Ja, ich weiß, ich war lange ruhig. Weil ich irgendwann dachte, es sei vergeblich, etwas zu sagen. So schnell wird sich empört, wird missverstanden, einsortiert in Schwarz oder Weiß, diffamiert usw. Bevor etwas beigetragen wird, muss der Ausweis einer bestimmten „Haltung“ vorgezeigt werden. Kein Abwägen, kein gemeinsames Nachdenken, kein dialektisches Gespräch. Erstmal „Haltung“. Die der guten Seite natürlich. Da verbietet sich auch jeglicher Vergleich mit der Vergangenheit.
Dennoch vergleiche ich. Was ich 1990 glaubte hinter mir zu haben, den Begriff „Standpunkt“ zum Beispiel, steht in voller Freude wieder auf und stellt sich neben die „Haltung“. Auch beim „Standpunkt“ war völlig klar, welcher als der gute und richtige galt. Der sozialistische natürlich. Wer den nicht inne hatte, ihn nicht in der Schule, in Gesprächen oder Bewerbungen vorweisen konnte, in Form einer bestimmten Parteimitgliedschaft zum Beispiel, der konnte hochintelligent und integer sein, einen liebevoll verantwortungsbewussten Charakter haben, sich für bestimmte Studien, Tätigkeiten, Leitungsfunktionen hervorragend eignen, dem waren bestimmte Wege einfach versperrt. Die SED war die staatstragende Partei, und Kritiker waren schnell weg vom Fenster.
Allerdings ging es nicht so weit, dass alle ihren Atem einschränken mussten, dass öffentliche Kritiker ihrer Bankkonten verlustig gingen oder dass Ärzte, die den Menschen im Fokus hatten anstatt eines unsichtbaren Feindes namens Virus, ins Gefängnis kamen.
Kritiker in der DDR kamen mitunter auch ins Gefängnis, und man sprang mehr als übel mit ihnen um. Unmenschlich. Ich weiß. Das war in einer Diktatur möglich. Es war Willkür möglich, die mitunter das Leben kostete. Das war bekannt. Und ich war heilfroh, dass diese Zustände endeten. Dass frei denken, frei wählen, das Ausleben des eigenen Könnens möglich wurden. Dass der Geist sich entfalten und der Mund aussprechen konnte, was der Kopf dachte und das Herz fühlte.
Um so tiefer und wuchtiger traf mich der Schock, als ich erkannte, auch hier und jetzt steht nicht das Individuum mit seinen Besonderheiten und seiner Einzigartigkeit, seinen Eigenheiten und Begabungen im Mittelpunkt des Geschehens, sondern knallharte Interessen. Da geht es um Megagewinne und vor allem um Macht. Da zählt bei ausgerufenen Regeln kein Alter, keine Behinderung, keine Krankheit, körperlich oder psychisch, kein Grundbedürfnis und kein Respekt vor einem anderen Menschen. Da gibt es plötzlich Gesetze und Maßnahmen und Regeln, die „nicht hinterfragt werden dürfen“. Wer sich dem anschloss oder irgendwie unterwarf, der war auf der „guten“ Seite. Ist es noch immer.
Wer aber bei so einem totalitären Vokabular dennoch hinterfragte, wurde auf die ungute Seite verordnet. Und die Vokabeln wurden immer krasser: Parasiten und Blinddärme der Gesellschaft, rechts oder rechtsextrem bis hin zur Bezeichnung von Anhängern des sogenannten tausendjährigen Reiches. Gespräche gab es nicht. Austausch von Argumenten? Abgelehnt ohne zuzuhören. Menschen wurden und werden noch immer einfach zum Abschuss freigegeben. Es wurde und wird gepöbelt bis unter die Gürtellinie. Es wurde und wird über Seelen hinweg getrampelt, als wären sie der letzte Dreck.
Entmenschlicht.
Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass es so etwas geben würde in der heutigen aufgeklärten Gesellschaft. Niemals hätte ich gedacht, dass es möglich ist, in so großem Umfang in dieser Art und Weise miteinander umzugehen.
Und alle spielten und spielen mit. Parteien, Kirchen, Medien im größeren Stil, Bekannte, Freunde, Verwandte im kleineren.
Ich war mal kurz Mitglied bei den Grünen. Und ich war lange in der Kirche. Die Enttäuschung, insbesondere bei Kirchens, ist unbeschreiblich. Was hatte Jesus gesagt? Dass alle zu ihm kommen können? ALLE? steht das nicht immernoch in der Bibel? Ist nicht die Liebe das Größte? Seit wann sortiert die Kirche aus, wer zum Gottesdienst erwünscht ist und wer nicht? Ist die Kirche größer als Jesus?
Und ist ein Mensch, der befiehlt, hier darf nichts hinterfragt werden, größer als Gott?
Kann man sich als „guter Mensch“ fühlen, wenn man andersdenkende Mitmenschen beleidigt, beschämt, vollpöbelt, an den öffentlichen Pranger stellt, ja sogar mit dem Tode bedroht? Oder ihnen die Lebensgrundlage entzieht? Ruf und Reputation, Arbeitsmöglichkeiten und Bankkonto zerschlägt?
Es hat mich fassungslos und sprachlos gemacht, dass erstens so etwas passiert und dass es zweitens anscheinend keinen interessiert, der nicht selbst auf die eine oder andere Weise betroffen ist. Es wird hingenommen, sogar noch verteidigt: „Da steckt sicher noch was anderes dahinter“ oder „Das sind alles Einzelfälle“ bis hin zu „Interessiert mich nicht, ich habe auch so mehr als genug zu tun.“
Bis man selber betroffen ist.
Inzwischen sind wir alle irgendwie betroffen. Von zu hohen Lebenshaltungskosten, zu kleinen Renten, zu vielen Steuern, zu hohen Mieten.
Und wir sind betroffen von bestimmten medizinischen Behandlungen, deren Folgen sich bis heute noch zeigen. Und deren Aufarbeitung blockiert oder zumindest stark erschwert wird. Weshalb in den medizinischen Zentren so weitergemacht wird wie bisher.
Wir sind betroffen von den altehrwürdigen Medien, die sich qualitätvoll nennen, deren Wahrheitsbegriff aber überdehnbar ist, und die ihre Nutzer, zum großen Teil die „Boomer“, ins Gesicht beleidigen.
Wir sind betroffen von einer Bildung, die bestenfalls noch zur Ausbildung taugt und die statt dialektisches Denken lieber „Haltung“ lehrt.
Rechts ist kein neutrales Wort mehr, es ist zum Kampfbegriff mutiert, der nicht mal genau definiert ist. Darin wabert alles Mögliche herum, von konservativ über Genderkritiker, Impfgegner, Familienmütter, die mit ihren Kindern zu Hause sein wollen, bis hin zu Homophoben und Neonazis. Die Genauigkeit in der Sprache ist genauso über Bord gegangen wie die Genauigkeit und Achtsamkeit im Denken sowie die Diskussionskultur. Meinung und Haltung sind wichtiger als Argumente, wirkliche Informationen und Bildung.
„Bleiben Sie menschlich!“ sagte Frau Friedländer am Ende ihres bewegten Lebens in einer öffentlichen Rede.
Ich sage, werden Sie wieder menschlich mit Achtung und Respekt ihrem Mitmenschen gegenüber. Jeder hat seine Geschichte. Und es steht uns nicht zu, jemanden zu verurteilen, auf billige Weise zu bepöbeln, zu diffamieren, nur weil uns seine Haltung nicht passt.
Seien wir wieder neugierig aufeinander! Fragen wir den anderen Menschen wieder: „Warum denkst du das? Was sind deine Gründe? Was hat dich so verletzt?“
Hören wir wieder zu!
Und hören wir auf mit der schnellen Verurteilung, mit der Einsortierung in genau zwei Schubladen! Fangen wir an, wieder leiser zu werden, genauer hinzuschauen und wirklich zuzuhören.
Vor allem, hören wir bitte auf, irgendeinem Menschen sein Menschsein abzusprechen! Das ist nicht unser Job, wir sind selber nur Menschen, machen Fehler, lassen uns blenden, können täglich irren…
Hören wir endlich auf, um jeden Preis „gut“ sein zu wollen oder uns an die Lauten anzupassen!
Fangen wir neu an,
einfach menschlich zu sein.
]]>Anstelle einer Trauerrede gab es Kuchen und Kaffee, und es wurde nett geplaudert wie bei einem Picknick zum Geburtstag.
So war das gewollt, denn die Verstorbene ist an diesem Tage ihrer Beisetzung einmal geboren worden. Vor sechsundsiebzig Jahren.
Nicht meine Mutter, mein Vater jedoch ihr Witwer, ihre Kinder meine Geschwister.
Die Försterin kam mit der Urne und einem ernsten Gesicht. Erinnerte daran, es ist ja doch ein Trauerfall. Auch wenn die Asche bereits drei Monate steht.
Wir gingen durch den Wald, eine freundliche bunte Gesellschaft, die Urne in den Händen des Vaters vorneweg. Immer deutlicher waren Straße und Autobahn zu hören. Lauter Frieden im Friedwald.
Die Stätte am Baum war vorbereitet, die tiefe Grabung mit Tannengrün und Blättern ringsherum geschmückt. Die Försterin stellte die Urne ab, verneigte sich wortlos, ließ dann die Asche der Mutter meiner Geschwister in die Erde gleiten, tat eine Schippe Sand darauf, verneigte sich wieder und trat hinter den Kreis der Familie. Niemand sprach etwas. Das Rauschen der Straße vermischte sich mit dem der Bäume. Musik kam von den Vögeln. Nacheinander traten wir ebenfalls an die letzte Stätte der Ruhe, verneigten uns, taten Sand in die Mitte der Tannenzweige, verneigten uns wieder und traten zur Seite. Keine Blumen, ein paar feuchte Augen. Wortlos, satzlos standen wir noch im Kreis.
Nicht lange. Der Vater unruhig, ging mit dem Bruder hinter den Baum, beide schauten unglücklich auf das Metallplättchen, das an einem Nagel am Stamm hing. Der Name der Mutter war Nummer Neun. Falsch geschrieben. Es fehlte ein t. Die anderen acht Namen unbekannt.
Nimm den Baum mit mehreren Leuten, hatte mein Bruder ihr geraten, als sie sich den Wald mit ihr im Rollstuhl zusammen angeschaut hatten. Da haste immer wen zum Canasta-Spielen.
Jetzt ruht sie in der Runde. Ohne Schmerzen, Luftnot, Übelkeit und diesem elenden Hunger samt Nichtessenkönnen. Seit dieser Spritze. Unter vierzig Kilo am Ende. Auf dem Metallplättchen stehen alle Namen mit Geburts- und Sterbejahren. Fünf von ihnen waren so alt wie ich oder jünger. Fünf von neun. Wir sind doch noch gar nicht dran, dachte ich. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber der überwiegende Teil?
Auf dem Rückweg durch den Wald fielen mir die Metallplättchen an den Bäumen erst auf. Das Eine und Andere sah ich mir näher an. Immer wieder tauchte das auf: viel zu früh gegangen.
Auch unsere Verstorbene ist keine Achtzig geworden. Aber sie sah ihre Enkel noch aufwachsen.
Wir saßen danach noch beim Inder zusammen, und es fühlte sich an wie eine Geburtstagsfeier.
Mein Körper brauchte den ganzen nächsten Tag zum Sortieren und Sammeln neuer Kräfte. Und zum Entscheiden: Wenn ich mal an der Reihe bin, dann bitte nicht so sparsam mit den Tagen. Ich hätte gern einen Extratag für diese Sache. So eine Erinnerung an einen doppelt belegten Tag ist nicht so einfach. Für mich jedenfalls. Auch wenn der Tod in diesem Fall eine Erlösung war. Traurig darf er dennoch sein.
Nun ruhe sie in Frieden, zusammen mit den acht Unbekannten, umarmt von den Wurzeln eines Baumes. Mit den Stimmen der Vögel am Tag, und hin und wieder kommt sicher ein Reh vorbei, lauscht, wackelt mit den Ohren und geht weiter.
Wie das Leben in uns.
]]>Lautes Bienensummen für die Ohren, für die Augen Sonnenlichterflirren.
Ein Moment, der kann mir die normalen Sinne rauben.
Süßer Duft, der sachte mein Gesicht umschmeichelt.
Und ein zarter Wind, der sich auf meine nackten Arme legt.
Ende Mai, am Waldrand dieses Himmelsrauschen.
Wieder ist ein starker Frühling beinah´ überstanden.
Und vom Flieder steh´n nur noch die vollen Doppelten in ihrer Blüte.
Da sind an der Gartenecke gegenüber schon die Rosen aufgegangen.
Und den Straßenbogen lang steh´n weiß und grün die Weißdornbäume
wie gemalt im Licht des hellen frühen Mittags.
Und der Himmel spannt darüber blau und blass ein Seidentuch
mit einem weißen kleinen Wolkenrest, der sich nun auflöst,
während ich den Satz zu Ende schreibe.
Und als würde jemand einen Blasebalg betreiben,
plustert sich darüber eine neue Wolke auf, ein Wunderding.
Wer sowas an den Himmel malt …
Darunter zwischen weißen Blütenbäumen
fährt das gelbe Auto mit den Postpaketen.
Und schon ahnt die kleine schwarze Hündin, was zu tun ist:
Jetzt zu bellen, ist der Auftrag ihres Lebens. Ganzer Körpereinsatz
hilft, die Stille zu zerreißen.
Während sich der alte Kater quer auf meine halb beschrieb´ne Seite
und auf meine Hand legt
Und den frühen Sommerausflug mit der Schreibpartie
laut schnurrend nun beendet.
]]>Keine Behandlung hat ihr wirklich etwas gebracht. Sie hatte Schmerzen, Hunger, und eine der Schwestern sagte zu ihr, sie seien als Krankenhauspersonal angehalten, solche Wirkungen dieser Spritzen nicht weiterzuleiten. Das wurde ihr erst nach dem Boostern gesagt, und danach ging es ihr so schlecht, dass sie von der Ärztin gefragt wurde, ob sie ins künstliche Koma gelegt werden wolle. Nein, das wollte sie nun auch nicht. Also weinte sie viel. Selbst Morphium half nicht genug.
Es würde nicht mehr besser werden, sagte man ihr. Sie solle sich vorbereiten. Mein Vater mit. Und so fuhren mein jüngster Bruder mit Vater und seiner Mutter, die nicht meine Mutter war, zwei Tage nach dem Geburtstag des Vaters zum Institut und zum Friedwald. Einen Baum aussuchen. Bis zu neun Urnen sind für einen Baum zugelassen, erzählte er mir. Und sie machten noch Scherze und meinten, sie möge einen Baum mit mehreren Leuten nehmen, das sei lustiger für die Canasta-Runde.
Bittere Scherze. Was aber tun? Irgendwie umgehen mit dem Unsagbaren.
Letzten Mittwoch ist sie dann gestorben. Mein Vater rief mich an, als ich gerade mit der Hündin im Wald unterwegs war. „Vor einigen Minuten…“, sagte er. Ich machte mich gleich auf den Rückweg und fuhr zu ihm. Sie lag im Bett und sah sich selber nicht mehr ähnlich. Er hatte ihr eine Kerze angezündet und auf den Nachttisch gestellt.
Sie hatte mit ihren gestrickten Socken, Schals, Stulpen, Dreieckstüchern, Stirnbändern, Decken, Babydecken und Westen allen Kindern und Enkeln die Füße gewärmt, die Stirnen, die Handgelenke, Hals und Körper. Meine Enkel holten, als sie vom Tod der Uroma erfuhren, die alten Babydecken hervor, setzten sich Stirnband und Mütze auf und weinten, denn sie würden sie nun nicht wiedersehen.
Auch ich bin traurig. Sie ist der achte Todesfall innerhalb von gut zwei Jahren in dieser Familie. Und ich denke daran, dass es ja jetzt eine Übersterblichkeit von mehr als dreißig Prozent in diesem Lande gibt. Die Toten müssen wohl vermerkt werden, die Ursachen nicht unbedingt. Auch darüber bin ich traurig. Und ich bin traurig darüber, dass der Vater nun allein ist. Ich rufe ihn an und frage, wie es ihm geht, und er sagt, ach gut soweit. Und er war schon beim Arzt, denn ihn plagt eine Geschichte im Bein, und das Gehen, das Weitergehen, fällt ihm nun schwer. Und weil mir nichts anderes übrigbleibt als gute Worte, versuche ich es mit einem Gedicht für ihn:
Du hast mich vorher nicht gefragt,
du bist einfach gegangen.
Was blieb noch alles ungesagt?
Die Lieder, die wir sangen,
sie hatten schöne Melodien,
ich küsste deine Wangen.
Wir haben uns auch angeschrieen,
das war wie ein Gewitter.
Und später hab´n wir uns verzieh´n.
Es blieben ein paar Splitter.
Die wuchsen in die Seele ein,
so weich, so süß, so bitter.
Das Leben sollt´ zum Leben sein,
hör´ ich die Alten raunen.
Nun sitze ich wie sie allein
auf einer Bank. Mit Staunen
seh´ ich, was alles um mich lebt,
der Park hat Frühlingslaunen.
Das Gras, was aus dem Boden strebt,
das erste Grün an Bäumen,
das Licht sich in die Augen gräbt.
Ich will heut´ von dir träumen.
Ein Vogelzwitschersingkonzert
fliegt mit zu deinen Räumen.
Musik hat immer sich bewährt
Als uns´re Klangtapete,
mein Gruß, der heute zu dir fährt
auf himmlischer Trompete.
Mein Herz ist immernoch zu zweit,
so auch meine Gebete.
Ich weiß nicht, wann ist meine Zeit?
Doch wär´ es wunderschön,
du hieltest schon den Platz bereit,
den neben dir, zum Geh´n,
zum Weitergehen Hand in Hand.
Die alten Spur´n verwehen…
Und immer leichter wird das Band,
mir geh´n die Worte aus,
die Füße tragen mich zum Rand.
Dann komm´ ich auch nach Haus.
A.J.
]]>Als mein Mann und ich um Mitternacht mit den Sektgläsern anstießen, kamen mir die Tränen. Gottseidank, dieses Jahr ist vorbei. Und das Neue 2023 begann gleich mit bombenartigem Lärm, der nicht nur Hündin Ella schockartig in den Keller trieb. Am Haus fuhr kurz danach die Feuerwehr vorbei. Tatütataa. Welch ein Beginn. Am Himmel sprühten Feuerwerksblumen, am Baum im Garten baumelten eine Lichterkette und mehrere lange Wunderkerzen.
Frohes Neues!
Natürlich gab es auch die wunderschönen Momente im nun vergangenen Jahr. Meine Ausstellung mit den Potsdam-Bildern in der Biosphäre fällt mir da sofort ein. Oder mein sechzigster Geburtstag mit Familie auf dem Havel-Floß. Eine so schöne Überraschungsparty, zu der die Kinder ein reichhaltiges Buffet mitbrachten… Meine neunzigjährige Schwiegermutter endlich einmal in Potsdam (gut dass es Klapprollstühle gibt)… ein Heiligabend mit Kindern und Enkeln… und zwei Hochzeitsankündigungen fürs Jahr 2023 – unsere jüngste Tochter und unsere ehemalige Pflegetochter wollen im Sommer heiraten.
Im Nachhinein fühlt es sich aber auch schwer an , dieses vergangene 2022. der Winter vor einem Jahr hat mich fassungslos gemacht. Krankheiten und mehrere Todesfälle gab es übers Jahr in der Großfamilie. Mit dem Jahr davor war ich auf sieben Beisetzungen. Dass die Alten irgendwann gehen, gehört zum Rad des Lebens dazu. Dass die nicht so Alten gehen, gehört sicher auch dazu, aber nicht so.
Am traurigsten und am schwersten war für mich, dass ich nicht mehr laut denken mochte. Die Atmosphäre war so aufgeladen, so polarisiert, so aggressiv, dass ich die Waldgänge mit Hündin Ella einer Diskussion im Netz vorzog.
Wie gesagt, ich bin sechzig geworden, und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich die Zeiten anfühlten, in denen der „richtige Standpunkt“ wichtiger war als Klugheit, brillantes Denken und Kreativität. Und ich war froh, als diese Zeiten und Mauern fielen.
Heute ist es die „Haltung“, die stimmen muss. Davon mag jeder halten, was er will.
Anscheinend ist der Posten des höchsten Geschäftsführers neu ausgeschrieben worden, und es gibt so einiges Gerangel darum. Für mich ist dieser Posten besetzt. Und diese Haltung, den Inhaber ausnahmslos zu würdigen, ist derzeit nicht so angesagt. Mit allen möglichen Folgen. Ich denke nicht, dass das auf Dauer gut geht. Ich kenne ihn, ich kann das so sagen. Inzwischen habe ich mich mit ihm angefreundet. Mit meinem Freund Gott.
Mit siebzehn hab ich in der Jungen Gemeinde ein Lied kennengelernt, das ich bis jetzt sehr liebe: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben…“
Möge all dies für 2023 auf unserem Plan stehen: Ein sichtbar guter Weg, ganz viel Wahrheit und eine Menge kreativer Lebendigkeit. Kurz – ein friedvolles (unbedingt!) und erfülltes Leben. Mögen die jungen Paare und Familien die Möglichkeit haben, in bezahlbaren Wohnungen und Häusern ihre Familie zu leben. Mögen die Kinder in einer friedvollen und beschützten Welt aufwachsen. Möge es neue und gute Aussichten für Berufe und Jobs geben. Möge es Liebe, Ruhe und gute Medizin für die Kranken geben. Mögen alle, die in Not geraten sind, Hilfe und Trost finden. Und möge ein jeder Mensch stets die Möglichkeit haben, seiner Lebensaufgabe zu folgen.
Und möge für all dies ein Eierlikörchen im Schrank stehen!
Auf ein Frohes Neues!
]]>So viel Pink kann kein Traumhimmel schaffen.
Und jedwede Sehnsucht ist auch noch
Ein Blick ins Verderben.
Nein. Jetzt verdirbt nichts mehr.
Die Brücke ist Brücke nun wieder geworden.
Genau eine Straße, die unsere Städte verbindet.
Genau eine Brücke, auf der nichts mehr steht,
weder Schlagbaum noch Häuschen noch Selbstschussanlage.
Die Straße ist glatt und der Blick ist einmalig,
ins Grüne, ins Blaue, auf Schlösser,
die hat Potsdam reichlich,
auf Ufer, auf Wolken, auf Dampfer und Segler, auf Sonne.
Und manch einer sieht noch das Alte
Die Bilder sie schwimmen so dicht beieinander.
Der Himmel ist rosa, er hängt nicht voll Geigen.
Es gibt überhaupt auch genug schwarze Strähnen.
Das ist die Erinnerung,
Flötet der uralte Vogel der Zeit, des Jahrhunderts,
der singt nur ein bisschen zu fröhlich
die Freiheit von all diesen Dächern auf Osten und Westen…
Nach Westberlin geht’s Richtung Osten,
So sagt diese Frau,
Auf der anderen Seite da wohnt ihre Mutter,
das ist nicht romantisch, es schärft ihr die Sinne,
die Glienicker Brücke geht über die Havel,
die niemals zu teilen sein wird.
Und die Schauende sieht beide Ufer
Verliert gleichermaßen den Blick in den
Spiegeln aus Wasser und Glück
und Pink.
]]>Ein wenig Grün dabei war´n einst
Vom Alten Fritz erbaut der offen jeder
Religion und jedem Geist und jedem
Handwerk gegenüber war
Kommt her nach Potsdam Hugenotten
Niederländer Russen Alle Nachbarn
Die zu Hause ihren Glauben ihr Gewerke
Ihre Meinung ihre Sprache so
Nicht leben konnten
Und er baute Häuser ließ sie wohnen
ließ sie wirken
Viele kamen
wenig blieben
Und die Häuser steh´n noch immer
innen außen runderneuert
kleine teure edle Läden
für Touristen Sonderpreise
Eine Frau die viele Jahre
Täglich ihren Weg dort nahm
Als Kind als Schülerin als Frau als
Lehrerin als Mutter Großmutter
Und dann
Kam dieser Winter
Einundzwanzig Zweiundzwanzig
Und sie ging nur einmal durch die Stadt
Und durch die Straßen mit den roten
Holländischen Häusern
Und sie durfte nicht in die Boutiquen
Keine Schuhe kaufen
Keine Kleider Röcke Hosen Jacken auch
In kein Café noch Restaurant
In jedem Fenster hing ein Blatt
Papier ein Schild ein Zettel
Darauf stand „Zwei G“
Und da sie keins von beiden hatte
Blieb sie draußen
Frisch gesund
Mit Geld in ihrer Tasche
Kalt war´s draußen und die
Menschen hatten keine Münder
Keine Nasen
Nur noch Augen
Fast erschraken sie vor einem
Vollständigen Antlitz
Und vor´m Lächeln
Eines Andern
Und sie gingen einen Bogen um den
Ehemals geschätzten Mitmensch
So schnell konnte sie nicht weinen
Erst nach einer Woche
Löste sich die Starre
Sie verließ die schönste aller Städte
Ging nach innen
Schloss die Tür
Nach draußen
Und es war ihr einz´ger Wille
den zu leben sie als Mensch in
aller Würde angetreten
Nicht zu stehlen
Nicht zu töten
Nicht falsch Zeugnis je zu reden
Wider ihren Nachbarn noch sich selber
Redlich leben von der eig´nen
Hände Arbeit auch dem Staat
Den Zehnten geben
Kinder hüten
Putzen
Waschen
Tiere retten
Kranken helfen
Alte Pflegen
Singen
Tanzen
Mensch sein eben
Nichts davon hat einen Ausweis
Nichts genügte für den Eintritt
In ein simples Schuhgeschäft
Das Schwerste aber war
Das Herz
Und dessen Tür nicht zu verschließen
Offen bleiben
Notfalls weinen
Mit der Angst dass das nie aufhört
Meine Stadt denkt sie ist seitdem
Anders
Und an jedem roten Haus hängt
Unsichtbar
Ein schwarzer Wimpel
Nein es war nicht nur der kalte
Winter die sie frieren ließ
Es war
Unfassbar
Jeder Mensch der
Seine deine meine
Würde für Zwei G verkaufte
Und der teilnahm an dem
Teilespiel des Hasses und der Ängste
Unantastbar
War die Würde
Der Geimpften
Doch nun steh´n die Häuser
Wieder von der Sonne warmem Licht
Beschienen
Alle Läden offen so als wäre nichts
Gewesen noch vor Wochen
Wieder atmen
Wieder ganz das Antlitz
Wieder darf sie lächeln
Diese Frau ganz sichtbar
Unter´m grünen Strohhut
Mit dem bunten langen Kleid
Wie immer gehen die Touristen
In die teuer hübschen Läden
Guten Tag und guten Weg und
Bitte – Danke – es wird
Immer wieder Frühling
Und die Frau ist
Frei
Von Krankheit und von Ängsten
Und ihr Herz schwebt manchmal auswärts
Es ist offen und
Gesund geblieben
Und im Sommer geht die Frau
Wie neu in viele dieser Läden
Ein und aus und mit und ohne
Etwas kaufen
Vieles passt nicht
Ihre Größe ist verändert
Denn ihr Wille und die Würde
Die sind nicht
Verhandelbar
]]>Ich spüre das nur als: Oh, ich muss noch dies und das lernen, tun, besser können, sagen, kaufen… und DANN genüge ich endlich. DANN bin ich akzeptiert, DANN bin ich es wert…
Und wehe wenn nicht.
Oh, ich muss wieder abnehmen, mein Bauch und mein Hintern passen nicht in die Norm! Oh, ich muss diese teure Creme kaufen, meine Gesichtsfalten zeigen sonst, ich bin schon zu alt für die Norm! Oh, das Makeup muss ich gleich dazu kaufen, meine Blässe passt sonst nicht in die Norm! Oh, ich darf in der Öffentlichkeit nicht mehr hüsteln oder gar niesen! Man könnte ja denken, ich hätte den Aussatz!
Im Spiel heißt es manchmal: Aussetzen! Du hast keine Sechs? Dann Aussetzen. Du musst ins Gefängnis. Aussetzen. Es gibt viele Wörter für Gefängnis. Und es gibt viele Gefängnisse, äußere, innere. Gefängnisse haben Zellen. Die isolieren dann.
Oh, ich habe etwas gesagt, das nicht ins Bild passt? Man könnte denken… oder gar unterstellen…
Also sage ich lieber nichts mehr.
Oder ich sage Unverfängliches.
Schönes. Liebevolles.
Das tut immer gut. Dem, der es sagt genauso wie derjenigen, die es hört.
Und doch. Das holt mich nicht aus dem Gefängnis. Da muss ich erst eine Sechs würfeln…. Oder…
Ich stehe auf und sage – ich spiele nicht mehr mit.
Denn die Spielregeln gefallen mir nicht. Sie tun mir nicht gut. Jetzt, wo ich sie kenne, kann ich das sagen. Das Ziel des Spiels ist immer dasselbe. Erst wenn ich dies und das und jenes gesagt und getan habe, DANN genüge ich, dann darf ich weiter…
mitspielen – nur
gewinnen ist dabei nicht vorgesehen. Jedenfalls nicht für mich. Am Ende gewinnt nur einer. Je mehr mitspielen, je mehr verlieren. Bei diesem Spiel mit der Scham.
Gewinnen kann nur, wer die Cremes herstellt, die Abnehmpillen, die Makeup- und Masken- Hersteller und -Verkäufer. Vor allem die Verkäufer. Nicht die kleinen Boutiquen und Schuhläden und Restaurants und Cafés, nein, die verlieren selbstverständlich auch. Nur die größten gewinnen.
Es sei denn, ich stehe vom Spieltisch auf, werde ernst, nehme mich selber ernst und sage: Es ist genug. Ich bin genug. Ich genüge. Vor allem mir selber. So wie ich bin.
DANN
habe ich gewonnen.
Mit weniger oder mehr Kilos auf den Hüften, mit wenig oder vielen Falten im Gesicht, mit Kleidern die aus der Mode fallen, mit Medizin, die ich mir selber aussuche, mit Farben, die mir guttun.
Ich spiele mein eigenes Spiel, und da fliegt alles raus, das mich beschämt. Und täglich weiter beschämen will. Hey, sage ich, dich hab ich erkannt! Du kommst nur noch über meine Schwelle, wenn du mir ab jetzt gut tust. Wenn die Region der Scham in Ruhe und nur mir selber überlassen bleibt. Akzeptiert. Geachtet.
Wenn du sagst – ok, so und so bist du, so und so denkst du, auch wenn du anders bist als ich, nein, gerade weil du anders bist, achte ich dich.
Dann tust du mir gut. Dann tritt ein.
Und schon sehe ich mich in meinem Spiegel an und denke, oh, ich mag meine Pfunde, so wie sie heute sind. Und meine Falten. Und alle neuen grauen Haare. Und auch die Stellen, an denen sie nun ausgegangen sind. Und ich mag meine Augen und die Lachzeichen drum herum. Und ich mag meinen geraden Rücken und die langsameren Schritte, mit denen ich nun durchs Leben gehe, genauer hinschauend, wohin ich sie setze. Und ich mag es, mein Gesicht zu zeigen.
Es ist ein interessanter Satz, den ich für mich gefunden habe: Jemanden zu beschämen (und zu beschuldigen) ist eine unsichtbare Waffe, die dem anderen die Kräfte raubt. Eine Energiewaffe.
Was hilft? Gibt es eine Gegenwehr?
Die Dinge umkehren.
Wer mich beschämen möchte, sollte sich selber schämen. Meine Oma sagte mal, andere zu beschämen, zeugt nicht von seelischer Größe.
Ich denke, da hatte sie recht.
A.J.
]]>Das Gleiche passiert mit einem perspektivisch gezeichneten durchsichtigen Würfel. Zuerst ist meistens das untere Quadrat als „vorn“ zu erkennen, plötzlich wechselt die Wahrnehmung und das obere Quadrat rückt abrupt nach „vorn“.
Das Gleiche passiert in dem Bild mit dem Reiter auf seinem Pferd. Die Richtung, das Kommen oder Wegreiten, wechselt beim längeren Anschauen plötzlich.
Weshalb ist mir das Bild mit den Bildern jetzt so wichtig?
In diesen Tagen verändert sich die Wahrnehmung vieler Menschen. Etwas, das im Grunde schon lange da war, mitten unter, über, neben, vor, hinter oder in uns, tritt aus dem Verborgenen ins Sichtbare hervor.
Bei Schwarzweißbildern ist dieser Effekt besonders stark, das Erstaunen beim Erkennen des anderen vorhandenen Bildes besonders groß.
Solange wir mitten drin sind, mitten in diesem Bild, sind wir als Teil, als Pixel, auch gezwungen, entweder das Eine oder das Andere darzustellen. Sobald es aber gelingt, die Fläche zu verlassen, etwas in die Höhe zu gehen, eine andere Perspektive einzu nehmen, ist plötzlich das Ganze viel besser zu erkennen. Die vielen Schichten der Gleichzeitigkeiten und was das alles miteinander zu tun hat. Zum Beispiel Gesundheit und Politik und Logik und Menschlichkeit und Gott.
Wer von Gottes Schöpfung als „gut gemacht“ ausgeht, der weiß, dass der Mensch und seine Umgebung ganz natürlich so konstruiert sind, dass sie bis ins kleinste Atömchen zueinander und ineinander passen. Und dass der Mensch am allerwenigsten versuchen sollte, sich über Gott zu stellen oder sich an seine Stelle zu setzen oder ihn spalten (und gendern) zu wollen. Das muss einfach scheitern.
In dem Moment, wo sich zum ersten Mal die Wahrnehmung der Bilder ändert, erweitert sich die innere Landkarte auf mehreren Ebenen. Und wenn das in diesen und den kommenden Tagen passiert, weil das Licht in diesen dunklen Tagen besonders gut zu erkennen ist, dann geschieht das auch auf der emotionalen Ebene.
Plötzlich zu erkennen, dass alte Orientierungsschilder (links, rechts, klein, groß, wichtig, unwichtig, grün, rot, blau, gelb) ihre Bedeutung völlig verändern, kann verwirrend sein. Orientierungslos machen. Dann kann es gut tun, mal anzuhalten, zu warten, zu schauen. Das neue Bild erscheint mit Sicherheit.
Auch wenn es jetzt etwas verstaubt oder altmodisch klingt: Gottvertrauen ist mitunter die einzige Brücke, die sicher durch den Nebel führt. Hin zum Erkennen neuer Punkte und deren Verbindungen.
Gerade jetzt in der Weihnachtszeit geht es ums Licht. Um ein göttliches Licht, das der Wahrheit eigen ist, nicht der Lüge, das der Erkenntnis eigen ist, nicht dem verordneten Wissen, das aus der Menschlichkeit strahlt, nicht aus falscher Fürsorge. Und wer den eigenen Schlüssel zur Unterscheidung noch nicht gefunden hat, möge sich bei all dem, was um ihn herum geschieht, einfach fragen: Stärkt es mich? Oder schwächt es mich?
Gott stärkt immer.
Und ich vertraue darauf, dass ganz besonders in diesem Jahr, das für so viele so schwer war, das Licht des Lebens ganz neu geboren wird.
A.Jennert
]]>
Es ist so einfach geworden, sich zu entrüsten, zu verachten oder verächtlich zu machen. Es ist so einfach, mit den Ängsten der Anderen zu spielen, womöglich noch Witze darüber zu machen. Unsere eigenen Ängste und Traurigkeiten über das, was gerade so abläuft, mit dem Zeigen des Fingers auf andere abzuwälzen..
Was, der hat Angst vor Zwangsimpfungen? Hahaha, die wird es doch hier nie geben! Was, die geht zu einer „Hygienedemo“ (Wer hat sich nur dieses Wort ausgedacht!)? Wie unsolidarisch mit denen, die den Schnutenpulli als Schutz empfinden! Was, der glaubt inzwischen an „Verschwörungsthesen“? Wie dumm ist der denn? Und was, da findet einer noch Trump gut?? Den sollte man gleich mit einweisen!
Liebe Mitmenschen, bei allem Verständnis für Reaktionen in dieser seltsamen und aufgeheizten Zeit – hat einer von denen, die derart reagieren, seinen Mitmenschen einmal gefragt, warum denkst du so? Oder – was genau steckt denn hinter deiner Theorie? Oder – Wie geht es deinem Herz?
Wir sind es inzwischen so gewohnt, dies und das so und so zu denken, uns zu entrüsten, uns als die moralisch Überlegenen zu wähnen, dass wir die Not, die aus dem Herzen heraus scheint, oder Gedanken, die andere Denkwege gegangen sind, oder Gefühle von Demütigung… mit unserer „Haltung“, unserem moralischen Gutsein glatt erschlagen.
Ich glaube, die Moralität ist immer dann sehr stark, wenn das Herz keine Stimme mehr hat. Und ich wünsche mir, dass wir alle, anstatt schon wieder Partei zu ergreifen, uns zu entrüsten, andere verhöhnen, verurteilen, beschämen und verletzen, lieber dem anderen Menschen in die Augen schauen, ihm zuhören und still fragen:
Wie geht es deinem Herz…
Und dann… vielleicht… spüren, dass wir genau da, im Herzen, alle gleich sind.
Alle eins.
]]>