätigkeit rechtfertigt.
Buckelwal Timmy sei sehr krank und weitere Aktionen würden ihn nur unnötig quälen. Ein «langsames Verrecken» ist humanistisch vertretbar und die Natur allein trägt die Verantwortung. Schon werden die ersten Spekulationen in Umlauf gebracht: «Was soll mit dem Walfisch Kadaver geschehen? Umweltschutz sei eine vordringliche Aufgabe!». Dieser ungeheure Sarkasmus erzürnt Blue Whale dermassen, dass sie zur Rettung des dahinsiechenden Artgenossen eilen möchte. Die Bemerkung eines Beamten lässt sie innehalten: «Es gebe seit Jahren den Wunsch aus Rostock, ein Wal-Skelett zu wissenschaftlichen Zwecken zu erhalten.» Ist das nun Timmy’s Todesurteil?
Die örtliche Polizei wurde ange-wiesen, ein Sperrgebiet von 500 m einzurichten. Man will den Meeressäuger in «Würde» ster-ben zu lassen. So strebt das Spektakel ihrem finalen Ende entgegen. Timmy’s Todesschreie bleiben ungehört und können keinem der Schaulustigen den Magen umdrehen. Betreiber von Imbissbuden erfreuen sich eines ausserordentlich guten Business und stimmen erste Lobgesänge auf die Behörden an.
Blue Whales Fazit
Anlässlich dieser Hiobsbotschaften ist Blue Whale in ein depressi-ves Tief gestürzt. Eine gemeinsame Rettungsaktion ist wegen ihres lädierten Äusseren ausgeschlossen. Eine Verwechslung mit Timmy
könnte nicht ausgeschlossen werden. Um ihren Tränen freiem Lauf zu las-sen, setzt Blue Whale voller Gram zum Abtauchen an. Ihr letzter Auf-schrei geht mir durch Mark und Bein:
«Ich wäre schon nach der ersten Grundberührung versenkt worden!»
Anm. d. Red. In Griechenland hatten wir eine Grundberührung, aber diese hat sie Zwischenzeitlich (zum Glück) vergessen!
Timmy von seinen Leiden zu erlösen widerspricht humanitären Konvention resp. Vernunft. Versagen wir wieder als viel gerühmte Pyramiden-Spitze der Evolution? Wir sind wahre «Meister», nicht in Abläufe der Schöpfung oder Natur einzugreifen! Weltweit und tagtäglich praktiziert! Lasst uns anstelle eines Walgesanges, aus inbrust und voller Kehle, den Schwanengesang anstimmen.
Aktueller Nachtrag
Anlässlich der aktuellen Ereignisse um Timmy muss ich auf Blue Whales drängen einen zweiten Artikel über seine „wundersame Rettung“ veröffentlichen. Den Beitrag „Chronologie einer Rettung“ kannst du mit nachstehendem „Link“ (zur Zeit in Arbeit) öffnen.
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20 MILLIONEN JAHRE ALTER RIESENWAL ENTDECKT
Nach all den schlechten Nachrichen wie Kriege, Umwelt und Walstran-dungen, ist Blue Whale völlig überdreht! Ihre «leichte Euphorie» wurde nicht durch einen Tauch-gang verursacht – sie liegt ja nach wie vor im Trocken-dock – nein, diese beruht auf die Entdeckung ihrer 20 Millionen alten Ur-Ur-Grossmutter und eines unbekannten Stammbaumes ihrer Ahnenfamilie. Endlich eine positive Nachricht dachte ich irrtümlich!
Ihr dauerndes Geschwurbel geht mir auf den «Kecks». Ihre irrige Annahme, dass das gefundene Fossil ihre Grand-Stamm-Grandma sein könnte, treibt mich an den Rand der Verzweiflung. Sie will ihre weibliche Abstammungslinie (matri-lineare Linie) nachgewie-sen bekommen. Alsdann würden sich die Werften am Bodensee darum reisen, ihr ein Face-Lifting verabreichen zu dürfen!
Ha-Ha, was für ein Unsinn!
Mein Argument, lieber in Hoff-nung zu leben als wissentlich nicht dieser Linie abzustammen, werden in den Wind geschlagen. Mit der Veröffentlichung des in Australien publizierten Artikels, erhoffe ich ein Ende der nervigen Diskussion zu bewirken.
Blue Whale im Jammertal
Nachdem Blue Whale meinen Entscheid vernommen und nun Ge-wissheit hat, dass kein Stammbaum-Nachweis in Auftrag gegeben wird, ist sie erneut in einen Jammerzustand unterwegs.
Ich hoffe, sie fasst während den Refit Arbeiten meine Lieb-kosungen mit dem Schleifpa-pier als Aufmunterung und nicht als Tortur auf.
Meine Bemerkung, dass Sie angesichts ihrer australischen Urgrossmutter ein «junges, fesches Mädchen» sei und nicht als rostige, abgetakelte, schrumpelige Zicke, mittleren Alters gelte, scheint sie etwas zu besänftigen.
Mein Psycho-Crash-Kurs im Winter scheint Früchte zu tragen!
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