Die CC-Lizenzen setzen das Urheberrecht ja nicht außer Kraft, sondern erweitern es. Das Urheberrecht besagt, dass der Urheber entscheidet, wer sein Werk unter welchen Umständen vervielfältigen darf. D.h. wenn du es vervielfältigen möchtest, fragst du den Urheber und der kann ‚ja (wenn X/Y erfüllt wird)‘ oder ’nein‘ sagen. Mit einer CC-Lizenz sagt der Urheber schon mal von sich aus, wer unter welchen Umständen sein Werk ungefragt vervielfältigen darf. CC-BY-NC-ND heißt z.B. Nutzer mit nicht-kommerziellem Interesse dürfen mein Werk ungefragt vervielfältigen, wenn sie’s dabei nicht verändern und meinen Namen dranschreiben. Jeder, auf den diese Bedingungen nicht zutreffen, kann immer noch zum Urheber gehen und den fragen. Aber jeder, auf den diese Bedingungen gewiß zutreffen, der kann das Werk nutzen, ohne fragen zu müssen. Das ist das Vorteilhafte an diesen CC-Lizenzen.
]]>Das einzige Problem dabei ist, wo fängt kommerziell an? Ich würde zum Beispiel gefühlsmäßig einen Radiosender wie SWR als kommerziell einstufen, einen wie die Wüste Welle aber nicht. Das müsste man mal einen Juristen fragen.
Creative Commons und Open Source sind im Prinzip eine Fairness-Idee und Grundlage einer Community: Jeder der nimmt, ist aufgefordert zu geben. Allerdings nicht Geld, sondern Content, Source Code, Dokumentation, etc. – was er eben kann. Dazu passt eine kommerzielle Verwertung nicht, da muss dann auf das „traditionelle“ System umgeschaltet: Wir regeln es über das Geld.
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