Es ist natürlich für einen Mann immer auch eine Herausforderung, eine solche Idee in einer Form rüberzubringen, die nicht machistisch-chauvinistisch klingt. Aber die Frage ist doch letzten Endes, möchtest du eine Beziehung mit einer Frau führen, die nicht in der Lage ist, eine solche Argumentation für die offene Beziehung nachzuvollziehen und die dich blind für deine Einstellung (vor)verurteilt? Du kannst quasi davon ausgehen, dass auch jedes andere halbwegs komplizierte, abseitige Thema nicht mit deiner Partnerin diskutierbar ist, was ich als schlechte Voraussetzung empfände.
Wer dazu aber nicht in der Lage ist, wird auch keine offene Beziehung führen können, selbst wenn er sich „dazu überreden“ ließe. Offene Beziehung sind dann auch in unserer Gesellschaft zu leben, wenn die an der Beziehung Beteiligten willens sind, es zu tun. Dann kann die Meinung der Gesellschaft nämlich erst einmal zweitrangig sein und man kann gemeinsam überlegen, wie man die Gesellschaft am besten auf sich vorbereitet. Dann sind m.E. auch Kinder und das Altwerden kein Problem.
@xipulli:
Öhm, ich habe das auch gelesen. Aber frag ihn doch mal, ob er’s weiß!
]]>ungefähres Urteil: Ein bischen schnell geschrieben, sonst eines der besten deutschprachigen Bücher zum Thema.
]]>Ich bin grundsätzlich mit den Autor einverstanden – obwohl ein paar aus meiner Sicht wichtige Punkte nicht angesprochen wurden, so zB wie es mit Kindern in einer freien Beziehung aussieht oder ob ob freie Beziehungen auch im Alter funktionieren. Aber grundsätzlich finde es ich wie der Autor eigenartig, seine „Liebesfähigkeit“ auf eine einzige Person konzentrieren zu müssen, und finde es schade, nach dem Eingehen einer Beziehung nicht mehr andere Menschen lieben lernen zu können.
Ich sehe aber fast keinen Weg, dieses Modell zu leben in einer Gesellschaft, in der freie Beziehungen als deklariertes Beziehungsmodell nur von einer kleinen Minderheit akzeptiert werden – wie soll man dem Vorwurf begegnen, man wolle sich nur nicht festlegen, nicht Verantwortung übernehmen etc? Ich spreche hier naturgemäss aus der Sicht des Mannes – wie soll ein Mann, dem das Ideal der freien Bezieung vorschwebt, einer liebenswerten Frau diese Vorstellung klarmachen, einer Frau, die mit grosser Wahrscheinlichkeit nur „alles oder nichts“ akzeptieren wird?
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