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]]>Wie gut die letztjährigen Zweitligisten mit den bislang im Oberhaus ringenden Mannschaften mithalten können, dürfte sich erst im weiteren Saisonverlauf zeigen. Zumindest gaben sich die etablierten Bundesligisten am ersten Kampftag gegen die vermeintlichen Underdogs keine Blöße und Überraschungen blieben aus. Lediglich der ASV Mainz musste bei seinem 13:12-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue bis zum Ende um den knappen Sieg bangen.
Die RKG Reilingen/Hockenheim verlor bei ihrer Rückkehr in die Beletage des deutschen Ringkampfsports beim sieglosen Bundesliga-Letzten der Vorsaison, der RKG Freiburg 2000, mit 9:16. Lässt dieses Ergebnis bereits Rückschlüsse auf die Stärke des kommenden Gegners zu?
„So einfach ist die Rechnung leider nicht“, hebt ASV-Coach Jörg Sänger warnend den Zeigefinger.
„Wir erwarten einen Gegner, der gegenüber dem Auswärtskampf in Freiburg zuhause nochmal eine ordentliche Schippe drauflegen und die Heimfans im Rücken haben wird. Deshalb werden wir hochkonzentriert auf die Matte gehen und den Gegner in keinem Fall unterschätzen.“
Auch wenn die Kurpfälzer nicht über die Kadertiefe des ASV Schorndorf verfügen, stehen in ihrem Aufgebot einige klangvolle Namen – allen voran Denis Kudla, der bei den Olympischen Spielen 2016 und 2021 jeweils die Bronzemedaille für Deutschland gewann. Jello Krahmer dürfte es in der Griechisch-Römisch-Klasse bis 130 Kilogramm mit dem Armenier Albert Vardanyan zu tun bekommen, der in den vergangenen Jahren im U20- und U23-Bereich mehrere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen hat. Im Freistil bis 71 Kilogramm rechnen die Schorndorfer zudem mit dem starken Moldawier Sergiu Lupasco.
Mit welcher Aufstellung der ASV die mit 138 Kilometern Entfernung kürzeste Auswärtsfahrt der Saison bestreiten wird, bleibt im Vorfeld wie gewohnt offen. Gegen vermeintlich schwächere Gegner könnten jedoch vor allem die beiden aufstrebenden Youngster Iannis Lupu und Timur Demir erneut eine Chance erhalten, nachdem sie bereits am vergangenen Samstag beim 13:11-Sieg gegen Meister Burghausen überzeugen konnten.
Wer das Schorndorfer Trainerduo Sedat Sevsay und Jörg Sänger kennt, weiß, dass beide trotz der klaren Favoritenrolle am Freitagabend nichts riskieren werden. Die Spartaner dürften deshalb mit dem bestmöglichen Team anreisen, um sich mit einem weiteren Erfolg an der Tabellenspitze festzusetzen.
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]]>Das hat gutgetan: Zum Saisonstart der Ringer-Bundesliga 2026/27 besiegte der ASV Schorndorf in der heimischen Grauhalde den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen mit 13:11. Obwohl die „Spartaner“ zu keinem Zeitpunkt in Rückstand gerieten, blieb das Bundesliga-Duell der beiden alten Rivalen bis zum letzten Kampf offen.
Im Vorfeld war man beim ASV unsicher gewesen, welche Aufstellung von den Gästen zu erwarten war – hatten diese doch in der Vergangenheit immer wieder ihre stärksten Ringer zuhause gelassen.
„Als Burghausen hier eingelaufen ist und ich die Mannschaft gesehen habe, ist mir ehrlich gesagt etwas die Kinnlade runtergefallen“, gestand der Schorndorfer Vorstand und Trainer Sedat Sevsay nach dem erfolgreichen Abend. „Die sind mit voller Stärke mit einer Playoff-Aufstellung angereist, während wir verletzungstechnisch kurzfristig umplanen mussten und nur mit drei ausländischen Ringern antreten konnten.“
Der Startschuss in die neue Saison war gleich einem der Jüngsten im Team vorbehalten. Der 17-jährige Neuzugang Iannis Lupu hatte bei seinem ersten Bundesliga-Kampf eine dankbare Aufgabe gegen den noch jüngeren Eric Dietrich. Bereits nach etwas mehr als einer Minute holte er mit einem Schultersieg die ersten vier Punkte für sein neues Team.
Souverän absolvierte auch Jello Krahmer seinen ersten Kampf der neuen Saison. Nach fünfeinhalb Minuten Kampfzeit führte er gegen Alexander Kreimer mit 8:0, gab in den letzten Sekunden aber noch einmal alles, um für seine Mannschaft die volle Punktzahl zu holen. 18 Sekunden vor Ablauf der sechs Minuten machte er mit einer Energieleistung den Überlegenheitssieg perfekt.
Eindrucksvoll präsentierte sich auch der zweite 17-jährige Schorndorfer Neuzugang. Timur Demir trat beherzt gegen den zweifachen Medaillengewinner bei Asienmeisterschaften, Amangali Bekbolatov aus Kasachstan, an. Zwar unterlag er, angefeuert von „Timur, Timur“-Sprechchören, mit 1:3, doch war klar zu erkennen, dass die Fans an dem „jungen Wilden“ noch viel Freude haben werden.
Anders als erwartet verlief das Debüt von Neuzugang Georgios Kougioumtsidis. Da der angestammte 98-kg-Freistil-Athlet Ertgrul Agca kurzfristig ausfiel, rückte der amtierende 79-Kilogramm-Weltmeister gleich um zwei Gewichtsklassen auf und unterlag dem schwereren Batyrbek Tsakulov mit 4:11. Dennoch war Sedat Sevsay voll des Lobes für den Griechen:
„Der Junge hat Charakter, das hat er heute gezeigt. Wenn man als Weltmeister bei seinem Debüt vor eigenem Publikum hoch verliert, sieht das erstmal nicht gut aus. Doch er hat sein persönliches Abschneiden hintenan und sich voll in den Dienst des Teams gestellt. Das rechne ich ihm hoch an.“
Im letzten Kampf vor der Pause unterlag Henrik Früh, der von der zweiten in die erste Mannschaft aufgerückt ist, vorzeitig Magomed Kartojev, sodass zur Halbzeit eine Schorndorfer 8:7-Führung zu Buche stand.
Nach der Pause hielt Ahmet Yilmaz den Vorsprung mit einem 5:3-Punktsieg gegen Idris Ibaev aufrecht. Ruslan Kudrynets ließ einen weiteren knappen Sieg gegen Artur Tatarinov folgen. Nach sechs Minuten hatte es 1:1 gestanden, aufgrund der ersten Wertung ging der eine Mannschaftszähler jedoch an den Deutsch-Ukrainer. Dabei kam eine neue Regel zur Anwendung: Bislang war bei einem Unentschieden derjenige Sieger, der die letzte Wertung erzielt hatte.
Zum Schlüsselkampf auf dem Weg zum Sieg wurde das Duell von Stas David Wolf gegen den WM- und EM-Dritten Akhsarbek Gulaev. Der Deutsche Meister, der die gesamte vergangene Saison verletzt ausgefallen war, lag bei seinem Comeback im ASV-Trikot bis neun Sekunden vor Kampfende mit 1:2 zurück. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Mit beherzten Aktionen drehte Wolf das Duell noch und feierte einen 5:4-Sieg.
„Ich wollte den Kampf unbedingt gewinnen, wusste aber, wenn ich zu früh nochmal eine Aktion starte, gebe ich ihm die Chance zum Kontern. Also habe ich die Uhr im Auge behalten und gewartet bis 30 Sekunden vor dem Ende und habe ihn dann angegriffen. Der Plan ist aufgegangen“, strahlte der 23-Jährige, der seinen Gegner beinahe noch auf die Schulter bugsiert hätte.
Wolf brachte den ASV Schorndorf zwar mit 11:7 in Front, doch war absehbar, dass es Neuzugang Burak Salviz gegen Welt- und Europameister David Baev schwer haben würde, über die vollen sechs Minuten zu kommen. Dies bewahrheitete sich: Nach 2:53 Minuten musste er sich durch technische Überlegenheit geschlagen geben, sodass Burghausen zum 11:11 ausgleichen konnte.
„Ich glaube, das bleibt heute alles bis zum letzten Kampf offen“, hatte der zweite ASV-Coach Jörg Sänger in der Halbzeitpause noch orakelt – und er sollte recht behalten. Alles hing nun davon ab, wie sich Ibrahim Ghanem gegen Baschir Kartojev schlagen würde, der in der Vorsaison noch den Schorndorfer Publikumsliebling Iuri Lomadze geschultert hatte.
Der französische Welt- und Europameister blieb cool, erarbeitete sich früh einen 3:0-Vorsprung und baute diesen nach der Pause auf 4:0 aus. Dann verlegte er sich auf das Verwalten der Führung und brachte den Sieg unaufgeregt und routiniert nach Hause.
„Gleich zum Saisonstart den Meister zu schlagen, ist natürlich ein Statement“, freute sich Jörg Sänger über den nicht unbedingt erwarteten Erfolg.
Auch Sedat Sevsay ordnete das 13:11 als großen Erfolg ein: „Der amtierende Deutsche Meister kommt mit voller Kapelle und wir schlagen ihn, obwohl wir noch nicht komplett sind. Das ist schon etwas Besonderes.“
Bereits am Freitag (20.30 Uhr) geht es für die Remstäler auswärts bei der RKG Reilingen/Hockenheim weiter. Die RKG verlor ihren Auftaktkampf in Freiburg mit 9:16.
ASV Schorndorf – SV Wacker Burghausen 13:11 (8:7)
61 kg FR: Lupu – Dietrich 16:0 SS (4:0). 130 kg GR: Krahmer – Kreimer 15:0 TÜ (8:0). 66 kg GR: Demir – Bekbolatov 1:3 PS (8:1). 98 kg FR: Kougioumtsidis – Tsakulov 4:11 PS (8:3). 71 kg FR: Früh – M. Kartojev 0:16 TÜ (8:7). 86 kg GR: Yilmaz – Ibaev 5:3 PS (9:7). 75 kg GR: Kudrynets – Tatarinov 1:1 PS (10:7). 80 kg FR: Wolf – Gulaev 5:4 PS (11:7). 75 kg FR: Salviz – Baev 0:16 TÜ (11:11). 80 kg GR: Ghanem – B. Kartojev 4:0 PS (13:11).
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]]>Fast schon traditionell hat der Deutsche Ringer-Bund seine höchste Liga und die dazugehörenden Durchführungsbestimmungen über den Sommer kräftig durcheinandergewirbelt.
„Solche drastischen Änderungen von einer auf die andere Saison habe ich noch nie erlebt“, sagt Sedat Sevsay, Vorstand und Trainer des ASV Schorndorf.
Gab es im vergangenen Jahr noch eine erste Bundesliga mit acht Mannschaften und darunter zwei regional aufgeteilte zweite Ligen mit sieben beziehungsweise acht Teams, wurden nun alle drei Ligen zusammengeführt. Entstanden ist eine neue erste Bundesliga mit 20 Teams, die den Modus der Fußball Champions League übernommen hat. Während der Hauptrunde bestreitet jeder Verein 12 Kämpfe gegen 12 verschiedene Gegner, sämtliche Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Tabelle ein. Die Zuordnung der Gegner erfolgte aus zwei Töpfen mit jeweils zehn Teams – dem starken Topf A mit den acht Bundesligisten der vergangenen Saison sowie den beiden Zweitliga-Meistern und Topf B mit den bisherigen Zweitligisten. Jede Mannschaft absolviert jeweils sechs Kämpfe gegen Gegner aus den Töpfen A und B. Damit treffen alle Vereine auf zwölf unterschiedliche Gegner, kein Duell findet innerhalb der Hauptrunde zweimal statt.
Der ASV Schorndorf empfängt in der Hauptrunde zuhause den SV Wacker Burghausen (5.9.), KV Riegelsberg (19.9.), KSC Hösbach (3.10.), SC Kleinostheim (17.10.), RKG Freiburg 2000 (21.11.) und AC Lichtenfels (5.12.). Auswärts tritt das Team des Trainergespanns Sedat Sevsay und Jörg Sänger gegen RKG Reilingen/Hockenheim (11.9.), RSV Rotation Greiz (26.9.), FC Erzgebirge Aue (10.10.), RG Saarbrücken (7.11.), KSV Köllerbach (28.11.) und AC Heusweiler (6.12.) an.
Eine weitere einschneidende Veränderung ist der Wegfall der in den vergangenen Jahren viel diskutierten Handicap-Punkte. Zur Erinnerung: Jeder Ringer wurde in den letzten Jahren auf Grundlage seiner Erfolge klassifiziert und erhielt zwischen null (Eigengewächs) und acht (ausländischer Ringer mit internationalen Medaillen) Punkten. Pro Bundesliga-Kampf durfte jedes Team mit seinen zehn eingesetzten Ringern ein festgelegtes Punktelimit nicht überschreiten – eine Regelung, die häufig zu ungleichen Duellen auf der Matte geführt hatte.
Durch den Wegfall dieser Regelung dürfen sich die Fans des hochklassigen Ringkampfsports nun Woche für Woche auf zehn ausgeglichene Kämpfe freuen. Die Kaderplaner der 20 Bundesligisten können den Taschenrechner künftig in der Schublade lassen, das „Punkte-Schachspiel“, durch das ein Bundesliga-Kampf oftmals bereits im Vorfeld entschieden wurde, gehört damit der Vergangenheit an.
Dem befürchteten Wettrüsten der Bundesligisten wurde zugleich durch die Reduzierung der Anzahl an Lizenzen für ausländische Ringer ein Riegel vorgeschoben.
„Bisher hatten wir den Luxus, dass wir 13 Ausländer-Lizenzen vergeben durften. Jetzt wurde die Zahl auf acht reduziert, was die Kaderplanung erschwert hat“, weiß Sedat Sevsay.
Um während der Hauptrunde auf mögliche Verletzungen reagieren zu können, hat der ASV derzeit erst sechs seiner acht Ausländer-Lizenzen gezogen.
Da jeder einzelne dieser möglichen acht ausländischen Ringer ein Volltreffer sein muss, setzen die Schorndorfer auf bewährte Kräfte wie Luis Orta Sanchez, Ibrahim Ghanem, Iuri Lomadze, Murad Kuramagomedov, Ahmet Yilmaz und Arseni Dzhioev. Hinzu kommen der Weltranglisten-Dritte Nuraddin Novruzov (61 kg Freistil, Aserbaidschan), Asienmeister und Ex-U23-Weltmeister Ernazar Akmataliev (71 kg Freistil, Kirgistan) sowie der amtierende Weltmeister Georgios Kougioumtsidis (86 kg Freistil, Griechenland). Welche dieser neun Hochkaräter bereits lizenziert wurden, verrät Sevsay nicht.
Ein wichtiger Faktor bei der Verpflichtung der Schorndorfer Gastringer waren zudem die Ende Oktober stattfindende Weltmeisterschaft und der Start in das vorolympische Jahr 2027 während der Playoffs. Sedat Sevsay erläutert:
„Während der WM-Vorbereitung und vor den Weltranglisten-Turnieren, die für die Olympia-Qualifikation wichtig sind, lassen viele Verbände ihre Top-Ringer nicht ausreisen. Deshalb setzen wir hier auf Athleten von Verbänden, mit denen man hier besser zusammenarbeiten kann.“
Traditionell setzt der ASV Schorndorf auf eine starke deutsche Achse, insbesondere in den Griechisch-Römisch-Klassen. Vertraute Namen wie Jello Krahmer, Lukas Lazogianis, Ruslan Kudrynets, Dawid Wolny, Ertugrul Agca oder Mohsen Siyar bilden auch künftig den Kern der Mannschaft. Ergänzt wird das Team durch die talentierten Eigengewächse Kevin Karl, Alexander Schlee, Florian Levy und Henrik Früh, die behutsam an das Bundesliga-Level herangeführt werden.
Auch bei den vier Langzeitverletzten der vergangenen Saison zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Georgios Scarpello und Aron Bellscheidt sollen in der Rückrunde wieder ihre ersten Kämpfe bestreiten können, während Stas David Wolf (Sevsay: „Er ist gefühlt ein weiterer Neuzugang.“) nach mehr als einem Jahr verletzungsbedingter Pause im Juni Deutscher Meister wurde und dem ASV-Kader zusätzliche Flexibilität verschafft. Lediglich bei Deni Nakaev deutet derzeit noch nichts auf eine baldige Rückkehr hin.
Neu im Team sind der 18-jährige mehrfache Deutsche Jugendmeister Iannis Lupu (61 kg Freistil) und Adam Leifridt (21 Jahre, 86 kg Freistil), der von den Grizzlys Nürnberg ins Remstal wechselt und Deutschland bereits bei der U20-Europameisterschaft vertreten hat. Besonders freuen dürfen sich die Schorndorfer Fans auf Top-Talent Timur Demir, der 2026 Deutscher Meister bei den Männern wurde und eine familiäre Verbindung zum ASV Schorndorf besitzt: Sein Vater Yasar stand Ende der 90er mehrere Jahre im Trikot der Spartaner auf der Matte.
Burghausen, Weingarten, Kleinostheim, Hösbach und der ASV – diese Mannschaften zählt Sedat Sevsay zum engeren Favoritenkreis auf den Meistertitel.
„Dazu haben Greiz und Aue ordentlich aufgerüstet. Weingarten hat fast den kompletten Ausländerkader ausgetauscht. Diese Teams haben auch Chancen auf den Titel“, betont Baden-Württembergs Trainer des Jahres 2025.
Eine erste Standortbestimmung wartet nun am Samstag gegen den SV Wacker Burghausen. Die Oberbayern müssen in dieser Saison auf drei bewährte Stammkräfte verzichten: Erik Thiele wechselte zum ASV Greiz, Christopher Kraemer schloss sich Kleinostheim an und Roland Schwarz hat seine Karriere beendet.
„Burghausen ist dennoch einer der Topfavoriten. Sie haben eine sehr gute und überlegt zusammengestellte Ausländerachse mit nahezu unbesiegbaren Ringern wie David Baev und Chermen Valiev. Dazu kommt eine starke Deutsch-Achse mit Namen wie Lazowski, Ibaev oder Kartojev. Ich bin mir sicher, dass der SV Wacker am Samstag mit einer starken Mannschaft anreisen wird, um die Punkte aus Schorndorf mitzunehmen. Wir werden bestmöglich dagegenhalten“, sagt Sedat Sevsay kämpferisch.
Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs und der begrenzten Parkmöglichkeiten rund um die Sporthalle Grauhalde empfiehlt der ASV Schorndorf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und frühzeitig vor Ort zu sein.
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]]>The post Schorndorfer Athleten überzeugen bei den Deutschen Meisterschaften appeared first on ASV Schorndorf.
]]>Die Schorndorfer Athleten haben bei den Deutschen Meisterschaften der Männer ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit drei Deutschen Meistertiteln, einer Silbermedaille, einer Bronzemedaille sowie zwei fünften Plätzen unterstrichen sie erneut die positive Entwicklung des Schorndorfer Ringsports.
Für das Highlight sorgte der erst 17-jährige Timur Demir vom ASV Schorndorf. Das Nachwuchstalent absolvierte ein überragendes Turnier, gewann alle vier Kämpfe und sicherte sich mit einer beeindruckenden Vorstellung den Deutschen Meistertitel. Drei seiner Siege errang er vorzeitig durch technische Überlegenheit.
Ebenfalls Gold holte Stas David Wolf für den ASV Schorndorf. Mit drei souveränen Erfolgen zog er ins Finale ein und ließ auch dort seinem Gegner beim 11:0-Erfolg keine Chance.
Seinen mittlerweile fünften Deutschen Meistertitel in Folge sicherte sich Lucas Lazogianis, der bei den Einzelmeisterschaften für die SG Weilimdorf an den Start ging. Mit vier überzeugenden Siegen bestätigte er eindrucksvoll seine Ausnahmestellung und setzte seine bemerkenswerte Erfolgsserie fort.
Die Silbermedaille gewann Ertuğrul Agca, der im Einzelstart für seinen Heimatverein TV Essen-Dellwig antrat. Mit drei dominanten Siegen zog er ins Finale ein und musste sich erst dort dem erfahrenen Gennadij Cudinovic geschlagen geben.
Eine starke Leistung zeigte auch Burak Demir. Nach einer Niederlage im Viertelfinale kämpfte er sich eindrucksvoll über die Hoffnungsrunde zurück und sicherte sich mit einem knappen 5:4-Erfolg im kleinen Finale die Bronzemedaille.
Knapp an einer Medaille vorbei schrammten Alexander Schlee und Iannis Luca Lupu, der für den KSV Haslach i.K. startete. Alexander Schlee überzeugte bei seinem ersten Start bei den Männern mit einem starken fünften Platz und bewies dabei großes Potenzial für die Zukunft. Auch Iannis Luca Lupu zeigte ein überzeugendes Turnier und belegte ebenfalls Rang fünf.
Erfolgreiches Gesamtbild für den Ringsport.
Komplettiert wurde das Schorndorfer Aufgebot durch Burak Emin Salviz, der wertvolle Erfahrungen sammelte und das Turnier auf Rang 13 abschloss.
Mit drei Deutschen Meistertiteln, einer Silbermedaille, einer Bronzemedaille sowie zwei fünften Plätzen fällt die Bilanz der Schorndorfer Athleten außergewöhnlich erfolgreich aus und bestätigt einmal mehr die starke Stellung des Schorndorfer Ringsports auf nationaler Ebene.
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]]>The post Bronze für Mohsen Siyar – ASV Schorndorf mit starker EM-Bilanz in Tirana appeared first on ASV Schorndorf.
]]>Siyar begann das Turnier souverän und ließ dem Rumänen Omar Ihab Sarem in der Qualifikation beim 4:0-Sieg keine Chance. Auch im Viertelfinale bestimmte er seinen Kampf gegen den Österreicher Johannes Ludescher klar und gewann erneut mit 4:0. Im Halbfinale musste er sich dem Ungarn Vladislav Bajcajev in einem intensiven Duell denkbar knapp mit 3:4 geschlagen geben. Im Kampf um Bronze bewies Siyar anschließend große mentale Stärke und setzte sich gegen den Griechen Azamat Khosonov mit 2:1 durch.
Auch die weiteren Athleten des ASV Schorndorf zeigten sich auf internationalem Niveau. Jello Krahmer startete bis 130 kg mit einem 1:1-Erfolg gegen den Litauer Romas Fridrikas in das Turnier. Im Viertelfinale gegen Beka Kandelaki aus Aserbaidschan kämpfte er sich nach einem 0:3-Rückstand stark zurück, unterlag am Ende aber äußerst knapp mit 2:3. Lucas Lazogianis gewann im Achtelfinale bis 97 kg mit 3:1 gegen den für Italien startenden Nikoloz Kakhelashvili, musste sich anschließend jedoch dem Bulgaren Kiril Milov deutlich geschlagen geben.
Auch die internationalen Leistungsträger des ASV Schorndorf in der Bundesliga überzeugten bei den kontinentalen Titelkämpfen.
Ayub Musaev belegte im Limit bis 65 kg im Freistil Rang 12 nach Niederlagen gegen den späteren Goldmedaillengewinner Mogomedov aus Russland sowie Babazade aus Aserbaidschan. Murad Kuramagomedov zeigte bis 74 kg ein starkes Turnier und verpasste nach einer knappen 1:2-Niederlage im kleinen Finale gegen Timur Bizhoev aus Russland als Fünfter nur knapp eine Medaille.
Dzhabrail Gadzhiev sicherte sich bis 79 kg im Freistil die Bronzemedaille durch einen souveränen 8:0-Sieg gegen den für Kleinostheim in der Bundesliga startenden Rasul Shapiev. Arsen Dzhioev überzeugte bis 86 kg mit einer überragenden Turnierleistung und gewann Silber nach einer äußerst knappen 1:2-Niederlage im Finale gegen Kadiev aus Russland.
Ein besonderes Highlight war das rein Schorndorfer Finale im griechisch-römischen Stil bis 72 kg. Die beiden Publikumslieblinge Ibrahim Ghanem und Iuri Lomadze standen sich im Endkampf gegenüber. Ghanem setzte sich dabei klar mit 4:0 durch und verteidigte seinen Titel eindrucksvoll. Ahmet Yilmaz und Exauce Mukubu schieden früh aus und konnten sich nicht platzieren.
Unterm Strich unterstreichen die Medaillenerfolge von Jello Krahmer und Lucas Lazogianis bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr sowie die aktuelle Bronzemedaille von Mohsen Siyar die internationale Wettbewerbsfähigkeit des ASV Schorndorf. Gleichzeitig wird die Bedeutung des Vereins für den Leistungssport im Deutschen Ringer-Bund erneut deutlich.
Der ASV Schorndorf bestätigt damit seine Position als einer der leistungsstärksten Ringervereine Deutschlands mit nachhaltiger internationaler Strahlkraft.
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]]>The post ASV Schorndorf international stark – Silber und Gold beim Tallinn Open! appeared first on ASV Schorndorf.
]]>Ende März ging es für den Ringernachwuchs des ASV Schorndorf auf die ganz große Bühne: Beim Tallinn Open in Tallinn (EST) – dem größten Jugendturnier Europas – trafen rund 2.500 Athletinnen und Athleten auf 16 Matten aufeinander. Mittendrin: unsere Top-Talente Robert und Zorab Aloiev.
In der Altersklasse U17 (bis 60 kg) wartete ein echtes Mammutfeld mit 45 Teilnehmern. Robert musste ganze acht Kämpfe absolvieren – und lieferte ab:
Am Ende steht ein überragender 2. Platz – eine Leistung, die sich auf internationalem Top-Niveau absolut sehen lassen kann!
Sein Bruder Zorab ging in der U20 (bis 65 kg) an den Start – und setzte ein echtes Ausrufezeichen:
Ohne Niederlage sicherte er sich verdient die Goldmedaille!
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]]>The post Starker Auftritt des ASV Schorndorf bei U20-DM: Gold und zweimal Bronze appeared first on ASV Schorndorf.
]]>Für das sportliche Highlight sorgte Kevin Karl in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm. Der erst 18-Jährige dominierte das Teilnehmerfeld nahezu nach Belieben und entschied fast alle Kämpfe vorzeitig für sich. Lediglich im Halbfinale musste er über die volle Distanz gehen. Im Finale ließ er jedoch keine Zweifel aufkommen und sicherte sich souverän seinen dritten Deutschen Meistertitel in Folge in der U20.
Besonders bemerkenswert: Für Karl war es bereits der siebte Deutsche Meistertitel in Serie – eine beeindruckende Serie, die seine Ausnahmestellung im Nachwuchsbereich eindrucksvoll unterstreicht.
Einen starken Eindruck hinterließ auch Timur Demir (63 kg). Nach einem überzeugenden Auftaktsieg traf er im Viertelfinale auf den späteren Titelträger Mika Noel Labes (KSV Witten). In einem hochklassigen und denkbar knappen Duell unterlag Demir mit 6:6 nach Punkten. In der Hoffnungsrunde bewies er jedoch Moral und sicherte sich mit zwei Schultersiegen verdient die Bronzemedaille.
In der stark besetzten Klasse bis 72 Kilogramm erreichte Alexander Schlee einen respektablen siebten Platz. Zwei klare Siege unterstrichen sein Potenzial, ehe er im Viertelfinale unglücklich ausschied. Florian Levy (77 kg) musste sich hingegen bereits im Auftaktkampf geschlagen geben und belegte am Ende Rang 13. Trotz der frühen Niederlage sammelte er wichtige Erfahrungen auf nationalem Niveau.
Timur Demir, Kevin Karl, Alexander Schlee, Florian Levy (von links nach rechts)
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]]>The post Platte trifft Matte – Annett Kaufmann und Jello Krahmer beim Sporttalk appeared first on ASV Schorndorf.
]]>Annett Kaufmann blickt trotz ihres jungen Alters bereits auf große Erfolge zurück. 2024 führte sie die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen bis ins Halbfinale und wurde anschließend als erste Europäerin U-19-Weltmeisterin. Vergleiche mit Timo Boll lehnt sie jedoch ab: Sie möchte sich unter ihrem eigenen Namen etablieren und ihre eigene Karriere aufbauen. Die große mediale Aufmerksamkeit sieht sie als Chance, den Tischtennissport und insbesondere den Frauensport stärker in den Fokus zu rücken. Ihr großes Ziel bleiben die Olympischen Spiele 2028, auch wenn die Konkurrenz – vor allem aus Asien – sehr stark ist. Mit täglichen Trainingseinheiten von sechs bis acht Stunden arbeitet sie konsequent an ihrer Weiterentwicklung.
Unser ASV-Eigengewächs Jello Krahmer sprach ausführlich über die besonderen Anforderungen seines Sports. Ringen sei für ihn „pure Leidenschaft“, bei der Athleten im Kampf körperlich wie mental an ihre Grenzen gehen. Besonders prägend war für Jello Krahmer die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024. Die erfolgreiche Qualifikation bedeutete für Jello Krahmer die Erfüllung eines langjährigen Traums, auf den er viele Jahre hingearbeitet hatte:
„Ich bin jahrelang abends mit dem Gedanken an Olympia ins Bett gegangen und morgens mit dem Gedanken an Olympia aufgewacht.“
Die Erfahrung, bei Olympia anzutreten, bezeichnet Jello Krahmer als wichtigen Meilenstein seiner Karriere. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Lucas Lazogianis schmiedete Jello Krahmer bei der Abschlussfeier in Paris den Plan, auch 2028 in Los Angeles wieder dabei zu sein – dann mit dem Ziel, eine Medaille zu gewinnen.
Seit den Spielen arbeitet Jello Krahmer noch intensiver an seiner sportlichen Entwicklung. Neben hartem Training hat er auch seine Ernährung angepasst und setzt verstärkt auf eine eiweißreiche Ernährung, um gezielt Muskelmasse aufzubauen. Gleichzeitig engagiert sich Jello Krahmer auch außerhalb der Matte für den Sport: Seit Dezember gehört Jello Krahmer der Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes an und möchte dort dazu beitragen, dass die Stimmen der Athleten stärker gehört werden.
„Ich bin der Meinung, dass wir Sportler, die so viel opfern, oft zu wenig gehört werden. Doch es reicht nicht, nur zu meckern. Man muss, um Dinge zu ändern, auch etwas tun.“, zeigt sich Jello Krahmer überzeugt.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass Kaufmann und Jello Krahmer nicht nur sportliche Erfolge vorweisen können, sondern auch Persönlichkeit und Haltung – und damit wichtige Gesichter ihrer Sportarten und des Sports insgesamt sind.
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]]>The post ASV Schorndorf – Rückschau auf die vergangene und Vorausschau auf die kommende Saison appeared first on ASV Schorndorf.
]]>Die erste Enttäuschung ist inzwischen verarbeitet. Das Trainerteam um Sedat Sevsay und Jörg Sänger hat die Spielzeit nochmals intensiv aufgearbeitet und eine zentrale Ursache für das Scheitern identifiziert: Mit Neuzugang Aaron Bellscheidt, Stas David Wolf und Shamil Ustaev konnten drei deutsche Hoffnungsträger keinen einzigen Kampf bestreiten. Zudem stand Punktegarant Georgios Scarpello verletzungsbedingt lediglich in zwei Hauptrunden-Begegnungen auf der Matte.
„Der Weg zur Meisterschaft führt immer über das Team mit der besten Deutsch-Achse. Und wenn dir dann gleich vier deiner deutschen Top-Ringer ausfallen, wirft das deine ganze Saisonplanung über den Haufen“, weiß Sedat Sevsay.
So musste im Rückkampf anstelle des deutschen Meisters Georgios Scarpello in der Klasse 61 kg Griechisch-Römisch der Nachwuchsringer Dominik Sigle gegen Daniel Layer antreten – eine Partie, die faktisch abgegeben werden musste. „Mit Georgi hätten wir hier zwei Punkte geholt. So aber war unser Vier-Punkte-Vorsprung schon nach dem ersten Kampf aufgebraucht“, bedauert Sedat Sevsay.
An eine längere Pause war für die Verantwortlichen nicht zu denken. „Ende Januar musst du deine Ringer für die nächste Saison schon zu 90 Prozent fix haben, damit dir die Gegner bei den Verpflichtungen nicht zuvorkommen. Die Runde ist zwar vorbei, aber im Hintergrund geht es mit Vollgas weiter“, weiß der ASV-Trainer und Vorstand.
Der Deutsche Ringer-Bund hat inzwischen die Regularien für die Bundesliga-Saison 2026/27 veröffentlicht. Die Auflösung der bisherigen zweiten Ligen und deren Integration in die erste Bundesliga stand schon lange fest. Nun wurde zusätzlich die langjährige Handicap-Punkteregelung abgeschafft.
Künftig gilt: In jedem Mannschaftskampf müssen sechs der zehn Athleten einen deutschen Pass besitzen, zudem dürfen maximal acht ausländische Ringer pro Saison lizenziert werden – bislang lag diese Grenze bei 13.
Beim ASV Schorndorf sieht das Trainerteam jedoch keinen Anlass für finanzielle Kraftakte.
„In unseren Planungen ging es von Anfang an darum, dass die Ringer aus der vergangenen Saison bei uns bleiben. Wir haben ein homogenes Team, das schon jetzt die Klasse hat, um den Titel mitzuringen. Wir brauchen deshalb nicht in Aktionismus zu verfallen.“
Mit Eldaniz Azizli, Luis Alberto Orta Sanchez, Ibrahim Ghanem und Akzhol Makhmudov standen bereits vier Weltmeister im Kader, ergänzt durch internationale Spitzenringer wie Ahmet Yilmaz, Iuri Lomadze, Murad Kuramagomedov und Arseni Dzhioev. „Bis jetzt haben wir von unseren Sportlern nur Zusagen bekommen und noch keinen Abgang zu verzeichnen“, verrät Sedat Sevsay.
Neben dem Wegfall der Handicap-Punkte geriet eine weitere Neuerung fast in den Hintergrund: Die neue Bundesliga wird nicht mehr in Regionalstaffeln eingeteilt. Stattdessen orientiert sich der Modus am Modell der Fußball-Champions-League.
„Zentrales Element des beschlossenen Modells ist ein transparenter, regelbasierter und bewusst asymmetrischer Wettbewerbsmodus, der die strukturellen Unterschiede innerhalb der Bundesliga berücksichtigt und gleichzeitig für eine faire sportliche Vergleichbarkeit sorgt. Anders als in klassischen Rundensystemen treten nicht alle Mannschaften gegen exakt denselben Gegnerkreis an. Diese bewusst gewählte Asymmetrie folgt klar definierten Regeln und dient dem Ziel, Leistungsunterschiede auszugleichen, ohne sportliche Chancen zu verzerren“, heißt es in einer Pressemitteilung des DRB vom 2. Februar 2026.
Die 20 Vereine wurden anhand ihrer bisherigen Ligenzugehörigkeit in zwei Lostöpfe eingeteilt. Pool A umfasste die Bundesligisten sowie die Zweitliga-Meister AC Lichtenfels und ASV Urloffen, Pool B die bisherigen Zweitligisten und Aufsteiger wie die SG Weilimdorf.
Jedes Team bestreitet sechs Kämpfe gegen Gegner aus beiden Pools. Alle Ergebnisse fließen in eine Gesamttabelle ein, aus der sich die besten elf Mannschaften für die Playoffs qualifizieren, in denen im K.-o.-System der Meister ermittelt wird.
Für den ASV Schorndorf brachte die Auslosung direkt einen Spitzenkampf: Der Deutsche Mannschaftsmeister 2024/25 empfängt zum Saisonstart seinen Nachfolger, den frischgebackenen Deutschen Meister SV Wacker Burghausen, der sich am Samstag mit einem 19:8-Heimsieg gegen Weingarten erneut den Titel sicherte, zu dem der ASV Schorndorf auch auf diesem Weg nochmals gratuliert!
Weitere Heimgegner der Spartaner sind KV Riegelsberg, KSC Germania Hösbach, SC Siegfried Kleinostheim, RKG Freiburg 2000 und AC Lichtenfels. Auswärts geht es zu RKG Reilingen/Hockenheim, RSV Rotation Greiz, FC Erzgebirge Aue, RG Saarbrücken, AC Heusweiler und KSV Köllerbach.
„Das wird eine interessante Runde. Mit Burghausen, Kleinostheim, Hösbach und Köllerbach bekommen wir es mit vier Topteams zu tun. Dazu haben wir auf der anderen Seite bspw. einen absoluten Neuling mit der RG Saarbrücken.“, schätzt Sedat Sevsay die Auslosung ein.
Schade sei nur, dass es kein Derby gegen Aufsteiger SG Weilimdorf geben wird.
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]]>Es war ein klassischer „Hätte, wäre, wenn“-Abend aus Sicht des ASV. Hätte Ayub Musaev seine 4:0-Führung gegen Vasyl Shuptar über die Zeit gebracht, statt mit dem Schlussgong noch eine 6:7-Niederlage zu kassieren, wären zwei Mannschaftspunkte statt eines Punktverlusts möglich gewesen.
Auch im Duell von Dawid Wolny gegen Marcel Wagin blieb eine mögliche Korrektur ungenutzt: Wäre die Schorndorfer Challenge erfolgreich gewesen, hätte Wolny nur 0:6 oder 0:7 statt 0:8 verloren und damit lediglich zwei statt drei Mannschaftspunkte abgegeben.
Ähnlich verlief der Kampf von Ibrahim Ghanem gegen Louis Lay. Hätte sich der Franzose nicht durch einen Kopfstoß seines Gegners aus dem Konzept bringen lassen, wären die fest eingeplanten drei oder vier Punkte für sein Team realistisch gewesen.
So aber lief am Samstag vieles gegen den Deutschen Mannschaftsmeister der Saison 2024/25, der sich dennoch bis zum Schluss Chancen auf ein Comeback offenhalten konnte. Die vier Punkte, die Youngster Dominik Sigle nach 51 Sekunden gegen Daniel Layer abgeben musste, glich Mohsen Siyar mit einem Überlegenheitssieg gegen Etienne Wyrich unmittelbar wieder aus.
Nachdem Ayub Musaev sein Duell gegen Vasyl Shuptar spät aus der Hand gegeben hatte, hielt Lucas Lazogianis sein Team mit einer Vierer-Wertung in letzter Sekunde und einem 10:1-Erfolg gegen Florian Neumaier im Rennen. Nach der erwarteten Niederlage von Alexander Schlee gegen Mamadassa Sylla stemmte sich Kiril Kildau mit großer Gegenwehr gegen den ehemaligen U23-Vizeweltmeister Gadzhimurad Magomedsaidov und gab beim 2:4 nur einen statt der einkalkulierten zwei bis drei Mannschaftspunkte ab.
Beim Stand von 10:7 für Weingarten war weiterhin alles offen. „Am Schluss kommen noch unsere drei Krieger Yilmaz, Ghanem und Kuramagomedov und wir gewinnen davon in jedem Fall noch zwei Kämpfe, einen davon sehr hoch“, hatte Jörg Sänger in der Halbzeit noch orakelt. Für den ASV-Coach persönlich war es der schwerste Kampfabend der Saison. Nach seiner roten Karte aus dem Hinkampf musste er diesmal auf der Zuschauertribüne Platz nehmen.
Mit den letzten vier Kämpfen kippte das Momentum zunehmend zugunsten der Gastgeber. Dawid Wolny, der beherzt kämpfte und beim 0:8 drei statt der eingeplanten zwei Punkte abgab, brachte es auf den Punkt:
„Wir hatten heute viele enge Kämpfe, die am Ende in die andere Richtung liefen. Das hat sich wie ein roter Faden durch den Abend gezogen. Dazu diese extreme Atmosphäre in der Halle, die einen zwar nicht direkt beeinflusst, die man aber schon unterbewusst wahrnimmt.“
Trotz lautstarker Unterstützung der mitgereisten Schorndorfer Fans war der Lärmpegel in der mit 1.800 Zuschauern ausverkauften Grub-Arena enorm. „Man spricht hier nicht ohne Grund von einem Hexenkessel, der nicht nur auf den einen oder anderen Ringer, sondern auch auf die Schiris Einfluss haben kann“, sagte auch Kiril Kildau, der sich davon nach eigener Aussage aber nicht hat stören lassen.
Im achten Kampf baute der SVG Weingarten seine Führung auf 15:7 aus. Im Rematch zwischen Ibrahim Yilmaz und Olympiasieger Nao Kusaka nahm der Japaner Revanche für die Vorwoche und siegte diesmal mit 7:2.
Der folgende Kampf hätte das Blatt noch einmal wenden können. Weltmeister von 2023 und Vizeweltmeister 2024 und 2025, Ibrahim Ghanem, ließ sich jedoch von Louis Lay aus dem Konzept bringen. Nach einer ungenutzten Bodenlage und einem Kopfstoß verlor der Franzose zunehmend die Kontrolle, rettete sich zwar zu einem 5:3-Sieg, konnte seinem Team damit aber nicht mehr entscheidend helfen.
Vor dem letzten Kampf bestand rechnerisch noch Hoffnung. Hätte Murad Kuramagomedov gegen Manuel Wagin drei Mannschaftspunkte geholt, wäre es in der Addition zu einem 27:27 gekommen – der ASV Schorndorf hätte aufgrund der mehr gewonnenen Einzelkämpfe das Finale erreicht. Doch der 18-jährige U20-Europameister und „Ringer des Jahres 2025“ agierte abgeklärt, ließ nur einen knappen 6:4-Punktsieg Kuramagomedovs zu und machte sich zum gefeierten Helden der Gastgeber.
„Als Kiril Kildau gegen den Aserbaidschaner nur einen Punkt abgegeben hatte, dachte ich, es müsste reichen. Dann hat es uns aber das Genick gebrochen, dass Ibrahim Ghanem nicht mit seinem Gegner klargekommen ist.“
„Das ist für uns jetzt hart und wir müssen es erstmal sacken lassen“, sagte ASV-Trainer und Vorstand Sedat Sevsay.
In der Analyse blickten Sevsay und Sänger auch auf den Saisonverlauf zurück. Unabhängig voneinander stellten beide fest, dass die Aufstellung aufgrund zahlreicher Ausfälle bei deutschen Ringern für die Gegner oft zu ausrechenbar gewesen sei. Georgios Scarpello konnte verletzungsbedingt nur zwei Kämpfe bestreiten, Stas David Wolf und Neuzugang Aaron Bellscheidt fielen die komplette Saison aus, zudem stand Shamil Ustaev nicht zur Verfügung. „Das soll natürlich keine Ausrede für das Ausscheiden jetzt im Halbfinale gewesen sein, denn dieses hat andere Gründe“, sagten beide unisono.
Nun wartet man beim ASV auf die Entscheidung des Deutschen Ringer-Bundes zur Gestaltung der Bundesliga-Saison 2026/27. Fest steht, dass die zweite Liga aufgelöst und deren Teams in die Bundesliga integriert werden. Wie viele Mannschaften antreten und welche Staffeleinteilung es geben wird, ist derzeit noch offen. Mit dem möglichen Aufstieg der SG Weilimdorf könnte es ein neues Derby geben – sofern beide Teams derselben Staffel zugeordnet werden.
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