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]]>Der Beitrag Gusseisen-Pfannen: Fissler Arcana vs. WMF Bistro erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Vergleich zweier hochwertiger 28cm Gusseisen-Pfannen: die französische Fissler Arcana aus den 2000ern vs. der deutlich älteren WMF Bistro aus den 1990er Jahren.
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Bratpfannen aus Gusseisen
Die WMF besitze ich schon länger, die Fissler habe ich mir erst im Sommer 2026 gekauft, einzig für diesen Vergleich.
| Fissler Arcana | WMF Bistro | |
|---|---|---|
| Herkunft | Frankreich, vermutlich Staub (wahrscheinlicher) oder Chasseur (Invicta) | ? |
| Produktionszeitraum | ca. 2010 bis 2020 | 1990er Jahre |
| Gesamtlänge mit Griffen | 578 mm | 512 mm |
| Grifflänge | 255 mm | 240 mm |
| Gegengriff | 68 x 25 mm | 56 x 35 mm |
| Außenmaße | 290 x 51 mm | 290 x 51 mm |
| Innenmaße | 283 x 45 mm | 285 x 45 mm |
| Volumen | 2,3 l | 2,3 l |
| plane Aufstandsfläche | 223 mm (auch emailliert) | 220 mm (blank gefräst) |
| Gewicht | 3.032 g | 3.180 g |
| Neupreis UVP | 159,-€ | ? |
| weitere Produkte der Serie | Fissler Arcana | WMF Bistro |
|---|---|---|
| Topf klein | 19 x 10 cm / 2,0 l / 2,2 kg | 24 x 11 cm / 5,0 l / 5,5 kg |
| Topf groß | 27 x 10 cm / 4,5 l / 3,8 kg | 28 x 12,5 cm / 7,5 l / – kg |
| Bräter klein | 28 x 21 x 12,7 cm / 4,5 l / 3,7 kg | 32 x 21 x 10,3 cm / 4,5 l / 6,6 kg |
| Bräter groß | 36 x 29 x 13,5 cm / 8,0 l / 5,1 kg | 37 x 26 x 12,5 cm / 8,0 l / 9,3 kg |
Bei praktisch identischen Abmaßen des Pfannenkörpers (Durchmesser x Höhe) , ist die WMF Bistro dennoch 150g schwerer als die Fissler.
Die WMF Bistro Pfanne, sowie auch die anderen Produkte dieser Serie, hatte ich bereits ausführlich vorgestellt, weshalb ich hier mehr Bilder zur Fissler zeige.
Beim gravierensten Unterschied beider Pfannen, dem Griff, ist die WMF in gleich zwei Kriterien besser. Insgesamt ist der Griff der französischen Pfanne zwar nur 1,5cm länger, ihr hölzernes Griffstück sitzt jedoch sehr weit hinten, wodurch die Pfanne schwerer wirkt, verstärkt wird dies auch noch mit einem flacheren Winkel. Die WMF hingegen kann man weiter vorn, und dies mit einem schrägeren Winkel anheben, was deutlich komfortabler wirkt, zudem ist ihr Holzgriff auch etwas stabiler aufgesteckt.

Im direkten Vergleich st die französische Fissler zwar etwas glatter emailliert, dafür lässt sich die WMF aufgrund besserer Griff-Ergonomie komfortabler anheben. Bei der Auswahl entscheidet womöglich aber auch der individuelle Geschmack, und technisch gesehen macht man beim Braten mit beiden qualitativ hochwertigen Pfannen absolut nichts verkehrt.
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]]>Der Beitrag Lemigo Bio Comfort 858 erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Die Lemigo Bio Comfort 858 sind sehr leichte, komfortable, und äußerst preiswerte Gartenclogs, welche ich nun schon zum zweiten Mal gekauft habe.
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leichte halboffene Gartenschuhe
Mein erstes Paar hatte ich mir ungefähr 2016 gekauft, damals für 15,-€ inklusive Versand. Nach dem diese dann im Jahr 2025 unbrauchbar verschlissen waren, und es zwischenzeitlich auch leider keine besseren Clogs in dieser Preiskategorie gab, habe ich mir das selbe Modell im Frühjahr 2026 zum gleichen Preis einfach nochmal gekauft.
Nach fast 10 Jahren der Nutzung (99,x% offroad) waren die alten Schuhe einfach völlig durchgelaufen; der weiche Kunststoff hatte sich geweitet und platt gelatscht, so dass ich zum Schluss bereits ein ausgesprochenes Barfuß-Tragegefühl hatte, und die Schuhe beim schnellen Gehen auch von den Füßen fielen, weil viel zu groß geworden.
In den letzten zwei Jahren der Nutzung bin bereits mit Löchern unter dem Ballen gelaufen, was mir auch die ein und andere kleine Fußverletzung eingebracht hat. Das Limit der Nutzung war damit deutlich überschritten.
In all den Jahren der intensiven Nutzung sind die Schuhe nicht nur breiter, länger, weiter und dünner, sondern auch um ca. 15 Gramm leichter geworden; dieses nun fehlenden Material dürfte wahrscheinlich in der Umwelt gelandet, und womöglich auch über meine Haut aufgenommen wurden sein.
Anfangs im Neuzustand wirken die Noppen im Fußbett noch wie eine Art Massage, im Laufe der Nutzung laufen sich dieses jedoch immer platter.
Genau so die gesamte Sohle, wodurch die Durchtrittgefahr mit zunehmendem Alter natürlich steigt, und spätestens wenn bereits ein Loch entstanden ist, spürt man jeden noch so kleinen Kieselstein unter dem Fuß.
Diese Clogs sind in mehrerlei Hinsicht einfach unschlagbar, mir ist kein anderes Paar Gartenschuhe mit derart vielen Vorteilen bekannt. Wären sie nicht aus Kunststoff, wären sie perfekt; aber auch so kann ich sie dennoch empfehlen.
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]]>Der Beitrag Sansone Europa Modell Premium 30l erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Das Modell Europa Premium soll der für Trinkwasser hochwertigste Edelstahlbehälter des italienischen Unternehmens Sansone sein; bei mir sind drei von drei Behältern komplett durchgefallen.
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Edelstahlbehälter für Transport und Lagerung von Trinkwasser
Nach jahrzehntelanger Nutzung von Kunststoff-Kanistern wollte ich einmal etwas für meine Gesundheit tun, und Trinkwasser zukünftig nur noch in Edelstahlbehältern lagern und transportieren. Weil Eisenhaltiges Wasser korrosiv sein kann, wollte ich mit V4A kein Risiko eingehen, und musste leider feststellen, dass der Markt diesbezüglich fast gar nichts zu bieten hat. Zwangsläufig kommt man dann auf die Behälter von Sansone, welche in Deutschland, neben einem Direktimport aus Italien, auch nur über zwei Händler zu beziehen sind (aus Rottweil und Lahr).
Mein bzw. der erste Kauf fand am 06.04.2026 bei einem deutschen Händler über ebay statt. Angeblich war es der letzte Behälter welcher bei diesem Händler zum Verkauf stand, und bei 130€ gegenüber sonst 170€ wollte ich auch nicht länger warten, bis dieser nicht mehr verfügbar war. Gleich nach Erhalt musste ich am 09.04.26 bei der Reinigung des Behälters feststellen, dass dieser nicht dicht, und der Deckel umlaufend krumm war. Laut Händler (Zitat: „Ist noch nie vor gekommen“) könne dies an der Dichtung liegen, da die neue graue Silikondichtung wohl nicht so gut wäre wie die alte weiße Gummidichtung, welche mir der Verkäufer daraufhin zuschickte.
Leider wurde der Behälter weder mit dieser anderen Dichtung dicht, als auch nicht mit einem daraufhin vom Händler am 23.04.26 zugeschickten anderen Deckel, weshalb ich sämtliche Teile auf meine Kosten am 27.04.26 zum Händler zurück schickte.
Darauf hin habe ich den Händler gebeten, mir ausschließlich einwandfreie Ware zu schicken, welch er selbst vorher auf Dichtheit geprüft hat, woraufhin er mir einen komplett neuen Behälter zuschickte, mit der Versicherung dieser wäre jetzt definitiv dicht. Tatsächlich jedoch war auch dieser Behälter wieder nicht dicht, weshalb wir den Kauf nach zuvor etlichen Diskussionen am Telefon am 04.05.26, einen Tag vor Ende der ebay-Frist, aber bereits zwei Wochen über die 14tägige Rückgabefrist der Verkäufers, bei ebay abgebrochen haben.
Zurückerstattet bekommen habe ich den vollen Kaufpreis, sowie die Kosten meines Rückversands, geblieben sind zahlreiche anderen Auslagen w.z.B. Fahrtkosten, die verschwendete Zeit, zahlreiche Telefonate und emails, sowie natürlich auch der Ärger der etlichen Fehlversuche. Eine danach zugesagte Rückmeldung per email, sollte es irgendwann dichte Behälter geben, habe ich bis heute nicht erhalten.
Zwei Monate später schenkte mir dann überraschenderweise ein treuer Abonnent, der von meiner Erfahrung bis dahin noch nichts wusste, genau den selben Behälter. Zwar wurde mittlerweile die Verpackung optisch geändert (schwarz statt weiß), sowie auch der Preis ordentlich angehoben (von 129,- auf 169,-€), der Behälter war jedoch exakt der selbe.
Die 1/2″ Gewindenut im Behälter ist tatsächlich nur eine gute Umdrehung tief, d.h. die Schraube lässt sich nur ca. 400° eindrehen bis sie fest ist; stabil ist anders. In der Folge ragt das Gewinde des Hahns ca. 1/2cm in den Behälter hinein, wodurch die letzten 6 Liter Wasser auch mit Ankippen des Behälters nur schlecht bis gar nicht ausfließen.
Der Hahn selbst schließt nicht immer gleich, auf Mittelstellung gibt es teilweise einen starken Widerstand, als ob im Inneren ein Grat blockieren würde.
Nur auf den ersten Blick sieht der glänzenden Behälter schick aus, bei genauerer Betrachtung fallen zahlreiche Mängel auf. So macht die Punktweißung der Griffe beispielsweise keinen guten Eindruck, hier besteht die Gefahr von Undichtichtigkeiten.
Einzig sauber gearbeitet sind die umlaufenden Schweißnähte von Wand und Boden; vermutlich wurde dies von einem Schweißroboter erledigt.
Das größte Problem des Behälters ist sein krumm und schief gearbeiteter Deckel, welcher zudem auch noch zahlreiche Beschädigungen (Dellen und Kerben) ausweist.
Auch die dickste Dichtung bekommt einen derart unsauber geformten Deckelrand nicht dicht. Dreht man den Deckel so fest wie es nur geht, bekommt man ihn im Anschluss fast gar nicht geöffnet; aber selbst in diesem Zustand bleibt er undicht.
Tatsächlich fließt durch diesen fest verschlossenen Deckel mehr Wasser als aus dem vollständig geöffneten Hahn aus – so einen groben Pfusch muss man erst einmal hinbekommen!
Aufgrund zahlreicher Produktionsreste, mehrheitlich Politur-Rückstände, sollte man den Behälter vor der Benutzung ordentlich reinigen; dazu habe ich ein paar Esslöffel Soda in Wasser aufgelöst, alles mit einem weichen Lappen abgerieben, und hinterher klargespült.
Dieser Behälter ist eines ganz gewiss nicht: „um zu reisen geboren“ wie es der Hersteller bewirbt. Nach drei undichten Behältern, zwei Deckel- und einem Dichtungstausch fällt dieser Wasserbehälter bei mir vollends durch. Ein chinesisches Produkt wäre sehr wahrscheinlich nicht schlechter gewesen. All der Spiegelglanz täuscht am Ende nicht über die zahlreichen Mängel hinweg. Für eine derart schlechte Qualität, und den angeblichen NSF- und TÜV-Zertifikaten, solch einen hohen Preis aufzurufen, ist wirklich schon eine glänzende Unverschämtheit.
Zum Vergleich hier einmal ein 10 Liter doppelwandiger Lebensmittelbehälter mit dichtem Klemmdeckelverschluss, welchen ich zur Aufbewahrung von Reis nutze.
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Der Beitrag Für Katharinas Reportage Ostdeutsche Allgemeine Zeitung erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Der Beitrag Kochgeschirr: Stiel vs. Henkel und Knauf erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Im Zuge des sogenannten technischen Fortschritts, d.h. vor allem dem im Konsumkapitalismus notorischen Kaufrausch, sind zahlreiche nützliche Errungenschaften heute in Vergessenheit geraten. In diesem Beitrag vergleiche ich beim Kochgeschirr einmal die Vor- und Nachteile von alt-bewährten Stielgriffen mit modernen Henkel-Griffen und Deckel-Knäufen.
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Die ersten Nachweise zur Benutzung von Kochgeschirr stammen aus der Jungsteinzeit (Neolithikum) ca. 10.000 v.Chr. wo sich der Mensch vom nomadischen Jäger und Sammler zum Ackerbauern und Viehzüchter entwickelte; um 5.000 v.Chr. folgte dann die Kupfersteinzeit. Mindestens seit dem entwickelte sich das Design von Töpfen, Pfannen und Brätern, wobei übrigens eine Kasserolle ein Topf mit Stiel ist (französisch casserole = Topf, vom alt-französischen „casse“ = großer Schopflöffel). Heute gibt es an Töpfen mehr seitliche Henkel als Stiele, und bei Deckeln sind Stiele gar gänzlich ausgestorben. Warum eigentlich?

Bezüglich der unterschiedlichen Eignung verschiedenster Kochgeschirre verweise ich hier auf meinen entsprechend ausführlichen Beitrag zu diesem Thema.
Egal ob Stiel oder Henkel, schränkte die Einführung von Kunststoff in der Küche die Möglichkeiten der Nahrungsmittelverarbeitung durch Garen, Kochen, Braten und Backen massiv ein. Bei genauer Betrachtung sind die beworbenen angeblichen Vorteile von Plastik tatsächlich nur Nachteile, sein einziger Vorteil sind die geringeren Produktionskosten für die Hersteller. Und wer meint, alle Metallgriffe müssen grundsätzlich zu heiß werden, hat offensichtlich noch keine besseren „Kaltgriffe“ benutzt.
| Stiele | Henkel & Knäufe | |
|---|---|---|
| Vorteile | 1. durch lange Hebelwirkung bessere Kontrolle beim Schwenken, Rühren, Wenden und Ausgießen 2. keine Verbrennungsgefahr durch ausreichend Abstand der Hand von der Hitzequelle als auch zum Topf; dies gilt nochmals besonders bei Deckeln 3. potentiell Ofen- und Feuerfest, bei geringerer Verbrennungsgefahr, sofern der Stiel aus Metall ist 4. mit dem Stieltopf kann auch geschöpft werden 5. gestielte Deckel sind auch alternativ verwendbar: zum Etagenkochen, als Teller, zum Luftwedeln beim Feuermachen 6. einfacheres sowie auch gründlicheres Reinigen, und somit auch Wasser-sparend 7. Platz-sparendere Aufbewahrung im Schrank (sowohl in- als auch nebeneinander), oder übersichtlich und griffbereit hängend an der Wand | 1. bei schwerem Kochgeschirr kann dieses komfortabler mit zwei Händen bewegt werden (wobei dies bei einem Stielgriff auch mit einem zusätzlichen Henkel möglich wäre) 2. bei Hitzefesten Griffen passt das Geschirr platzsparender in den Ofen (z.B. Bräter) 3. Deckelknäufe können auch ein Dampfventil gegen Überkochen besitzen (wobei ein Überkochen bei geschlossenem Deckel auch durch eine möglichst genaue Energiezufuhr vermieden werden kann) |
| Nachteile | 1. bei unbeabsichtigtem Kontakt am langen Stiel können Töpfe eher verrutschen und Deckel vom Herd fallen 2. ein langer Stiel benötigt in geschlossenen Transportkisten unterwegs mitunter mehr Stauraum (speziell z.B. große Eisenpfannen) | 1. praktisch überhaupt nicht feuerfest, und auch nur in Ausnahmefällen Ofenfest (bei abnehmbaren oder Metallgriffen) 2. Verbrennungsgefahr beim Abnehmen von Deckeln (auch durch heißen Dampf), Berühren von Henkeln, und unbeabsichtigtem Verschütten eines vollen Topfes 3. mindestens bei Metallgriffen und Knäufen besteht die Notwendigkeit zur Benutzung von Topflappen 4. näher an der Hitzequelle befindliche Kunststoffgriffe und Deckelknäufe altern vorzeitig 5. mehr Platzbedarf bei der Aufbewahrung (seitliche Griffe und hohe Deckelknäufe) sowie auch bei der Reinigung zu Hause (Handwäsche oder Geschirrspüler) |
Ein Henkelgriff ist gefährlicher im Umgang, in den meisten Fällen zudem unpraktischer, prinzipiell kurzlebiger, und ganz nebenbei auch noch teurer in seinen Unterhaltskosten (Reinigung, Aufbewahrung, Lebensdauer). Wirklich Sinn machen seitliche Henkel nur bei sehr großen und/oder schweren Töpfen ab ca. 5 Liter Volumen, welche befüllt zwingend mit zwei Händen bewegt werden müssen (z.B. Gastronomie), sowie auch bei der Benutzung als Bräter im Ofen. Ausschließlich Nachteile bieten mittige Knäufe bei Deckeln, deren Konstruktion im Vergleich schon als dumm bezeichnet werden darf.
Ein Stielgriff hingegen ist deutlich universeller, und bei nahezu all seinen vielfältigen Anwendungen auch einfacher und gefühlvoller zu handhaben. Seine in der privaten Küche weites gehende Abschaffung (besonders bei Deckeln) hat vor allem dazu geführt, dass modernes Kochgeschirr heute nicht mehr auf der von der Industrie einzig unabhängigen Hitzequelle benutzt werden kann: dem offenen Feuer. Und darüber hinaus haben sich durch das heute bekannte Geschirr-Design auch zahlreiche weitere Nachteile ergeben, welche es damals offensichtlich nicht gab.
4. ähnliche Beiträge
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]]>Der Beitrag Rouchette Peips Clogs erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Die Clogs aus Naturkautschuk namens Peips, sind Gartenschuhe des französischen Herstellers Rouchette; hier mein unabhängiger Erfahrungsbericht.
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halboffene Gartenschuhe aus Naturkautschuk
Nachdem meine polnischen Lemigo Bio Comfort Gartenschuhe nach jahrelangem Einsatz völlig verschlissen waren, wollte ich statt Kunststoffschuhen einmal Gartenschuhe aus einem Naturmaterial probieren. Da mir französische Leder-Clogs von Aigle mit 80,-€ zu teuer erschienen, habe ich mich für das ebenfalls französische Unternehmen Rouchette entschieden, welches Clogs aus Naturkautschuk im Sortiment hatte. Weil das Angebot auf dem deutschen Markt extrem überschaubar war, und die wenigen Erfahrungsberichte ein Größenproblem schilderten, habe ich direkt beim Hersteller die beiden größten erhältlichen Peips bestellt, wobei die grünen nur noch in 45/46 und die blauen in 43/44 erhältlich waren, also nicht jede Farb-Größenvariante zur Verfügung stand (braun war leider gar nicht in den großen Größen erhältlich).
Die blauen Peips in der Größe 43/44 waren mir mit einer Innenlänge von 275mm (entspricht genau meiner Fußlänge) eindeutig zu klein, weshalb ich sie direkt an jemanden mit Schuhgröße 42 weiter gereicht habe, dem sie gut passten.
Die Größe 45/46 passte mir dann gerade so, d.h. der Hacken schließt genau mit dem hinteren Rand ab, was schon ziemlich knapp ist, aber eben auch die längste erhältliche Größe war.
Das französische Schuhgrößensystem entspricht dem deutschen bzw. den EU-Standartgrößen (eine Größe = 0,67cm). Die Größe 43/44 besitzt demnach ca. 275mm Länge (Mondopoint), und eine 45/46 ca. 290mm. Diese Zuordnungen stimmen zwar mit den Größenangaben auf den Schuhen überein, ABER die Schuhe fallen dennoch ganze zwei Nummern kleiner aus! Mit 275mm Fußlänge trage ich eine 43,5, bei Rouchette passt mir jedoch gerade so eine 45/46, die längste angebotene Größe überhaupt, d.h. Rouchette fabriziert scheinbar nur Schuhe bis zur Größe 43 (und nicht etwa 46).
Nach der erheblichen Unstimmigkeit der Größe, fielen mir auch sofort diverse Verarbeitungsmängel auf, wobei die blauen Schuhe davon etwas weniger besaßen.
Außen rundherum gab es an mehreren Stellen einen Spalt zwischen grünem Oberteil und brauner Sohle, hier ist offensichtlich die Verklebung nicht einwandfrei vollzogen wurden.
Im Inneren war dieser Spalt dann nicht nur noch größer, sondern es gibt sogar eine Kante, weil das grüne Oberteil nicht bündig AN die braune Mitte, sondern partiell AUF diese geklebt wurde. Dies betrifft in beiden Schuhen fast ausschließlich deren linke Seite, während die rechte aufgrund des Versatzes dann folglich natürlich einen Spalt aufweist. Es wurde also sehr nachlässig gearbeitet.
Die Jutesohle erscheint auf den ersten Gedanken eine gute Idee zu sein, da Jute als Naturmaterial bekanntlich gut Feuchtigkeit aufnehmen kann; nur der Anbau und die Verarbeitungsmethoden sind nicht sonderlich nachhaltig. Nach ein paar Tagen des Tragens jedoch rutschten beide Sohlen nach schräg hinten aus den Schuhen (links mehr als rechts), während sich der Vorderteil der Einlagen nach innen wölbte.
Zum einen waren die Jutesohlen einfach zu groß (womöglich eine echte Größe 45/46), als auch nicht stimmig mit der Innenform des Schuh. Also habe ich sie vorn etwas kleiner geschnitten, so dass sie nun bündig in den Schuh passten, und dann mit Heißkleber befestigt. In diesem Zustand haben die Sohlen circa drei Wochen lang fest gehalten.
Dann habe ich mit den Schuhen eine kleine Wanderung unternommen um zu sehen, wie sie sich dabei machen, denn für solche Zwecke hatte ich meine anderen Clogs vorher auch genutzt.
Nach gut 2km Waldweg hatte ich mir am linken Fuß bereits eine offene Blase gelaufen.
Weil der rechte Schuh keine Probleme machte, habe ich beide Schuhe nebeneinander verglichen, wobei beim genauen Hinsehen auffiel, dass die Innenseite des linken Schuh weiter zum Fuß geneigt ist, als die Innenseite des rechten Schuh. Diese Abweichung ist zwar nur gering, reicht aber offensichtlich aus, um sich mit dem Gummi die Haut vom Fleisch zu schaben.
Für den Rest der Strecke musste ich dann zum Schutz der Füße Stümpfe anziehen. Als ich nach ca. 6km durch die Elbe gelaufen bin, löste sich offenbar mein Heißkleber, und die Sohlen rutschten wieder nach außen, so dass auf den letzten Kilometern ein Laufen mit Schuhen nicht mehr möglich war, und ich barfuß weiter ging.
Die Schürfwunde am linken Fuß, sowie auch eine kleinere auf dem rechten Spann, heilten draußen nur langsam, und waren erst nach über einem Monat wasserfest zugewachsen, wobei links eine kleine Narbe zurück blieb.
Den Zustand der Schuhe nach zwei Monaten täglichem Tragen dokumentiere ich folgend. Die Schuhe an sich sind robust, und zeigen nahezu keinen Verschleiß. Die Jutesohlen hingegen, die immer wieder ver- und aus den Schuhen ganz raus rutschen (bereits nach 25m Wegtrecke!), sind bereits stark verschlissen.
Die unsauber verklebten Spalte sind zum Glück noch nicht größer geworden, aber der Höhenversatz im Schuh stört dennoch mäßig. Vermutlich liegt das Verrutschen der Einlegesohlen an der unsauberen Verarbeitung der Schuhe? Dafür spricht, dass der linke Schuhe mit größerem Spalt auch mehr Probleme bereitet, und die blauen Schuhe zumindest etwas besser verarbeitet waren.
Im September 2026 hatte ich dann endgültig die Schnauze voll von den Jute-Einlegesohlen. Nachdem auch ein Kontakt mit dem sogenannten Communication-Manager des Unternehmens nach mehrmaliger Diskussion gescheitert ist (die Schuhe besäßen überhaupt keinen Defekt, und Scheuerstellen lägen an meinen Füßen), bin ich mit dem Unternehmen Rouchette durch. Es ist mir unbegreiflich wie man solche Fehlkonstruktionen derart lange unverändert am Markt lassen kann, und damit zahlreiche Kunden verärgert.
Auch wenn ich nicht der Hersteller bin, ist der Fehler an den Einlegesohlen doch sehr offensichtlich: sowohl die Webart als auch das Material Jute selbst, sind nicht für Einlegesohlen geeignet. Sogar wenn man sie am Schuh festklebt, fallen sie nach kürzester Tragezeit (also noch deutlich in der Garantie!) auseinander.
Mein Eindruck fällt äußerst gemischt aus. Auf der einen Seite sind vergleichsweise nachhaltige Produkte europäischer Herstellung sehr selten (die Rohstoffe kommen dennoch aus Asien), wenn jedoch die Verarbeitungsqualität derart schlecht, und die Einschränkungen dadurch so hoch sind, lösen sich die wenigen Vorteile nahezu in Luft auf. Ein direkter Kontakt mit dem Unternehmen war leider nicht zielführend; obwohl ich am Ende einfach nur neue Einlegesohlen haben wollte, wurden die offensichtlichen Mängel einfach abgestritten. Damit fügt sich das Bild am Ende folgendermaßen: fehlkonstruiertes Produkt, und keine Hilfe vom Hersteller, geschweige Einsicht. Das waren meine ersten und gleichzeitig auch letzten Rouchette!
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]]>Der Beitrag WMF Cromargan mit Kupferboden erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Dieses mittlerweile seltene WMF Cromargan Kochgeschirr aus 18-10 Edelstahl besitzt für beste Energie-Effizienz einen dicken Kupferboden!
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Edelstahl-Kochgeschirr mit Kupferboden
Diese Geschirr habe ich in einem Zeitraum von über 2 Jahren in Einzelteilen mühsam zusammen getragen. Es sollte eigentlich ein Geschenk für eine Bekannte sein, die sich dann aber plötzlich doch für einen Induktionsherd entschieden hatte, obwohl wir uns beide vorher noch einig waren, dass es ziemlich dumm ist, sein gesamtes gutes Kochgeschirr (was es so nie wieder geben wird) für einen gesundheitsgefährlicheren, kurzlebigeren, und zudem auch noch teureren Herd mit höherem Stromverbrauch zu entsorgen. Wie viele andere Menschen im Konsumrausch, ist sie schließlich doch den Lügen der Industrie erlegen, so dass ich dieses einzigartige Kochgeschirr dann wieder zum Verkauf angeboten habe.
| Topf „neu“ | Topf „roter „Deckel“ | Topf „schwarzer Deckel“ | Topf klein | Stieltopf | Pfanne 25 | Pfanne 21 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Volumen bis Oberkante | 5,8 l | 4,3 l | 3,4 l | 1,5 l | 1,5 l | 1,5 l | |
| nutzbares Volumen | 5,5 l | 4,0 l | 3,0 l | 1,5 l | 1,5 l | – | – |
| Außendurchmesser | 25 cm | 25 cm | 209 mm | 168 mm | 168 mm | 249 mm | 209 mm |
| Innendurchmesser | 24 cm | 24 cm | 20 cm | 16 cm | 16 cm | 24 cm | 20 cm |
| Länge mit Griff | 34,5 cm | 35 cm | 30,5 cm | 26 cm | 33,5 cm | 43,5 cm | 39,5 cm |
| Außenhöhe | 133 mm | 100 mm | 130 mm | 77 mm | 78 mm | 40 mm | 40 mm |
| Innenhöhe | 129 mm | 94 mm | 109 mm | 73 mm | 73 mm | 34 mm | 34 mm |
| Gewicht | 1.915 g | 1.620 g | 1.161 g | 677 g | 672 g | 1.225 g | 920 g |
| Gewicht mit Deckel | 2.193 g | 1.979 g | 1.502 g | 817 g | – | – | 1.111 g |
| Kupferboden | 215 x 2,5 mm | 218 x 2,7 mm | 177 x 2,5 mm | 142 x 2,0 mm | 143 x 2,0 mm | 190 x 3,0 mm | 167 x 2,5 mm |
Das Prinzip ist bezüglich Energie-Effizienz, und egal was für Lügen die Industrie und all ihre Werbenutten verbreiten, nach wie vor das beste: Edelstahl gibt aufgrund seiner nur schlechten Wärmeleitfähigkeit am wenigsten Wärme an die Umgebung ab, und ein 2,0 bis 2,7mm dicker Kupferboden verteilt die Wärme vom Herd am schnellsten gleichmäßig über den gesamten Boden, so dass das Kochgut im Geschirr am effektivsten erhitzt wird. Zudem lässt sich das 18-10 Edelstahl natürlich auch am einfachsten reinigen, wobei Kupfer definitiv NICHT in einen Geschirrspüler gehört (damals gab es auch noch keinen)!
Diesen Topf habe ich tatsächlich in einem unbenutzten Neuzustand gefunden, das Preisschild klebt noch am Griff: 57,50 DM.
Weil dies mein erster Topf dieser Serie war, habe ich hier ein paar Bilder der Einzelteile gemacht, ansonsten habe ich (bis auf den neuen Topf) auch alle anderen komplett zerlegt und gründlich gereinigt.
Mindestens der Knauf dieses Deckels ist offensichtlich kein Bakelit, daher die Topfgriffe vermutlich auch nicht.
Der Deckel dieses kleinen Topfes passt natürlich auch auf den identisch großen Stieltopf.
Stieltöpfe nutze ich persönlich sehr gern, lässt sich der Inhalt doch gut schwenken und genau auskippen.
Anhand zweier Pfannen bzw. deren unterschiedlicher Prägungen ist mir dann auch aufgefallen, dass es offensichtlich mindestens zwei Produktionslinien/-Zeiträume gegeben haben muss. Welche Prägung eventuell älter ist, kann ich allerdings nicht sagen, vermutlich die kleinere?
Die Pfanne mit der kleinen dreieckigen Prägung hat im Metallgriff eine „3“ eingeschlagen, und ist mit 1.151g (ohne Griffschalen!) 58g schwerer als die Pfanne mit der großen Schriftzug-Prägung, was wohl sehr wahrscheinlich an etwas mehr Kupfer am Boden liegen dürfte.
Dass es sich bei den Kunststoffgriffschalen um Bakelit handelt, glaube ich eher weniger, da sich einer der beiden Griffe (der ohne „WMF“-Prägung) an den Verschraubungen bereits leicht verformt hat, was nicht für das hitzebeständige spröde Bakelit spricht.
Hier wieder das Modell mit dem WMF im Dreieck
Der Deckel erweist sich in mindestens vier Punkten als praktisch:
Die nur 4cm kleinere und 300g leichtere Version besitzt dennoch die selbe Innentiefe von 34mm.
Trotz des nur geringen Größenunterschiedes, gibt es einen kleinen Unterschied in der Dicke des Kupferbodens: 2,5mm beim 21cm Modell, und 3,0mm bei 25cm.
Resultieren tut dieser Beitrag als Folge meines Review zum US-amerikanischen Revere Ware Kochgeschirr mit Kupferboden, da mir natürlich klar war, dass es so etwas auch aus deutscher Produktion, und damit gewiss auch hochwertiger gegeben haben muss (norwegisches, schwedisches und französisches kannte ich bereits).
Während Revere Ware US-typisch für Gasherde entwickelt wurde (nur dünne und teilweise auch krumme Böden), stammt das WMF-Geschirr mit seinem dickeren planen Boden vermutlich auch der Hoch-zeit der Elektrokochplatte. Das leichtere Revere Ware eignet sich also auch gut für unterwegs, während das WMF seine Stärke vor allem in der heimischen Küche ausspielt.
Das beste was es in der Küche gibt, wenn es um bestmögliche Energieeffizienz, und gute Reinigung geht: Edelstahl mit Kupferboden. Um das Kupfer zu erhalten sollte dies weder in den Geschirrspüler, noch mit einem Stahlschwamm gereinigt werden; und das muss es auch nicht, eine gesunde Patina gehört einfach dazu.
Schade, dass so etwas heute nicht mehr in dieser Qualität hergestellt wird, schön dumm, dass sich Menschen aufgrund von Unwissenheit und Lügen und mit finanziellem Schaden überhaupt davon trennen, und gut, dass ich es genau deshalb gefunden habe.
Wer mehr zu diesem Kochgeschirr weiß, speziell den Produktionszeitraum, bitte immer gern einen Kommentar da lassen; Vielen Dank!
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]]>Der Beitrag Nokian Extreme 296 26×2.10 (& Freddie’s Revenz) erschien zuerst auf Backcountry Expeditions.
]]>Der Nokian Extreme 296 von vor 2005 ist vermutlich der Urvater aller aktuellen finnischen MTB-Spikereifen. In diesem Beitrag teste ich ihn auch in Kombination mit dem Freddie’s Revenz.
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Mountainbike-Spikereifen für Fahren auf Eis und Schnee

Laut dem Unternehmen Schwalbe sollten neue Spike-Reifen zum Setzen dieser prinzipiell zuerst auf hartem glatten Untergrund w.z.B. Asphalt über eine Strecke von ca. 40km eingefahren werden, bevor man mit ihnen dann über losen Untergrund fährt. Diese Vorgabe erachte ich jedoch als Reifen-spezifisch, denn sie ist abhängig vom individuellen Aufbau des Reifens, sowie vor allem von der Qualität der Verarbeitung, d.h. wie fest sitzen die Spikes bereits seitens der Herstellung.
Grundsätzlich ist beim Fahren auf Asphalt zu beachten, dass die Traktion mit Spikes auf solch hartem Untergrund deutlich schlechter als gewöhnlich ist (ähnlich einer Panzerkette ohne Kettenpolster, oder Schneeketten beim Kfz), und dabei vor allem mit langen Spikes, und in Kurven ein erhöhtes Sturzrisiko besteht. Außerdem bringen vor allem längere Spikes ein höheres Verletzungsrisiko mit sich, ggf. sollte deshalb Schutzausrüstung getragen werden.
Die kegeligen oder auch abgeflachten Wolframcarbidspitzen sind entweder in Stahl- oder Aluminiumfassungen eingesetzt, welche wiederum als Passform im Gummi eingesteckt sind, bei Stollenreifen i.d.R. als Tellerscheibe. Stahlfassungen verbiegen nicht, rosten dafür schnell und sind deutlich schwerer als Alufassungen, welche jedoch gestaucht und verbogen werden können, und dadurch ihre Wirkung verlieren. Egal ob Stahl- oder Aluminiumfassung, sollten Spikereifen nach dem Kontakt mit Streusalz unbedingt gereinigt werden (ähnlich wie andere korrosive Materialien, und das Fahrrad dann an einem ausreichend warmen Ort vernünftig trocknen können.
Weil Spikes ausschließlich auf hartem Eis Sinn machen, sind gute Matsch- und Schneereifen (z.B. Maxxis Swampthing oder Wetscream und Continental MudKing) zumindest offroad meist die bessere Wahl; ihr großer Vorteil ist auch, dass die Gummimischung weicher ist, und keine Spikes beschädigt werden können.
In der Historie finnischer Spike-Reifen kenne ich mich nicht sonderlich gut aus, aber der Extreme 296 ist zumindest der älteste Spikereifen für Mountainbikes, welcher mir aktuell bekannt ist. Parallel zu diesem, und nur für wirklich grobe sowie Downhill-Einsätze gedacht, gab es damals auch noch den Freddie’s Revenz.
Von diesem hat auch der Nachfolger des Extreme 296, der ab 2005 erhältliche Extreme 294, mehr sein Design geerbt. Dieser 294 besaß nun sowohl massivere Seitenstollen, als auch eine etwas offenere Lauffläche, was zumindest für das Vorderrad von Vorteil ist; später hieß dieser Reifen dann Suomi Gazza Extreme (und der W240 wurde namentlich zum Fast Freddie).
Aber genau aufgrund seiner eher geschlossenen mittleren Lauffläche mit den dort quer stehenden Doppelstollen, hat mich der Extreme 296 speziell als Hinterradreifen interessiert, während die anderen Modelle eher Vorderrad-lastig designt waren.
Der Nokian Hakka WXC300, dessen Design später scheinbar von Schwalbe für den Ice Spikers kopiert wurde, kam mit seinem sehr offenen Profil und den Einzelstollen nicht mehr an die Qualitäten der Extreme heran. Und der Hakka W240 war eher für die Nutzung auf befestigten Wegen und Straßen gedacht, als offroad.
Heute noch einen über 20 Jahre alten finnischen Spikereifen zu bekommen, welcher schon damals in Deutschland eher selten war, ist natürlich keine leichte Aufgabe. Um die grundsätzlich Tauglichkeit zu überprüfen, habe ich mich also erst einmal mit einem ziemlich porösen Paar zufrieden gegeben, für welches der ehrliche Anbieter aber auch nur noch die Versandkosten plus Verpackungsaufwand haben wollte, was ich als äußerst fair empfand (Vielen Dank nochmals dafür!).
Diese Reifen sind vom Zustand wirklich mit die schlimmsten, die ich jemals in den Händen gehabt hatte, selbst 40 Jahre alte DDR Pneumant Fahrradreifen die jahrelang bei Wind und Wetter draußen standen, waren in keinem schlechteren Zustand.
Sowohl die Lauffläche, als auch die Seitenwände waren extrem rissig, und man musste schon Angst haben, dass der Reifen bei vollem Luftdruck platzt. Jeden anderen Reifen hätte ich sofort entsorgt, diese jedoch habe ich sofort aufgezogen.
Extreme steht zumindest hier nicht nur für die eigentlichen Eigenschaften, sondern leider auch für den mittlerweile traurigen Zustand. Aufgefallen ist mir selbst noch nach dem Reinigen der intensive Geruch nach einem Ölspray wie WD-40; möglicherweise wurden damit die Räder großzügig behandelt in der Annahme, es würde das Gummi konservieren? So etwas mag für Silikonspray oder Talkum zutreffen, nicht jedoch für Öl; dieses verursacht genau das Gegenteil, was hier vermutlich auch die Ursache gewesen sein könnte.
Statt der angegebenen 54mm Breite habe ich sowohl bei 2,0 als auch bei 2,5 bar auf einer 25mm breiten Felge nur 48,5mm gemessen. Eine Abweichung von 5,5mm ist schon ziemlich viel, entspricht allerdings meinen bisherigen Erfahrungen mit Nokianreifen aus dieser Zeit, und ist bei dem gedachten Einsatzbereich ja auch grundsätzlich nicht verkehrt.
Ganz interessant finde ich die Angabe zur Laufrichtung, bei welcher das Vorderrad dem Hinterrad bei nassen Bedingungen entspricht. Die stützenden Schwingen der Mittelstollen zeigen also im Winterbetrieb nach hinten, während die Schwingen der Außenstollen nach vorn zeigen.
Auf trockenem Untergrund kann man die Laufrichtung hinten wohl wechseln, so dass dann die Schwingen der Seitenstollen nach hinten zeigen, während die der Mittelstollen nach vorn gerichtet sind. Und bei genauer Überlegung macht diese Profilentwicklung auch tatsächlich Sinn, und man könnte sich (oder auch Nokian) die Frage stellen, warum es so etwas cleveres später nicht mehr gab?
Das vergleichsweise hohe Gewicht für einen doch derart schmalen Reifen mit dünnen Seitenwänden dürfte an der hohen Anzahl an Spikes in Stahlfassungen, sowie auch dem recht komplexen Stollendesign liegen.
Als absoluter Glücksgriff stellte sich ein Paar neuwertiger Extreme 296 heraus, welches ich zufälligerweise nur kurze Zeit nach dem rissigen Satz für sage und schreibe nur 20,- inklusive Versand bekommen habe! Somit konnte ich das alte Paar erst einmal ruhigen Gewissens, und ohne Rücksicht auf Verluste ausgiebig testen.
Typisch Nokian war die Verarbeitungsqualität 1A, beide Reifen besitzen mit 990g ein identisches Gewicht.
Einmal kurz müssen die Reifen schon irgendwann einmal montiert gewesen sein, denn es gab Schmutz zwischen dem Profil, sowie einen winzigen Kratzer in einer Seitenwand; ansonsten sind sie wirklich als neuwertig zu bezeichnen.
Hier im Vergleich mit dem deutlich älteren Paar, wobei man sieht, dass dessen Verschleiß nicht etwa durch das Fahren, sondern wirklich aufgrund völlig falscher Lagerung zustande gekommen ist.
Meine erste Testfahrt mit den ca. 25 Jahre alten und extrem rissigen Reifen verlief äußerst positiv, um nicht zu sagen, das Fahren auf Schnee, und vor allem über Eis hat sehr viel Freude gemacht.
Im Vergleich zum Schwalbe Ice Spiker Pro griff der Nokian Extreme nicht nur auf Eis, was man bei Spikes auch erwarten darf, sondern machte darüber hinaus auch im Schnee eine deutlich bessere Figur als der indonesische Reifen.
Trotz zahlreicher Vollbremsungen im Rahmen von spaßigen 180°-Drehungen, hatte ich nach über 2 Stunden permanenter Eisfahrt nicht einen einzigen Spike am Hinterrad verloren! Die an einer Stelle zuvor bereits fehlenden 3 Spikes dürften wahrscheinlich vom Vorbesitzer durch eine eher zweckentfremdete Vollbremsung auf Asphalt o.Ä. entstanden sein.
Am Vorderrad hätten noch mehr Spikes an den Seitenstollen sitzen können (hier dürfte der Extreme 294 eventuell besser sein), aber genau dafür habe ich ja den Freddie’s Revenz. Ansonsten hat mich der Extreme 296 gesamtheitlich derart positiv überrascht, dass ich mich schon auf weitere zukünftige Einsätze freue!
Vorn extrem stachlige 53mm breite, und hinten mehr flache 49mm schmale Reifen, davon verspreche ich mir bestmögliche Traktion im winterlichen Gelände.
Beide Reifen lassen sich einfach, und tatsächlich auch ohne Montagewerkzeug aufziehen; zum Abziehen bedarf es auch nur anfangs kurz eines Reifenhebers.

| Extreme 296 | Freddie’s Revenz | |
|---|---|---|
| Größe | 26 x 2.10 54-559 | 26 x 2.30 57-559 |
| Breite gemessen bei 2,5 bar | 48,5 mm | 53,4 mm |
| Karkasse | Stahlgürtel | Stahlgürtel mit verstärkter Seitenwand (Downhill) |
| Luftdruck laut Hersteller | 2,5 bis 4,5 bar | 2.0 bis 4.5 bar |
| Gummihärte (gemessen am Seitenstollen) | 73 Shore (ca. 25 Jahre alt) | 73 Shore (ca. 20 Jahre alt) |
| Stollen & Spikes | 296 | 336 |
| Spike-Länge | ursprünglich vermutlich 1,5mm (gemessen 1,3mm) | 3,0 mm |
| Spike-Aufbau | rundkegelige Wolframcarbid-Spikes im Stahlgehäuse | spitzkegelige Wolframcarbid-Spikes im Alugehäuse, und zusätzlich im Gummi verklebt |
| Gewicht | 990 g | 1.280 g |
| Produktionsjahr | bis 2005 | ab vor 2002 bis nach 2008 |
| ehemaliger Neupreis | ca. 90,-€ | ca. 125,-€ |
Selbst mit völlig rissigem Gummi bietet der Nokian Extreme 296 gute Traktion im Schnee (auch an Steigungen!), und wirklich hervorragenden Grip auf Eis. Auf Flächen die so glatt sind, dass man auch mit gut profilierten Wanderstiefeln nicht sicher aufrecht stehen kann, lässt sich mit dem Nokian Extreme 296 noch mit über 30km/ hinweg rollen. Auch Kurvenfahrten sind kein Problem, wobei hierfür sein Nachfolger noch etwas besser geeignet sein könnte (dann aber wieder weniger gut auf Schnee am Hinterrad).
Ein passabler Allround-Winterreifen für Mountainbikes war der Continental Spike Claw Stahlgürtelreifen im Format 26×2.1 bzw. 54-559, entweder mit 120 (Teile-Nr. 0115850, UVP 70,-€) oder 240 (Teile-Nr. 0115849, UVP 75,-€) flachen Spikes in Stahlfassungen, vom Hersteller empfohlener Luftdruck 3,5 bar. Der Spike Claw wurde von Nokian in Finnland produziert, und könnte u.A. auch deshalb als ein Nokian Hakkapeliitta W240 „Light“ betrachtet werden.
Ebenfalls von Nokian produziert wurde der Continental Nordic Spike für 28″-Räder, empfohlener Luftdruck 3,5 bis 4,5 bar. Erhältlich mit 120 (Teile-Nr. 0125623, Gewicht 850g) oder 240 Spikes (900g), jeweils in der Größe 28×1.60 bzw. ETRTO 42-622. Um den im Vergleich zu anderen 28″Reifen deutlich höheren Rollwiederstand möglichst gering zu halten, genügt möglicherweise die Montage am Vorderrad.
Im Bereich der 28″-Straßen-Winterreifen, d.h. in jedem Fall abseits vom Gelände, sind z.B. bekannt der Continental Contact Spike 120 (37-622), oder der Schwalbe Marathon Winter Plus 240 (42-622). Der Vorgänger des aktuellen Winter Plus sah übrigens dem Nokian Mount & Ground W160 noch ähnlicher, wo auch hier wieder einmal der Verdacht des Kopierens durch Schwalbe besteht (während die Entwicklung von Continental eine hauseigene zu sein Scheint).
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]]>Das Cateye ViZ450 ist ein sehr helles, und auch seitlich gut sichtbares Fahrrad-Rücklicht; es verfügt über einen integriertem Akku für einfaches Aufladen, sowie eine verstellbare Halterung für variable Befestigungen.
Meine Webseite ist komplett werbefrei, meine Arbeit unabhängig, sämtliche Informationen stelle ich Ihnen uneigennützig nach bestem Wissen und Gewissen kostenlos zur Verfügung. Mit einer Spende helfen Sie mir, Ihnen zu helfen, und unterstützen meine Tätigkeiten. Vielen herzlichen Dank!
Sicherheits-Rücklicht für’s Fahrrad
Diese beiden Leuchten wurden mir liebenswerterweise von unserem treuen Abonnenten Stephan geschenkt, und tatsächlich erreichten sie mich auch wie gerufen, da ich mit meinem Fahrradanhänger bislang immer noch ohne aktive Rückstrahler unterwegs war.

Neben dem hellsten ViZ450 sind auch noch die Modelle ViZ300 und ViZ150 erhältlich, sowie drei Modell des Cateye Kinetic (mit Bremslichtfunktion), und zwei Modelle des kleinen Omni (mit AAA-Batterien). Bis auf das kleine Omni 3G, das Rapid micro G, sowie das Nano G, sind alle anderen (größeren) Modelle der Cateye-Rücklichter nicht StVZO-konform!
Zum Lieferumfang gehört die rundherum rote Kunststoffleuchte, sowie eine dreiteilige Halterung Bracket SP-15 (5342490), bestehend aus der Grundplatte (für die Leuchte), dem Gegenstück (für’s Rohr), sowie dem elastischen 32mm breiten Gummiband.
Die ViZ450 besitzt 6 LED, wobei Nr.6 nur die Lade-Statusanzeige ist. LED Nr. 2 und 4 liegen frei auf der Plantine, und LED Nr. 1, 3 und 5 sitzen hinter Kunststofflinsen (OptiCube
lens technology), was sowohl deren Leuchtintensität als auch die seitliche Sichtbarkeit erhöht (laut Hersteller bis zu 300°).
Die Kapazität des augenscheinlich sichtbaren 18650 Li-ion Akkus beträgt 1.000mAh, und hätte in Hinblick auf diese sehr gebräuchliche Größe durchaus etwas höher ausfallen können (3.400mAh sind eigentlich schon lange Standard bei Taschenlampen).
Ein- und auch wieder ausgeschaltet wird das ViZ450 per 1s kurzem Tastendruck, wobei der Druckpunkt für eine sichere Bedienung durchaus etwas satter sein könnte. Ist das Licht eingeschaltet (immer im zuletzt gewählten Modus [=memory]), dient der selbe Taster durch kurzes Drücken dem Wechsel der Leuchtmodi, und ist auch zugleich der Low battery indicator. Bei zu geringer Akku-Kapazität wechselt die Lampe automatisch in den Blinkmodus (Battery Auto Save).
| Modus | Lumen | LED Nummer | Akku-Kapazität |
|---|---|---|---|
| Constant | 40 | 1 + 3 + 5 (Dauerlicht) | 5 Stunden |
| Flashing | 40 | 1 + 3 + 5 im Wechsel mit 2 + 4 (Doppel-Blinklicht) | 65 Stunden |
| Group Ride | 20 | 1 + 5 im Wechsel und dabei jeweils auf- und abdimmend | 10 Stunden |
| Saytime HyperFlash | 450 | 1 bis 5 im Strobe-Modus, zusätzlich 1 + 3 + 5 maximal hell | 14 Stunden |
Geladen wird das Licht per USB-C (Kabel nicht enthalten), wobei während des Ladevorgangs die rote LED 6 (unterhalb des Funktionstasters) permanent leuchtet, und erst bei vollem Akku wieder erlischt (nach ca. 3.5h). Es gibt also keine zusätzliche Anzeige bzw. andersfarbige LED für einen vollen Akku.
Das sogenannte Snap System
erlaubt die Montage der Leuchte im Hoch- oder Querformat, je nachdem wie man die Grundplatte der Halterung auf den Vierkant geschoben hat. Soll zum Beispiel der Funktionstaster vertikal oben stehen, befindet sich der Schriftzug Cateye links.
Als Zubehörteile gibt es den Clip C-1N (5440900N) und Clip C-2 (5342460) für die Befestigung z.B. an Textilen, das Rear Rack Bracket (5445620 breit / 5342250 schmal) zur Befestigung auf einer ebenen Trägerplatte w.z.B. am Gepäckträger, und ein sogenanntes FlexTight.
Für mich am zweckmäßigsten, weil dringend benötigt, war der Einsatz an meinem Fahrradanhänger, welcher bisher „nur“ mit passiven Reflektoren ausgestattet war. Ohne große Probleme passten die Halterungen auch an meine Gurtdurchführungen, wobei die Leuchten aufgrund der Sattelrohr-bedingten Neigung von ca. 15° nun entsprechend zur Seite nach außen strahlen, was der Wirkung aber auch nur entgegen kommt.
Ob ich tatsächlich beide Leuchten parallel, oder nur eine linke oder mittige verwenden werde, wird sich im praktischen Einsatz zeigen; ebenso, ob ich zusätzlich vielleicht auch noch ein kleines Rundrohr in die Halterung stecken muss.
Seit 2017 nutze ich als Fahrrad-Rücklicht das bislang sehr zuverlässige Lupine Rotlicht International (160lm), üblicherweise in der „StVZO-konformen“ Leistungseinstellung 0,5W (40lm). Durch das Metallgehäuse wirkt es wertiger als das Cateye, ist wasserdicht und schlagfest, kompakter, der Funktionstaster besser bedienbar, und es bietet zudem auch deutlich praktischere Funktionsmodi. Nachteilig hingegen ist seine im Vergleich ausschließlich vertikale Montageposition, sowie natürlich auch der doppelte Preis.
Bei Dunkelheit ist die Sichtbarkeit von hinten bei beiden Lampen wirklich ausreichend gut, das Cateye bietet zusätzlich eine bessere seitliche Sichtbarkeit, und dadurch auch eine prinzipiell bessere Sichtbarkeit bei Tageslicht (bei Dunkelheit ist das Lupine also nicht schlechter).
folgt nach ausführlicher Nutzung!
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