Danke Andrea!
Sylvia
]]>Wie gut, dass du es festhältst, was die Menschen doch nur allzu schnell vergessen und gar nicht so genau wissen wollen. Aber du hast ihren Schmerz gesehen, den einen und den anderen. Und du hältst fest, was die Welt nicht sehen mag.
Danke für dein Sein.
Sylvia
als Autor, Verleger und Sprachwissenschaftler kann ich Ihnen in fast allen Punkten zustimmen. Schön, eine Stimme der Vernunft in ideologisch vermintem Gelände zu hören.
Dass Sprachaktivistinnen das Gendern forcieren und das generische Maskulinum bekämpfen
– hat keine sprachwissenschaftliche Grundlage und offenbart Unkenntnis der sprachlichen Grundtatsachen,
– führt in der Konsequenz zur sprachlichen, ideologischen und sozialen Spaltung der Sprachgemeinschaft
– baut überflüssigerweise falsche Fronten auf und ist für die Sache der Frauen kontraproduktiv.
– verbraucht geistige und materielle Ressourcen, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt wären
Der feministische Sprachaktivismus, der Mainstream-Feminismus und insbesondere die Gender-Theorie in Form des Gender-Mainstreaming haben in den letzten Jahren die Wahrnehmung einiger Aktivistinnen (und ihrer Nachahmer) so verändert, dass sie im generischen Maskulinum ein Feindbild sehen, das bekämpft werden muss. Genus wird mit Sexus gleichgesetzt, so dass alles, was an der Sprache irgendwie „männlich“ klingt oder aussieht, abgelehnt wird. Das ist eine schon fast zwanghaft zu nennende Fixierung auf das Geschlecht. Ich nenne diese Verschiebung der Wahrnehmung „Gender-Brille“.
Derzeit ist es leider so, dass die Auseinandersetzung um das Gendern über weite Strecken den Charakter eines Glaubenskrieges angenommen hat. Statt sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, werden von seiten der Befürworter die Moralkeulen ausgepackt.
Höchste Zeit, verbal und ideologisch abzurüsten. Ob gegendert wird oder nicht , ist nicht wichtig. Jemand, der das generische Maskulinum verwendet, kann ein sehr respektvoller Mensch sein, jemand, der gendert , muss es nicht unbedingt sein. Es kommt nicht auf die Sprache an, sondern immer auf die Haltung, die dahintersteht.
]]>