Die Wahlen in Sachsen-Anhalt gestern sind schockierend, und ein schrillender Weckruf. Die Wahlbeteiligung lag bei über 70% und damit hoch. Zunächst ein gutes Zeichen für das Engagement der Wähler. Doch eine Mehrheit für die radikalen Rechten? Für ein Wahlprogramm, dass so ziemlich alles beseitigen will, was die Demokratie ausmacht?
Viele haben wohl nicht verstanden, worum es geht. Sie sind unzufrieden mit der Politik. Dabei fragt man sich, mit welcher – der in Berlin oder der in Sachsen-Anhalt?
In jedem Fall müssen die gewähten und demokratisch gesinnten VertreterInnen genauer hinhören und hinschauen, wie sie die Kritik und die Wünsche der WählerInnen in politisches Handeln umsetzen. Die Wählenden müssen spüren, dass ihre Vertretung für sie arbeitet, vor Ort!
Warum ist es noch immer nicht gelungen, die Unzufriedenen auf eine reallistische Perspektive für ihre Zukunft einzustimmen? Warum gehen so viele an die Wahlurnen, engagieren sich aber kaum dabei, den politischen Raum zu gestalten?
Gesucht sind mutige Bürgerinnen und Bürger, die sich und ihre Umgebung einbringen in politische Gestaltung. Erst wenn sie die Räume vor Ort gestalten, kann Demokratie wieder lebendig werden.
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Der Forderung schloss sich Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko an. Dies berichten mehrere, auch russische Zeitungen.
Die Forderung an sich ist dabei nicht neu. Auf internationaler Ebene wird dies immer wieder gefordert. Neu aber ist der Grad an Öffentlichkeit, und dies in Russland. Neu ist insbesondere auch, dass der Präsident von Kasachstan sich offen für ein Ende des Krieges einsetzt und dies zu Protokoll gibt.
Tokayew und Putin kennen einander gut. Bis 2014 hatten sie eine enge, aufeinander abgestimmte Wirtschaft und Politik. Der gemeinsame Wirtschaftsraum beider Staaten war ein Argument, mit dem beide Investitionen anlockten.
Dann besetzte Russland den Osten der Ukraine. Ein Schock ging durch die ehemaligen Sowjetstaaten. In Zentralasien erwachten Ängste, auch im riesigen, aber dünn besiedelten Kasachstan, das eine mehr als 3000 km lange Grenze zu Russland hat. Wie konnte man sich vor derartigen, bösen Überraschungen schützen?
Die bis dahin unabhängigen und teilweise rivalisierenden Nachbarn machten wenig Hoffnung auf eine gute Koopertion. Schon die EU hatte sechs Jahre lang (2006-2012) ein Programm zur regionalen Zusammenarbeit in Zentralasien durchgeführt – mit wenig Erfolg. Doch die neue Situation erforderte neue Anstrengungen. Immerhin, einer gemeinsamen Erklärung gegen den Krieg schlossen sich alle fünf Staaten an, und auch Weißrusslands Präsident Lukaschenko.
Neue Zeiten der Kooperation in Zentralasien brachen 2016 an, nachdem Usbekistans Präsident Islom Karimov diese Welt verließ. Er hatte Usbekistan in starrer Isolation regiert, und damit auch weitere regionale Kooperationen blockiert.
Sein Nachfolger Shavkat Mirziyoyev vollzog eine völlige Kursänderung. Die nahm Kasachstans Regierung zügig zum Anlass für einen Besuch in Usbekistans Hauptstadt Taschkent. Die gute Atmosphäre und die gemeinsamen Interessen beider Länder nahmen Fahrt auf. Bis heute sind sie die Taktgeber der bereits festen, stetig wachsenden Zusammenrbeit aller fünf Staaten in Zentralasien (Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Tadschikistan). Tokayevs Stimme hat somit Gewicht. Er spricht nicht nur für Kasachstan, aber für die Region Zentralasien.
Weißrusslands Präsident Lukashenko hat es gewagt, sich der Forderung anzuschließen. Gewagt, weil er zwischenzeitlich um seinen Thron bangen musste. Nur mit Hilfe von Putins Ordnungskräften konnte er die Opposition im Land massiv unterdrücken. Die Loyalität zu seinem Helfer hielt lange. So durften russische Truppen im Süden Weißrusslands den Krieg in der Ukraine unterstützen. Jetzt scheint die Loyalität zu schwinden.
Wie es weiter geht, ist kaum zu sagen. Aber es mehren sich die Zeichen, dass ein Ende des Krieges für alle Beteiligten und indirekt Beteiligten die beste Lösung wäre. Je schneller, desto besser.
]]>Ein Bahnhof ganz anderer Art ist der Hamburger Bahnhof in Berlin. Wer hierher kommt, möchte verweilen, schauen und bauen. Denn der einstige Bahnhof ist heute ein Museum.
In der riesigen Halle, in der einst Güterzüge ratterten und quietschten, kamen und gingen, stehen und liegen heute hunderte hölzerne Bauklötze. Bei leisen, meditativen Klängen schieben sich Bauklötze neben und übereinander zu langen Schlangen, Säulen und Burgen.
Die Halle ist gut besucht. Junge und alte, einzelne und Gruppen von Baumeistern üben sich im Hochstapeln und Kreieren von Türmen und Pyramiden, hier und da in ganzen Baukomplexen.
Das helle Holz der Bausteine gibt der hohen und luftigen Halle ein Atmosphäre von Leichtigkeit. Geräusche verklingen, werden quasi aufgesaugt von der riesigen Halle. Ein faszinierendes Erlebnis.
Rechts und links der einstigen Bahnhofshalle, wo früher die Papiere für Frachten von Tisch zu Tisch wanderten, steht der Besucher heute vor Werken von Josef Boys. Auch hier heißt es: stehen bleiben, schauen, denken. Da liegen verstreut Gegenstände – was will der Künstler damit sagen? Auch hier geht es um Kreativität. Sie ist für Josef Beuss das größte Kapital des Menschen.
Auch hier füllen Licht und Leichtigkeit die Räume, so ganz anders als die lauten und geschäftigen Bahnhöfe, in denen Menschen und Züge von Ort zu Ort rasen.
Mit diesem Museums-Bahnhof ist etwas gelungen. Ein Ort der Reflexion ist entstanden, nur wenige Minuten entfernt vom lauten, geschäftigen, riesigen Hauptbahnhof Berlin.
]]>Many years ago, I had the unique opportunity to live in California for one year as a foreign exchange student. Until then, the USA had been completely unknown to me. But living in an American family, going to school, being a part of every day life, gave me a new perspecitve – a look from outside, that turned into a look from inside.
Later, at the university, I learned a lot about the philosophical ideas that shaped the country. There are, of course, a lot of critical points to bring up about the USA. Things happen, that should never happen, developments, that to not match the fundamental ideas of what make the USA special and unique. But then, the country is unique, it has brought up the most fascinating people, it has given people a huge span of freedom, and options to live the way they want to live, and a freedom, that is hard to find anywhere else.
This is what has atttracted people for decades. The recent developments worry me, and make me sad. But I am full of hope that the country and its people will have the power, and the courage, to come back to the values, and freedom, and the democracy, that makes the USA so special. I am very thankful for all this country and its people have given to my life. I have been back many times, and will be back again.
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Alle zwei Jahre veranstalten der Verein Jugendorchester Ahrensburg e.V. und die Stadt Ahrensburg gemeinsam das viertätige internationale Festival, 2026 fand es zum 19. Mal statt. Die Vorbereitung dauerte zwei Jahre, berichten der 1. Vorsitzende der Vereins Jens Voß und die 2. Vorsitzende Sabine Winkler. Rekordverdächtig war in diesem Jahr die geografische und auch musikalisch-stilistische Bandbreite.
Den weitersten Weg hatten die 33 Musizierenden aus Usbekistan. Ihr Dirigent A´zamkhon Akhmedov absolvierte bereits Tourneen durch Indien, China, die Türkei, Belarus und Italien. Für ihn, wie für die meisten aus dem Taaschkenter Ensemble, war es die erste Reise nach Deutschland. Er berichtet
Ein Musiker, Solo-Oboist Asilbek Yuldoshev, konnte zu meiner großen Überraschung Deutsch sprechen. Von 2014 bis 2020 hatte er an der Musikhochschule in Lübeck Oboe studiert.
Die junge Harfinistin Alexandra Zharikova gewann schon zu Schulzeiten Preise. Heute musiziert sie am Staatlichen Akademischen Theater “Alischer Navoi” in Taschkent.
Neben viel Musik gab es für die Gäste auch Ausflüge in die Region, und eine Festival-Party.
Die gute, freundschaftliche und herzliche Stimmung zwischen den Muskern zeigte eine spontane Szene nach dem letzten Stück, dass alle Musiker zusammen spielten.
Die gemeinsamen Konzerte, Aktivitäten und Begegnungen sind ein eindrucksvolles Beispiel, wie internationale Begegnungen in der Musik neue Brücken bauen und Verständigung schaffen.
]]>Several hundred years the salt mine gave work to many salt miners, and to around sixty horses that would draw the carriages with heavy loads through long tunnels, and to the elevators. Those were wooden boxes, tied to heavy ropes. The mine kept working until the 1990-ies, by that time of course with advanced technology.
Today, Wieliczka is a touristic place. Above the ground, there is nothing spectacular. But as soon as you enter and then leave the elevator that brings you down to the mine, you realize that you are entering a special, and truely historic place.
A highlight is the ballroom where you can celebrate – weddings, anniverseries, or have a dinner party. The chandeliers in the room are made of salt, as well as numerous figures and statues along the long underground pathes. In several places, churches and preaying rooms were set up. The miners had a dangerous work place, where methan gas could easily develop and endanger everyone working down there.
These pictures take you for a walk through a samll part of the mine.
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Ich war schon sehr oft auf dieser Strecke unterwegs, mal mit einem Propeller-Flugzeug, mal mit einen Düsenflieger, mal mit dem Bus. Unten gibt es dort nicht viel zu sehen, außer Sand – Steppengräser – Sand. Aber sowohl der Osten mit Taschkent, Samarkand und Buchara, als auch der Westen mit der alten Stadt Chiwa sind faszinierende, höchst beeindruckende Reiseziele in Usbekistan.
Die Einführung des neuen Zuges ist Teil der laufenden Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur Usbekistans. Die modernen Hyundai-Rotem-Züge sollen die Reisezeit zwischen Taschkent und Chiwa erheblich verkürzen. Zuvor dauerte die Fahrt auf dieser Strecke etwa 14 Stunden. Die neuen Züge werden mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h angegeben und verfügen über mehrere Wagen, darin rund 389 Sitzplätze, zu je etwa € 60.
Auch zwischen Taschkent, Samarkand und Buchara fahren schon seit mehreren Jahren Hochgeschwindigkeitszüge. Auch die kenne ich gut. Sie sind komfortabel, ähnlich den ICEs in Deutschland. Und in Usbekistan swerden sogar Speisen und Getränke im Zug serviert. Kritisch anzumerken ist, dass die Züge oft schon früh ausgebucht sind. Wer reisen möchte, muss sich also zeitig buchen.
Die neue Route wird nicht nur den Personenverkehr erleichtern, sondern auch zur Förderung des Tourismus, der regionalen Mobilität und der wirtschaftlichen Entwicklung Usbekistans beitragen.
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Der Grund für die stabile Instabilität ist ein typisches Phänomen, das es auch in anderen, früheren Sowjetrepubliken gibt oder gegeben hat. In Aufgrund seiner Geschichte hält es sich in Bulgarien besonders hartnäckig. Da sind beharrende Kräfte, die sich die alten Zeiten zurück wünschen. Und da sind die modernen, pro-europäischen Stimmen, die in den neuen Möglichkeiten gute Chancen für sich und ihre Zukunft sehen.
Dazu schickt Russland kräftig Propaganda in das sprachlich nahe verwandte Land, verunsichert und destabilisiert.
Besonders in Bulgarien ist, dass viele Menschen in Bulgarien bis heute eine tiefe Dankbarkeit zu Russland empfinden. Denn 1876 erhoben sich Anhänger der bulgarischen Nationalidee gegen die Türken, die das Land beherrschten. Erst mit der Unterstützung des Russischen Reiches konnten sie das “osmanische Joch” – wie es in Bulgarien oft heißt – ablegen und als Staat auferstehen. Geschichte zählt dort bis heute viel – und so sind viele den Russen bis heute sehr dankbar.
Für die EU ist es wichtig, dass Bulgarien eine stabile, pro-europäische Regierung hat. Denn über die Straßen und Brücken in Bulgarien rasen die LKWs zwischen Europa und China, die einst durch die Ukraine fahren konnten. Es ist jetzt das neue Tor nach Asien. Hinzu kommen sicherheitespolitische Aspekte, insbesondere die Außengrenze Bulgariens und der EU am Schwarzen Meer.
Warum die Wahl in Bulgarien für die EU heute so wichtig ist
Denkmal – umziehen – bleiben – oder verschwinden
p.s. Vor drei Jahren, 2023, durfte ich zwei Monate in Bulgarien recherchieren, mit dem Medienprogram Südosteuropa der KAS. Unter dem Stichwort “Bulgarien” gibt es hier viele Blogs und Fotos.
Ausgang der Wahl vom 19. April 2026: Das Pendel schlägt zurück zu einer pro-russischen Regierung. Ganz anders als bei der Wahl vor einer Woche im Nachbarland Ungarn!
]]>„Die Ungarn können doch noch alleine denken“, stellt anerkennend eine Frau der älteren Generation und aus dem Nachbarland Rumänien fest, „da können Putin und Trump machen, was sie wollen.“
Jetzt kann man dem neuen Präsidenten nur noch gutes Gelingen wünschen. Es wird eine gewaltige Aufgabe, die von seinem Vorgänger alle nach dessen Gefallen eingesetzten Schalter und Verwalter auf neue Ziele einzustimmen, oder sie mit neuen Aufgaben zu versehen. Aber das sollte gelingen, bei einem so kräftigen Rückenwind von der Bevölkerung.
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