aber ich halte mich eigentlich zu 100% im nicht kommerziellen Teil des Internets auf, in dem es ja als anrüchig gilt, die Plattform für eigene „kommerzielle“ Zwecke zu nutzen. Mich interessiert da eher der Lernprozess, das Lay Out, welche Grafiken benutzt werden dürfen und ob das ganze als PDF nach etwas aussieht. Aber ich habe so viele Projekte, etwa die Gedichte aufzunehmen und mit Musik zu unterlegen usw. Manchmal denke ich, es ist besser die Zeit zu nutzen und mehr zu schreiben. 10 oder 12 Websites bzw. Gedichteforen reichen dann auch. Irgendwie macht es sowieso keinen Sinn, solange die Prosalyrik die Kanäle verstopft. A) Ist die Bewertung die totale Willkür und b) gibt es keine Breitenwirkung mehr, da es kaum Publikum für Poesie gibt, solange man nicht einmal die Beherrschung des Handwerkszeugs erwarten darf.
]]>Ich denke, es muß gar nicht jeder Artikel und jedes Buch auf Papier gedruckt werden. Wer das unbedingt möchte, kann ja den heimischen Drucker bemühen. Wenn sich aber direkt über das Interesse des Publikums (und nicht etwa über GEMA und Verlage) entscheiden würde, welches Buch gedruckt wird und welches nicht (weil sich der Autor mangels Publikum das nicht leisten kann), dann fände ich das keinen schlechten Beitrag zur „Qualitätssicherung“ von Kultur. Es ist nämlich absurd, dass Gelehrte der Welt vorschreiben wollen, was sie als kulturell wertvoll zu erachten hat und was nicht. So funktioniert das sowieso nicht.
]]>Aber im Grunde hats Du recht, gedruckt lohnen sich sowieso nur Liebhaberausgaben, die relativ aufwändig hergestellt werden müssten. Da ist man dann auch bei BoD schnell bei 3000€ ohne Lektor.
]]>Was eBooks betrifft, bin ich von dem Konzept noch nicht so restlos überzeugt. Es gibt ja einige größere Verlage, die inzwischen welche anbieten – zum selben Preis wie die Papierausgaben, was ein Witz ist. Eine digitale Kopie kostet wieviel? Null Cent? Da zahle ich doch keine 10€ für ein eBook, zumal ich gar nicht sicher sein kann, dass das Amazon das nicht morgen schon (wenn ich gerade auf Seite 85 bin) wieder von meinem kindle gelöscht hat.
Auf meiner Website ein kostenloses PDF einzustellen oder mir ein WP-PlugIn runterzuladen, mit dem ich meine Blog-Artikel gegen Kleinstsummen via PayPal o.ä. zur Lektüre anbieten kann, halte ich an sich – was die generelle Verbreitung von Wissen und Kultur betrifft – für die beste Variante, besser noch als die sogen. Kulturflatrates, denn das sind im grunde genommen auch nur GEMA- und GEZ-Gebühren. Ich will aber nur für die Kultur bezahlen, die ich tatsächlich auch konsumiere und vor allem möchte ich als Künstler die Kohle für meine Kunst von meinem Publikum direkt selbst bekommen. Wenn die erst über fünf Instanzen läuft, ist klar, dass am Ende nichts mehr für mich übrig bleibt. Die Leute sollten sich lieber mal Gedanken über ein anständiges digitales Bezahlsystem machen, anstatt sich mit absurden Ideen wie Kopierschützen für Nullen und Einsen rumzuplagen.
Das gedruckte Buch wird letztlich immer auch ein Liebhaberstück bleiben und sicherlich nicht komplett von der Bildfläche verschwinden. Ich lese gerne im Bett, in der Bahn, am Strand und habe dann auch gern dieses haptische Bucherlebnis, das kann ein eBook, selbst mit Reader sowieso nicht leisten. Bei den BoD-Angeboten muß man allerdings wiederum vorsichtig sein. Ich habe gehört, dass die schon vom Angucken auseinanderfallen, weil sie so larifari gebunden sind.
Was meine Gedichte und deren nostalgischen Wert für mich als Autor betrifft, träume ich davon, eine illuminierte Handschrift anzufertigen, die dann auch manuell gebunden wird – so à la William Blake vielleicht. Das wär doch mal was…
]]>Was mich reizt ist ein e-book, das man dann zum Download freigibt, weil ja hin und wieder doch mal jemand nach einer Monographie fragt.
]]>da hast Du ganz recht. Es ist wirklich bescheuert sich in einer großen Auswahl unsortierter Gedichte drucken zu lassen. Das ganze gab es auch schon im Discount für 5€ Gedicht. Besonder gediegen finde ich dann diese sogenannten Wettbewerbsgewinner, die dann auf eigene Kosten veröffentlichen durften und sich für Schriftsteller und Dichter halten um uns dann mit ihren Werken zu beglücken.
Ich denke die übliche Auflage von 2-300 schaffen die meisten Gedichte auf jedem halbwegs frequentierten Gedichteforum. Wer sie öfter posted übertrifft die meisten Verlagsauflagen locker. Insofern macht es auch gar keinen Sinn, solange man nicht bestimmte Zielgruppen auf Absatzwegen jenseits des Buchhandels ansprechen will.
]]>mfG
@miro
Was die Veröffentlichung im Verlag des Freundes eines Freundes betrifft, habe ich keine Ahnung, wie die Wettbewerbsveranstalter so drauf sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle ungefähr das Gleiche sagen, aber etwas völlig anderes darunter verstehen. Also am besten immer direkt nachfragen.
]]>Will ja nicht kleinlich sein, möchte aber gerne drauf hinweisen: “ Die CD […] ist auch für jeden, der nicht das teure MS-Office-Packet installiert hat, völlig nutzlos.“ ist falsch. ^^
„Open Office“ unterstützt z.B. genauso .doc Dateinen und ist völlig frei downloadbar. *g*
Aber ansonsten hast du völlig Recht.
Wie ist das eigentlich? Wenn man jemanden kennt, der jmd. kennt (oder so ähnlich…) der einen kleinen Verlag besitzt. Und dieser Verlagsbesitzter ist so nett und druckt, sagen wir mal, 100 Exemplare von einem eigenen Gedichte Zyklus. Gilt das schon als ernsthafte Veröffentlichung, oder muss das ganze erst in den Markt geraten? Würde das ausreichen um bei einem „ernsthaften“ Wettbewerb mitzumachen?
Naja. Ich persönlich halte nichts von Wettbewerben, wenn ich nicht totsicher weiß, das die Juroren nicht nur Verleger und Hobbyliteraten sind. *g*
Naja. Wayne.
lg
Taurus