Freiraumplanerischer und Städtebaulicher Ideenwettbewerb, 2025

„Helmstedter Loop“
Der „Helmstedter Loop“ erschließt den neuen Landschaftspark und bindet ihn als „Klammer“ zu einer erlebbaren Einheit zusammen. Die neu entstehenden Tagebauseen sind ebenfalls ein Artefakt des Braunkohleabbaus im Helmstedter Revier und dienen als Basis für die nachhaltige Entwicklung der gesamten Region. Sie werden in Zukunft wichtige touristische Anziehungspunkte innerhalb des Geoparks beziehungsweise des darin befindlichen Naturparks-Elm-Lappwald darstellen.
Die vier Landschaftsbänder LAPP. LAND | PRODUKTIV.LAND | ENERGIE.LAND | ELM.LAND zonieren den Landschaftspark. Aufgrund des steigenden Wasserspiegels des Lappwaldsees rückt die Stadt Helmstedt näher an das Wasser. Eine grüne Promenade mit vielfältigen Spiel-, Sport-, und Aufenthaltsmöglichkeiten verknüpft die historische Stadt mit dem See und bildet den Auftakt des Landschaftsclusters LAPP.LAND.

Die bereits bestehenden landwirtschaftlich genutzten Flächen werden im PRODUKTIV. LAND zusammengefasst und weiterentwickelt. Im Agrarcampus vereinen sich innovative Landwirtschaft mit nachhaltiger und autarker Infrastruktur, Forschung zur nachhaltigen Lebensmittelversorgung sowie Bildungs- und Vermittlungsangebote. Die städtebauliche Struktur orientiert sich an den bestehenden landwirtschaftlichen Feldstrukturen. Die Bebauung basiert auf einer Streifenstruktur, die von einer zentralen Allmende ausgeht und sich an die landwirtschaftlichen Parzellen anpasst. Die Bebauung variiert dabei zwischen Gewächshausstrukturen sowie Lager-und Logistikgebäuden ergänzt durch Forschungsbauten und Bildungsräume. Diese Elemente schaffen eine sichtbare produktive Landschaft, die sich innovativen Technologien und einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft widmet. Der Agrarcampus wird über drei Schleifen mit effizienten Erschließungsstrukturen ausgehend von der Food-Meile mit Hofläden zur regionalen Vermarktung von Erzeugnissen organisiert. Der Agrarcampus ist hinsichtlich seiner Energieversorgung und Wasserkreisläufe autark.

Durch Umnutzung und Weiterentwicklung entsteht ausgehend vom bestehenden Kraftwerksstandort ein neuer Technologiecampus als weitere INNOVATIONSZELLE mit kompakter Bebauung und hybriden Gebäudetypen unter Weiternutzung der bestehenden Infrastruktur für die Ansiedlung neuer und zukunftsträchtiger Unternehmen mit Fokus auf Energiewirtschaft und erneuerbare Energien. Das PRODUKTIV.LAND. Das städtebauliche Konzept verfolgt das Ziel hybride Gebäudetypen mit flexiblen Strukturen und anpassbaren Bautypologien zu schaffen. Die programmatische Offenheit erlaubt es, flexibel bebaubare Parzellen zwischen 2.500 m² und 7.000 m² mit vertikaler Nutzungsmischung aus Produktion, Forschung & Entwicklung sowie Büro & Verwaltung für unterschiedlichste Betriebsgrößen vom Startup bis hin zum etablierten Weltmarktspieler auszuweisen. Ergänzend finden sich Einrichtungen für soziale Infrastruktur und Bildungsangebote zur nachhaltigen Entwicklung, die zusammen mit dem Angebot an öffentlichen Räumen den Quartierscharakter stärken. Ein zentraler Erschließungsloop sorgt für eine effiziente Anbindung des Quartiers an die Bundesstraße 244. Das Quartier wird über zwei Hauptzugänge erschlossen. Durch öffentliche Grünfugen und Plätze entsteht eine natürliche Verzahnung zwischen urbanen und landschaftlichen Strukturen, welche eine hohe Aufenthaltsqualitäten im Technologiecampus bieten. Die Bebauung wird in unterschiedliche Freiraumfugen eingebettet, wodurch die vermeintliche Dichotomie zwischen Stadt und Landschaft aufgelöst wird. Urbane und grünräumliche Qualitäten werden miteinander verwoben, sodass eine dynamische, durchgrünte Quartiersstruktur entsteht, die bedarfsgerecht und klimaresilient entwickelt werden kann. Mit dem Technologiecampus wird ein Entwicklungsschwerpunkt geschaffen, der Innovation und Anpassungsfähigkeit mit hoher städtebaulicher und landschaftlicher Qualität vereint.


| Entwurf: | 2025 |
| Fläche: | ca. 4.500ha (Ingesamt) |
| Programm: | Entwicklung eines freiraumplanerischen und städtebaulichen Gesamtkonzepts im Rahmen eines Ideenwettbewerbs |
| Auftraggeber: | Planungsverband Buschhaus & Regionalverband Großraum Braunschweig |
| Partner: | Glück Landschaftsarchitektur a.elsayed-illustration |
Städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb, 2024
Wir gratulieren den Preisträgern ganz herzlich!

Schwarzplan
Das Textilviertel mit seiner von Bebauungsschollen geprägten Struktur erhält mit der Entwicklung des Leuchtwerksareals ein neues Muster. In der städtebaulichen Lage zwischen Lech und Berliner Allee soll kein introvertierter Stadtbaustein entstehen, sondern ein Quartier, das sich als Filter zwischen Straße und Fluss legt und seine besondere Qualität aus dem starken Kontrast zwischen offenen Freiräumen und geschlossenen Blockstrukturen mit Wohnhöfen bezieht. Durch die Bezugnahme auf die heterogene Nachbarschaft, die Berücksichtigung des erhaltenswerten Baumbestands und die Einbindung identitätsstiftender Bestandsstrukturen wie den Schornstein am Glaswerk und das Octagon am Leuchtstofflampenwerk (Pastenherstellung) gerät die statische Orthogonalität der Strukturen in Bewegung!

Die durch die so angeordneten Blöcke entstehenden differenzierten Freiräume entlang der Berliner Allee und des Lechufers bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für die Vernetzung mit den angrenzenden Stadtquartieren und ermöglichen es, das Grün entlang des Ufers tief ins Quartier zu ziehen. Entlang der Berliner Allee entstehen platzartige Aufweitungen, die als Quartierseingänge von Westen her fungieren und zusammen mit den Freiraumkorridoren das neue Quartier gliedern. Mit der Einbettung des neuen Leuchtwerkareals in den Landschaftsraum des Lechs bietet sich die große Chance, die Freiraum- und Siedlungsentwicklung im Südosten Augsburgs eng miteinander zu verknüpfen. Die dabei entstehenden hochwertigen Erholungsräume in Verbindung mit modellhaften Naturschutzstrategien bilden einen idealen Rahmen für eine nachhaltige Quartiersentwicklung.


Baustruktur
Die wohngeprägte Bebauung im südlichen Teilbereich setzt sich aus fünf geschlossenen Blockfiguren mit großzügigen Durchgängen, zwei sich zum Lech hin öffnenden Blöcken und einem gewerblich genutzten Sonderbaustein am nördlichen Übergang sowie drei diese Struktur ergänzenden Quartiersgaragen. Die Geschossigkeit wechselt von vier bis sieben Geschossen, wobei konventionell errichtete Sockel belebte und tiefere Erdgeschosszonen entlang der Berliner Allee Raum für gewerbliche Nutzungen und soziokulturelle Nutzungen im Quartier ermöglichen.

Die vermeintliche Dichotomie zwischen urban und landschaftlich wird so aufgehoben: Grünräumliche Qualitäten fließen in das Quartiersinnere und urbane Qualitäten verdichten sich zu den Freiraumkorridoren. Durch diese doppelte Dichte der urbanen Landschaft Leuchtwerkareal entstehen spannungsvolle Stadträume, mit neuen, zukunftsweisenden Wohn und Freiraumqualitäten mit dem neu etablierten Stadtraum Berliner Allee als Schnittpunkt der Freiraumvernetzung, Fokuspunkt der baulichen Cluster und Treffpunkt des sozialen Lebens.

| Entwurf: | 2024 |
| Fläche: | ca. 12 ha |
| Programm: | Entwicklung eines städtebaulich und landschaftsplanerischen Gesamtkonzepts im Rahmen eines städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs |
| Auftraggeber: | Stadt Augsburg |
| Partner: | Seetal Architektur und Stadtplanung, Weimar |
Städtebaulicher Planungswettbewerb, 2024

Grüner Bogen als Chance
Ausgehend vom Grünen Bogen als Baustein des gesamtstädtischen Grünflächensystems gliedert sich das Quartier als urbaner Archipel in drei Quartiersschollen und sieben Landschaftsschollen, die in ein Netz aus Freiraumkorridoren eingebettet sind. So wird die
vermeintliche Dichotomie zwischen urban und landschaftlich aufgehoben: Grünräumliche Qualitäten fließen in das Quartiersinnere und urbane Qualitäten begleiten die Freiraumkorridoren. Durch diese doppelte Dichte der urbanen Landschaft „Heiterblick-Süd“ entstehen spannungsvolle Stadt- und Landschaftsräume, mit neuen, zukunftsweisenden Wohn- und Freiraumqualitäten und eine sichtbar produktive Landschaft. Das Herz des urbanen Archipels jedoch bildet eine grüne Mitte am Schnittpunkt der Freiraumkorridore, Fokuspunkt der baulichen Schollen und Treffpunkt des sozialen Lebens.
Ausgehend von der grünen Mitte vernetzen durchgängige und hochwertige Fuß- und Radwege die Quartiersschollen untereinander und mit den benachbarten Siedlungseinheiten und Freiräumen. Jede urbane Scholle trägt in ihrem Herzen einen Quartiersplatz, der als Dreh- und Angelpunkt der inneren Erschließung dient. Verknüpft werden die Quartiersplätze durch markante Erschließungsachsen mit doppelten Baumreihen, die für Sichtbezüge und Orientierung im Quartier sorgen. Das neue Stadtquartier stellt sich durch innovative Setzungen den Herausforderungen des Klimawandels: Der Städtebau arbeitet mit (halb)offenen Blockstrukturen, um Frisch- und Kaltluftströmungen zu ermöglichen.

Die soziale und funktionale Mischung im Quartier bildet sich in einem Neben- und Miteinander unterschiedlich geprägter Stadtbausteine ab, die in das Stadtgefüge und seine öffentlichen Freiräume eingebettet werden: Neben den klassischen Nutzungen wie Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in den Erdgeschossen bieten spezielle Optionsräume im Sinne einer Quartiersallmende die Möglichkeit zur Teilhabe, Austausch und Kommunikation. Entlang der südlichen Quartierskontur bilden gewerbliche Nutzungen in Form von Büro und Dienstleistungsangeboten bzw. Gewerbehöfen sowie Flächen für das Rettungszentrum am südlichen Eingang einen Puffer zu den stark befahrenen Straßen. Das Wohnen wird entlang der gliedernden Freiraumkorridore angeordnet.
Im Wechselspiel von Landschaftselementen und Bebauung entsteht so ein Quartier mit ortsangemessener Dichte und Atmosphäre, das zeitgemäße Angebote an urbanem und vielfältigem, aber zugleich auch durchgrüntem Wohnen und Arbeiten bietet. Klar ablesbare, dabei je nach Situation differenziert gemischte Gebäudetypen und ergänzende Sonderbauten schaffen eine einladende Atmosphäre und schaffen zugleich Wohnraumangebote, deren räumliche Qualitäten und Freiräume für Bewohnergruppen in unterschiedlichen Lebensphasen und unterschiedliche Einkommensgruppen ein Zuhause sein können.

Im Die schrittweise Entwicklung des Quartiers berücksichtigt infrastrukturelle, nutzungsspezifische und freiräumliche Aspekte und kann entsprechend der Anzahl der Quartiersgaragen in bis zu vier Schritten gedacht werden. Ausgehend von den beiden Anschlüssen an der Paunsdorfer Allee entsteht das Quartiersentrée im Süden, die gewerbliche Bebauung entlang der B6 bis zum Nahversorgungsstandort sowie die Parkhöfe und Heiterblöcke um die grüne Mitte mit insgesamt 690 WE und 450 AP. Im zweiten Schritt entsteht der dritte Quartierseingang an der B6 mit dem Rettungszentrum sowie die Parkhöfe nördlich und südlich des Freiraumkorridors mit 320 WE. Im dritten Abschnitt wird die Bebauung mit weiteren Heiterblöcken und Wiesengärten und ca. 470 WE entlang der Paunsdorfer Allee nach Norden geführt. Abschließend entstehen Wiesengärten und Heiterblöcke in der östlichen Quartiersscholle mit 520 WE sowie weitere gewerbliche Flächen mit 250 AP.

| Entwurf: | 2024 |
| Fläche: | ca. 63 ha (Ingesamt) – ca. 30 ha (Baufläche) |
| Programm: | Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzepts im Rahmen eines städtebaulichen Planungswettbewerbs |
| Auftraggeber: | Stadt Leipzig |
| Partner: | Hannes Hörr, Landschaftsarchitektur, Stuttgart Grüne Welle, Johannes Jörg, Ravensburg |
In Katowice entstand in den ƶwanƶiger und dreißiger Jahren ein Ƶentrum der polnischen Moderne als demonstratives nationales Projekt mit ƶahlreichen Wohn-, Verwaltungs- und Kulturbauten, die die Stadt bis heute prägen.
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Die oberschlesische Industriestadt Kattowitƶ gehört als Ergebnis des Versailler Vertrages, einer Volksabstimmung und der Teilung Oberschlesiens seit 1922 ƶu Polen. Der polnische Teil erfuhr in der Folge insbesondere bis 1939 eine intensive Urbanisierung und Industrialisierung. In Katowice entstand in den ƶwanƶiger und dreißiger Jahren ein Ƶentrum der polnischen Moderne als demonstratives nationales Projekt mit ƶahlreichen Wohn-, Verwaltungs- und Kulturbauten, die die Stadt bis heute prägen.
Besonders in den Stadterweiterungsgebieten südlich der Bahnlinie entlang der nach Süden führende Promenade Tadeusƶa Kościusƶki finden sich auf engstem Raum Ƶeugnisse der Moderne aus dieser Periode, die als Ensemble internationalen Rang beanspruchen können. Die Ausstellung gibt einen Eindruck und Überblick über diese außergewöhnlich gut erhaltenen Bauten der Moderne sowie ihre Architekt*innen und zeigt Fotografien von Benedikt Hotƶe, die im Rahmen einer Reise 2009 entstanden sind.
Weiter Informationen sind auf der offiziellen Seite der Architekturgalerie am Weißenhof zu finden.
]]>Städtebaulicher Wettbewerb, 2023

LEITIDEE
Ausgangspunkt unseres Entwurfs ist die neoeuropäische Stadtlandschaft des 21. Jahrhunderts als von Menschen geprägter und genutzter Lebensraum. Wir wollen, dass auch kommende Generationen das Innovationsquartier mit seinen Gebäuden und Freiräumen nach ihren Bedürfnissen nutzen können und gerne darin gesund und nachhaltig arbeiten und leben. Mischung, Dichte und Nähe schaffen Zusammenhalt und reduzieren den Ressourcenverbrauch. Die Vision eines neuen Werksviertels bietet zukunftsfähige und doch alltagstaugliche Arbeits- und Wohnwelten mit modellhaften Ansätzen und Experimentierräumen für ein gutes Leben in einem dynamischen Quartier mit grüner, gerechter und produktiver Dimension. Stadtmetabolismus und Naturhaushalt werden als funktionale Ganzheit gedacht und entworfen

EINBINDUNG IN DEN SIEDLUNGSKONTEXT UND IDEENTEIL
Die Straßenäcker liegen in den überformten Talauen der Sulm. Die landschaftsräumliche Bewegung der Sulm wird aufgegriffen, um stadtlandschaftliche Identität, interkommunale Vernetzung, Landschaftsökologie und Stadtmetabolismus in den Fluss einer Ganzheit zu bringen. Topografie, Fuß- und Radwegebeziehungen, Wasserbewirtschaftung, Biotop- und Vegetationsstrukturen, Stadtbäume und Freiraumstrukturen werden als kohärente, von der Sulm ausgehenden Bewegung entworfen. Die Talauen streckt ihre Fühler aus, bis ins Herz des Innovationsquartiers. Der halbe Schwung der Georg-Ohm-Straße wird fortgesetzt und vervollständigt den alten und den neuen Siedlungsteil zu einem Hufeisen, dessen Öffnung nach Südwesten den stadtlandschaftlichen Übergang in die Agrarlandschaft gestaltet. Das Hufeisen wird verpackt durch einen Gehölzsaum, der den Stadtkörper nach innen gliedert und nach außen, zur offenen Flur und zur Autobahn hin puffert.




| Entwurf: | 2023 |
| Fläche: | ca. 8,3 ha (ohne Ideenteil) |
| Ausloberin: | Gemeinde Erlenbach |
| Partner: | Hannes Hörr Landschaftsarchitektur, GrüneWelle Landschaftsarchitektur |

Ergebnisse
Baufeld Nord
Investoren: Weisenburger Projekt GmbH und Kaufmann GmbH
Baufeld Mitte
Investoren: Gapp Objektbau GmbH
Baufeld Süd
Investoren: Strenger Bauen und Wohnen GmbH
Eine Übersicht der Projekte ist auf der offiziellen Seite der IBA’27 zu finden. Näheres zum Projekt über diesen Link: KaepseLE Goldäcker.
]]>Mehrfachbeauftragung mit partizipativen Elementen, 2022


Leitidee
Untertürkheim ist stark von seiner landschaftlichen Lage zwischen Neckar, Industrie und Weinbergen geprägt. Bis zur letzten Verlegung des Neckarbetts 1924 lag die Altstadt direkt am Neckar. Heute ist dieser Bezug weitestgehend verloren gegangen.
Kernidee unserer Vision für die „Stadt am Fluss“ ist es diesen Bezug zum Neckar als Lebensraum wieder herzustellen. Daher ist ein neuer zentraler Freiraum am nördlichen Ufer des Neckar-Altarms das prägende Element unseres Konzepts.
Um diese Neue Neckarwiese gruppieren sich die unterschiedlichen Teilräume Mercedes-Campus, Drehscheibe Karl-Benz-Platz, Campus Lindenschulzentrum und der Akzent am Neckar.

Die Jury lobt das gut durchdachte Mobilitätskonzept. Grundlage unserer Überlegungen ist eine konsequente Umsetzung der Klima- und Mobilitätswenden. Die Fläche für den Kfz-Verkehr wird nahezu halbiert, wobei alle Verkehrsbeziehungen erhalten bleiben. Die Kreisverkehrslösungen machen Abbiegespuren entbehrlich und der Kfz-Stellplatzbedarf wird in drei dezentralen Quartiersgaragen organisiert. So können die vielen verschiedenen und heute vielfach dominierenden Verkehrswege für Auto, Rad, Fußverkehr, Bus, S-Bahn und Stadtbahn geordnet, sinnvoll verknüpft und verträglich in das Stadtgefüge eingebunden werden.
»Im weiteren Verfahren wird es darauf ankommen, alle Akteure im Umfeld in einen gemeinsamen Zukunftsprozess einzubinden. Bei der Langfristperspektive eines Parks ist es dabei auch wichtig, qualifizierte Zwischenschritte des Aufbruchs zu konzipieren und umzusetzen – unter Umständen auch erst einmal temporär«, sagt die Preisgerichtsvorsitzende Proffesorin Ute Meyer zum Ergebnis des Wettbewerbs.

Die Pläne und Modelle aller Planungsteams der Mehrfachbeauftragung werden vom 5. bis 15. Dezember im Stuttgarter Rathaus, Ausstellungsfläche im EG, und voraussichtlich Anfang 2023 im Bezirksrathaus in Untertürkheim ausgestellt. Der genaue Zeitraum wird noch bekannt gegeben.
Weitere Informationen finden sie hier.



| Entwurf: | 2022 |
| Fläche: | 24 ha |
| Programm: | Entwicklung einer zukunftsweisenden städtebaulichen Idee im Rahmen einer dialogorientierten Mehrfachbeauftragung |
| Auftraggeber: | Landeshauptstadt Stuttgart in Kooperation mit der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) |
| Partner: | Koeber Landschaftsarchitektur, Stuttgart Verkehrsplanung Link, Stuttgart |

Städtebaulicher Planungswettbewerb, 2022
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Strukturkonzept
Archipel aus Quartieren
Ein großes Entwicklungspotenzial für einen gestärkten Stadtteil Rauher Kapf liegt in den spezifischen Eigenschaften der vorhandenen Wald- bzw. Wohnsiedlung „Rauher Kapf“, eines neuen Quartiers auf den Flächen des IBM-Entwicklungslabor, der Sport- bzw. Freizeitflächen des IBM-Klubs bzw. eines hier möglichen neuen Innovationsquartier, der Sport und Freizeitflächen westlich der Bahnlinie sowie ein produktives Quartier um den Standort von Schill- und Seilacher. Diese insgesamt fünf Quartiere liegen wie ein Archipel aus Quartiersinseln in einem von Wäldern geprägten Freiraum. Eine durchgängige und hochwertige Fuß- und Radwegeerschließung von der Haltestelle Zimmerschlag aus unter Einbindung vorhandener Freizeit und Wanderwege sowie eine langfristig angedachte Seilbahnanbindung in Richtung Schönaich bilden dabei das verbindende Netz, das die einzelnen Quartiere zusammenhält und den Austausch untereinander fördert. In diesem lokalen Raumgerüst sind das vorhandene Landschaftsschutzgebiet sowie der Freiraumkorridor mit dem zwischen Labor und Klub liegenden Waldflächen nicht nur als stadtklimatisch wichtige Flächen sondern auch als naturnah gestaltetes Parksystem für den Stadtteil zu betrachten, das durch gezielt ergänzte Wegeverbindungen und Überwege gestärkt wird.

Städtebaulicher Entwurf
Die städtebauliche Leitidee greift die landschaftsräumliche Identität des ehemaligen IBM-Standorts auf und entwirft eine Lichtung in der Lichtung. Der räumliche Archetyp der Lichtung ist mit unzähligen positiven Assoziationen verknüpft und vereint auf kongeniale Art und Weise zwei grundlegende, räumliche Bedürfnisse des Menschen: Geborgenheit und Offenheit. Der abnehmenden Dichte der Baumstrukturen wird eine zunehmende Dichte der Baustrukturen entgegengesetzt, um sich im Zentrum wiederum in einen großen urbanen Freiraum öffnen. Die Kontrastierung der gegenläufigen, verschränkten Dichte von Städtebau und Freiraum erzeugt doppelte Freiraumqualitäten. Der Entwurf vermag es, entgegenstehende Raumbedürfnisse auf engstem Raum zu vereinen. Baufeldstruktur und Bebauung ermöglichen einen umfassenden Erhalt des prägenden Baumbestands, der sorgfältig in die Freiraumgestaltung der Mitte sowie der Ränder integriert wird.
Die um die Mitte angeordneten Baufelder bilden dabei eigene Nachbarschaften mit einem kollektiv nutzbaren Freiraum als Treffpunkt. Die urbane Lichtung wird so nicht nur stadträumlich klar gefasst, sondern auch durch mit Leben gefüllt. Dem Erdgeschoss kommt eine besondere Rolle zu. Neben den klassischen Nutzungen wie Gastronomie und Dienstleistungen bieten spezielle Optionsräume im Sinne einer Quartiersallmende die Möglichkeit zur Teilhabe, Austausch und Kommunikation. An der Schönaicher Straße bildet ein Sonderbaustein zusammen mit Nahversorger und der Seilbahnstation einen sichtbaren Quartiersauftakt.

Urbane Lichtung
Im Wechselspiel von Landschaftselementen und Bebauung entsteht so ein Quartier mit ortsangemessener Dichte und Atmosphäre, das zeitgemäße Angebote an urbanem und vielfältigem, aber zugleich auch durchgrüntem Wohnen und Arbeiten bietet. Klar ablesbare, dabei je nach Situation differenziert gemischte Gebäudetypen auf Basis des NOKERA-Systems sowie ergänzenden Sonderbauten schaffen eine einladende Atmosphäre und schaffen zugleich Wohnraumangebote, deren räumliche Qualitäten und Freiräume für Bewohnergruppen in unterschiedlichen Lebensphasen und unterschiedliche Einkommensgruppen ein Zuhause sein können.
Insgesamt bietet das Quartier 860 Wohneinheiten und ca. 450 Arbeitsplätze.

Offener Wohnhof
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| Entwurf: | 2022 |
| Fläche: | ca. 37 ha (Ingesamt) – ca. 16 ha (Vertiefungsbereich) |
| Programm: | Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzepts im Rahmen eines städtebaulichen Planungswettbewerbs |
| Auftraggeber: | Green Park Böblingen GmbH in Kooperation mit der Stadt Böblingen |
| Partner: | SEETAL Architektur und Stadtplanung, Weimar Grüne Welle Landschaftsarchitektur, Ravensburg |
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Nutzungskonzept, 2021

Mit den „Visionen für die Lichtenburg“ wird eine zukunftsweisende und innovative Nutzungskonzeption im Rahmen eines partizipativen und transdisziplinären Prozesses, der alle relevanten und mit dem Schloss verbundenen Akteur:innen und Strukturen berücksichtigt, entwickelt. Dabei soll die Schlossanlage Lichtenburg mit angemessenen neuen Nutzungseinheiten und möglichen baulichen Ergänzungen so entwickelt werden, dass die historische Vielfalt der Anlage sichtbar bleibt und sich gleichzeitig in einer angemessenen Nutzungs- und Akteur:innenvielfalt abbildet.
Wir blicken dem Prozess mit Freude entgegen!

1. Preis, Städtebauliche Mehrfachbeauftragung 2016
Städtebaulicher Entwurf seit 2018
Eine Übersicht der Projekte ist auf der offiziellen Seite der IBA’27 zu finden. Näheres zum Projekt über diesen Link: KaepseLE Goldäcker.

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| Entwurf: | 2016 |
| Fläche: | 1,9 ha |
| Programm: | Mehrfachbeauftragung zur Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs |
| Auftraggeber: | Stadt Leinfelden-Echterdingen |
| Freiraum: | Frank Roser Landschaftsarchitekten Ostfildern |