Mit dem Bremer Krimi-Stammtisch durfte ich an einer Anthologie mitschreiben, die sich mit Bremens krimineller Geschichte beschäftigt.
„Meuchelmord und Mäusebutter“ heißt das Buch und erscheint im Kellner-Verlag.
22 Autorinnen und Autoren haben sich echte Kriminalfälle der Bremer Geschichte herausgesucht und mit erfundenen Figuren kleine, feine fiktive Kurzkrimis geschrieben.
Es hat mir besonders viel Spaß gemacht, mit einer Geschichte über den Bremer Brand von 1041 beizutragen und die „wahrhaft echten“ Ereignisse zu schildern. Meine Geschichte heißt: Eine Frage der Ehre und handelt von den Verquickungen während der Dompropstwahl damals, die zum großen Bremer Brand führte, bei dem der Dom bis auf seine Grundmauern niederbrannte.
Bei der Recherche behilflich war mir die Kustodin des Bremer Dommuseums, die mir allerhand Material aus dem Archiv zusammengesucht und auch die fertige Geschichte gegengelesen hat, damit das Erfundene und das Tatsächliche sich zu einer spannenden Geschichte vereinen.
Am Donnerstag, 22. Oktober, findet um 18 Uhr die Bremer Buchpremiere innerhalb des Bremer Krimifestes statt mit der Lesung einiger Geschichten. Ich darf auch lesen. Die Buchvorstellung wird im Wall-Saal der Stadtbibliothek ausgerichtet, dessen Eingang sich Am Wall 201 befindet (neben der Polizei). Der Eintritt ist frei, man kann aber Plätze reservieren. Rechts ist der Link —–»»»
Infos zur Buchvorstellung: hier
Am Sonntag, 26. Juli 2026, wurde meine Kindergeschichte über das Mädchen Aldonza wieder aufgeführt, dieses mal auf der Bühne des Kukoon in Bremen. Die Geschichte erzählte der Schauspieler Christian Bergmann, die Cellistin Lynda Cortis sprach und spielte dazu wieder eine wunderschöne Musik. Ich war wieder sehr gerührt über die Inszenierung – fantastisch!
Die Geschichte handelt von Aldonza, die unverhofft zu Don Quijotes Muse wird, obwohl sie sich nie direkt begegnet sind. Von ihr erhielt er auch den Namen Dulcinea (die Süße), obwohl sie weder süß noch an ihm interessiert werden. Vielmehr fand sie ihre große Leidenschaft in der Musik.
Die Aufführung ermöglichte der Verein „realitme – forum neue musik“, wofür ich sehr dankbar bin.
Und hier kommt der Anfang der Geschichte:
Es war einmal ein besonderes Mädchen, das lebte vor langer, langer Zeit.
Damals, im Jahre 1590, erblickte das Bauernkind mitten in Spanien, in der so genannten La Mancha, das Licht der Welt. Ihre Familie hieß mit Nachnamen Lorenzo und lebte auf einem Bauernhof. Die Gegend war trocken, es wuchsen Millionen von Olivenbäumen auf blassrosa Erde. Die Bauern arbeiteten hart, um ihre Familien zu ernähren.
Mutter und Vater Lorenzo begrüßten freudestrahlend das Kind. Auch die beiden älteren Brüder freuten sich sehr über die Schwester, nicht nur, um mit ihr zu spielen, sondern auch, weil sie ihnen helfen würde. Damals mussten nämlich alle Kinder auf einem Bauernhof mitarbeiten. Und je mehr Kinder es gab, umso mehr konnten sie sich die Arbeit teilen. Der fünfjährige Pedro konnte schon fabelhaft die Ziegen hinter dem Haus hüten. Und der dreijährige Manuel bereits jeden Morgen ganz vorsichtig die Eier aus dem Nest der Hühner in den großen Korb einsammeln. Aber beide wussten, dass mit zunehmendem Alter mehr Aufgaben auf sie warteten. Denn auf dem Nachbarhof lebte die Familie Gonzales mit sieben Kindern, von denen jedes von morgens bis abends auf dem Bauernhof beschäftigt war. Schulen gab es damals noch nicht, so wie wir sie heute kennen. Also mussten die Kinder auch nicht jeden Tag in einer Klasse sitzen und lernen. Da sie aber nicht lernten, konnten sie natürlich auch nicht schreiben und lesen. Aber nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen konnten selten schreiben und lesen – und nur ganz wenige rechnen.
Das klingt seltsam, oder? Wie konnten sie dann einkaufen gehen und Brot, Milch oder Süßigkeiten kaufen? Die Antwort ist ganz einfach: gar nicht. Es gab nämlich keine Einkaufsläden. Auf einem Bauernhof stellten die Familien fast alles selbst her. Und was sie nicht herstellen konnten, das wurde eingetauscht: Die Bäuerin gab der Näherin Eier und Milch und Fleisch und erhielt dafür ein neues Kleid. Der Bauer tauschte Fleisch gegen einen neuen Pflug. Deshalb arbeiteten die Menschen vom ersten bis zum letzten Sonnenstrahl eines jeden Tages, um genug Dinge herzustellen, die sie tauschen konnten – oder selber essen.
Auch auf dem Bauernhof der Familie Lorenzo herrschte stets geschäftiges Treiben …
Am Samstag, 20. Juni, habe ich eine Schreibwerkstatt in den Herrenhäuser Gärten in Hannover geben dürfen. Es war wie beim letzten Mal einfach wunderbar!
Die Gärten mit ihren Skulturen, Besuchern und Anlagen boten eine Fülle an Schreibimpulsen. Wir schrieben Kurzprosa, Lyrik, übten uns im Nature Writing und Perspektivwechsel (Erzähle aus Sicht einer Statue oder eine Pflanze).
Mit der überdachten Probebühne hatten wir einen guten Schutz vor den heißen Temperaturen, so dass die Texte nur so aus uns herauspurzelten.
Wer Lust hat, sich auch einen ganzen Tag ind en Herrenhäuser Gärten schreiben auszuprobieren, kann dies noch einmal am Samstag, 29. August.
Hier gibt es Infos: VHS Hannover
Wer es ausprobiert hat, kennt es. Eigene Welten entstehen lassen, Ideen zu Papier bringen – und merken, wie aus der eigenen Fantasie unglaubliche Geschichten entstehen. Wer hätte das vorher von sich gedacht?
Aber irgendwann fragt sich der/die Schreibende:
Ist das richtig, wie ich es ausdrücke?
Gibt es Regeln für das literarische Schreiben?
Wie erschaffe ich einen glaubhaften Dialog?
Wie halte ich eine Erzählperspektive ein?
Wie schaffe ich es, spannend zu schreiben – was ist das Geheimnis?
Die Antworten darauf sind so verschieden wie die Geschichten, die erzählt werden sollen. Aber es gibt einige Grundregeln.
Wer Zeit hat, besucht dazu Kurse und Schreibgruppen, tauscht sich mit Gleichgesinnten aus oder fährt zu Schreiburlauben, um endlich Zeit zum Schreiben zu haben.
Wer lernen und schreiben möchte, wie es ins Leben passt, kann das Angebot im Schreib-Abo nutzen:
• NEU: Schreib-Abo „Starter mit Thema“ (Grundlagen und Regeln für Beginner)
Starter
Du möchtest dich im Kreativen Schreiben ausprobieren oder weiter üben, dann ist das Paket „Starter“ genau richtig für dich. Jeden Monat kommt eine Aufgabe ins Haus, mit der du ins spielerische Kreative Schreiben eintauchen kannst.
Wenn du mehr über die Grundlagen des Kreativen Schreibens wissen möchtest oder eine Schreibidee hast und dich im Handwerk unsicher fühlst, dann ist für dich das Abo „Starter mit Thema“ genau richtig.
Es gibt noch viele weitere Angebote, um ins Schreiben einzusteigen oder als Fortgeschrittener weiter zu lernen. Schau hier.
„Wenn eine(r) eine Reise tut, so kann er was erzählen!“, das wusste schon Matthias Claudius vor mehr als zweihundert Jahren. Seitdem haben uns Berichte aus fernen und nahen Ländern von reisenden Autoren und Autorinnen bezaubert und entführt.
Auch auf WhatsApp, facebook oder Instagram verfolgen wir Reisen. Manche Reisende berichten dabei mit kurzen Texten so informativ und launig, dass wir ihnen gebannt von Tag zu Tag durch den Urlaub folgen.
Es werden Eindrücke geschildert, Zeitgeschichte lebendig, Landschaften miterlebt, Länder und Menschen vorgestellt. Wir erleben mit den Reisenden fremde Welten oder atemberaubende Natur.
Wer das spannende und informative Erzählen einer Reise lernen möchte, ist in diesem Tagesworkshop genau richtig!
Es gibt Tipps, wie man seine Reiseerlebnisse festhalten, ein Reisetagebuch führen oder seine Reise aus der Erinnerung (auch anhand von Fotos) nacherzählen kann.
Dieser Workshop findet online über die Plattform zoom statt.
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Tagesworkshop Reiseberichte schreiben am Sonntag, 10. Mai 2026 über zoom