Liebe Gabi, haben wir diese alternativen Konzepte in Form von Medienbildung und (pädagogischer) Medienkritik nicht schon?
]]>Liebe Helga, vielen Dank für deine Rückmeldung. Es ging mir auch gar nicht um die deutsche Übersetzung per se, sondern um meinen Eindruck, dass Medien immer mehr mit Effizienz und Effektivität in Bildungseinrichtungen diskutiert werden. Und in der Hochschule ist dies gerade mehr als offensichtlich und mir fehlen genau diese Spielräume. Wir müssen aufpassen, dass digitale Medien nicht zum (Hexen-)Besen werden, den wir nicht mehr loswerden.
]]>ich teile Deine kritische und besorgte Haltung, wo diese ökonomischen Maßstäbe hinführen sollen und ob Persönlichkeitsbildung und das Humboldtsche Bildungsideal auf der Strecke bleiben. In Zeiten hoher Lebenserwartung und lebenslangen Lernens sollte hierfür umso mehr Zeit sein – und ich habe auch die Hoffnung, dass das langfristig der Fall bleiben kann. Gerade die Möglichkeiten und Angebote, die durch die Digitalisierung entstehen, lassen mich hoffen. In der Tat erscheint aber die Wirtschaftlichkeit der „Hochschule als Unternehmen“ aktuell und schon seit längerem immer stärker im Vordergrund. Ich finde das sehr schade und bin ehrlich gesagt, froh, dass ich in den späten 80er Jahren mit großen Freiheiten und Spielräumen studieren durfte…
Der Horizon Report ist, wie Du schon sagst, natürlich zum Einen vornehmlich US-amerikanisch geprägt, und von dort nehme ich wahr, dass im Hochschulbereich Geld und die dazugehörige wirtschaftliche Terminologie im Vordergrund stehen. Zum Anderen will der Report herausstellen, was gerade durch Technologien möglich ist – und das ist auch im Report nicht immer (nur) positiv beschrieben.
Eine Anmerkung von mir als Übersetzerin der deutschen Fassung: Mit dem Wort „Wissensverschleiß“ habe ich wiedergegeben, was im Original als „knowledge obsolescence“ bezeichnet wird. Gemeint ist der Umstand, dass einst gewonnenes Wissen, das sich auf die Anwendung konkreter Technologien (in der Lehre) bezieht, jedes Mal wieder verloren geht, wenn diese Technologien durch neue ersetzt werden. Also ein laufender Prozess, in dem immer wieder Wissen obsolet und nutzlos wird, das zuvor sehr relevant erschien. D.h. also auch in diesem Kapitel geht es um die Digital- und Medienkompetenz, die zur umsichtigen Auswahl der richtigen Instrumente befähigen soll.
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