Advertise with Googlier.com Albanisches Institut https://albanisches-institut.ch Für Forschung und Wissenstransfer Mon, 09 Oct 2023 07:47:53 +0000 de-CH hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.10 Camillo Limbardi, Sylva documentarum spectantium ad Missionem Pulatensem https://albanisches-institut.ch/camillo-limbardi-sylva-documentarum-spectantium-ad-missionem-pulatensem/ Mon, 09 Oct 2023 07:42:24 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=3078 Mit der osmanischen Besetzung verliessen die Benediktiner und Dominikaner Albanien, und die Missionstätigkeit blieb in den Händen der Franziskaner. Diese trugen bis zur Ankunft der Jesuiten Ende der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast die gesamte Last der Missionsarbeit auf ihren Schultern. Einer der franziskanischen Missionare, der 45 Jahre lang in Albanien lebte, war P. Camillo Libardi. Er verfasste mehrere Werke zur albanischen Geschichte, darunter das Manuskript Sylva documentorum et Albaniam pertinentium I-III. Dieses Werk ging nach dem Zweiten Weltkrieg verloren und blieb daher unbekannt und relativ unveröffentlicht.

Während unserer Recherche konnten wir das Manuskript Sylva documentorum spectantium ad missionem Pulatensem [Albanien] im Archiv der Bibliothek in Trient verifizieren. Dies bestätigte die Existenz des von uns erstmals veröffentlichten Manuskripts, das von Cezarin Toma transkribiert wurde. In diesem Buch finden Leser und Forscher auch den beigefügten Text von Donato Martucci, der die Korrespondenz von P. C. Libardi präsentiert. Diese Briefe enthalten äußerst aussagekräftige Informationen, die den allgemeinen Kontext der Arbeit von Libardi sehr gut ergänzen.

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Joachim Vadian, Südosteuropa und die Albaner https://albanisches-institut.ch/joachim-vadian-suedosteuropa-und-die-albaner/ Tue, 12 Sep 2023 11:54:45 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=3063 In St. Gallen, sei es für Einheimische oder Besucher, ist der Marktplatz von St. Gallen ein beeindruckender Anlaufpunkt, der von einem imposanten Bronzedenkmal dominiert wird, das eine Figur von beeindruckenden 3,75 Metern Höhe darstellt. Dieses Denkmal ist eine Hommage an Joachim von Watt, der besser bekannt ist als Vadian. Es dient nicht nur als beliebter Treffpunkt und Ort der Entspannung für die Bewohner und Gäste der Stadt, sondern ist auch tief in der Geschichte von St. Gallen verwurzelt, wie die Vadianplatz, die Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen und die Vadianischen Sammlungen eindrucksvoll belegen.

In St. Gallen gibt es eine vielfältige Bevölkerung, zu der auch Einwanderer und Migranten gehören, die häufig den Bereich um das Vadian-Denkmal aufsuchen. In dieser Gruppe sind auch viele Albanerinnen und Albaner vertreten, die jedoch oft nur wenig über diese historische Persönlichkeit wissen. Diese Person lebte vor 500 Jahren in St. Gallen und schrieb auch über Südosteuropa und die von Albanern bewohnten Gebiete. Diese Studie trägt dazu bei, die Verbindung von Vadian zu den genannten Regionen zu erläutern.

Diese neue Studie von Z. Noka fügt  sich nahtlos in den Rahmen der Forschungen des Albanischen Instituts ein, das von Anfang an einen Schwerpunkt auf die Beziehungen zwischen der Schweiz und Albaner gelegt hat.

 

Leseprobe der Studie:

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Geschichte der albanischen Vermittlungstradition https://albanisches-institut.ch/geschichte-der-albanischen-vermittlungstradition/ Tue, 07 Feb 2023 12:19:27 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=3052 Ein historischer Entwicklungsaspekt und Vergleich mit der Mediationskultur der Gegenwart

 

Der Autor Zef Noka befasst sich in seiner Analyse mit der Rolle der Vermittlungstradition im Zusammenhang mit dem albanischen Gewohnheitsrecht und vergleicht sie mit der historischen Entwicklung der Mediation in Europa. Die albanische Tradition der Vermittlung hatte einen bedeutenden Einfluss auf den Erhalt des sozialen Friedens in der Gesellschaft, auch in Zeiten fremder Herrschaft. Das albanische Gewohnheitsrecht hat eine integrative Funktion für die Albaner in ihrer Geschichte gehabt.

 

Das Buch kann hier bestellet werden.

 

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Buchrezensionen über die Rettung der Juden vor dem Holocaust https://albanisches-institut.ch/ueber-die-rettung-der-juden-vor-dem-holocaust/ Thu, 12 Jan 2023 15:12:31 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=3038 Dr. Konrad Clewing

Die lange Zeit kaum je erzählte Geschichte, dass nicht nur die albanischen Juden, sondern auch die spürbar größeren Zahlen von ab 1939 nach Albanien gekommenen jüdischen Flüchtlingen fast ausnahmslos vor dem Holocaust gerettet werden konnten, erhält in jüngeren Jahren endlich einen Teil der Aufmerksamkeit, die sie verdient. Ihre symbolische Bedeutung ist groß, und zwar ungeachtet dessen, dass die altansässigen jüdischen Gemeinschaften von vor 1939 aus wenigen Hundert Personen bestanden und auch inklusive der nach Albanien Geflohenen doch nur eine geringe Tausenderzahl an Menschenleben vor der deutschen Mordmaschinerie bewahrt werden konnte. Denen, die an den beiden hier zu besprechenden Büchern mitgewirkt haben, gilt schon vorweg der Dank dafür, eindrucksvolle Quellen für die weitere Forschung verfügbar gemacht zu haben.

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Vincenco Zmajevich – Relazione dello stato d’Albania e Serbia (1702-1703) https://albanisches-institut.ch/vincenco-zmajevich-relazione-dello-stato-dalbania-e-serbia-1702-1703/ Tue, 22 Nov 2022 15:01:47 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2960 Albert Ramaj (Hrsg.) Dieses Buch hat seine eigene Geschichte. Die hier veröffentlichte Relation des Bischofs Vincenc Zmajevich aus den Jahren 1702/1703 ist das Werk von drei Autoren: Vincenc Zmajevich, Peter Bartl und Injac Zamputti. Zmajevich hat diesen Bericht über seinen apostolischen Besuch in den Bistümern von Albanien, Serbien, Mazedonien und Bulgarien im Jahr 1702/1703 geschrieben. In italienischer Sprache wurde bereits 1979 im Buch von Peter Bartl «Quellen und Materialien zur albanischen Geschichte im 17. und 18» veröffentlicht. In albanischer Sprache ist dieser Bericht 1988 von Injac Zamputti übersetzt und hier wird zum ersten Mal veröffentlich.

Dieses Buch ist in zwei Teilen aufgeteilt. Im ersten Teil finden sie den Bericht von Zmajevich in zwei Sprachen. Im zweiten Teil sind das Testament von Vincenc Zmajevich (von Lovorka Čoralić) und zwei weitere Aufsätze über die Tätigkeit und das Zmajevichs Leben (von Peter Bartl und Frok Zefi) beigefügt.

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Ein kurzer geschichtlicher Überblick der deutschsprachigen Albanologie https://albanisches-institut.ch/ein-kurzer-geschichtlicher-ueberblick-der-deutschsprachigen-albanologie-2/ Sat, 13 Aug 2022 09:24:47 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2938 Dr. Izer Maksuti

 

Die deutschen Entlehnungen in der albanischen Sprache sind einer der wichtigsten Belege deutsch-albanischer Kulturbeziehungen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hier werden nur die wichtigsten historischen Berührungspunkte seit dem Mittelalter kurz erwähnt. Die ältesten deutsch-albanischen Beziehungen reichen bis ins Althochdeutsche zurück; es gibt sogar germanische und balkangermanische Elemente im Albanischen, die von Jokl (1929) behandelt wurden, hier aber nicht besprochen werden. Mit den deutschen Bergleuten aus Sachsen und Franken, die Anfang des 13. Jhs. nach Kosova kamen, gelangten bestimmte Lehnwörter aus dem Wortschatz der Bergleute ins Albanische. Diese mittelalterlichen Bergbaukolonien haben auch einen Einfluss auf die Sprache der einheimischen Bevölkerung ausgeübt.

 

 

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Internationalismen im Albanischen unter besonderer Berücksichtigung des Alltagswortschatzes https://albanisches-institut.ch/internationalismen-im-albanischen-unter-besonderer-beruecksichtigung-des-alltagswortschatzes/ Tue, 02 Aug 2022 12:30:59 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2924 von Dr. Izer Maksuti

 

Der Beitrag basiert auf meiner Dissertation (Maksuti, 2006), welche unter der ausgezeichneten Betreuung von Wolfgang U. Dressler und Rudolf de Cillia am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien geschrieben wurde. Ziele dieser Untersuchung sind es zu zeigen, (a) wie stark der albanische Alltagswortschatz von diesen lexikalischen Einheiten geprägt ist, (b) ob es eine Internationalisierungstendenz des Wortschatzes gibt, (c) welchen soziokulturellen Stellenwert die Internationalismen im Albanischen haben, und (d) wie viele Internationalismen es ungefähr im Alltagswortschatz gibt.

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Kosova: Einzigartige Welle der Volksversöhnung https://albanisches-institut.ch/kosova-einzigartige-welle-der-volksversoehnung/ Tue, 19 Jul 2022 10:05:05 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2913 Es ist der 1. Mai 1990. Bei Verrat e Llukës in Deçan in Kosova reichen sich 124 verfeindete albanische Familien gegenseitig die Hand zur Versöhnung. Ein einzigartiges Ereignis, schrieben damals die Medien. Man schätzte eine halbe Million anwesender Menschen bei diesem Versöhnungsakt.

Das albanische Gewohnheitsrecht, das bis in die Gegenwart als Habitus am Leben erhalten worden ist, kann unter unterschiedlichen Aspekten wissenschaftlich analysiert und behandelt werden, und zwar unter geschichtlichen, anthropologischen, psychologischen, rechtsgeschichtlichen, soziologischen, anthropologischen

 

 

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Die Sprache der Albaner https://albanisches-institut.ch/die-sprache-der-albaner-2/ Tue, 19 Jul 2022 09:38:43 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2903 Von Norbert JOKL (1877 – 1942)

Das alban. Sprachgebiet umfaßt heute an der Adriaküste ungefähr den Raum zwischen dem 39. und 42. Breitengrad (freilich ohne in den Grenzgebieten allein zu herrschen), erstreckt sich nach NO bis zum Amselfelde und in das w. Mazedonien (Kumanovo, Kaçanik, Tetovo, Üsküb, Monastir). Zu beachten ist hierbei der Unterschied zwischen überwiegend alban. Sprachgebiet und sprachinselartig vorgeschobenem Expansionsgebiet. Die Ostgrenze des ersteren wird etwa durch eine bogenförmige Linie gebildet, die von Priština nach Struga am Ochridasee – mit Einbiegung nach W – verläuft. Gegen S und SO geht die Grenze des überwiegend alban. Sprachgebietes von Santi Quaranta über Delvino und Konica zum Grammosgebirge, von hier nach Kastoria, zur Südspitze des Prespa-Sees, nach Sv. Naum am Südende des Ochridasees. Die Linie Sv. Naum-Struga vollendet die sprachliche Grenzbestimmung. Außerhalb des Mutterlandes ? gibt es vergleichsweise junge alban. Siedlungen in Griechenland (Attika, Megara, Böotien, Helikongebiet; Argolis, Messenien; Salamis, Hydra, Spezzia, Andros, ferner in Süditalien und Sizilien; in Bulgarien (Arnautköj), auf der Insel Marrnara im Marmarameere, in Bessarabien (Volkoneşti), in Dalmatien (Borgo Erizzo bei Zara).

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Die Schweizer Zeitungsberichte über Mutter Theresa https://albanisches-institut.ch/die-schweizer-zeitungsberichte-ueber-mutter-theresa-2/ Sat, 04 Jun 2022 15:41:59 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2767 1.  Zwei Szenen als Einführung

Es ist September des Jahres 1989, in Albanien herrscht noch das kommunistische Regime.
Der Schweizer Journalist Hermann Schlapp reist nach Albanien. Er verfasst und veröffentlicht seine Eindrücke in der Neuen Zürcher Nachrichten unter dem Titel «Albanien:
Das vergessene Geheimnis im Balkan».
Schlapp berichtete damals u.a. Folgendes: «Ein Treppenwitz der Geschichte ist natürlich die Tatsache, dass der ‹erste atheistische Staat der Welt› ausgerechnet eine katholische Nonne als Friedensnobelpreisträgerin hervorgebracht hat: Mutter Theresa von Kalkutta ist Albanerin. Was man im Volk davon halte, wollte ich wissen. ‹Davon haben die Leute
keine Ahnung. Unsere Medien berichten nicht darüber›. ‹Und Sie›, bohrte ich weiter, ‹haben Sie wirklich nie davon gehört?› – ‹Oh doch, ich schon, ich höre eben die ‚Deutsche Welle‘ (den Kurzwellensender der Bundesrepublik) und sehe mir das italienische Fernsehen an.›»
In Albanien über das Werk Mutter Theresas zu berichten, war verboten. Das vom Regime Enver Hoxha errichtete Verbot, das auch nach seinem Tod bis zur politischen Wende anfangs der 1990er Jahren weiterdauerte, richtete sich nicht nur gegen ausländische Medien, um das Land gegen die Einflüsse des «westeuropäischen Imperialismus» zu «schützen», sondern auch gegen die «albanischen Regimefeinde», deren Berichte – auch über Mutter Theresa – das kommunistische Regime als «Drohung» einstufte.

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Schweizer vs. Albaner https://albanisches-institut.ch/schweizer-vs-albaner-2/ Sat, 04 Jun 2022 15:37:58 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2757 Ein alter Landsmann sagte mir einmal, dass seine Kinder „die albanische Kultur“ verlören. Ich fragte ihn, was er unter Kultur verstehe bzw. welche Kultur er eigentlich meine?

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Die Rettung der Juden in Albanien https://albanisches-institut.ch/die-rettung-der-juden-in-albanien-2/ Sat, 04 Jun 2022 15:26:06 +0000 https://albanisches-institut.ch/?p=2755 Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. haben Juden in Albanien Spuren hinterlassen. Dies belegen aktuelle Forschungsergebnisse.

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