In Würfel geschnitten und gebraten, mit Tomaten und Thymian aromatisiert begleitet er souverän italienische Gnocchi.
]]>Nachdem ich neulich ein Rilke-Gedicht beschnitten habe, heute ein ganzer Mörike:
Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
]]>Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Geste.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Rainer Maria Rilke
]]>Hinfällig, wie die Erinnerungen,
Stehen Herbstzeitlose im nassen Gras
Und sprechen von Lieb‘ mit zerbrechlichen Zungen.
Noch ein Schmetterling über die Schulter mir flog,
War ein Gedanke, der bei dir Honig sog.
Den Bäumen fallen die Blätter aus,
Und wimmernde Stimmen wollen ins Haus,
Wo herbstlos dein Herz in Liebe thront,
Wie des Hauses Herd von Flammen bewohnt.
Jedes Blatt schaut noch zum Himmel hinauf,
Jedes Blatt fing heute den Himmel auf.
…
Die Blumen im Rasen, die letzten süßen,
Sind blühende Spuren von glücklichen Füßen;
Es tanzen dort Mädchen verliebt und nackt
Mit ihren flackernden Herzen im Takt.
Wo eine mit tausend Sorgen saß,
Da wimmelt ein Ameisenhaufen im Gras.
Wissen die Amseln von Sehnsucht etwas?
Eine Amsel sitzt bei mir Lieder singend im Gras.
Max Dauthendey
]]>Der 8. September ist der Geburtstag der Jungfrau Maria – wobei das Datum nicht historisch verbürgt ist. An diesem Tag beginnt in den Bergen der Almabtrieb, das heißt, dass alle Tiere, die den Sommer auf der Alm verbracht haben, ins Tal getrieben werden, zurück in die Ställe. Die Leitkuh trägt dabei eine prächtige Krone aus Blumen und Zweigen.
Ich habe in diesen Tagen meine erste eigene Kartoffelernte aus der Erde gezogen. Im Frühling waren die vernachlässigten Kartoffeln in meinem Kühlschrank zu Kartoffelmonstern mit langen Keimärmchen mutiert. Um sie loszuwerden, habe ich sie in einem Stück Erde in meinem Garten entsorgt, wo sie sich sogleich fleißig ans Austreiben gemacht haben. Das Ergebnis sind Dutzende wundervoller, zarter junger Kartöffelchen. Lecker mit Quark und Salat.
]]>Die Geschichte Gefjuns ist der Mythos über die Entstehung Dänemarks. Gefjun hatte als fahrende Sängerin den König der Schweden schwer beeindruckt. Wie es damals so üblich war, erhielt Gefjun zum Dank ein Stück Land. Dieses sollte so groß sein wie die Fläche, die sie an einem Tag umpflügen konnte. Nun sind Göttinnen, zumal wenn sie wie Gefjun aus dem höchsten Göttergeschlecht der Asen stammten nicht zimperlich: Gefjun holte ihre 4 Söhne, die sie zusammen mit einem Riesen gezeugt hatte, zu Hilfe, verwandelte sie in Ochsen und pflügte ,was das Zeug hielt – so stark waren die Ochsen, dass sie das ganze (natürlich riesige) Landstück abrissen und ins Meer hinauszogen. Der Värner See soll dabei entstanden sein – das Stück Land im Meer ist der Sage nach die Insel Seeland, der größte Teil des heutigen Dänemark. Das Rezept für den Lachs folgt.
]]>Die Cooking Goddess feiert mit: den Auftakt bildet ein sommerlich-frischer Salat aus Mango, Tomate und italienischem Schinken. Nordischer wird es dann morgen!
]]>Tristan und Isolde, eine der tragischsten Liebesgeschichten und Stoff zahlreicher Legenden, literarischer und musikalischer Werke setzt auch dem Efeu ein Denkmal. Tristan sollte für seinen Herrn König Marke von Cornwall um die Hand der Tochter des irischen Königs anhalten und sie mit dem Schiff zu ihm bringen. Auf der langen Seereise tranken die beiden versehentlich einen Liebestrank, der eigentlich für Isolde und König Marke gedacht war und dafür sorgen sollte, dass diese beiden in Liebe zueinander erbrennen. Da war ja nun das falsche Paar erglüht! Die heimliche Liebe flog auf und Tristan wurde in einem Duell getötet, Isolde starb an gebrochenem Herzen. König Marke ließ die beiden Liebenden an zwei verschiedenen Seiten einer Kirche begraben, um sie auch im Tod zu trennen. Doch an den Gräbern begannen Efeustöcke so hoch zu ranken, dass sie sich über dem Dach begegneten. So vereinte der Efeu die Liebenden letztendlich doch.
Rosenkugeln gelten als Glückssymbole. Als Accessoires im Garten sollen sie bereits seit über 1000 Jahren vertreten sein. Natürlich zuerst in den Gärten der Villen- und Schlossbesitzer. Sie sollten zwischen Blumen und Heilkräutern postiert Glück mehren und Unglück wehren, Geister und Dämonen vertreiben, Segen und Gedeihen bringen, Unbill und Krankheiten abwenden von Garten und Haus. Dabei spielte stets die Farbe der Kugel auch eine Rolle: Rot sollte Liebe und Treue bewahren (deshalb wurde einer Braut eine Rosenkugel überbracht, Achatgrün soll für eine gute und reichliche Ernte sorgen und Topasblau soll Frieden bringen. Wir sehen heute vor allem die schmückende Schönheit der spiegelnden Kugeln, aber wenn die Wirkung immer noch die selbe ist wie früher – umso besser!
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