Advertise with Googlier.com BumpyRoads https://bumpyroads.de Thu, 14 May 2026 08:59:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://i0.wp.com/bumpyroads.de/wp-content/uploads/2017/06/cropped-auto_text_logo_cube.png?fit=32%2C32&ssl=1 BumpyRoads https://bumpyroads.de 32 32 123055821 Süd-Südostasien https://bumpyroads.de/sued-suedostasien/ https://bumpyroads.de/sued-suedostasien/#respond Mon, 25 May 2026 22:20:00 +0000 https://bumpyroads.de/?p=6725 25.05.2026 Unser zweiter Elternzeit-Trip führt uns 3 Monate lang durch Süd-Südostasien (Thailand, Malaysia, Indonesien) – diesmal nicht mit unserem gebliebten Daily, sondern per Mietwagen, Hotel, Fähren und Flugzeug. Kurze Berichte findet ihr auf unserem Instagram-Account: @bumpyroads.de

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Teneriffa (Kurztrip mit Mietwagen) https://bumpyroads.de/teneriffa-kurztrip-mit-mietwagen/ https://bumpyroads.de/teneriffa-kurztrip-mit-mietwagen/#respond Fri, 26 May 2023 19:37:00 +0000 https://bumpyroads.de/?p=6481 Weiterlesen]]> 26.05.2023 – Wer sich eine Insel mit viel Sonne, Strand und blauem Meer vorstellt liegt bei Teneriffa genau richtig, hat aber nur einen kleinen Teil gesehen. Dominiert wird die Insel durch den Vulkan Teide, welcher relativ im Zentrum der Insel sitzt. Durch Ihn gibt es verschiedenste Vegetationszonen, die sich vom Meeresspiegel bis in die luftigen Höhen von 3715m über Meer entwickeln.

Über Pfingsten 2023 packen wir unsere Sachen, nicht viele, weil es alles ins Handgepäck passen muss und doch soviel, das es zum Campieren im Auto reicht. Unser Fortbewegungsmittel / Hotel ist zunächst ein Citroen Berlingo. Aber schon an Tag 2 leuchtet die Motorleuchte auf und wir bekommen einen Ersatzwagen. Leider „nur“ einen Mercedes Citan. Klingt zwar toll, ist aber kleiner und vor allem fehlen die vielen Klappen und Stauräume im Inneren. Aber wir arrangieren uns ganz gut und das Wichtigste ist, die Matratze passt auch noch rein.

Vom nördlichen Flughafen der Insel fahren wir einmal gegen den Uhrzeigersinn um die Insel herum, die Nordspitze lassen wir dabei aus. Gleich am ersten Tag wollen wir natürlich ans Meer und merken, das kann auch zur Herausforderung werden. Denn die Küste ist oft steil und der Weg führt in schmalen Serpentinen hinunter. Der Strand erwartet uns dann mit einer Besonderheit: schwarzer Lavasand. Auch die Küste ist geprägt durch die alten Vulkanausbrüche – die Lava hat sich bis zum Meer bewegt und dort kleine und große Becken gebildet. Je nach Wellengang kann man in diesen toll Schnorcheln. Ins Handgepäck durften wir so einiges was es zum Campen braucht nicht mitnehmen, z.B. das Campinggas, Messer oder Essen. So stand nach dem ersten Bad eine große Einkaufsrunde an. Im Sportgeschäft gabs Gas und Wanderstöcke für Franzi, im wahrscheinlich größten Supermarkt der Insel dann alles Andere – selbst einen Sonnenschirm. Den haben wir am letzten Tag wieder an andere Camper verschenkt. Denn von denen gab es wirklich viele an der Küste. Zwar ist Pfingsten eine eher „untouristische“ Jahreszeit, aber die Dauercamper sind trotzdem in hoher Zahl vertreten. Das bedeutete für uns auch beim Übernachten: wenn wir in Strandnähe stehen, dann nie allein. Nur im Hinterland oder ganz in den Bergen findet sich ein einsames Plätzchen, wie wir es lieben.

Auf den Vulkan Teide wollten wir direkt am Anfang der Reise und wurden prompt mit dem hiesigen Wetterphänomen bekannt gemacht. Ab Mittag ziehen sich Wolken zusammen und stauen sich zu einer undurchdringlichen Wand zusammen. Anstatt toller Ausblicke auf die Landschaft, gab es teils Sichtweiten unter 10m. Immerhin als wir beim Besucherzentrum des Naturschutzgebietes Teide ankamen, lichtete sich der Nebel wieder ein wenig. Im angrenzenden botanischen Garten konnten wir im Schnelldurchlauf alle Pflanzen des Gebietes betrachten. Aufgrund der Höhe und Trockenheit sind das nur Büsche und kleine Blumen. Bis auf die vielleicht größte Blume der Welt, der Wildprets Natternkopf. In ihrem Pflanzenleben lebt diese Blume lange als kleiner unscheinbarer Busch, bis sie dann einmal blüht und bis zu 2m in die Höhe schießt. Dabei sind es tausend kleine rote Blüten die zusammen wie an einer Fackel in den Himmel ragen. Nach diesem Schauspiel wird sie langsam zum Gerippe, bis sie schließlich ganz abstirbt. Wir hatten Glück und waren zur richtigen Jahreszeit auf Teneriffa, um die Blume im blühenden Zustand zu erleben.

Wir liefen noch eine größere Runde um das Besucherzentrum herum und die Landschaft sieht aus wie angelegt. Anstatt Erde liegen überall kleine Lavakügelchen herum – die sehen so aus wie das Substrat, was es auch für Blumenkübel gibt.

An diesem Tag übernachten wir kurz unter der Baumgrenze – sehr schön einsam im Wald, aber
unvorhergesehen kalt. Dafür sind wir mit unserer dünnen Fleecedecke nicht ausgestattet und nach
dieser Nacht übernachten wir immer deutlich tiefer. Aber es hat einen Vorteil wenn es so kalt in der Nacht ist, wir sind zeitig wach und können einen fantastischen Sonnenaufgang über den Bergen
genießen.
Auf den Teide fährt eine Seilbahn bis fast ganz hinauf und eigentlich wollten wir mit dieser auch fahren und wieder runter wandern. Aber dann fällt uns zum Glück davor wieder ein, Schwangere sollten aufgrund der Sauerstoffsättigung nicht höher als 2500m und so planen wir kurzfristig um. Stattdessen machen wir eine Wanderung vom „Fuße“ des Teides bis auf den Montana Blanca, einen aus weißem Gestein bestehenden Schüttkegel, der sich an den Vulkan anlehnt. Wir laufen auf breiten Wegen durch die karge Landschaft. Die Umgebung sieht aus wie geschottert, alles besteht aus den kleinen Steinchen. Da fielen die großen runden Felsen besonders auf, das sind quasi Lava-Bälle. Wie wenn ein Schneeball einen verschneiten Hang herunter rollt und immer größer wird, ist das hier mit Lava geschehen. Auch die Pflanzenwelt ist sehr klein, ab und an ein großer Busch. Es ist auffallend still um uns, wir sehen zwei Schmetterlinge, aber es scheint keine Vögel zu geben.
Wir können über eine weite abfallende Ebene bis zu einem Bergmassiv blicken, was dahinter ins
Meer abfällt. Langsam schieben sich Wolken über diese Berge, doch bis über den Teide kommen sie
nicht. Denn hier weht ein kräftiger Wind der alles, auch uns, zurückdrückt.

Zum Ausgleich nach der kalten Nacht im Auto und der anstrengenden Wanderung geht es am Abend zu unserer einzigen Hotelübernachtung in diesem Urlaub, im Küstenort Puerto de la Cruz. Auf dem Weg vom Teide hinunter durchlaufen wir wieder verschiedene Vegetationszonen. Auf dieser Strecke haben wir Glück und haben tolle Aussichten. Die Wolken hängen nur kurz über der Stadt am Hügel und bilden einen Regenwald.

Unsere Nacht im Hotel kosten wir voll aus. Schwimmen im Pool, auf den Liegen daneben die letzten Sonnenstrahlen erhaschen, lange Duschen und dann ab zum Buffet. Am nächsten Morgen dann nochmal den Bauch am Buffet vollschlagen und weiter geht’s. Wir sind froh die Nächte wieder in der Natur verbringen zu können und außerdem haben wir ja jetzt schon alles vom Buffet probiert.

Wir bleiben noch einen Tag in Puerto de la Cruz, baden am Strand und bummeln durch die Stadt, die durch besonders viele Wandbilder / Murals / StreetArt auffält. Am Meer ist es sonnig, die hinter uns liegenden Berge kann man ab dem Mittag nicht mehr sehen, da sie von Wolken verhüllt sind.

Auf Teneriffa wird das angebaut, was sich gut verkaufen lässt. Mal war es Wein, der wegen hoher Importzölle irgendwann nicht mehr gekauft wurde. Dann waren es Agaven an denen Läuse die zur Farbgewinnung benötigt wurden lebten, die aber mit der künstlichen Farbherstellung obsolet wurden. Jetzt sind es Bananen. Riesige Felder belegen ganze Küstenregionen und auf dem Weg zu manch verstecktem Lavapool durchfahren wir sie auf schmalen steilen Sträßchen. Franzi ist schnorchelbegeistert und so kann es vorkommen, dass wir an einem Tag an verschiedene Orte zum Baden und Schnorcheln fahren. Auch Thomas hat seine Freude am Schnorcheln gefunden, denn es gibt schon im flachen Wasser verschiedene Fische zu entdecken.

In der kleinen Berg-Stadt Icod de los Vinos steht der vermeintlich größte und älteste Drachenbaum der Insel, oder gar der Welt. Dabei hat dieses Exemplar nichts mehr mit der Topfpflanze zu tun, die so mancher zu Hause hat, sondern ist wirklich ein Baum mit dickem Stamm und weiter Krone. Vom Kirchplatz aus können wir den Baum gut aus der Ferne bewundern. Ein paar Kilometer weiter schlendern wir durch den Küstenort Garachico. Die Stadt war einst ein wichtiger Handelshafen, bis 1706 ein Vulkanausbruch Teile der Stadt und den Hafen überflossen. Heute sieht man davon nur noch die erstarrten Lavamasse im Meer, die zu beliebten Badebecken von Touristen geworden ist. Im Stadtinneren gibt es einen geschäftigen, mit großen Bäumen überwachsenen Platz rund um die Kirche. Hier spielt das Leben mit Markt und Cafe. In den kleinen Gassen drum herum ist es eher ruhig, weil es ohne Schatten einfach zu warm ist, um sich dort länger aufzuhalten.

Nach vielen Strandbesuchen geht es wieder ein Stück in die Berge, ins Tenosgebirge. Hier wechseln sich karge Abhänge und dichte Wälder scheinbar an unsichtbaren Linien einfach ab. Grund dafür ist ein Naturphänomen: die Passatwolken. Diese kommen über das Meer, bleiben an den Bergen hängen und lassen ihre Feuchtigkeit zurück. Auf der dem Meer abgewandten Seite kommt davon nichts mehr an und so gibt es auch eine völlig andere Vegetation dort. Wir laufen zunächst durch einen dichten Lorbeerwald. An den Bäumen hängen Flechten und der Boden ist bedeckt von Farnen. Es ist deutlich kühler im Wald als draußen in der knallenden Sonne. Nach ca. 15min bemerken wir, dass wir auf der falschen Route sind und gehen zurück. Nach 5min Autofahrt sind wir dort, wo wir eigentlich starten wollten und das Naturbild hat sich komplett geändert. Jetzt laufen wir durch einen lichten Pinienwald hinauf bis zu einem Funkmast. Beim Blick ins Hinterland können wir wieder den Tide sehen. Wir umrunden die Hügelspitze und finden uns wieder zwischen Lorbeerbäumen. Von einer kleinen Lichtung aus sehen wir das Meer und die Nachbarinsel La Gomera. Es geht weiter auf einem schmalen Pfad, die Bäume weichen zurück bis es schließlich keine mehr gibt, sondern die Landschaft trocken und nur mit kleinen Gewächsen bestückt vor uns liegt. Wir haben einen tollen Blick auf das Meer. Dann überschreiten wir wieder die magische Wassergrenze und kommen zurück in den Pinienwald, bis wir zurück zum Startpunkt wandern.

„Eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön“ heißt es in einem Kinderlied und auch wir trauen uns hinaus aufs Wasser. Mit einem Touriboot geht es für 2h hinaus vor die Küste Costa Adeje´s um, wenn möglich, Wale und Delphine zu sehen. Für die Delphine braucht es nicht lang und bald können wir ihre eleganten Rücken über den Wellen blitzen sehen. Wale hingegen scheinen nicht so nah an der Küste zu sein und so ging es mit dem Boot direkt aufs Meer hinaus. Am Anfang fanden wir beide den Wellengang noch recht witzig und wir standen an der Reling um uns die Meeresbriese um die Nasen pusten zu lassen. Am Ende saß Franzi mit bleichem Gesicht und Blick auf den Horizont gerichtet da, aber da war Sie nicht die Einzige. Immerhin gab es dann doch eine kleine Walsichtung, aber am Ende waren wir beide froh wieder an Land zu sein.

Die Bootsfahrt fand in Los Christianos statt – einer der Touristenhochburgen im Südwesten der Insel und gleichzeitig auch das einzige Mal, dass wir so richtig mit dem Massentourismus und den Bettenburgen in Berührung kommen, die man sonst vor Augen hat, wenn man an Teneriffa denkt.

Es zieht uns nochmal hinauf auf den Teide. Wir fahren die steilen und kurvenreichen Straßen hinauf und durchleben wieder die verschiedenen Naturzonen. Zunächst sind die Hänge mit Kakteen gespickt, dann folgen große Nadelbäume, bis diese dann der kargen Lavaebene rund um den Teide weichen. Wir wandern rund um die Roques de Garcia, alte Lavaschlunde von denen nur der Lavakegel übrigblieb, die Erdhügel rings herum hat die Zeit abgetragen. Am Anfang der Strecke summten noch hunderte Touristen um uns herum, doch je weiter wir liefen, desto ruhiger wurde die Strecke. Leider war der Rundweg gesperrt, aber auf dem Rückweg gab es andere schöne Ausblicke in das alte Vulkantal rund um den Teide. Zwischen den uralten Lavaströmen standen wieder die prächtigen Wildprets Natternköpfe, die roten Blütenkolosse der Insel.

Neben der Naturschönheit rund um den Teide wird von hier oben auch die Schönheit des Himmels erkundet. Hoch oben weit weg von Lichtemissionen steht quasi ein Dorf bestehend aus Teleskopen. Wir kommen zwar nicht hinein, schauen uns die lustigen Gebilde aber von der Straße aus an. Für die Abfahrt vom Berg wählen wir wieder eine neue Strecke und haben tolle Aussichten auf das unter uns liegende Wolkenmeer. Auch die Felsen direkt neben der Straße bieten bunte Formationen und geben Einblicke in die bewegte Landschaftsgeschichte der Insel.

In Santa Cruz de Tenerife – der Hauptstadt der Insel – gibt es gleich zwei Gebäude von Stararchitekten die wir uns nicht entgehen lassen. Die weiße Spitze des Auditoriums von Santiago Calatrava ist schon von weitem sichtbar. Wie ein Skorpionstachel reckt sie sich in den Himmel. Darunter liegen in einer Kuppel Veranstaltungssäle und ein Cafe. Das Gebäude wurde 2003 eröffnet und es gibt durchaus schon Abnutzungsspuren. Diese schmälern aber nicht den imposanten Eindruck den das Gebäude vermittelt, diese scheinbar unmögliche Form des sich in den Himmel reckenden Baukörpers der trotz seiner Masse einfach hält. Das im Inneren stehende Architekturmodell zeigt, dass sich in der Spitze ein ganzes Fachwerk versteckt – Calatrava ist Architekt und Bauingenieur – und vereint diese Künste meisterlich.

Weiter stadteinwärts haben Herzog und de Meuron (aus Basel) ein Bibliotheks- und Veranstaltungszentrum errichtet. Von Außen wirkt das Gebäude recht verschlossen und schottet sich ab. Innen sind die Räume groß und weitläufig und durch große Verglasungen zum Innenhof auch hell.

Wir gehen ein letztes mal Baden auf einem scheinbar „normalen“ weißen Sandstrand. Aber auf dieser Insel sind weiße Strände nicht normal und so kommt der weiße Sand beim Strand von Terrasita aus der Sahara und wurde extra aus Afrika angekarrt und aufgeschüttet – was für ein Schmarn.

Für die letzte Nacht wollen wir nochmal in die Berge. Auf dem Weg zum Waldparkplatz halten wir in der Stadt La Laguna und bummeln durch die schöne und erstaunlich belebte Welt-Kulturerbe-Altstadt. Unser Übernachtungsplatz liegt in den Ausläufern des Anaga Gebirges und wir sind umgeben von dichten Lorbeerbäumen. Für den Rückflug packen wir erst am Tag der Abreise, da die Luftmatratze als Erstes in den Rucksack muss. Unseren Sonnenschirm hatten wir am letzten Strand verschenkt und auch die überschüssigen Essensvorräte und Wanderstöcke konnten wir noch am letzten Tag verschenken. So sind wir am Ende wieder mit zwei kleinen Rucksäcken und zwei Stoffbeuteln unterwegs. Die Fluggesellschaft drückt ein Auge zu und wir kommen gut über Madrid zurück nach Basel.

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Kitliste Selbstausbau – was haben wir alles verbaut? https://bumpyroads.de/kitliste-selbstausbau-was-haben-wir-alles-verbaut/ https://bumpyroads.de/kitliste-selbstausbau-was-haben-wir-alles-verbaut/#respond Mon, 02 May 2022 09:58:50 +0000 https://bumpyroads.de/?p=6330 Weiterlesen]]> Da Thomas‘ Eltern auch gerade einen 4×4-Kastenwagen (2012er Sprinter H3 mit Werksallrad) ausbauen und immer wieder fragen was wir bei unserem Ausbau genau gemacht haben, wollte ich mal eine komplette Liste zusammenstellen. Und ich dachte das könnte auch für den Blog ganz interessant sein.
Sofern es das Zeug noch zu kaufen gibt, habe ich versucht es zu finden und zu verlinken.

Offroad-Equipment

  • Reifen: Cooper Discoverer S/T Maxx (halten ca. 50.000km bei uns, guter Gripp, robust an den Seiten)
  • Seilwinde
    • Zweite Anhängerkupplung vorne, damit man sich nach hinten und vorne rausziehen kann (weitere Infos zum Windenanbau in diesem Blog-Eintrag)
    • 5m Baumschlinge
    • 30m Zusatzseil (falls man mal mehr Länge braucht)
    • Verschiedenste Schäkel zum Verbinden von Seilen
    • Eisensporn und 5kg-Vorschlaghammer, da kann man sich in baumlosen Gegenden einen Anschlagpunkt für die Winde bauen
  • 2x Sandbleche aus Kunststoff 120cm (wir hatten früher welche aus Alu, aber die sind trotzdem recht schwer und die Kunststoff-Dinger tun auch ihren Dienst; wir haben auch die günstige Variante, wahrscheinlich sind die teureren stabiler, aber bisher gabs bei uns keine größeren Probleme)
  • Horntools Kompressor 150 l/min (tolles Teil, pumpt einen großen Reifen in ca. 2 Minuten auf, das passt perfekt um den Luftdruck nach Absenkung im Sand wieder zu erhöhen – hier kein Billigteil kaufen, die sind zwar kleiner und leichter, aber da sitzt man ne halbe Stunde an einem Reifen)
  • HiJack / HiLift (zum starken angeben des Fahrzeugs, z.B. wenn man sich eingegraben hat und den Bereich unter dem Rad verfüllen will)
  • Hydraulischer Stempelwagenheber 12t (fürs einfache Reifenwechseln auf ebenem Gelände ist der besser zu handhaben; praktisch ist ein Gewinde zur Voreinstellung, damit man nicht so viel heben muss; der Link hier ist ein Beispiel, man muss einfach messen wie viel Platz man hat und braucht – manche Heber sind zu hoch und passen garnicht drunter oder haben so wenig Hub, dass das Rad nicht weit genug angehoben wird)
  • 2x 20l Spritkanister

Küche, Wasser, Heizung

  • Kühlschrank Engel CK-47 (40l Volumen)
    (tolles Gerät, mit kleinem Frostfach – auch bei hohen Temperaturen super gekühlt – keine billigen / thermoelektrischen Kühlschränke kaufen, die sind zwar deutlich billiger, aber kühlen bei hohen Temperaturen nicht gescheit – ein guter Kühlschrank ist sein Geld locker wert)
  • Dieselkocher Wallas 85DT mit zweiflammigem Ceranfeld
  • Planar/Autotherm Dieselheizung (2kW) (das Komplettset von TigerExped inkl. Bodenplatte war super, da hat man alles was man braucht)
  • Spülbecken (Ziel war hier ein Becken zu haben was so klein ist dass der größte Teller gerade rein passt, aber so tief dass kein Wasser rausschwappt)
  • Ausziehbare Spülbrause, die so auch als Außendusche verwendet werden kann
  • Magnethalterung für Außendusche (einfach eine Duschhalterung im Baumarkt kaufen und einen Ringmagnet mit Schraubkopf anschrauben)
  • Truma Therme TT2 5l (dort wird heiße Luft von der Dieselheizung durchgeleitet und das darin befindliche Wasser erwärmt – alternativ könnte man es auch elektrisch beheizen; Achtung, das Ding unbedingt im Winter komplett entleeren, wir haben es nicht richtig gemacht und da ist das Ding beim Frost gebrochen)
  • 2x 75l Frischwassertank (wenn man nicht sehr viel duscht, ist das eigentlich zu viel)
  • 45l Abwassertank (das ist eigentlich deutlich zu viel, wenn man nicht wochenlang ohne Entsorgungsmöglichkeit unterwegs ist)
  • Wasserpumpe

Elektrik

  • 120 Ah AGM Solarbatterie
  • 2x 100 Watt Solarzellen
  • Solarladeregler Victron Energy Smart Solar 75 / 15 (hier kein Billigteil nehmen, hatten wir zuerst, war Mist; für unsere 2-3 Solarpanels reicht dieser aus, wenn man mehr hat, braucht man sicherlich einen größeren)
  • 3 Hauptsicherungen 16 bzw. 32A (Sicherungsautomaten, bekommt man im Baumarkt, eigentlich für Häuser gedacht, sind aber auch für 12V zugelassen)
  • Die Schaltung der Verbraucher erfolgt über drei Relais-Blöcke (1 im Heck, 1 im Steuerkasten, 1 unter der Deckenverkleidung), damit muss ich nur ganz dünne Schaltkabel verlegen und nicht den kompletten Strom über die Schalter jagen – ich habe 5V-Relais gewählt, um das Ganze später vielleicht mal mit einem Mikrocontroller steuern zu können (hat aber den Nachteil, dass man dann an einer Stelle mal noch 5V erzeugen und mitschicken muss – wenn man das nicht braucht, kann man auch einfach 12V-Relais nehmen)
  • Trenn-Relais (um Hauptbatterie von Aufbaubatterie zu trennen – soll mal durch einen Ladebooster ersetzt werden)
  • USB-Ladebuchsen

Möbel und Bett

  • Alle Möbel sind aus Bosch-Aluprofilen hergestellt; diese Profile haben eine Nut, in die man Nutsteine oder auch Eckverbinder einlassen kann und so die Möbel erstellen – gleichzeitig bewahrt man sich eine gewisse Flexibilität, da man alle Verbindungen wieder lösen kann
  • Der günstigste Anbieter der einem solche Profilschienen auf Maß schneidet scheint Motedis zu sein; der war nicht immer der Schnellste, manchmal kam es nach einer Woche, manchmal hab ich aber auch 6 Wochen gewartet; wenn ich etwas schnell brauchte, habe ich andere Anbieter gewählt, wenn es Zeit hatte dann immer Motedis
  • Bett/Schrank und Bank sind 30mm-Profile, die Küche ist aus 20mm-Profilen
  • Teleskopschienen für die Schubladen (ich habe die Version mit automatischem Einzug gewählt – etwas teurer, aber zieht die Kiste ganz sanft sein, Luxus)
  • Kästen sind aus 12mm Siebdruckplatte, auf die Vorderseite ist eine weiße HPL-Schicht geleimt (vom Tischler machen lassen)
  • Froli Tellerfedern als Federung und Belüftung für die Matratze
  • Kaltschaummatratze, die kann man mit einem Messer auf die richtige Größe zurecht schneiden

Wände, Boden und Fenster

  • Dämmung mit 2 Schichten 19mm Armaflex XG (insgesamt also ca. 4cm Dämmung, das kann man auch bei um die 0 Grad noch gut verwenden – wenn man dauerhaft in noch tiefere Minusgrade geht sollten es vielleicht lieber 5cm sein)
  • Klappfenster Dometic Seitz S4 (mit Verdunkelung/Isolation und Moskitonetz, zum 90 Grad Aufstellen – teuer, aber nice; gibt es manchmal bei Billiganbietern wie nordmobil deutlich günstiger, aber oft nur Aktion, nicht dauerhaft; gibt es natürlich in verschiedenen Größen, allerdings kann man erst ab einer bestimmten Höhe (40cm?) 90 Grad kippen, sonst nur 45 Grad)

Sonstiges

  • Trockentoilette: Bausatz Trelino M
  • Markise Fiamma F45s (gibt es in verschiedenen Breiten, die aller schmalsten Versionen lassen sich nicht sehr weit ausziehen)
  • Rückfahrkamera „Rückspiegel“ mit Touchscreen und Frontkamera (genau die die wir haben, habe ich nicht mehr gefunden, aber sowas in der Art ist verlinkt)
  • Camping-Faltstühle
  • faltbare Trittstufe (nehmen wir meist als kleinen Tisch)
  • Tagfahrlichter (auf stabiles Metall-Gehäuse und -Halterung achten)

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Tunesien – Überblick https://bumpyroads.de/__trashed/ https://bumpyroads.de/__trashed/#respond Sun, 24 Apr 2022 21:37:00 +0000 https://bumpyroads.de/?p=6349 Weiterlesen]]> 23.04.2022 – Über die Osterferien ging es nach Tunesien und wie so üblich, haben wir es bisher nicht geschafft detaillierte Artikel zu schreiben – daher hier mal eine kurze Zusammenfassung mit vielen Bildern 🙂

Wir sind schon viel durch Wüsten gefahren, durch trockene Ebenen, durch Wadis und auch über flache Dünen – was uns aber noch fehlt, ist mal tatsächlich über ein hohes Dünenfeld mit dem Daily zu fahren. Quasi so richtig durch die Wüste – wie man sich das vorstellt.

Um das endlich mal zu machen, ging es über Ostern nach Tunesien. Der Winter ist gerade vorbei, der Sommer noch nicht zu heiß – bis auf die viel zu kurzen Osterferien also perfekte Bedingungen. Es ging mit der Fähre von Genua nach Tunis (ca. 30 Stunden Fährfahrt) und an Bord waren wir auch längst nicht die einzigen Offroader mit dem Drang nach Wüstensand.
Absurde Besonderheit in diesem Land: auch als Camper musste man für die komplette Aufenthaltszeit ein Hotelzimmer nachweisen. Und wichtig war, dass das Hotel auch das Wort „Hotel“ im Namen hat – sonst gilt es nicht. Im Hotel wohnen musste man aber nicht – also haben wir das billigste Hotel für zwei Wochen gebucht und sind dort letztlich nie gewesen. Absurd 🙂

Los ging es mit einem kurzen Stopp am viel zu kalten Meer und dann in die schöne Altstadt von Kairouan, mit ihrer großen Moschee und vielen verwinkelten Gassen. Die ersten „Echten Tourguides“ sind auch schon am Start. Weiter geht es zu den erstaunlich gut erhaltenen Ruinen einer römischen Stadt in Sbeitla und anschließend zur Seldja-Schlucht. Das Spannende hier ist, dass man sie nur durch mehrere (aktive!) Eisenbahntunnel betreten kann – wenn ein Zug kommt, muss man schnell in eine Sicherheits-Nische springen.

Über die „Rommelpiste“ (die Rommel nie benutzt haben kann, weil sie nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde) geht es ins Gebirge Richtung algerische Grenze. Eine Panne am Anlasser hält uns kurz auf – wir ziehen uns mit der Seilwinde einen Hang hinauf und rollen den Daily an – ein netter Motorradfahrer den wir dabei treffen, treibt für uns in der nächsten Stadt eine Werkstatt auf.
Anschließend durch eine ganze Reihe von Bergoasen, mit Palmenhainen, einer Schlucht und vielerorts verlassenen und verfallenen Bergdörfern, die man sich anschauen kann.
Am Ende die große Oasenstadt Tozeur, mit ganz hübscher Ziegel-Architektur-Altstadt und umgeben von einem riesigen Palmenhain (Datteln), der nur durch das Wasser der Oase möglich ist.

Und nun ab in die Wüste – erst flachere Stücke, gespickt mit Relikten / Kulissen von Hollywood-Filmen (u.a. Star Wars) und dann um und südlich von Douz – dem Mekka der Wüstenfahrer in Tunesien. Hier kann man sich austoben und wir unsere erste Strecke über ein hohes Dünenfeld fahren (von Douz nach Ksar Ghilane). Mit 50% Reifendruck und ordentlich Gas geben, fuhr der Daily brillant durch die Dünen. Wir sind zuvor zweimal bei eigentlich kleineren Sachen steckengeblieben (aber mit 100% Reifendruck) und hatten bisschen Schiss – aber die Luft raus hat enorm was gebracht – ein tolles Erlebnis.
Südlich von Douz gibt es auch Teile der Wüste die man nur mit Genehmigung befahren darf (Nationalpark), aber außen rum gibt es dennoch genügend Möglichkeiten auch wirklich lange und tiefe Wüstentouren zu fahren. Wir haben wahrscheinlich die kürzeste und einfachste Route für den Anfang gewählt.

Der Rückweg zur Fähre führte uns noch etwas durchs Gebirge und vorbei an alten Ksaren (Speicherburgen, wo Waren kühl und geschützt aufgewahrt wurden), am gut erhaltenen Amphitheater von El Djem (größtes außerhalb Roms) und zurück in Tunis in die Ruinen Karthagos und das touristisch überlaufene, blau-weiße Künstlerdorf Sidi Bou Said.

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Von Lavendelfeldern und Flamingos https://bumpyroads.de/von-lavendelfeldern-und-flamingos/ https://bumpyroads.de/von-lavendelfeldern-und-flamingos/#respond Thu, 05 Aug 2021 19:19:00 +0000 http://bumpyroads.de/?p=6244 Weiterlesen]]> 05.08.2021 – Wir hatten ja viele Ideen für das Reisen 2021. Am Ende sind es statt den geplanten 6 Monaten nur 6 Wochen geworden (Fernreisen und Corona ist nachwievor schwierig) und anstatt Afrika geht es nun auf die Iberische Halbinsel.

Doch jede Reise startet gleich, mit vielen Vorbereitungen rund um die Reise und bei uns jetzt auch noch ums eigene Haus. Da die Reiseroute erst kurz vor knapp feststand, nehmen wir einfach jede Menge Bücher aus der Bibliothek mit und schauen dann unterwegs was es alles so zu sehen gibt. Für das Auto baute Thomas noch „schnell“ (also immer zweimal länger als gedacht) zwei Schubkästen für den Küchenblock, während Franzi die letzten Pflanzen vom Umzug im Garten einbuddelte. Das eigentliche Packen an sich ging dann recht schnell, vorallem weil ja Vieles (wie die Neoprenanzüge oder die Kletterausrüstung) im Auto gelagert werden. Aber bei so sicheren Dingern vergisst man dann doch mal was, so hatten wir ein paar Teller und Besteck zu wenig dabei, weil das dann halt beim letzten Mal in der Spülmaschine gelandet war und nicht wieder im Auto – aber zum Glück kann man das alles Unterwegs ersetzen.

Wir starten Samstagabend bei grauem Nieselwetter in Deutschland. Auch in der Schweiz wird es nicht besser. Bei der Grenze zu Frankreich werden wir tatsächlich einmal angehalten. Aber als wir auf die Frage des Grenzbeamten, ob wir 10.000 € in Bar, Zigaretten oder Alkohol dabei haben nur mit nein antworten, dürfen wir auch schon wieder weiterfahren. Wir fahren viel über die Autobahn um schnell zu den Lavendelfeldern zu kommen, da die Gefahr groß ist, dass diese schon abgeerntet werden. Aber die Autobahn ist eine Art Glücksspiel, bei der man immer verliert. Die Frage ist nur, wieviel muss man am Ende bezahlen, sind es 10 oder 40€ pro 100km? Das System ist in Frankreich nicht einheitlich, es gibt zudem verschiedene Betreiber und ob die Strecke im Flachland oder in den Bergen ist macht auch nochmals viel aus. Darum wechseln wir zunächst auf die Landstraße und östlich der Stadt Saint-Nazaire-le-Désert in den Rhône-Alpen auf die erste Offroad-Piste. Und dort, unscheinbar am Straßenrand, als wäre es Unkraut, steht einfach so wilder Lavendel. Franzi ist begeistert, da sie bisher Lavendel nur aus gepflegten deutschen Vorgärten kennt.

Unsere Suche nach Lavendel hat eine gewisse Vorgeschichte. Franzi wollte gern Lavendel sehen, aber der blüht eher im Juli, da hat Thomas noch Schule. Nur in den hochgelegenen Gebieten blüht er später. Schon letztes Jahr wollten wir den letzten Lavendel sehen, aber Franzi hat erst später im Sommer Urlaub bekommen und wir fuhren letztlich woanders hin. Nun aber sollte es soweit sein.

In dieser bergigen Gegend treffen wir immer wieder auf Lavendelfelder, die auch noch in unglaublichen Hanglagen der Natur abgerungen wurden. Zunächst wundern wir uns, warum die Reihen der buschigen lila Blumen so weit auseinander stehen. Doch dann sehen wir einen Bauern bei der Ernte, wie er mit seinem Traktor durch die Reihen fährt und eine Art Rasenmäher über die Büsche gleiten lässt. Die Blüten (und auch alles Unkraut was so dazwischen gewachsen ist) kommen automatisch hinten in einen Korb und wenn der voll ist, wird er am Feldrand entleert. Und da die Ernte jetzt schon in den Bergen begonnen hat, sehen wir im Flachland auch nur noch die abgeernteten Felder. Nur ganz oben auf den Bergen, oft nur Offroad zugänglich, blüht der Lavendel noch.
Weiter unten ist alles schon weg und je weiter wir Richtung Süden fahren, dominieren irgendwann Wein und Olivenplantagen.

Und welches Volk war wohl arg begeistert von Wein und Oliven? Die Römer. Und so zog es sie vor hunderten von Jahren auch in diese Gegend, in welche Sie dann aber auch ihr Wissen und ihre Baukunst mitbrachten. Ein Beispiel dieser Kunst konnten wir bestaunen – das Viadukt Pond du Garde – welches sich in drei Bogenreihen über eine Schlucht spannt. Zwar fließt heute kein Wasser mehr darüber, dafür jede Menge Geld der Touristen. Entweder derjeniger, die sich wie wir vom Landweg dem Denkmal nähern. Oder die 100 Kanufahrer die stündlich unter dem Viadukt hinweg treiben. Wir hatten zwar kein Boot dabei, aber dafür einen wasserdichten Rucksack und so konnten auch wir uns einmal unter den altehrwürdigen Steinbögen entlang treiben lassen.

Auf der Höhe der Stadt Montpellier treffen wir auf das Mittelmeer. Nur ist das Wetter so kühl und grau, dass Franzi lieber im Hinterland bei den Salinen Fotos macht als reinzuspringen. Zudem darf man zwar auf den Strand fahren, aber nicht dort übernachten, also so haben wir uns das ja nicht vorgestellt. Immerhin haben wir am nächsten Tag und am nächsten Strand mehr Glück. Die Sonne scheint und wir müssen auch garnicht weit bis zum Wasser laufen. Wir verbringen den Tag am Strand und Planen den nächsten Reiseabschnitt – es geht in die Pyrenäen und mit ganz viel Offroad weiter. Da man auch hier auf dem Strand nicht übernachten darf, fahren wir schon Richtung Berge. Neben der Küstenstraße sehen wir zunächst viele weiße Punkte. Je näher wir fahren desto deutlicher wird, dass es sich um Vögel handelt, bis wir an ihnen vorbei fahren und stacksige Beine und lange Hälse erkennen – das sind wilde Flamingos, wie verrückt ist das denn? Tja und wie das so ist, ist natürlich nicht sofort ein Parkplatz in der Nähe, aber wir fahren bis zum Nächsten der kam und liefen dann am Strand zurück, um uns dieses Schauspiel aus der Nähe anzuschauen. Die Flamingos hatten ein sehr helles Gefieder und nur die Flügel waren in kräftigem Rosa und Schwarz gefärbt. Anscheinend lieben Flamingos flache Gewässer, in denen sie umher stolzieren können und fühlen sich an dieser Küste daher sehr wohl. Für uns war es ein märchenhaftes Erlebnis und toller Abschluss für unsere Zeit am Mittelmeer.

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Neuausbau Teil 1 – Planung, Böden, Wände und Fenster https://bumpyroads.de/neuausbau-teil-1-planung-boeden-und-waende/ https://bumpyroads.de/neuausbau-teil-1-planung-boeden-und-waende/#respond Wed, 10 Jun 2020 15:30:00 +0000 http://bumpyroads.de/?p=6184 Weiterlesen]]> Frühjahr 2020 – Für 3 oder 4 Wochen Urlaub steckt man mal so einiges weg, da ist einiges egal. Pinkeln im Wald, Duschen im Freien, alles umbauen und umklappen um nachts schlafen zu können: kein Problem, wenn man nur 3 Wochen weg ist. Auf einer wirklich langen Reise jedoch, merkt man wie man Annehmlichkeiten vermisst. Nicht alles, aber doch so Manches. Ich habe lange die Rentner im Unimog, Steyer 12M18 und Co. belächelt. Bodenheizung, Waschmaschine und Gefriertruhe. Wer braucht sowas? Die Karre kostet mehr als ein normales Einfamilienhaus, zwar 60cm Bodenfreiheit, aber um die Kurve im Gebirge kommste nicht rum und nen Parkparkplatz findest du sowieso nicht. Daher dann hinten noch das Moped oder Quad drauf.

Mittlerweile verstehen wir die Fahrer solcher Fahrzeuge – denn wer wirklich lange reist, der ist nicht mehr im Urlaub, sondern der lebt auf Reisen. Und da wo man lebt, da will man es gemütlich haben. Und so stellten auch wir fest dass uns an unserem Daily einige Sachen störten und dass wir für die nächste lange Reise „unbedingt“ 😊 Folgendes noch brauchen

  • Ein festes Bett und eine feste Sitzgruppe: damit man immer ins Bett gehen kann wenn man will, der eine eher, der andere später – und damit man über Nacht Zeug auf dem Tisch stehen lassen kann – wie in einer Wohnung eben
  • Eine zweite Sitzreihe, falls sich die Anzahl der Passagiere mal erhöht 😊
  • Wärmedämmung für Gefrierpunkt-Temperaturen
  • Standheizung
  • Warmwasser-Erzeugung
  • ca. 300 Watt Solarstrom

Wir durften schon in einigen Blogs von Menschen lesen, die genau an diesem Punkt standen: wir lieben das lange Reisen, aber wir brauchen mehr Komfort. Manche haben sich für eine Nummer größer im Fahrzeug entschieden – wir nicht, wir haben uns für einen Komplettumbau entschieden. Alles raus, alles neu. Wahnsinn.

Über den Neuausbau haben wir lange nachgedacht. Unser Fahrzeug ist wirklich klein – es ist hoch, aber sehr kurz. Wenn man all diese Sachen unterbringen will, dann muss das Raumkonzept gänzlich anders werden als bisher – und wahrscheinlich verlieren wir Stauraum. Irgendwo muss der Platz für den Komfort ja herkommen.

Und das ist nun unser Plan:

  • Alles Rausreißen, bis auf wenige Sachen wird alles neu
  • Trennwand zwischen Fahrerbereich und Wohnbereich komplett raustrennen (bisher war nur ein Durchgang reingesägt)
  • Decken, Wände und Böden mit ca. 4cm Dämmung (Armaflex) dämmen – dazu erhöhter Bodenaufbau notwendig
  • Decken und Wände mit dünnen Sperrholzplatten (weiß lasiert) verkleiden
  • Zwei Wohnmobil-Ausstellfenster hinten in der Schiebetür und gegenüber einfügen
  • Fahrersitz drehbar
  • Weitere Sitzbank hinter den Fahrer, dazwischen ein Tisch (klapp-, schieb- und entfernbar), damit eine richtige Sitzgruppe entsteht
  • Jeglicher Stauraum ist unter dem Bett, das Bett dadurch deutlich höher als vorher
  • Küchenblock bleibt in etwa gleich
  • „Schaltzentrale“ für Elektrik in Hängeschrank über der Küche
  • Fast alles in Schubladen, statt in Fächern und Boxen
  • Wassertank (150L) und Abwasser (40L) bleiben
  • Diesel-Standheizung (von Autotherm / TigerExped)
  • Warmwasser über Boiler durch den die Warmluft der Standheizung geht (gibt’s auch von TigerExped, war aber grad ausverkauft, daher von Truma genommen)
  • 3 Solarpanels, neue Batterie, stärkeren Solarregler
  • Flache LED-Spots in der Decke
  • Alle Geräteschaltungen per Relais gesteuert (muss man weniger dicke Kabel durchs Auto ziehen und kann vielleicht später per Mikroprozessor gesteuert werden)

Ein riesen Haufen Arbeit. Ursprünglich war geplant, dass wir in 2020 mal keinen Wohnmobilurlaub im Sommer machen. Stattdessen 2 Wochen Thailand über Ostern und dann im Sommer das Fahrzeug ausbauen. Ein Virus war bekanntlichermaßen von diesem Plan nicht so überzeugt, so viel der Thailand-Urlaub aus und wir mussten den Ausbau bis zum Sommer fertig haben – denn statt Thailand sollte es nun doch wieder mit Wohnmobil losgehen. Und nach so viel Text, hier endlich die Bilder vom Ausbau und ein paar Erklärungen dazu 😊

Bodenteppich und Schweißarbeiten
Als erstes haben wir einige recht komplexe Rostlöcher zugeschweißt und danach ging es an den Bodenbelag im Fahrerhaus. Hier lag ein völlig zerstörter Kunststofffußboden drin, der uns schon lange genervt er – der muss raus – Ersatz war nicht beschaffbar, also haben wir uns solchen Nadelfilz gekauft der sonst auch in Autofußböden verbaut ist und haben ihn in mühevoller Kleinarbeit an die Konturen, Schraubenlöcher und Schalthebel angepasst.

Drehkonsole
Um den Fahrersitz drehbar zu machen, wird zwischen Sitzbock und Sitz eine Konsole eingebaut, die aus zwei gegeneinander drehbaren Platten besteht. Nach langer Suche und einigen Anpassungen, war es schließlich möglich die Konsole zu verbauen. Das Drehen des Sitzes ist zwar mit ein bisschen Hin und Her verbunden, aber selbst ohne Öffnen der Tür möglich.
Durch einen Zufall fand ich bei einem slowenischen Händler noch einen neuen Schaltbalg (der alte war gerissen) und so sieht jetzt der vordere Bereich des Fahrzeugs wieder einigermaßen schick aus.

Alles raus
Vielleicht der schmerzhafteste Moment: alles was wir über die letzten Jahre mühsam ge- und eingebaut haben, kommt wieder raus. Schrank, Küche, Bett, Sitzgruppe und der komplette Boden: alles kommt raus. Der Daily sieht aus, als ob er nie die Welt gesehen hätte.
Bei der Gelegenheit wird einmal geputzt und viele Stellen auch mal neu lackiert. Auch die Trennwand flexen wir fast komplett raus, sodass wir mithilfe der Drehkonsole den vorderen Bereich mit nutzen können. Es entsteht so ein tolles Raumgefühl, man hat viel mehr Platz, trotz des kurzen Fahrzeugs.
Nachteilig ist, dass wir nun bei Verschiffungen den Wohnbereich nicht mehr verriegeln können – so ist alles was hinten drin ist nicht mehr sicher.

Boden und Wände
Das Fahrzeug wird komplett mit ca. 40mm Armaflex XG gedämmt. Das Zeug ist teuer, aber hält halt gut warm – ab 40mm kann man das Fahrzeug auch für Wintercamping verwenden. Um das auch am Boden zu gewährleisten, bauen wir ein Gerüst aus Latten. Dazwischen wird gedämmt und obendrauf kommt eine 8mm Sperrholzplatte als Boden – im Wohnbereich dann noch zusätzlich Laminat.
Und der mit einer Hassliebe verbundene Teppich der noch vom Vorgänger an die Decke geklebt war, kommt endlich runter.

Ein Loch ins Auto schneiden? Fenster!
Vielleicht der heikelste Teil: wir bauen links und rechts im Wohnbereich ein Fenster ein. Dazu müssen wir mit der Stichsäge entsprechende Ausschnitte in die Außenhülle des Fahrzeugs sägen. Das muss stimmen – wenn man zu viel wegsägt wirds großer Mist – man hat nur einen Versuch. „Measure twice, cut once“ hat John immer gesagt. Wir haben definitiv mehr als nur „twice“ nachgemessen. Letztlich hat alles gepasst und die Dinger sind drin.
Die Fenster heißen Dometic S4, kosten ca. 400 EUR pro Stück und haben ein integriertes Isolierrollo, ein Fliegengitter und sind ca. 70 Grad ausstellbar. Auch wieder viel Geld, aber die Teile sind wirklich praktisch, die Investition lohnt sich.

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Südschwarzwald Kurztrip Ostern https://bumpyroads.de/suedschwarzwald-kurztrip-ostern/ https://bumpyroads.de/suedschwarzwald-kurztrip-ostern/#respond Mon, 13 Apr 2020 07:05:00 +0000 http://bumpyroads.de/?p=6100 Weiterlesen]]>

13.04.2020 – Wenn man nicht weit reisen darf, entdeckt man die Schönheit vor der eigenen Haustüre – zumindest erging es uns so. Durch die Reiseeinschränkungen von Corona wurde unser Urlaub nach Thailand gestrichen, Besuche der Verwandtschaft waren unmöglich und wir zu Ostern ohne Pläne zuhause gestrandet. Doch zum Glück haben wir unser Wohnmobil, was auch in diesen Zeiten unser treuer Begleiter ist.

Statt in Bangok startete unser Ausflug in Brombach («Todtmoos statt Thailand» hätte das Motto sein können) und führte uns auf die Höhen des Südschwarzwaldes. Mit unseren Mountainbikes ging es auf dem Hochkopf umher. Auf der Spitze des Berges gibt es den Hochkopfturm von welchem wir immerhin bis zum Feldberg blicken konnten, für den Alpenblick war es zu diesig. Eine Überraschung erwartete uns an den Nordhängen, hier gab es noch richtig viel Schnee, durch den wir dann mit den Rädern eher rutschten als fuhren.

Nach der ersten Übernachtung auf einem ruhigen Wanderparkplatz war am nächsten Tag das Kulturprogramm des Kurzurlaubs angesagt. Es ging zunächst ins menschenleere Todtmoos wo wir uns die Wallfahrtskirche anschauten. Die Kirche stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und überraschte uns durch seine zarten Pastelltöne.

Aber es geht noch größer – in St. Blasien, einem winzigen Städtchen, steht ein riesiger Dom. Der Kuppelbau hat einen Durchmesser von 36m und eine Höhe von 62m und vermutlich passt die gesamte Stadtbevölkerung in sein Innerstes. Um den Dom herum stehen die altehrwürdigen Prachtbauten einer alten Abtei. Diese Klosteranlage war auch der Anfangspunkt der Stadtentwicklung gewesen, heute beherbergt sie eine Schule.

Die zweite Nacht verbringen wir abgeschieden auf eine Waldparkplatz. Wir sind ganz allein und nutzen den Platz um Speedminton zu spielen und zum Grillen.

Ostersonntag – wir haben Glück und der Osterhase findet uns auch hier mitten im Wald.

An diesem Tag wanderten wir einen Teil der Wutachschlucht entlang. Trotz Regenwetter bekamen wir nur knapp einen Parkplatz an der Schattenmühle. Die Wegstrecke verlief teils im Gänsemarsch am Fluss entlang über flache Steine bis hin zu breiten Wanderwegen (uns persönlich haben die schmalen Stücke am besten gefallen). Neben der schönen Natur gab es auch ab und an einen Blick in die Vergangenheit. Da gab es alte Wegsteine die die römische Handelsstrasse markierten; eine Lichtung auf welcher schon seit dem 15. Jahrhundert ein Badehäuschen stand – welches bis zu einer ganzen Kuranlage ausgebaut wurde – um dann durch die Industrialisierung und die Verschlechterung des Wassers schließlich wieder zu verschwinden und als wirklicher Höhepunkt der Wanderung die Ruine der Burg Neu-Tanneg. Diese steht auf einem Bergrücken hoch über der Schlucht und wurde im 12 Jahrhundert errichtet.

Nach dieser anstrengenden Wanderung gönnten wir uns eine Auszeit am Schluchsee. Zum Baden schien es uns noch viel zu kalt und so lagen wir einfach nur am Ufer.

Auf unserem Heimweg nahmen wir noch eine vermeintlich kleine Wanderung am Wegesrand mit – wir besuchten die Ravennaschlucht. Wir starteten am unteren Ende der Schlucht. Mit 37m Höhe spannt sich in hohen Bögen die Eisenbahnbrücke über den Taleingang und bildet den Einstieg in das schmale Seitental des Höllentals. Über Stock und Stein, Brücken und Stufen folgten wir dem Bachlauf Bergauf. Die Ravenna fließt manchmal ruhig dahin, nur um ein paar Meter weiter schäumend als Wasserfall herunterzusausen. Da wir früh am Morgen loswanderten, waren wir fast die einzigen Wanderer. Am Ende der Schlucht konnten wir uns dann entscheiden – den gleichen Weg zurück, oder über einen Bergsporn außen herum – natürlich wählten wir die neue Strecke und liefen so viel länger als gedacht. Es ging hinauf auf den Piketfelsen von welchem wir die schneebedeckte Seite des Feldbergs sahen. Der Abstieg war fast genauso anstrengend wie der Aufstieg, es ging auf einem Trampelpfad in engen Serpentinen steil bergab. Und das war unser Osterwochenende 2020 – nicht so wie geplant, aber wirklich schön.

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Norwegen Fjordland (Kurztrip mit Mietwagen) https://bumpyroads.de/norwegen-kurztrip-mit-mietwagen/ https://bumpyroads.de/norwegen-kurztrip-mit-mietwagen/#respond Sun, 16 Jun 2019 22:50:00 +0000 http://bumpyroads.de/?p=5823 Weiterlesen]]>

16.06.2019 – Ehe es im Sommer wieder mit dem Wohnmobil in den Urlaub geht, wollte Franzi das von Thomas vielgepriesene Norwegen einmal erleben – und so ging es mit Flugzeug und Mietwagen für eine Woche durch die Fjordgebiete um Bergen im Südwesten Norwegens. Die Anfahrt mit dem Wohnmobil ist viel zu zeitintensiv, daher musste es leider zuhause bleiben. Wir haben es oft vermisst.

Was ein entspannter Urlaubsstart am Samstag Nachmittag hätte werden sollen, wurde zu einer kleinen Irrfahrt, da der Flug gestrichen wurde. Nach einer Übernachtung im Flughafenhotel und einer Taxifahrt von Basel nach Zürich ging es dann schließlich doch für uns mit dem Flieger Richtung Norden. Mit Zwischenstopp in Helsinki landeten wir am Sonntag Nachmittag in Bergen.

Immerhin hier läuft alles schnell – und schon bald sitzen wir im Mietwagen Richtung Osten.

Dank dem Jedermannsrecht ist es in Norwegen kein Problem im Auto oder Zelt zu übernachten und wir richten uns schon bald für die Nacht ein. Mit dabei haben wir eine Luftmatratze die wir im Auto auslegen. Apropos Nacht – so richtig dunkel wird es hier oben nie – aber auch dafür sind wir vorbereitet und haben eine Schlafmaske mit eingepackt.

Das Wetter ist für norwegische Verhältnisse wirklich gut, zwar grau in grau, aber kein Regen. Wir fahren weiter ostwärts und kommen zum Steindalsfossen – einem Wasserfall der über eine Felsnase stürzt und den man von hinten umlaufen kann.

Die Straßen sind teils super ausgebaut, teils aber naturbedingt nur einspurig und der Wechsel kommt unvermittelt – also immer Augen auf. Was wir nicht gewusst haben: es gibt erstaunlich oft Mautgebühren – dafür gibt es im Mietauto schon einen kleinen Peilsender – mal schauen wie hoch die Rechnung am Ende ist.

Da es nie dunkel wird lösen sich so einige Probleme – wie das man zu spät zur Wanderung aufbricht – einfach in Luft auf. So starten wir zu unserer zweitägigen Tour durch die Hardanger Vidda auch erst am Nachmittag. Mit Rucksack und Zelt ausgerüstet stapfen wir los über die einsame Hochebene, welche am Anfang erstaunlich hügelig ist. Die Landschaft liegt ruhig vor uns und nur der rauschende Fluss bringt Bewegung in das Szenario. Wir begegnen fast keinem Menschen, vereinzelt gibt es kleine Hütten, die aber auch größtenteils leerzustehen scheinen. Obwohl es eine Ebene ist, ist es dann doch gar nicht leicht einen Übernachtungsplatz zu finden, da alles nass ist.

Die Nacht war bitter kalt, aber der nächste Morgen lockt mit Sonnenschein. Wir gehen weiter auf unserer Runde – Schnee, Einsamkeit und Wind umgeben uns. Am Ende schaffen wir es dann doch zurück zum Auto, wir geben zu, wir sind doch nicht die großen Mehrtages-Wanderer wie gedacht, ab jetzt gibt es nur noch Tagesausflüge für uns.

Wir sind nicht die einzigen Urlauber und auf den Wanderparkplätzen wimmelt es von Wohnmobilen. Auch wir übernachten mitten unter ihnen, um am Morgen gleich eine Wanderung zu den Tveitafossen Wasserfällen zu starten. Die Beschreibung hat gestimmt, die Tour führt uns entlang mehrerer Wasserfälle. Teils ist es mehr eine Kletterrunde, entlang eines riesigen Wasserrohres zur Stromgewinnung. Oben angekommen wartet der nächste Wasserfall – da das Wetter langsam zuzieht machen wir uns wieder auf den Rückweg. Diesmal nehmen wir den längeren, dafür gemütlicheren Weg außen herum und haben aus der Ferne nochmals tolle Ausblicke auf die Wasserfälle.

In der kleinen Stadt Kinsarvik finden wir endlich einen Supermarkt der uns Gas zum Kochen verkauft – das durften wir im Flieger nicht mitnehmen. Auf unserem Weg entlang des Fjords machen wir kurze Zwischenstopps an alten Kirchen – ein bisschen Architektur darf für Franzi auch hier nicht fehlen.

Die kleine Stadt Odda am Ende des Fjords kann uns nicht wirklich begeistern, aber es gibt am Busbahnhof kostenloses Trinkwasser.

Wir wollen hoch hinauf – bis zum Buer Gletscher – dieser ruht am Ende eines schmalen Tales hoch oben auf einer Bergkette. Vom Parkplatz aus können wir schon das blaue Leuchten des Eises erkennen – wir merken auch das es hier deutlich kühler ist. Es ist Donnerstagmorgen, es hat lang geregnet, doch als wir uns entscheiden uns aus dem Auto zu pellen ist das Wetter ganz ok. Der Weg hingegen ist teils richtig matschig, führt über tosende Bergbäche und steile Felswände hinauf – die wir nur mit Hilfe von Seilen erklimmen können. Am Ende schaffen wir es leider nicht bis zum Gletscher zu wandern – dieser ist durch einen Schmelzwasserfluss von uns getrennt, aber die Aussicht hat sich gelohnt.

Ohne unser gut ausgestattetes Wohnmobil müssen wir das nutzen, was wir vorfinden. So machen wir z.B. einen gründlichen Abwasch in einem Klohäuschen neben dem Latefossen – einem Wasserfall dessen Nebelschwaden die ganze Straße besprüht. Also das Schöne mit dem Nützlichen verbinden.

Und manchmal hat man einfach Glück. So war die Stabkirche in Roldal eigentlich geschlossen – aber da die angemeldete Besuchergruppe noch nicht da war, durften wir einen Blick hineinwerfen – und das sogar kostenlos. Das Innere wirkt mit dem Holz sehr urig und gemütlich.

Unsere Weiterfahrt ist selbst schon ein Erlebnis. Auf schmalen Straßen bewegen wir uns durch die norwegische Natur. Bei Sauda entdecken wir dann drei schwarze Gebäude, die sich auf Metallstreben aus dem Boden recken. Es ist ein Bergwerk mit Gebäuden vom berühmten Archtikten Peter Zumthor – leider hat bis auf das Toilettenhäuschen nichts offen – aber ganz in schwarz gehalten ist auch das schon ein Hingucker.

Auf der Weiterfahrt gelangen wir zu einem weiteren Wasserfall, welcher direkt an der Straße liegt, dem Svandalsfossen. Obwohl dieser mit Treppen und Brücken sehr schön ausgebaut war, waren wir die einzigen Besucher.

Wir finden einen Übernachtungsplatz in Årdal, direkt am Fjord gelegen. Hier hatten sich schon zwei französische Rentnerpaare eingerichtet, die uns gleich einluden, einen von ihnen soben aus dem Fjord geangelten Fisch mit Ihnen zu essen. Den Abend verbrachten wir dann in einem ihrer gemütlichen Wohnmobile – draußen regnete es. Sie sprachen – für Franzosen ja eher ungewöhnlich – sehr gut Englisch, sodass wir uns lange unterhalten konnten.

So einsam wie Norwegen sein kann – es gibt auch richtige Touristenhotspots. So auch der Preikestolen. Schon bei den Parkplatzgebühren merkt man, das hier der Tourismus boomt – weswegen wir einfach einen halben Kilometer davor an der Straße parkten und uns so die Kosten (250 NOK) sparten. Die Wanderstrecke war gut ausgebaut und führte zunächst durch Wald und Hochebenen, bis wir zur felsigen Fjordseite gelangten. Hier ging es weiter hinauf bis zur beliebten Foto-Felsnase die über den Fjord ragt. Allerdings war es unglaublich windig und wir hatten Angst heruntergeweht zu werden, so das wir einen respektvollen Abstand zum Rand bewahrten. Der Rückweg gestaltete sich als langwierig, da wir im halben Gänsemarsch mit all den andern Wanderern liefen.

Wir blieben weiterhin im Touristenstrom und schwammen mit Ihnen durch die Stadt Stavanger. Neben bunten Speicherhäusern gab es ein kleines Stadtviertel, das nur aus weißen Holzhäuschen bestand und urig-norwegisch anmutete.

Wir befinden uns schon wieder auf dem Rückweg unserer Rundreise und vor uns liegt die norwegische Inselwelt. Hier wartete eine Überraschung auf uns: neben den bekannten Wegen von Brücken und Fähren gab es hier auch Tunnel zwischen den Inseln. Das bedeutete, das man gefühlte 3km steil hinab unter das Meer fuhr, um dann auf der anderen Seite wieder hinauf zur Insel zu fahren. Auf einer dieser zahlreichen Inseln fanden wir ein idyllisches Plätzchen zum Übernachten. Ein abgelegener Wanderparkplatz bot uns mitten in grünen Wiesen einen ruhigen Ort für unser Nachtlager.  Vom angrenzenden Hügel aus gab es einen tollen Ausblick auf en Sonnenuntergang, der die Inseln in goldenens Licht tauchte.

Auf unserer Reise hatten wir wohl den größten Touristenmagnet ausgelassen – die Trolltunga, da uns die unausweichlichen Parkgebühren (ab 500 NOK) zu hoch waren. Dafür besuchten wir jetzt den noch nicht so bekannten kleinen Bruder und machten eine Wanderung zum Himakånå. Auch hier gibt es Felsen, die über dem Abgrund schweben und die malerische Fjordlanschaft im Hintergrund haben.

Das Wetter ist wirklich toll und am Ende der Wanderung sitzen wir Eis essend am Fjord und lassen die Füße ins eiskalte Wasser baumeln – die abgehärteten Norweger sind derweil schon am Baden.

Auf unserer Reise hatten wir wohl den größten Touristenmagnet ausgelassen – die Trolltunga, da uns die unausweichlichen Parkgebühren (ab 500 NOK) zu hoch waren. Dafür besuchten wir jetzt den noch nicht so bekannten kleinen Bruder und machten eine Wanderung zum Himakånå. Auch hier gibt es Felsen, die über dem Abgrund schweben und die malerische Fjordlanschaft im Hintergrund haben.

Das Wetter ist wirklich toll und am Ende der Wanderung sitzen wir Eis essend am Fjord und lassen die Füße ins eiskalte Wasser baumeln – die abgehärteten Norweger sind derweil schon am Baden.

Vor dem Abflug drehen wir noch eine Runde durch Bergen. Die Stadt lockt mit ihren bunten Holzhäuschen viele Touristen und Kreuzfahrer an und wir fühlen uns ein bisschen überrannt – die Einsamkeit der norwegischen Landschaft war wohl eher was für uns. Zurück am Flughafen funktioniert alles nach Plan und diesmal geht sogar der Flieger.


PS: aufgrund der Verspätung des Flugzeugs, bekamen wir nicht nur Hotel und Alternativflug (sogar inkl. Verlängerungstag), sondern auch anstandslos die uns nach EU-Fluggastrecht zustehende Entschädigung von 250 EUR pro Person. So war dieser Kurztrip letztlich ziemlich günstig. Der Tag den wir später losgeflogen sind, wäre komplett verregnet gewesen. Also alles gut gelaufen!

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Israel (Kurztrip mit Flugzeug und Mietwagen) https://bumpyroads.de/israel-kurztrip-mit-flugzeug-und-mietwagen/ https://bumpyroads.de/israel-kurztrip-mit-flugzeug-und-mietwagen/#respond Thu, 08 Nov 2018 19:15:51 +0000 http://bumpyroads.de/?p=5619 Weiterlesen]]> „Was – ihr wollt schon wieder weg?“ Ja, das Reisefieber hat uns ein paar Wochen nach unsere Rückkehr schon wieder eingeholt. Ehe Franzi auf ihrer neuen Arbeitsstelle anfängt, geht es für uns in den leider viel zu kurzen baden-württembergischen Herbstferien für eine Woche nach Israel.

Kosten: 198 EUR p.P. für den Flug und ca. 230 EUR für 1 Woche Mietwagen.
Fridays for Future und CO2: besser nicht drüber nachdenken, irgendwann pflanzen wir mal Bäume als Ausgleich^^

Die Reiseroute sollte uns an so viele Orte wie möglich in dieser kurzen Zeit führen.

Unser Flug ging ab Genf mit einem Zwischenstopp in Istanbul nach Tel Aviv. Ein Stadtbummel in Tel Aviv stand jedoch erst am Ende der Reise an und so fuhren wir zunächst nach Norden, entlang der Mittelmeerküste. Auf der Strecke bis zur Hafenstadt Haifa hatte Franzi uns zwei architektonische Zwischenstopps rausgesucht. Der Erste war die Trauerhalle von Ron Shenkin auf dem Friedhof von Pardesia. Eine gefaltete, offene Betonskulptur, die einen schlichten Rahmen für die Feierlichkeiten bieten sollte. Wir waren allein auf dem kleinen Friedhof und konnten uns in Ruhe umsehen – trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit, war es noch sehr warm und wir verstanden, warum es hier nur ein Dach braucht und keinen abgeschlossenen Raum.

Nächster Haltepunkt war das Arbeitersanatorium Mivtakhim, welches 1968 eröffnet wurde. Die Räume sind in einer zweigeschossigen, gebogenen Gebäudeform angeordnet. Da das Gebäude auf einem Hügel liegt, haben alle Zimmer einen tollen Blick hinab ins Tal bis hin zum Meer. Leider war die Anlage heute von einem hohen Zaun umringt und wir konnten Sie nur von der Ferne betrachten.

Die Stadt Haifa erstreckt sich am Nordhang des Karmelgebirges bis hinab zum Meer. Zugegebenermaßen war uns nicht nach großer sportlicher Betätigung und so parkten wir direkt in der Nähe des oberen Endes der Gärten der Bahai, auch Persische Gärten genannt. Diese erstrecken sich fast über die gesamte Hanglänge und sind kunstvoll terrassenförmig angelegt. Leider sind Sie nicht immer geöffnet und wir konnten nur vom Aussichtspunkt einen Blick auf die Anlage werfen. Und so ging es auch schon weiter nach Akkon, der alten Kreuzfahrerstadt mit Wurzeln bis ins 3. Jahrtausend v.Chr. Die Gebäude der Altstadt waren wahrscheinlich nicht ganz so alt, aber eine tolle Kulisse für unseren abendlichen Spaziergang. Die Stadt soll eine der orientalischsten Städte des Landes sein und verzückte uns mit ihrem Charme aus altem Gestein und buntem Leben.

Unweit der Stadt schlugen wir unser erstes Nachtlager auf – wir parkten also einfach das Auto neben dem Strand – perfekt.

Israel, ein Land voller Geschichte und der Ursprung der Christen. Bei einem so kleinen Land (es ist nur ungefähr so groß wie das deutsche Bundesland Hessen) dauerte es natürlich nicht lang, bis wir auf die Spuren von Jesus kamen. Weiter ging es ab Akkon Richtung Osten zum berühmten See Genezareth. Hier war Jesus aufgewachsen, ist übers Wasser gelaufen, hat einen Sturm beruhigt, seine Jünger zusammengetrommelt und die sogenannte Bergpredigt gehalten (ab Matthäus 5).

Unter dem See Genezareth haben wir uns immer einen riesigen See vorgestellt (vielleicht so wie den Bodensee) – reell waren wir dann doch etwas erstaunt wie klein er eigentlich ist – und wie da ein Sturm aufkommen soll den Jesus beruhigen musste. Aber scheinbar stürmt es auf dem See aufgrund der lokalen Geographie doch öfter, wie wir uns sagen ließen.

Wir waren nicht die Einzigen die die erste Wirkungsstätte Jesu anschauen wollten – In Busladungen wurden die Touristen und Pilger an die heiligen Orte entlang des Sees gekarrt.

Und so reihten wir uns ein, um auf die Ausgrabungsstätte von Kafarnaum / Kapernaum zu gelangen. Einst ein Fischerdorf am Nordufer des Sees war es ein Wohnort Jesus. Heute sieht man nur noch ein paar Ruinen und eine etwas verrückte Kirche – diese schwebt über den Ruinen des Hauses von Petrus, einem der ersten Jünger Jesu.

Interessant war für uns, dass es viele kleine Sitzgelegenheiten und Altäre entlang des Ufers gab – so kann vermutlich jeder der mag einen Gottesdienst oder Ähnliches an diesem besonderen Ort abhalten.

Wenige Kilometer entfernt liegt die Pilgerstätte Tabgha – vielleicht der Ort, an dem Jesus 5000 Männer mit nur 5 Broten verköstigte (Brotvermehrungs-Wunder). Heute zu sehen ist eine Kirche mit aufwendigem Mosaikboden.

Wir befinden uns direkt am Fuße vom Berg der Seligpreisung – die berühmte Bergpredigt wurde hier gehalten. Ehrlich gesagt ist es jedoch für uns Schwarzwaldbewohner eher ein Hügel und innerhalb einer halben Stunde hatten wir ihn erklommen. Das Kloster hatte jedoch gerade Mittagspause und war geschlossen. Was wir sehr witzig fanden, auf und um den Hügel wurden Bananen angepflanzt – das wäre doch eigentlich ein mega Exportschlager „heilige Bananen“ aber bisher haben wir diese noch nicht im Supermarkt gesehen.

Wir entfernen uns wieder vom See und steuern Nazareth an – Heimatort und Vaterstadt von Jesus. Unser Ziel ist die Verkündigungsbasilika, diese steht laut Überlieferungen dort, wo einst das Haus Marias stand und Sie vom Engel Gabriel die Verkündigung über Ihr Kind hörte.

Interessanter weise, fanden viele der frühchristlichen Ereignisse anscheinend in Grotten statt – so steht auch hier die Kirche über einer Grotte. Die Kirche selbst ist die größte im nahen Osten und war einfach nur überwältigend. Die Kirche ist in drei Ebenen aufgeteilt: zu unterst liegt die Grotte. Eine Ebene darüber liegt die Unterkirche – diese war jedoch einfach leer. Die Oberkirche war wie eine normale Kirche mit bänken ausgestattet. Der Ganze Kirchenbau ist von 1969 und wirkte mit seinen Sichtbetonelementen erstaunlich modern.

In Israel ist Campen problemlos möglich. Oft gibt es sogar ausgeschriebene, kostenlose „Campingplätze“ – welche tatsächlich aber einfach Parkplätze sind, auf denen Camping erlaubt ist. In Jerusalem wollten wir jedoch nicht im Auto übernachten und steuerten so am nächsten Morgen direkt zu unserer Unterkunft, am Rande der Stadt. Wir hatten jedoch nicht mit dem dichten Verkehr gerechnet und es dauerte wesentlich länger als geplant. Unser Zimmer war in einem normalen Wohnhaus – hier hatte jemand einfach in einer kompletten Wohnung alle Zimmer vermietet – keine Rezeption, nur ein Brief für uns. Etwas komisch, aber funktionierte. Ins Stadtinnere fuhren wir mit der Straßenbahn. Alles kein Problem, nur das hohe Aufkommen an Soldaten, die auch bewaffnet in der Bahn fuhren, fühlte sich komisch an. Aber in Israel gibt es eine Wehrpflicht für Männer und Frauen über mehrere Jahre (Männer 3, Frauen 2) – klar das man die dann auch irgendwo sehen muss.

In Jerusalem kann man bestimmt Wochen verbringen – wir sind jedoch Spezialisten für kurze Städtetrips und schauten uns die Hauptsehenswürdigkeiten innerhalb zweier Tage an. Start war die Altstadt, umringt von einer hohen Mauer finden sich hier verschiedene Religionen in den einzelnen Vierteln wieder. Gefühlt führen alle Straßen der Altstadt hin zum Tempelberg. Hier befand sich einst das zentrale Heiligtum des Judentums, heute eines des Islams. An seinem Fuß liegt die Klagemauer, das letzte Stück des jüdischen Heiligtums . Sie ist 18m hoch und 48m lang, unterteilt in einem Bereich für Männer und einen für Frauen.

Unweit davon beginnt der Aufstieg auf  das Plateau, der Besuch ist kostenlos, aber es gibt begrenzte Öffnungszeiten. Hier standen einst verschiedene Tempel des Judentums, heute steht dort der Felsendom – ältester monumentaler Sakralbau des Islam. Wir konnten uns, abgesehen von hoher Militärpräsenz, in Ruhe umsehen und es ist schwer vorstellbar, das dieser Ort einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt ist.

Wieder zurück vom Tempelberg tauchten wir ein in das laute Gedränge der Altstadt und folgten der Via Dolorosa bis zur Grabeskirche. Die Strecke symbolisiert den Weg Jesu, welchen er mit dem Kreuz geschultert zurücklegen musste. Tatsächlich wurde die Stadt in den vergangenen 2000 Jahren so stark umgebaut, das nicht belegt werden kann, wo der Weg einst entlang führte – aber für viele Pilger ist es wichtig einen definierten Leidensweg Christi vor sich zu haben – und so wurde einer geschaffen. Am Ende des Weges lag einst außerhalb der Stadt der Hügel, auf dem die Kreuzigung stattfand (Golgatha – „die Schädelstätte“).

Die Kirche selbst ist mehr als ungewöhnlich. Betreut wird Sie von 6 christlichen Konfessionen, welche mehr oder weniger darum streiten, wem welcher Teil zusteht. Das kann auch mal in Handgreiflichkeiten enden. Daher betreut eine muslimische Familie seit mehreren Jahrhunderten den Schlüssel, da diese als neutral gelten.

Das Innere der Kirche umfasst gleich mehrere heilige Orte für die Christen. Da wäre das heilige Grab – das Grab Jesu, aus dem er bekanntermaßen nach drei Tagen wieder auferstanden ist. Hier gab es jedoch eine so lange Warteschlange, dass wir uns die kleine Kapelle, welche um die Grabesgrotte gebaut worden war, nur von Außen angesehen haben. Der Salbungsstein – hier wurde der Leichnam Jesu für die Beisetzung vorbereitet. Der Stein ist auf Bodenhöhe und dicht umdrängt von Menschen. Sie wollen Ihn alle berühren und wenn möglich auch küssen. Der Golgathafelsen ist auch von der Kirche eingebaut – hier fand die Kreuzigung statt. Und es gibt noch weitere Orte in der Kirche, manche gut, manche garnicht besucht – je nachdem ob Sie bekannt sind / welche Konfessionen ihnen zugetan ist.

Jeder möchte Teil haben an den heiligen Orten – und wer es nicht in die Grabeskirche geschafft hat, der hat versucht möglichst nah an Ihr ein eigenes Gotteshaus zu errichten. So finden sich allerlei Kirchen (auch deutsche) in unmittelbarer Nähe zur Grabeskirche.

Wir finden unseren Weg wieder aus dem Gassengewirr der Altstadt hinaus und verlassen diese durch eines der bewachten Tore. Im Osten schließt an die Altsadt der Ölberg an – heute ein großer Friedhof, spielte er in der Bibel eine große Rolle. Doch zunächst besuchen wir an dessen Fuß den Garten Getsemani. Es ist kurz vor Sonnenuntergang und die knorrigen alten Olivenbäume liegen schon im Schatten und sehen etwas trostlos aus. Oder es liegt einfach an diesem Ort – hier betete Jesus bevor er verraten und verhaftet wurde.

Laut unserem Reiseführer ist der Blick vom Ölberg auf die Altstadt und den Tempelberg bei Sonnenuntergang fantastisch – und so rannten wir halb den Berg hinauf um dieses Schauspiel zu beobachten. Mit uns wieder der vertraute Strom an Touristen – aber es lohnte sich wirklich.

Eine andere Seite des Israel-Urlaubs ist die Erinnerung an die Geschichte, die besonders Deutschland und somit unsere Vorfahren und die Juden verbindet. Und so besuchten wir den Herzlberg, Nationalfriedhof in Jerusalem und Ort für verschiedenen Gedenkstätten. Eine davon ist die Nationale Gedenkhalle. Eigentlich haben wir diese nur gefunden, weil Franzi nach neuer Architektur gesucht hat – doch der Besuch hat uns sehr bewegt. Denn diese besteht aus Betonsteinen in die jeweils der Name eines gefallenen Soldaten eingraviert ist, der im Dienst gestorben ist.

Der Herzlberg ist sehr schön angelegt und mutet eher wie ein Park, als ein Friedhof an – da war es sehr verwunderlich, dass wir scheinbar die Einzigen waren, die Ihn begingen. Auf der anderen Seite liegt Yad Vashem – die Internationale Holocaust Gedenkstätte. Dieser Museumskomplex erläutert den Holocaust sehr unkaschiert mit all seiner Brutalität und danach waren wir einfach nur traurig und wütend zugleich. Und irgendwie beschlich uns auch ein komisches Gefühl gerade als Deutsche an diesem Ort zu stehen – obwohl er freilich lange her ist und wir wohl kaum etwas dafür können. Aber es ist unglaublich wichtig sich an diese Schrecken zu erinnern und sie im Herzen zu behalten, so dass wir etwas Derartiges nie wieder geschehen lassen.

Wir alle kennen Sie: die Weihnachtsgeschichte. Joseph und Maria müssen wegen einer Volkszählung von Nazareth nach Bethlehem laufen, es ist Winter, Maria ist Hochschwanger, aber alle Herbergen sind voll. Am Ende finden sie noch einen Platz in einem Stall und hier kommt Jesus zur Welt. Bethlehem liegt unmittelbar neben Jerusalem, aber im Pälestinensergebiet (Westjordanland) und mit dem Leihwagen dürfen wir dort nicht hinein fahren. Trotzdem kein Problem, denn es gibt eine Busverbindung. Normalerweise nehmen Touristen wohl ein Taxi, aber wir sind da eher sparsam und bevorzugen den lokalen Weg. Und die Busfahrt klappt wirklich gut, ist sehr günstig und wir kamen auch nicht weit entfernt von der Geburtskirche heraus. Es ging durch ein sehr kleines Tor in den Kirchenraum und dann hieß es auch schon warten – fast eine Stunde warteten wir, um – die Geburtsgrotte zu sehen – wo ist denn da der Stall? Wie auch schon die Verkündigung, fand die Geburt Jesus wohl in einer Grotte statt – da gab es wohl Übersetzungsschwierigkeiten 😊 Aber am Ende des Wartens durften auch wir uns dem Heiligtum nähern – hinter dem Altar ging es ein paar Stufen hinab und im Boden war ein mit Silber beschlagenes Loch – und darunter dann wohl die Grotte. Für uns mutete das Ganze dann doch ziemlich absurd an – aber andere Menschen legten extra mitgebrachte Bilder / Ketten, etc. auf das Silber, vermutlich um diesen Dinge so etwas vom Heiligtum anzueignen. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung, aber für uns kein Ort zu dem wir nochmals unbedingt reisen müssten.

Unser nächstes Ziel lag weiter im Süden, die Festung Masada. Wie bereits erwähnt durften wir jedoch nicht mit dem Mietwagen durch das Westjordanland fahren und somit fuhren wir einen unnötig großen Bogen.

Die Festung Masada ist eine alte jüdische Festung, am Rande des Toten Meeres auf einem solitären Tafelberg errichtet. Errichtet wurde Sie im Auftrag König Herodes um ca. 40 v. Chr. Unter den Römern wurde Sie als Garnison verwendet, bis diese von jüdischen Rebellen um ca. 70 n.Chr eingenommen wurde. Diese bauten das Plateau weiter aus und errichteten neben Wohnhäusern verschiedenen Gebäude um dauerhaft auf der Festung zu leben. 4 Jahre darauf wurde die Festung gestürmt – die Römer hatten eine Rampe am Berg aufgeschüttet, um so mit Rammböcken die sonst uneinnehmbare Festung zu zerstören. Die Besonderheit jedoch liegt darin, dass die knapp 1000 dort lebend Juden nicht Gefangene werden wollten, sondern lieber in Freiheit starben – so steht Masada auch heute noch für den jüdischen Freiheitswillen und die Erinnerung wird hochgehalten. Die Soldaten der Israelischen Armee halten heutzutage in Erinnerung an die Widerstandskraft früherer Juden ihr militärisches Gelöbnis auf der Festung ab und schwören „Masada wird nie wieder fallen“.

Bis heute gibt es auch immer noch eben jene aufgeschüttete Rampe, auf der nun die Besucher das Plateau betreten können. Zu sehen sind wenige Ruinen, aber es gibt gute Erläuterungstexte, die einem die Gebäude näher bringen. Besonders eindrücklich war das Wasser-Sammelsystem. Es gab große Zisternen die das Wasser des Plateaus sowie der umliegenden Hügel auffingen. Denn die Festung liegt zwischen dem toten Meer und der Judäischen Wüste – wundervolle Landschaft, aber Süßwasser ist da eher Mangelware.

Das Tote Meer ist eigentlich ein See, liegt 428m unter dem Meeresspiegel und ist extrem salzig – der Salzgehalt liegt bei ca. 30%. Ein Bad darin soll nicht nur sehr gesund sein, es ist auch sehr lustig. Denn durch das Salz schwimmt man einfach auf der Oberfläche – ohne irgendwelche Anstrengung.

Man kann das Salz förmlich fühlen, wenn man im Wasser ist, aber beim trocknen merkten wir es dann so richtig – es bildete sich eine Art weiser Film auf der Haut – eine Salzkruste.

Direkt neben dem Toten Meer stießen wir auf eine komplett andere Welt: im En Gedi Naturreservat sprudelten nämlich mitten in der Wüste Wasserfälle. Der Park war gut besucht und auch wir erfreuten uns an der grünen Natur, den wilden Tieren und natürlich plantschten auch wir unter einem der Wasserfälle.

Eine Woche ist schnell vorbei und so ging es wieder Richtung Nord-Osten, durch die Negev-Wüste bis nach Be`er Scheva. Hier hielten wir hauptsächlich für Franzi die uns auf der Suche nach Gebäuden des brutalistischen Baustils durch die Stadt lotste.

Dann waren wir nach einer Woche schon wieder zurück in Tel Aviv. Diese Stadt ist auch als weiße Stadt bekannt, da hier viele Gebäude im Bauhaus-Stil errichtet wurden. Wir machten uns auf die Suche nach diesen und konnten einige entdecken. Aber dort, wo ein solches Gebäude nichts Besonderes ist, wird sich auch nicht sonderlich gut darum gekümmert und an vielen Häusern nagte sichtbar der Zahn der Zeit.

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Kasachstan – wo nicht nur die Sonne am Himmel glüht https://bumpyroads.de/kasachstan-wo-nicht-nur-die-sonne-am-himmel-glueht/ https://bumpyroads.de/kasachstan-wo-nicht-nur-die-sonne-am-himmel-glueht/#respond Thu, 19 Jul 2018 15:28:36 +0000 http://bumpyroads.de/?p=5523 Weiterlesen]]> 19.07.2018 – Das Land passte so gar nicht zu unseren Vorstellungen: anstatt einer lebendigen Bergwelt und grüner Hochebenen fuhren wir fast die gesamte Strecke von 2400km durch eine flache, wüstenähnliche Steppenlandschaft mit Temperaturen von über 45 Grad.

Die Grenze zwischen Kirgistan und Kasachstan verläuft am Rande der Bergkette und Kasachstan hat nur am Rand im Süden und Osten Berge, unsere Strecke von Süd nach Nord war hingegen einfach nur flach.

Die Einreise verlief schnell, wir mussten einen Registrierungszettel ausfüllen und stempeln lassen und wieder ein paar Frage zum Auto beantworten, danach waren wir durch. Vor der Grenze herrschte buntes Markttreiben – wir brauchten eine Autoversicherung, da nur Inländische anerkannt werden. Leider gab es keinen Bankautomaten und die Geldhändler hatten unverschämte Umtauschkurse, so dass wir in USD bezahlen mussten. Aber auch wir sind abgebrühter geworden: die Versicherung sollte 31 USD kosten (schlechter Umtauschkurs) aber wir gaben nur 25 – wenn es nicht passt würden wir zum Nächsten gehen. Natürlich waren auch 25 USD noch ok, wer weiß wie wenig die Versicherung tatsächlich kostet.

Es ging nach Taraz, hier konnten wir problemlos Geld abheben und gleich eine Simkarte kaufen (angeblich mit unbegrenzt YouTube, yeah!). Die Stadt selbst hatte nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten. Der Hauptplatz der Stadt war groß, leblos und von sowjetischen Gebäuden umringt. Der Garten der großen Stadtmoschee wurde von Hochzeitspaaren samt Gefolge belagert, die hier alle ihre Fotos machen wollten. Neben den Paaren an sich waren ihre Hochzeitsautos sehr interessant: sichtbar selbst aufgemotzte Hummer-Limousinen suchten verzweifelt auf der kleinen Nebenstraße einen Parkplatz.

Auch wir suchten nach einem Parkplatz für die Nacht und parkten in einem Grünstreifen neben einem Wohngebiet. Menschen mit Badesachen erregten unsere Aufmerksamkeit: da es schrecklich warm war fuhren wir in die entsprechende Richtung und fanden mitten in der Stadt einen großen, kostenlosen Badesee. Der war natürlich gut besucht und auch wir stürzten uns in das kühle Nass – super angenehm.
Am frühen Morgen, gegen 5 Uhr, wurden wir unangenehm geweckt, als jemand versuchte an unserer Türklinke zu ziehen (die natürlich abgeschlossen war und nicht aufging). Beim zweiten Versuch war Thomas schon nach vorne gesprungen und brüllte den vermeintlichen Einbrecher laut an, der daraufhin schnell wegrannte. Da man nach so einem Erlebnis nicht mehr gut schlafen kann, fuhren wir in aller Früh weiter.

Kurz hinter Taraz liegt das Aisha Bibi Mausoleum – bei so wenig Sehenswürdigkeiten schauten wir uns selbst diese beiden kleinen Grabgebäude an. Aber sonderlich beeindruckt waren wir nicht.

Durch sehr viel spärlich bewohnte Landschaft ging es weiter nach Türkistan, vom 16. bis 19. Jahrhundert Sitz der kasachischen Khane, drückt mit seinem Namen eben diesen Anspruch aus: Repräsentant aller Türk-Völker zu sein. Heute sieht man vom ehemaligen Rang der Stadt nicht mehr wirklich viel, einziger Zeitzeuge ist die Grabmoschee Hodzha Achmed Jassawi – die später ausgebaut und als Regierungssitz genutzt wurde. Das Mausoleum steht heute immer noch unvollendet da, der Vorderseite fehlt der Fliesenschmuck, da der Auftraggeber vor Fertigstellung verstarb. Nur ein kleiner Teil des Gebäudes ist tatsächlich das Mausoleum, drum herum gab es eine große Halle, eine Küche, einen Gebetsraum sowie verschiedene andere Räumlichkeiten. Direkt davor erblühte ein schöner Rosengarten, in der sonst sonnenverbrannten Umgebung.

In den Weiten Kasachstans gibt es vermutlich noch so manche vom Wüstensand verborgene Stadt. Wir besuchten Sunak Ata, eigentlich nur ein auffällig großer flacher Hügel in der Landschaft, an dessen erster Ecke gerade Ausgrabungen und Wiederaufbauten begannen. Doch schon die kleinen Mauerreste und die noch im Boden befindlichen Tonvasen waren spannend anzusehen und versprachen einen interessanten Ort unter den weiteren Dreckschichten.

Was tun gegen die Hitze? Zunächst legten wir uns einen beachtlichen Vorrat an Getränken zu – es war so heiß das wir locker einen 5l Wasserkanister nebst 1-2 Flaschen Limonade am Tag verbrauchten. Ansonsten hielten wir Ausschau nach allem, was sich zum Badengehen eignete, nur leider gab es davon nicht so viele Möglichkeiten. In Kyzylorda fanden wir endlich einen städtischen Badesee und dümpelten sehr lange im lauwarmen Wasser dahin.

Die Kanäle die das Land durchziehen waren meist nur mit brauner Brühe gefüllt – aber sie sind der Grund, weshalb die eigentlich großen Flüsse des Landes nicht viel größer als ein Dorfbach sind. So standen wir neben dem Syrdarya – einer der großen Flüsse die wir aus dem Geografieunterricht kannten, aber der Anblick war sehr traurig.

Baikonur, das Sternenstädtchen auf der einen Straßenseite und die Raketenabschussstationen auf der Anderen – zumindest theoretisch, denn gesehen haben wir fast nichts davon. Das Abschussgelände liegt 25 Kilometer von der Straße entfernt und außer ein paar Häusern mit Sattelitenanlage gab es nichts zu sehen. Das Dorf konnte man zwar von außen sehen, aber wir kamen nicht weit – auch dieses ist abgeriegelt und genau wie der Weltraumbahnhof selbst russisches Territorium. Selbst das Museum liegt im Sperrgebiet – so mussten wir ohne viel gesehen zu haben wieder weiterfahren.

Zwischen den Städten die hier erwähnt werden liegt eigentlich nichts, nur flache, eintönige Steppe. Immerhin ist der Asphalt in erstaunlich gutem Zustand (für mittelasiatische Verhältnisse) und man kann recht zügig fahren.

Wir gelangten nach Aral-Stadt und sehen was das Ergebnis der Kanal-Wasserwirtschaft der Sowjetunion ist: die einst vom Fischfang florierende Kleinstadt bröckelt heute langsam vor sich hin – denn Fischfang funktioniert hier schon lang nicht mehr. Durch die massive Wasserentnahme aus den Zuflüssen schrumpfte der Aralsee: der einst viertgrößte Binnensee der Erde verschwand durch Menschenhand fast komplett. Aber das eigentlich erschreckendste für uns war die Erkenntnis: das den planenden Russen dieser Effekt bekannt war und sie sogar dachten es würde weit schneller gehen. Die Russen wollten Baumwolle und brauchten scheinbar keinen Fisch – da war ihnen das Schicksal des Sees sowie seiner Anwohner egal. Sicher nicht ganz untypisch für wirtschaftliche Projekte jener Zeit.

Heute gibt es Versuche den See wieder zu füllen. Mit einem Damm versuchen die Kasachen das Wasser davon abzuhalten Richtung Usbekistan – wo früher auch der See war – zu verschwinden. Aber auch heute noch fließt viel Wasser durch kaputte Kanäle und verschwindet, bevor es im See landet – vermutlich wird es noch sehr lange dauern bis der See wieder da ist.

Nach schier endlosen Kilometern auf immer schlechter werdenden Straßen ging plötzlich eine gut ausgebaute zweispurige Fahrbahn los, die uns ins Stadtzentrum von Aktöbe leitet. Hier können wir für umgerechnet rund 2,50€ p.P. in einem netten Hostel Wäschewaschen und Duschen so lang wir wollen – das Angebot nutzen wir natürlich gern. Mit uns übernachtete noch ein weiteres „Overlander-Pärchen“ in seinem Offroadauto vor dem Hostel. Die Beiden sind Neuseeländer, kommen aus London und reisen über den Landweg zu ihrer neuen Wahlheimat nach Australien. Zu unserer geselligen Runde kommt noch ein Schweizer hinzu, der an einer Solar-Fahrrad-Ralley teilnimmt: „The Sun Trip“ geht über 12 000 km von Lyon (Frankreich) bis nach Canton (China). Das zeigt uns mal wieder, wir sind nicht die Verrücktesten da draußen, sondern mit unserem Auto ziemlich normal unterwegs.

Aktöbe an sich sah etwas heruntergekommen aus, merkwürdigerweise gab es aber eine Menge an Arbeitern die an allen Ecken der Stadt am Putzen waren – vielleicht gab es hier ja einen Sommerputz, anstatt des Frühjahrsputzes?

Ein neuer Tag Autofahren und mal wieder erwarteten uns neue Unterbrechungen des langweiligen Dahinfahrens: auf der eigentlich guten Teerstraße gab es plötzlich ca. 5-10 cm tiefe Ausschnitte. Mal lang, mal breit erschienen sie plötzlich vor einem: entweder konnten wir ausweichen, oder mussten abbremsen um nicht zu schnell über die harte Kannte zu fahren. Natürlich hatte auch der Gegenverkehr das gleiche Problem und so sah es aus der Ferne aus, als würden die Autos einen Tanz aufführen. Danach erwarteten uns Schwärme von Heuschrecken die über die Straße zogen – wir schafften es schnell genug die Fenster hochzukurbeln – so hörten wir nur das Klackern auf der Windschutzscheibe – irgendwie gruselig.

Bevor wir das Land verlassen nutzen wir nochmals die niedrigeren Löhne und schickten das Auto in eine Werkstatt in Uralsk. Diesmal ist es die Achsmanschette auf der Beifahrerseite und die eigentlich Neue war auch schon wieder runtergerutscht. Dazu kommt einmal Fetten der Gelenke (wir stehen auf Kriegsfuß mit unserer Fettpresse und haben es schließlich aufgegeben es selbst zu machen) und die hinteren Blattfedern richten – die ruckeln beim vielen Fahren auseinander.

Nach 9 Tagen schier endlosem Fahren durch sehr viel Nichts und zu viel Hitze hatten wir es schließlich bis an die Grenze zu Russland geschafft. Die Prozedur dauert nicht lang und schnell stehen wir im Niemandsland. Russland ist das letzte Land außerhalb der EU – die letzten Grenzen. Wir hoffen darauf, dass hier Väterchen Frost auch im Sommer die Temperaturen angenehm niedrig hält.

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