
Letztendlich zählte der Erfolg, die Papierabzüge bekommen zu haben und wir waren hochzufrieden.

Wir haben ca. ein Drittel der Challenges gelöst, zum einen nicht mehr, weil es keine Gelegenheit gab, oder wir uns nicht vorstellen konnten, eine Ziege ans Steuer unseres Boliden zu setzen, Saunagänge anzufahren und dadurch Zeit zu verlieren, bzw. wir auf diesem Trip Saunagänge für uns nicht vorgesehen hatten. Somit fiel das Ergebnis entsprechend mager im Buch aus, aber wir haben von vielen gehört, die das Roadbook komplett unbearbeitet gelassen haben.
Vielleicht gibt es ja doch noch ne goldene Ananas für uns…

Auf dem Campingplatz ging es reicht einfach zu, aber dafür entschädigte die Ruhe und das Umfeld direkt an der Ostsee, die wir jetzt fast umrundet hatten.

Mit einem komplizierten Seilsystem konnten die Fischer ihre Boote auch bei Niedrigwasser ins Meer ziehen, das Seil wurde ca. einhundert Meter vom Strand entfernt zurück zum Strand umgeleitet und zog das Boot bis zu diesem Umleitpunkt rückwärts ins Wasser. Die Boote wirkten aber nicht wirklich seefest, die Einheimischen scheinen aber anderer Meinung zu sein.

Der Strand kurz vor Sonnenuntergang mit einem Bier dabei war traumhaft, die Temperaturen lagen immer noch weit über der 20° Marke

Irgendwie war es komisch, alles was man jetzt tat, war das letzte Mal. Pavillion aufbauen, Küche aufbauen, Mückennetze an den Seitenscheiben befestigen, Bett auf zwei Meter Länge bringen. Aus diesem Grund beschlossen wir, uns ein hochwertiges Stück Fleisch zu besorgen und das letzte Mahl richtig krachen zu lassen. Es gab Bratnudeln mit Ei und ein 600 Gramm schweres mageres Schweinefilet.

Am nächsten Morgen gab es dann noch das restliche Pumpernickel, mit den restlichen Babybel Käsehäppchen und die letzte Dose Frühstücksfleisch. Dazu zwei gekochte Eier, die vom gestrigen Vortagsmenü übrig blieben, und auf ihren heutigen Einsatz warteten. Nachdem wir dann losgefahren waren und einige Probleme mit den Fähranlegern hatten, eine Fähre hätte uns direkt zu den Lofoten transportiert, freuten wir uns, endlich wieder in Deutschland angekommen zu sein.

Jetzt kam Hamburg in riesigen Schritten näher, denn für diesen Tag in Deutschland war es erlaubt, Autobahnen zu benutzen.
Schnell noch den Zieleinlauf, wobei wir davon ausgingen, dass erheblich mehr Touristen sich für unser Finish interessieren würden.

Das Zielfoto war im Kasten, der Bolide hat uns nur in dem Sinne geärgert, dass er das ganze Werkzeug, das wir dabei hatten, einfach nicht an sich ran lassen wollte… Jedes Mal wenn wir über die Zuverlässigkeit unseres Boliden sprachen holten wir sofort einen kleinen Holzklotz heraus und klopften dreimal darauf.
Vielleicht war es genau dieses Ritual, das unseren Boliden bis zum Schluss wie ein Kätzchen hat schnurren lassen.

Unser Fazit: Ein großer Traum im Leben, der hart erkämpft werden musste, wenn man nicht ins Hotel und in die Restaurants ausweichen will, um ausreichend Natur mitzubekommen und sich jederzeit eine Markenwerkstatt zum Probleme lösen leisten will. Es hat uns Riesen Spaß gemacht!

Leider war dieser Platz auch stark mit irgendwelchen stechenden Insekten jeglicher At verseucht, sodass wir am Folgetag nach einem Kaffe von der nebenan liegenden Tankstelle zügig den Boliden bepackten und auf dem Weg nach Danzig Ausschau nach einem adäquaten Hintergrund für eine weitere Challenge, dem sogenannten “Top Gear Cover“ Ausschau hielten. Wir hatten von meinem Sohn zwei, drei Punkte benannt bekommen, die er für uns recherchiert hatte, aber auf dem Weg zu einem der Punkte fanden wir selbst ein paar ausgestellte russische Kampfjets an einem Privatflugplatz. Optimale Bedingungen fanden wir mit einem trennenden Zaun zwar nicht vor, aber wir haben versucht, durch martialisch ausgerichteten und hoffentlich bedrohlich wirkenden Körpern und grimmigem Blick die Sache aufzuwerten. Wir fanden das Ergebnis als unter diesen Bedingungen gelungen.

Darüber hinaus gab es zwischen diesem Stopp und der Stadt Danzig nicht allzuviel zu entdecken, außer dass die polnischen PKW und LKW Fahrer keine Angst vor dem Tod zu haben scheinen. Etwas abseits gelegene Strassen waren überwiegend in einem eher schlechten Zustand, in den Städten herrschte immer wieder Kopfsteinpflaster vor. Wirklich zu erwähnen ist aber, dass es zumindest auf unserer Strecke unglaublich viel Störche gab, Sie waren an den Strassenrändern, auf den Wiesen und an den unglaublichsten Stellen, wie auf dem Foto anzutreffen.

Westlich von Danzig entdeckten wir eine 500m breite und 20 Kilometer lange Landzunge – genannt “Frische Nehre“ – die in der Mitte durch eine ebenfalls 500m breite Grenze von Russland getrennt wird. Diese fuhren wir bis auf zwei Kilometer entlang, um festzustellen, dass man aus diesem wirklich hervorragend gelegenen Spot eine eher günstige Freizeitmeile für eher anspruchslose einheimische Menschen gestaltet hatte. Es mag vielleicht ein schöner Gedanke sein, dass man diese Landzunge noch nicht für den Welttourismus umgebaut hat, aber für sich selbst hätte die Bevölkerung schon etwas mehr Phantasie haben können.
Auf dem Foto sieht man die 20 Kilometer lange polnische Hälfte, an derem Ende wir unseren Boliden für ein Bild haben posen lassen.


Danach ging es dann nach Danzig, wo wir uns das dritte und letzte Hotel genommen hatten. Zum Glück gab es dort eine verschlossene Tiefgarage, in der wir den Boliden vor neugierigen und mit Werkzeug bewaffneten Großstädtern schützen konnten, und dadurch eine große Chance haben, den vielen Nordkap-Tour-Dreck in Hamburg mit ins Ziel zu bringen. Gegen 20.30 Uhr wollten wir mit dem Taxi die Altstadt erobern und wurden bei recht starkem Dauerregen in die Altstadt transportiert. Eine 10 Kilometer lange Fahrt kostete uns etwas mehr als acht EURO.
Leider bleib uns der Regen bis Mitternacht erhalten, sodass wir dann wieder ins Hotel fuhren. Wirklich erwähnenswert ist, dass uns trotz nasser Strassen Regen und Gewitter, die Altstadt komplett überzeugt hat. Man findet hier und da deutsche Überbleibsel, hunderte von liebevoll restaurierten mittelalterlichen Häusern und unglaublich viel einladende Gastronomie. Diese Stadt kann durchaus in der nächsten Zeit einen zweiten Besuch von uns bekommen.


Letzlich sind wir regenbedingt in einen der am nächsten gelegenen Kellergewölbe eingetreten und fanden auch hier ein sehr ansprechendes Ambiente vor. Ein Hauptgericht ist in der danziger Altstadt jederzeit für 8 bis 9 EURO zu haben, ein halber Liter Bier kostet 3 EURO.

Auf der Suche nach einem Taxi für die Rückfahrt schnell noch ein paar imposante Gebäude fotografiert, bevor es mit dem Taxi die 10 Kilometer zum Hotel zurück ging.



Am Folgetag haben wir dann die Aufgabe, die Fotos von allen Challenges auf Papier bringen zu lassen, um diese dann im Roadbook als Beweise zu sichern. Danach geht es dann Richtung deutsch-Polnische Grenze
]]>Wie auch immer, wir hatten einen ganzen Vormittag Zeit, uns in Ruhe Tallinn anzusehen. Denn die Partylocation war nur ungefähr 45 Minuten von Tallinn entfernt.
Abgesehen von der Tatsache, dass diese aufgrund extra rudimentär gehaltener Informationen erst wieder mühsam gefunden werden musste, war der Aufwand zeitlich abzuschätzen.
Was man über Tallinn, bzw. über das nördlichste Land der drei Baltikstaaten sagen kann, ist, dass dieses Land einen gewissen Wohlstand erreicht hat und diesen auch in die Infrastruktur einfließen lässt. Mittelalterliche Gebäude gibt es dort reichlich und fast alle sind in einem perfekten Zustand versetzt worden.
Stadtmauern, alte Bürgerhäuser in der Innenstadt, die insgesamt sehr mittelalterlich mit schmalen Gassen, Gängen und langen Treppen alles miteinander verbinden, versprühen einen sehr angenehmen Charme.



Natürlich gibt es auch in einer so schönen Stadt noch das eine oder andere Stiefkind, dass behütet werden will, aber das ist die große Ausnahme.

Zu empfehlen ist dann das mitten in der Fußgänger liegende Erlebnis-Restaurant „Olde Hansa“ mit großer Außengastronomie, das sowohl draußen als auch drinnen eine Zeitkapsel ins Mittelalter öffnet, der man nicht entgehen kann. Bis ins kleinste Detail – natürlich in EU Norm ausgeführt – sieht, fühlt und hört man das Mittelalter, inclusive aller Menschen die in diesem Haus arbeiten. Sogar in den Toiletten. Musiker spielen in der Fußgängerzone vorm Haus mittelalterliche Musik, die mit unauffälligen kleinen Modifikationen selbst Musik mit einem Dudelsack und einer Trommel mittelalterlich, aber irgendwie zeitgemäß wirken lässt.

Da es dort kostenloses und unbegrenztes WLAN gab und ich mein Handy durch mehrmaliges Fallenlassen komplett zerstört hatte, ich hatte keinen Zugriff mehr, konnte ich dort das neue Handy die benötigten 40 Gb Sicherungsdaten downloaden lassen. Nebenbei gab es sehr leckeres sogenanntes Root-Bier ohne Alkohol – in Estland ist 0,0 Promille – und einen definitiv komplett frisch zubereiteten Salat. Zu einem der Location entsprechend günstigen Preis.
Irgendwann war es 14 Uhr und es ging zur Party. Auf dem Tracker konnten wir sehen, dass einige schon vor Beginn, der um 16 Uhr angesetzt war, ihr Lager aufschlugen. Der Letze Weg führte uns ca. 1,5 Kilometer tief in einen Wald.

Da seit langem eine größere Pause ohne Fahren anstand, gab es sorgenfreies Bier, während auch wir unser Lager auf- und hunderte Fliegen, Mücken und Gnitzen an unseren Körpern totschlugen.

Um 19.00 Uhr ging es dann zu einem monumental großen Tipi, in dem eine ca. 4 Meter runde Feuerschale unter einem gigantischen Rauchabzugstrichter brannte. Dort gab es vorab eine deftige Suppe mit tiefschwarzem Brot, später dann Fleisch mit Kartoffelstampf und netten Beilagen, wie Gurken, Silberzwiebeln, Rote Bete und und und. Und Freibier natürlich.



30. Juni Estland / Lettland
Danach hatten wir noch eine Herzensaufgabe: Matti seinen Cousin und seine Frau in Otepää/Estland Grüße aus Oldenburg zu bestellen. Sie hatten sich sehr über diesen extra auf einem kleinen Umweg ausgelieferten Gruß gefreut und verewigten sich dafür auf unserer Motorhaube.

Danach hatten wir für uns nur noch einen Auftrag: Auf nach Lettland, Riga ansehen und für uns selbst bewerten. Riga kann irgendwann einmal sehr schön werden, aber bis dahin müssen Lettland und die EU wohl noch eine Menge Geld investieren. Der Sozialismus hat überall noch offen seine Spuren zur Schau gestellt und man wäre wohl enttäuscht, wenn es nicht schon sehr viele geschichtsträchtige Gebäude geben würde, die mit viel Liebe in Top Zustand versetzt wurden.
Ein schönes Ding sind die Bremer Stadtmusikanten, die eine Bremer Künstlerin 1990 der alten Hansestadt Riga gespendet hatte: Meiner Meinung nach hatte der Esel Probleme mit einem leichten Unterbiss, den ich aber auf die Schnelle nicht korrigieren konnte.



Eigentlich hatten wir vor, noch eine Nacht in Lettland zu bleiben, aber wir hatten das Gefühl, dass eine Weiterfahrt Richtung Polen auch ein schöner Tagesabschluss sein kann, und ich während der Fahrt diesen Blog fertigstelle…
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Aber wir hatten uns versehen, der höchste Fernsehturm der EU steht erst im nächsten Land auf unserem Zettel, nämlich in der Stadt Riga – egal…
Danach gingen wir die nächste Challenge an: Ein aus Sowjetzeiten zerfallendes Gefängnis und Arbeitslager ausfindig machen, um ein Foto von uns badend in einem Steinbruch-See anzufertigen, in dem einige der Gebäude langsam im Wasser untergingen.


Trotz Verbot haben wir unseren Boliden fürs Fotoshootimg auch mit an den Strand genommen, was uns aber keiner übel nahm.

Während dieser Challenge fiel mir mein Handy auf den Schotter und der Touchscreen wollte nicht mehr kooperieren. Somit haben wir den ganzen Nachmittag damit verbracht, mich IT bezogen wieder online zu bringen, um nach dem Kauf eines günstigen Behelfs-Smartphones noch die Altstadt von Tallinn zu erkunden.



Danach fuhren wir ca 50 Kilometer östlich von Tallinn und ganz in der Nähe zu unserem nächsten Nachtlager um zu überlegen, was man denn am Folgetag alles machen kann, bevor die 280 Teams starke Meute am Abend das Partygelände entert.

Darüber dann alles im nächsten Teil…
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Danach ging es wieder in Richtung Südwesten, in Kerimäki kann man die weltgrößte 1911 aus Holz gebaute Kirche sehen, was irgendwie auch schwer beeindruckt.

Nachdem man einmal um die Kirche gelaufen war, ging es auch schon wieder weiter. Von innen konnte man diese leider nicht betrachten. Im etwas mehr als 20 Kilometer entfernten Savonlinna konnte man dann eine von in Finnland sehr rar gesäten Burgen betrachten, die zu unserer Ankunft leider schon geschlossen war, somit fiel auch hier eine Inneninspektion aus.

Dann wurde die Zeit langsam knapp, um eine neue Bleibe für uns und unseren Boliden zu finden. Wir beschlossen, direkt in Richtung Süden zu starten, um auf direktem Weg die Ostsee zu erreichen. Der Folgetag sollte uns dann nach Helsinki bringen, um die letzte Challenge in Finnland zu meistern.
Wir fanden diesen Platz in einem kleinen menschenleeren Hafen in Kotka, wo Hobbyfischer -Segler und Motorbootfahrer ihr Domizil hatten


27. Juni 2022 – Auf nach Helsinki, um interessantere Länder als Finnland zu erobern.
Schnell noch gefrühstückt, Geschirr abgewaschen und sich auf den den Weg nach Helsinki gemacht, das drei Stunden westlich von Kotka lag.

Ungefähr auf halbem Weg konnten wir endlich eine weitere Challenge lösen, wir mussten das “größte, was wir uns vorstellen können“ mit unserem Boliden abschleppen. Wir fanden in einem Wald einen mit einem 38,8 Liter großen Dieselmotor bestückten Panzertransporter, der im Wald stecken geblieben war. Er brauchte unsere Hilfe, um wieder Asphalt unter die Räder zu bekommen

Nachdem wir den Panzertransporter wieder flott bekommen hatten, fuhren wir nach Helsinki rein, um dem “Bad bad Boy“, der ungeniert in der Gegend herum pinkelte, unsere Bratpfanne unter seinen Strahl zu halten. Eine weitere Challenge, die wir meisterten.

Ab ca. 14.00 Uhr mussten wir bis zur Abfahrt unserer Fähre in Helsinki ein paar Stunden überbrücken, die sehr teuer wurden. Wo sonst muss man für einen Burger mit Pommes und einem Bier weit über 30 EURO zahlen?
Im nächsten Beitrag geht es mit der Überfahrt nach Tallinn weiter.

Wenn man dann aber von Norwegen nach Finnland fährt, wird es flacher und grüner mit vielen Seen. Wogegen erst einmal nichts spricht, aber mit diesen Änderungen nimmt die Agressivität der Mücken zu.
Fährt man dann noch 490 Kilometer in Richtung Süden, bleibt es grün mit vielen Seen. Nicht mehr und nicht weniger.
Und die Strassen haben sehr wenige Kurven und ändern sich ebenfalls nicht.
Wenige Kreuzungen runden das Bild der Eintönigkeit ab.

Die erste Abwechslung war ein Souvenirladen, in dem man jeglichen Kitsch kaufen konnte, von dem die Menschheit der Meinung sein könnte, dass es aus Lappland kommt. Und das zu völlig überteuerten Preisen.
Es gab dort getrocknetes Rentierfleisch – vielleicht 50 Gramm – für 15 EURO.
Das war unsere erste Erfahrung mit einem original Lappen-Laden in Lappland.

Ab und an gab es mal ein wirklich schönes Panorama zu fotografieren, das war aber eher die Ausnahme.

420 Kilometer unterm Nordkap fanden wir Temperaturen von bis zu 20 Grad plus vor. Im Ort Ivalo wurde an einem Fluss ein Midsommernachts-Feuer entzündet, an das wir freundlich herangewunken wurden.
Um ehrlich zu sein hat ein Feuer bei Tageslicht nicht annähernd die Magie, wie man si von einem Feuer kennt. Aber man hat keine Wahl, die Sonne nimmt keine Rücksicht und geht deswegen auch nicht unter.

Zeit für ein deutsches günstiges Dosenbier am Lagerfeuer.

Da Michael ja immer noch Geburtstag hatte, lud er mich ins Restaurant ein.
Es gab mit geräuchertem Rentierfleisch gefülltes Schweineschnitzel mit einem fast 9 EURO teuren Bier.

25. Juni – Polarkreisüberquerung
Und während man in Norwegen bei kalten Temperaturen, starkem Wind und Regen, wie man es am Polarkeis erwartet, überquerten wir am Folgetag den Polarkreis in Finnland mitten auf einem Kitschgelände, das sich Santa-Park nannte.

Hier konnte man in “Santas“ Haus eintreten und Weihnachts-Souvenirs kaufen, und ein Bild mit sich und Santa anfertigen lassen – für sage und schreibe 35 EURO…


Gegenüber vom Santa-Park war eine Tankstelle, die Gelegenheit gab, endlich mal ein Foto von den unglaublichen Benzinpreisen zu machen, die uns schon seit Dänemark begleiten und ein tiefes Loch in die Rallyekasse reißen.


Gegen Abend ging es wieder darum, einen Essens- Schlafplatz zu suchen, den wir wieder mal vor einem Gemeindehaus in Oulu fanden:

Morgen geht es dann zum 347m hohen Berg Koli, von dem aus man einen spektakulären Überblick über das Land haben soll.
]]>Nachdem ich um 0.00 Uhr Michael während der Fahrt mit nur einem kurzen Schulterklopfen zum Geburtstag gratulieren konnte, kam das große Beschenken direkt am Nordkap. Im Vorfeld musste ich eine Box mit kleinen Geschenken im bis in die letzte Ecke bepackten Boliden unterbringen und darüber hinaus extra angefertigte Kaffeebecher, die unser Team-Logo trugen, so verstecken, dass er sie nicht finden konnte.
Die Kaffeebecher hatte ich unterm Handschuhfach eingebaut, die Box lag unterm Beifahrersitz. Jedes Mal, wenn Michael auf der Beifahrerseite saß, waren alle Geschenke nicht einmal 10 cm von ihm entfernt versteckt. Er bekam von mir einen Spontan-Schrauberkurs geschenkt, er konnte bei mir lernen, wie man die Verkleidung unterm Handschuhfach abbaut:





Am nächsten Morgen ging es dann ohne Frühstück los, in Richtung Finnland. Die Eindrücke auf dem Weg zur 300 Kilometer entfernten finnischen Grenze ohne Kommentar hier unterm Text gepostet:





Was wir in Finnland an Challenges zu lösen hatten, welche Orte wir anfahren mussten, dann im nächsten Teil.
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Im Laufe des letzten Abends sind noch einige Teams auf diesem doch recht versteckt liegenden Stellplatz gelandet. Wild Campen war die Challenge, die dort vorhandene warme Dusche für viele aber verlockender.
Nachdem wir dann losgefahren waren, erwischte uns die unglaubliche aber trügerische Schönheit der Lofoten. Jede Ecke wirkte wie eine mit kindlicher Phantasie geschaffene Modelleisenbahn-Idylle.

Alle selbst erlebten Eindrücke lassen sich hier nicht mit ein paar Bildern und Worten wiedergeben, aber für eine Anfangsvorstellung sollten diese Bilder reichen. Und damit es nicht langweilig wird, kann man am Straßenrand seinem Crew-Member auch mal den Kopf zwischen den Ohren wegzaubern:

Auf Nachfrage:
Unsere Aufgabe während der Reise ist es, in jedem Land mindestens einen oder mehrere Punkte anzufahren, um dort Dinge zu finden, bzw. diverse Aufgaben, die man unabhängig vom Land lösen kann, zu lösen. Die Route da hin ist jedem selbst überlassen, lediglich eine große Party in den Lofoten und eine Party im Baltikum führen das Feld kurzfristig wieder zusammen.
Unser kurz vor der Fahrt in Empfang genommenes Roadbook hat knapp 120 Seiten und ist randvoll mit Aufgaben, Informationen zu den Ländern und den Regeln, die an den verschiedenen Orten einzuhalten sind.



Hier nochmal ein Versuch, die Landschaft einzufangen:

Die letzte Challenge vor der Party war für uns unlösbar.
Wir mussten eine kleinen Insel Namens Hellandsøya mit einen Fußballplatz finden – und die Insel war wirklich nur etwas größer als der Fußballplatz selbst – um gegen die einheimischen Kicker ein Elfmeterschießen zu führen.
Wir wurden mit lebensgefährlichen Projektilen beschossen und fürchteten um unser Leben. Die Burschen hatten garantiert schon seit Jahren den Auftrag, die Nordkap-Tourer zu blamieren, und das hatten sie bis zur Perfektion vollendet:


Danach ging es direkt zum Party-Camp, um zu feiern.

Es gab den von den 280 Teams importierten Gin und Tonic, dazu wurden große Barbecues aufgestellt, auf denen jeder sein mitgebrachtes Fleisch grillen konnte.

Allerdings war der Andrang an den Grills so groß, dass wir beschlossen, unseren frisch gekauften Lachs in die eigene Pfanne zu hauen.

Es floss einiges an Alkohol und die Veranstalter brachten Spiele wie Holzscheitweitwerfen und Seilziehen ein, bei denen den Gewinnerteams kleine Gewinne, wie z.B. hochprozentigen Schnaps gewinnen konnten.

Nach den Spielen wurde noch das traditionelle „Arctic Bonfire“ entzündet, während dem man ins Eismeer springen konnte, um sich „etwas“ abzukühlen…

Gegen 22 Uhr kam ein regenreicher Sturm auf, der uns zwang, unseren im Vorfeld „bestens für Sturm präparierten“ Pavillon abzubauen, er wurde uns fast aus der Hand gerissen. Es schien, als wollte unser Pavillon vor uns am Nordkap ankommen. In dieser Nacht erlebten wir die trügerische Schönheit von ihrer üblen Seite. Sturm, Regen, Sonne, Wolken, keine Wolken wechselte sich schnell ab.

Dieser V70 hing wie einige andere bis zum Anschlag auf der Achse, nicht wenige wunderten sich, dass wir mit unserer Tonnage nicht das gleiche Problem haben…
23. Juni – Westliche Lofoten – Nordküste
Gegen halb neun Morgens, wobei aufgrund der Tatsache, dass es nicht dunkel wird, Abfahrzeiten fast keine Rolle spielen, haben wir uns auf den Weg zum Nordkap gemacht, es waren noch knapp 1000 Kilometer zu bewältigen.
Bei der Abfahrt aus dem Partycamp war das Wetter extrem nass und stürmisch, was sich aber gegen Mittag wieder ins absolute Gegenteil wendete

Das Wetter bei der Abfahrt – Die dunkle Seite der Lofoten
Die Vielfalt der Landschaft wechselte schneller als die Wetterextreme.
Hier ein paar Eindrücke:



400 Kilometer vorm Ziel, dem Nordkap sah es noch so aus.
Die Außentemperatur betrug +15°C, die Vorhersage für das Nordkap selbst mit +14°C ließ hoffen, dass wir im Team-T-Shirt unter der Weltkugel auf Michaels Geburtstag anstoßen würden.

Um 18.00 Uhr, 350 Kilometern zum Nordkap und 6 Stunden bis zu Michaels Geburtstag wogen wir ab, ob wir noch 5 Stunden fahren oder lieber ein Nachtlager suchen wollten.
Mittlerweile änderte sich die Landschaft abermals ins Gegenteil: Kühl, keine Vegetation und ein atemberaubender Horizont.


Weiter gehts dem Rest des heutigen Tages und mit Tag 7 der Rallye im nächsten Teil.
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Inspiriert durch meinem Sohn seinen Auslandsaufenthalt hatten wir diesen Hügel gesehen und beschlossen, hoch oben thronend unser Nachtlager aufzuschlagen.

Wobei zwischen diesem oberen Foto, das unser Abendessen, von Michael zauberhaft zubereitete Nudeln mit Bologneseund als Nachtisch Mousse au Chocolate zeigt – und dem Foto hier drunter, von Michael zauberhaft zubereitetes Frühstück mit Brot, Käse, Salami und Bohnenkaffee, nur 10 Stunden liegen und das Tageslicht kein kleines bisschen nachgelassen hatte. Wir waren schon in dem Bereich, in dem im Sommer keine Dunkelheit mehr ist.

Nächste Station Polarkreis mit Regen, Wind, Schnee auf den Bergen und reißenden Flüssen, die versuchen die unglaublich großen Wassermassen aus den Bergen in die Täler zu transportieren.


Kleine Wartungspause, Kühlwasserstand gecheckt und nach 2200 Kilometern etwas Öl nachgekippt.

Hier einige Bilder von der Fahrt zu den Lofoten, auf denen morgen eine Party mit den 280 Startern, beziehungsweise mit denen, die rechtzeitig ankommen, stattfinden soll. Wir hörten aber schon von diversen Ausfällen wie Bremse defekt, Getriebeschaden, Kupplungsschaden, Schaltprobleme, Radlagerwechsel am Straßenrand und und und…




Wir haben uns für den sehr selten genommen Landweg entschieden, über den man mit nur einer Fähre 5 Kilometer übergesetzt wird. Andere Teilnehmer haben mit diversen Fähren bis zu mehrere hundert Kilometer eingespart.
Unserer Meinung nach wird das dem Gedanken der Fahrt nicht gerecht.

Auch wenn man ohne Vorgabe der Route zu den Lofoten beaufschlagt wird, trifft man bei der hohen Teilnehmerzahl immer wieder andere Teams wieder.

Alte Bekannte im VW T4, die im Feld von 280 Teilnehmern direkt vor uns gestartet waren und nach 2500 Kilometern plötzlich wieder neben einem stehen.

Wie immer wird der Abend mit einem leckeren warmen Essen und ein paar Bieren beendet.
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Ursprünglich wollten wir die gestern die Beifahrer-Challenge ausfallen lassen, man sollte an einer bestimmten Bushaltestelle mit einem anderen Team den Beifahrer tauschen und 200 Kilometer später an einer vorgegebenen Kreuzung wieder zurück tauschen, aber wie es der Zufall wollte, waren wir zufällig auf der richtigen Strasse unterwegs. Also hielten wir an, um auf dem Veranstaltungs-Tracker festzustellen, dass wir dem gesamten Feld -zig Kilometer voraus waren. Kein Beifahrer in greifbarer Nähe…

Somit war die letzte Aufgabe des Tages, einen vernünftigen Schlafplatz zu finden. Diesen fanden wir im Ort Sveg direkt vor der Gemeindeverwaltung.
In Deutschland wären man in U-Haft gegangen, um danach in der Nervenheilanstalt eingeliefert zu werden, in Schweden wird man von einheimischen neugierig begutachtet und kommt für einen Plausch kurz näher.

Pavillion, Küche, Tisch, Stühle und Bier standen wieder in 8 einhalb Minuten.

Der Coleman Benzinkocher der US Army für 20 EURO musste in seinen ersten Einsatz gehen. Mit Super E10 Benzin, um Spaghetti Stroganoff auf den Tisch zu zaubern.

Hier im Bild der Zaubermeister, der mithilfe von einfachen Werkzeugen traumhafte Mahlzeiten zaubert.

Hurra! die erste 30Kilometer lange Schotterpiste – Endlich Rallye-Feeling!

Mit solchen netten Randerscheinungen

Die tiefen landschaftlichen Eindrücke wurden immer zahlreicher…

Diese nette Dame hatte den Auftrag, ihre Daumen hochzustrecken, eine Aufgabe, die es für die Rallye zu organisieren galt.

Irgendwann kam dann die Baumgrenze, wo dieses Foto entstand.

Und plötzlich fuhr man einen Tag vor der Sommersonnenwende an einem gefrorenen See entlang.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Nachtlager, wo immer das auch sein wird…
To be continued next day.