Auf dotcom bin ich auf dich und diese Seite gestoßen – leider hat sich unsere Ziet dort nicht überschnitten. Aber nun zum Eigentlichen.
Danke für diesen lehrreichen Beitrag. Ein paar Dinge, die ich anmerken möchte:
1. Du gibst an, dass „trotzdem“ eine Konjunktion wie „dass“, „weil“ oder „obwohl“ sein könnte. Wenn trotzdem eine Konjunktion wäre, wäre es wie „und“ oder „aber“ eine koordinierende, nicht aber wie „weil“ oder „obwohl“ eine subordinierende (Subjunktion).
2. Es schneit, trotzdem fahre ich mit dem Auto.
Es schneit, dennoch fahre ich mit dem Auto.
Es schneit, aber ich fahre mit dem Auto.
Im ersten un zweiten Satz ist die Wortstellung gleich. Trotzdem und dennoch dürften hier also sehr ähnlich sein. Aber wäre eine Konjunktion. Was ich weiß, ist dennoch ein Adverb. Dann könnte trotzdem auch eines sein.
3. Ich komme trotzdem.
Ich komme dennoch.
Würde ich demnach auch als Adverb durchgehen lassen.
4. „Trotzdem es gestern regnete, … “ Könnte das nicht umgangssprachlich sein?
5. Ich habe so etwas schon bei „damit“ beobachtet.
Ich brauche Schuhe, damit ich tanzen kann.
damit –> xX
Damit will er mich erschrecken.
damit –> Xx
Also dann, ich wünsche dir noch ein schönes Weihnachtsfest.
Liebe Grüße,
maXces
„das ein stark betontes wort, durch ein stärker betontes wort an betonung verliert und das die betonung durch die vokallautgebung begründet werden könnte…“
sondern,
das eine stark betonte silbe, durch eine stärker betonte silbe an betonung verliert und das die betonung durch die vokalllautgebung begründet werden könnte…
verzeihung
glg pringles
ich kann leider überhaupt nicht helfen, aber mir viel auf, das man satzweiterführend bei deinem beispiel:
6. Ich komme trotz’dem.
auch noch sagen kann
ich kam trotzdem sie mir davon abrieten
was wieder ein gegensatz zur betonung von „trotz“ wäre, da es sich auf das „dem“ bezieht..
ich kann nicht auf betonungslehre zurückgreifen, aber mein gehör sagt mir, das ich den längeren, oder stärker betonten vokal dehne oder hebe….mehr als den darauf folgenden, oder den zuvor genutzten
..inwiefern etwas adverb, oder verb ist, vermag ich nicht zu beurteilen und verzeihung falls mein kommentar verwirrt oder unsinnig erscheint..
aber so vernehme ich die betonung…
in der zeit seit der ich schreibe, habe ich mir eingetrichtert, das ein stark betontes wort, durch ein stärker betontes wort an betonung verliert und das die betonung durch die vokallautgebung begründet werden könnte…
vielleicht liegt die verschiedene betonung in dem moment nicht mehr am wort, sondern am vokallaut?
meiner meinung nach bestimmt der vokal nämlich das klangbild…*schluck*
trotz’dem – trotzdem‘
der hauptakzent liegt auf dem kurz-stark betonten o, das e wird gesenkt…
umgekehrt liegt die betonung weiterhin auf dem kurzstark betontem o, aber das e hebt an, durch die längere aussprache und überfrachtet das o..
ich kann das nicht benennen, aber ist das phänemon nicht weitestgehend rein phonologischer natur und bezieht sich auf die satzstellung? hm, soweit…
glg pringles
Mein (nichtautoritatives) deutsches Wörterbuch löst das Problem sehr einfach, indem es einfach alle diese Wörter als Bindewörter bezeichnet.
Der Langenscheidt sagt, dass es sich beim einen (trotzdem‘) um eine Konjunktion und beim anderen (trotz’dem) um ein Adverb handelt – also ganz deiner Vermutung entsprechend.