Während unserer Recherche konnten wir das Manuskript Sylva documentorum spectantium ad missionem Pulatensem [Albanien] im Archiv der Bibliothek in Trient verifizieren. Dies bestätigte die Existenz des von uns erstmals veröffentlichten Manuskripts, das von Cezarin Toma transkribiert wurde. In diesem Buch finden Leser und Forscher auch den beigefügten Text von Donato Martucci, der die Korrespondenz von P. C. Libardi präsentiert. Diese Briefe enthalten äußerst aussagekräftige Informationen, die den allgemeinen Kontext der Arbeit von Libardi sehr gut ergänzen.
]]>In St. Gallen gibt es eine vielfältige Bevölkerung, zu der auch Einwanderer und Migranten gehören, die häufig den Bereich um das Vadian-Denkmal aufsuchen. In dieser Gruppe sind auch viele Albanerinnen und Albaner vertreten, die jedoch oft nur wenig über diese historische Persönlichkeit wissen. Diese Person lebte vor 500 Jahren in St. Gallen und schrieb auch über Südosteuropa und die von Albanern bewohnten Gebiete. Diese Studie trägt dazu bei, die Verbindung von Vadian zu den genannten Regionen zu erläutern.
Diese neue Studie von Z. Noka fügt sich nahtlos in den Rahmen der Forschungen des Albanischen Instituts ein, das von Anfang an einen Schwerpunkt auf die Beziehungen zwischen der Schweiz und Albaner gelegt hat.
Leseprobe der Studie:
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Der Autor Zef Noka befasst sich in seiner Analyse mit der Rolle der Vermittlungstradition im Zusammenhang mit dem albanischen Gewohnheitsrecht und vergleicht sie mit der historischen Entwicklung der Mediation in Europa. Die albanische Tradition der Vermittlung hatte einen bedeutenden Einfluss auf den Erhalt des sozialen Friedens in der Gesellschaft, auch in Zeiten fremder Herrschaft. Das albanische Gewohnheitsrecht hat eine integrative Funktion für die Albaner in ihrer Geschichte gehabt.
Das Buch kann hier bestellet werden.
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Die lange Zeit kaum je erzählte Geschichte, dass nicht nur die albanischen Juden, sondern auch die spürbar größeren Zahlen von ab 1939 nach Albanien gekommenen jüdischen Flüchtlingen fast ausnahmslos vor dem Holocaust gerettet werden konnten, erhält in jüngeren Jahren endlich einen Teil der Aufmerksamkeit, die sie verdient. Ihre symbolische Bedeutung ist groß, und zwar ungeachtet dessen, dass die altansässigen jüdischen Gemeinschaften von vor 1939 aus wenigen Hundert Personen bestanden und auch inklusive der nach Albanien Geflohenen doch nur eine geringe Tausenderzahl an Menschenleben vor der deutschen Mordmaschinerie bewahrt werden konnte. Denen, die an den beiden hier zu besprechenden Büchern mitgewirkt haben, gilt schon vorweg der Dank dafür, eindrucksvolle Quellen für die weitere Forschung verfügbar gemacht zu haben.
]]>Dieses Buch ist in zwei Teilen aufgeteilt. Im ersten Teil finden sie den Bericht von Zmajevich in zwei Sprachen. Im zweiten Teil sind das Testament von Vincenc Zmajevich (von Lovorka Čoralić) und zwei weitere Aufsätze über die Tätigkeit und das Zmajevichs Leben (von Peter Bartl und Frok Zefi) beigefügt.
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Die deutschen Entlehnungen in der albanischen Sprache sind einer der wichtigsten Belege deutsch-albanischer Kulturbeziehungen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hier werden nur die wichtigsten historischen Berührungspunkte seit dem Mittelalter kurz erwähnt. Die ältesten deutsch-albanischen Beziehungen reichen bis ins Althochdeutsche zurück; es gibt sogar germanische und balkangermanische Elemente im Albanischen, die von Jokl (1929) behandelt wurden, hier aber nicht besprochen werden. Mit den deutschen Bergleuten aus Sachsen und Franken, die Anfang des 13. Jhs. nach Kosova kamen, gelangten bestimmte Lehnwörter aus dem Wortschatz der Bergleute ins Albanische. Diese mittelalterlichen Bergbaukolonien haben auch einen Einfluss auf die Sprache der einheimischen Bevölkerung ausgeübt.
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Der Beitrag basiert auf meiner Dissertation (Maksuti, 2006), welche unter der ausgezeichneten Betreuung von Wolfgang U. Dressler und Rudolf de Cillia am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien geschrieben wurde. Ziele dieser Untersuchung sind es zu zeigen, (a) wie stark der albanische Alltagswortschatz von diesen lexikalischen Einheiten geprägt ist, (b) ob es eine Internationalisierungstendenz des Wortschatzes gibt, (c) welchen soziokulturellen Stellenwert die Internationalismen im Albanischen haben, und (d) wie viele Internationalismen es ungefähr im Alltagswortschatz gibt.
]]>Das albanische Gewohnheitsrecht, das bis in die Gegenwart als Habitus am Leben erhalten worden ist, kann unter unterschiedlichen Aspekten wissenschaftlich analysiert und behandelt werden, und zwar unter geschichtlichen, anthropologischen, psychologischen, rechtsgeschichtlichen, soziologischen, anthropologischen
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Das alban. Sprachgebiet umfaßt heute an der Adriaküste ungefähr den Raum zwischen dem 39. und 42. Breitengrad (freilich ohne in den Grenzgebieten allein zu herrschen), erstreckt sich nach NO bis zum Amselfelde und in das w. Mazedonien (Kumanovo, Kaçanik, Tetovo, Üsküb, Monastir). Zu beachten ist hierbei der Unterschied zwischen überwiegend alban. Sprachgebiet und sprachinselartig vorgeschobenem Expansionsgebiet. Die Ostgrenze des ersteren wird etwa durch eine bogenförmige Linie gebildet, die von Priština nach Struga am Ochridasee – mit Einbiegung nach W – verläuft. Gegen S und SO geht die Grenze des überwiegend alban. Sprachgebietes von Santi Quaranta über Delvino und Konica zum Grammosgebirge, von hier nach Kastoria, zur Südspitze des Prespa-Sees, nach Sv. Naum am Südende des Ochridasees. Die Linie Sv. Naum-Struga vollendet die sprachliche Grenzbestimmung. Außerhalb des Mutterlandes ? gibt es vergleichsweise junge alban. Siedlungen in Griechenland (Attika, Megara, Böotien, Helikongebiet; Argolis, Messenien; Salamis, Hydra, Spezzia, Andros, ferner in Süditalien und Sizilien; in Bulgarien (Arnautköj), auf der Insel Marrnara im Marmarameere, in Bessarabien (Volkoneşti), in Dalmatien (Borgo Erizzo bei Zara).
]]>Es ist September des Jahres 1989, in Albanien herrscht noch das kommunistische Regime.
Der Schweizer Journalist Hermann Schlapp reist nach Albanien. Er verfasst und veröffentlicht seine Eindrücke in der Neuen Zürcher Nachrichten unter dem Titel «Albanien:
Das vergessene Geheimnis im Balkan».
Schlapp berichtete damals u.a. Folgendes: «Ein Treppenwitz der Geschichte ist natürlich die Tatsache, dass der ‹erste atheistische Staat der Welt› ausgerechnet eine katholische Nonne als Friedensnobelpreisträgerin hervorgebracht hat: Mutter Theresa von Kalkutta ist Albanerin. Was man im Volk davon halte, wollte ich wissen. ‹Davon haben die Leute
keine Ahnung. Unsere Medien berichten nicht darüber›. ‹Und Sie›, bohrte ich weiter, ‹haben Sie wirklich nie davon gehört?› – ‹Oh doch, ich schon, ich höre eben die ‚Deutsche Welle‘ (den Kurzwellensender der Bundesrepublik) und sehe mir das italienische Fernsehen an.›»
In Albanien über das Werk Mutter Theresas zu berichten, war verboten. Das vom Regime Enver Hoxha errichtete Verbot, das auch nach seinem Tod bis zur politischen Wende anfangs der 1990er Jahren weiterdauerte, richtete sich nicht nur gegen ausländische Medien, um das Land gegen die Einflüsse des «westeuropäischen Imperialismus» zu «schützen», sondern auch gegen die «albanischen Regimefeinde», deren Berichte – auch über Mutter Theresa – das kommunistische Regime als «Drohung» einstufte.