
Doch Calm Your Mind ist mehr als nur ein Kreativbuch-Set; es ist eine Einladung, innezuhalten und die eigene Gedankenwelt in die eigenen Hände zu nehmen. Die Kombination aus Anleitungs- und Übungsbuch bietet dir Werkzeuge, um die innere Ruhe wiederzufinden.
Im Anleitungsbuch findest du inspirierende Ideen und Techniken, die dir helfen, deine Kreativität zu entfalten und deine Gedanken zu ordnen. Das Übungsbuch bietet Platz für deine eigenen Erlebnisse und Reflexionen – eine Art persönliches Tagebuch, in dem du deine Fortschritte festhalten kannst.
Ganz für sich allein oder im Duo ermöglichen die Calm your mind Bücher es dir, dich künstlerisch auszudrücken und die Stille zu genießen, die wir oft in unserem hektischen Alltag vermissen. Lass dich von den Übungen leiten und erlaube dir selbst, in einen Zustand der Entspannung und Achtsamkeit zu gelangen. Du verdienst es, zur Ruhe zu kommen und den Lärm um dich herum loszulassen.
Manchmal braucht es keine großen Worte – sondern einfach einen Stift, ein paar ruhige Linien und eine stille Stunde. Genau dafür habe ich Calm Your Mind geschrieben: Zwei liebevoll gestaltete Bücher, die dich mit Zeichenübungen, Achtsamkeit und kreativen Impulsen begleiten – zurück zu dir selbst.
Ob du einfach abschalten willst oder auf der Suche nach einem neuen Ritual der Selbstfürsorge bist: Dieses Buchduo ist wie ein leiser Rückzugsort, den du überall mit hinnehmen kannst. Und das Beste: Du musst nichts „können“. Alles, was du brauchst, hast du schon in dir.

Calm Your Mind besteht aus zwei aufeinander abgestimmten Büchern:
Das Anleitungsbuch ist wie eine gute Freundin, die dir zeigt, wie du Schritt für Schritt zu deiner ganz eigenen Ausdrucksform findest. Du lernst, wie du einfache, meditative Muster zeichnest, inspiriert von Formen der Natur: Blätter, Federn, Wellen, Steine. Es geht nicht um Perfektion, sondern ums Erleben – ums Spüren, wie du zur Ruhe kommst, während die Linien langsam über das Papier wachsen.
Dabei ist das Grundlagenbuch weit mehr als ein Zeichenkurs. Es ist deine Eintrittskarte in eine kleine Auszeit. Hier geht es nicht nur darum, schöne Motive nachzuzeichnen – es geht um dich, deine innere Landschaft, deine Ruhe.

Gleich zu Beginn wirst du mit kleinen Atemübungen eingeladen, ganz bei dir anzukommen. Kein Leistungsdruck, kein „perfektes Ergebnis“ – sondern ein sanftes Hineingleiten in einen kreativen Flow. Jede Übung beginnt mit einem kurzen Impuls, der dich gedanklich an einen ruhigen Ort führt. Dann folgen klar aufgebaute Zeichenschritte, die dich sanft anleiten und gleichzeitig Raum für eigene Ideen lassen.
Themen wie:
werden nicht nur zeichnerisch dargestellt, sondern auch innerlich erlebbar gemacht. Du spürst, wie sich dein Geist beruhigt, deine Atmung tiefer wird – und wie aus ein paar Linien plötzlich Ruhe entsteht.

Das Übungsbuch ist dein Raum zum Ausprobieren, Loslassen und Vertiefen. Viele der Seiten sind mit zarten Vorzeichnungen vorbereitet – mal ein Labyrinth, mal eine stilisierte Pflanze, mal eine Reihe von Steinen. Du füllst sie mit deinen eigenen Linien, Mustern und Gedanken. Andere Seiten geben dir nur einen Impuls – ein paar Punkte, eine Form, eine Idee. Du entscheidest, wohin die Reise geht.
Der Übungsblock enthält jede Menge vorbereitete Seiten, auf denen du selbst tätig wirst. Jede Zeichnung, jede Übung aus dem Anleitungsbuch kannst du hier ganz in deinem Tempo ausprobieren und vertiefen.

Die Seiten sind bewusst reduziert gestaltet – genug Struktur, um dich zu leiten, und genug Freiraum, um dich auszudrücken. Du kannst Muster ergänzen, Linien weiterspinnen oder einfach Formen wiederholen, die dir gut tun.
Denn genau das ist die Idee: Wiederholung, Rhythmus, Loslassen. Viele Zeichnungen wirken wie Meditationen. Du kannst sie abends als Ritual nutzen, morgens zum Ankommen oder einfach zwischendurch, wenn dir alles zu viel wird.
Damit du dir ein besseres Bild machen kannst, was dich in Calm Your Mind erwartet, hier ein kleiner Einblick ins Inhaltsverzeichnis:
Das Buch beginnt mit Grundlagen: einfache Kreise, wiederholte Formen, erste rhythmische Muster. Doch bald schon wächst daraus ein ganzer Kosmos an Ausdrucksmöglichkeiten.
Du wirst von zarten Linien zu fließenden Wellen geführt, entdeckst Rankenmuster, Holzimpressionen und abstrakte Pilze, zeichnest Reiskörner, Wolken, Pusteblumen, Ringelwürmer und Muscheln. Alles ganz intuitiv und Schritt für Schritt.
Themenauszug aus dem Anleitungsbuch:
Vom Kreis zum Badeschaum
Linienführung & Ozeanwellen
Muster aus der Natur – wie Ranken, Holz und Gras
Abstrakte Muster & Farbspiele – von Zickzack bis Kabelsalat
Aus der Welt der Pflanzen und Tiere – mit Kamille, Pilzkorallen & Blättern
Mandalas in allen Variationen – naturinspiriert, farbig, frei erfunden
Doodles & fantasievolle Figuren – Monster, Rohre, Gegenstände
Tangles & Neurografik – freistehende Muster und kreative Liniennetze
Dabei darfst du ganz frei sein: Möchtest du die Schneckenpracht bunt kolorieren, eigene Zweige entstehen lassen, oder dich vom Aquarellstern durch die Welt der Farben tragen lassen? All das findest du in diesem Buch.
Für dich, wenn du…
… dir nach einem hektischen Tag eine kleine Oase aus Ruhe und Kreativität wünschst
… den Stift in die Hand nehmen willst – nicht für ein perfektes Ergebnis, sondern für dich selbst
… einfache, wohltuende Selbstfürsorge suchst, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt
… deine Gedanken und deine Wahrnehmung durch achtsames Zeichnen in Bewegung bringen möchtest
… Freude daran hast, Muster, Linien und Formen ganz intuitiv entstehen zu lassen

Beide Bücher – das Anleitungsbuch und das Übungsbuch – sind beim TOPP Verlag erschienen und online bestellbar:
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Und wenn du es schon ausprobiert hast, lass mich gerne wissen, wie du „Calm your mind“ findest und was es mit dir gemacht hat! Übrigens: Amazon-Rezensionen helfen ungemein, die richtige Wahl zu treffen. Vielleicht magst du eine Bewertung abgeben?
Ich danke Dir!
Deine Ludmila

Schrumpffolie gibt es sowohl glasklar und transparent als auch gefärbt und matt. Welche Variante du wählst ist allein von deinem Geschmack abhängig.

Ich schneide mir die Form meiner Anhänger immer gern zurecht, bevor ich mit dem Malen beginne. Da die Folie auf weniger als die Hälfte ihrer ursprünglichen Größe schrumpft, wenn sie erhitzt wird, muss der Zuschnitt doch recht groß sein. Meine Anhänger sind aus ca. 9 x 13 cm großen Folienstücken entstanden.
Was die Form betrifft, kannst du selbstverständlich völlig frei entscheiden. Solltest du allerdings einen Stanzer für Geschenkanhänger haben, lege ihn lieber wieder beiseite. Das Endprodukt nach dem Schrumpfen wäre viel zu klein!
Die einfachste Form ist natürlich ein Rechteck. Schneide ein Stück Folie mit den Maßen 9 x 23 cm zu und du bist auf der sicheren Seite. Nun kannst du aber auch Ecken abschneiden, Rundungen schneiden oder mit kleinen Motivstanzen dekorative Aussparungen hinzufügen. Ich beginne mit einer typischen Anhänger-Form und füge mit der Lochstanze auch gleich das Loch hinzu. Auch dieses wird nach dem Schrumpfen viel kleiner! Mit einem ganz normalen Locher bist du hier gut beraten.

Die Schrumpffolie hat neben der glatten, glänzenden auch eine raue Seite, auf der praktisch mit allen Stiften, ja sogar mit Aquarell gemalt werden kann. Keine Sorge, nach dem Backen wird auch diese Seite relativ glatt und glänzend (je nach Hersteller). Und was noch faszinierend ist und uns hier zugute kommt: da die von uns aufgetragenen Pigmente durch nach Schrumpfen näher zusammenrücken, erscheinen die Farben leuchtender und satter als zuvor.

Da die Folie lichtdurchlässig ist, kannst du Hilfslinien, vorgemalte Skizzen oder fertige Illustrationen drunter legen und diese einfach mit wasserfesten Stiften nachmalen. Wasserfest sollten die Stifte deshalb sein, da der Anhänger ja durchaus mal Feuchtigkeit abbekommen könnte – je haltbarer deine verwendeten Stifte, desto langlebiger also auch der Anhänger.
Die grauen Bleistiftlinien, die du im nächsten Bild siehst, habe ich nicht etwa auf die Folie gezeichnet, sondern auf das Papier, das darunter liegt! So kann ich schön geradlinig den Namen meiner Tochter mit einem Metallic-Brushpen auf die Folie lettern. Wasserfest ist der Stift allerdings nicht – wie ich die Schrift trotzdem haltbar mache, zeige ich dir weiter unten.

Wenn du mit der Form und Deko zufrieden bist und auch das Loch zum Aufhängen nicht vergessen hast, kannst du dich ans Schrumpfen machen!
Kleinere Teile lassen sich wunderbar auch mit einem Heißluftfön schrumpfen. Den hat die kreative Frau ja direkt am Basteltisch zur Hand – gut, wenn auch eine Pinzette da ist, mit der man das kleine Kunstwerk festhalten kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. So große Teile wie unsere Geschenkanhänger sind mit dem Fön aber schwer hinzubekommen, da die Hitze immer nur lokal auf einen kleinen Teil der Folie trifft. So kann es passieren, dass die Folie sich einknickt und an einer Stelle zusammenklebt – dann war die ganze Mühe umsonst. Leichter und sicherer geht es mit dem Backofen.
Lege deine fertigen Anhänger auf dein Backblech – Backpapier oder Alufolie sind zumindest bei meinen Backblechen nicht nötig, du kannst aber gerne etwas unterlegen, wenn es dir lieber ist. Schiebe dein Backblech in den Ofen und stelle ihn auf 170 Grad Umluft. Ich stehe immer wie gebannt vor der Scheibe und schaue zu, wie sich die Folie (wenn der Herd etwa bei 150 Grad ankommt) zuerst nach oben wölbt und dann langsam wieder glatt legt. Erst wenn sie wirklich ganz glatt ist, nehme ich das Blech aus dem Ofen und lasse die Anhänger abkühlen.

Tipp: sollten deine Folien nicht ganz platt sein, nimm vor dem Öffnen des Backofens ein Küchenbrett zur Hand. Nach dem Öffnen legst du es rasch auf die noch heißen und formbaren Folien und drückst diese damit platt!
Zum Schluß musst du nur noch die Kordel, ein Band oder einen Schlüsselring durch das Loch fädeln – dein Anhänger ist fertig!

Ich hoffe, dir gefällt mein kleines Tutorial. Wenn das Lettern mit dem Brushpen jedoch etwas ganz Neues für dich ist, schau doch mal in meinen kostenlosen Brushlettering Crashkurs!
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Die Materialliste für dieses Aquarell mit Brushpens ist nicht lang:
Wenn Du Brushpens einer anderen Marke benutzt, wird es auch funktionieren. Probiere vorher auf einem separaten Blatt aus, ob sie sich gut vermalen und mischen lassen – und ob deine Farben gut zusammen passen.

Der erste Schritt ist denkbar einfach: Du klebst dir einen länglichen, rechteckigen Bereich mit Tape ab. Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich dein Klebeband für dein Aquarellbild eignet, drehe das Blatt um und klebe einen kleinen Streifen auf der Rückseite auf. Lässt er sich problemlos vom Papier entfernen, ohne dieses zu beschädigen oder Rückstände zu hinterlassen, die sich nicht einfach wegrubbeln lassen, kannst du loslegen.
Ich mache das immer nach Augenmaß. Du kannst dir aber auch Hilfslinien mit dem Lineal und einem Bleistift ziehen. Alternativ klebst du an jede Kante des Papiers ein kleines Stückchen von dem Band auf – rechts und links zwei nebeneinander. An der innen liegenden Kante deiner Hilfsstreifen richtest du nun dein Tape für den Rahmen aus. So sind die Abstände sicher sehr gleichmäßig.

Wir beginnen am oberen Bildrand und malen einen schwarzen Streifen. Nimm nun den dunkelblauen Brushpen und male zuerst über das schwarz – am besten in kleinen, kreisenden Bewegungen. Male immer weiter nach unten, bis du einen ca. einen Zentimeter hohen Streifen gemalt hast. Mit Hellblau malst du nun über das dunklere Blau und wieder einen Streifen darunter. Er sollte in einer Wellenform enden.

Jetzt befeuchtest du deinen dicken Pinsel mit Wasser. Da du die dunklen Bereiche bereits mit den Brushpens selbst vermalt hast, indem du in kleinen, kreisenden Bewegungen über die Farbe auf dem Papier geglitten bist, musst du nur noch das Hellblau sanft auslaufen lassen. Bewege den feuchten Aquarellpinsel also über den unteren Bereich der Welle und befeuchte so gleichzeitig einen Teil des Weiß belassenen Papiers darunter.

Lass den Bereich nun gut trocknen – du kannst mit einem Fön oder gar einem Heißluftfön nachhelfen. Wiederhole die Schritte so, dass du insgesamt drei Wellen hast und unten noch ausreichend Platz für den Strand bleibt. Für den Strand malst du einfach den unteren Bildrand braun an und lässt die Farbe diesmal nach oben auslaufen. Die hellblaue Welle und der nach oben heller werdende Sand sollten sich im unteren Drittel des Bildes Treffen. Der Hintergrund ist somit fertig und du hast schon ein Aquarell mit Brushpens gemalt!

Jetzt musst du zum feineren Pinsel und weißer Tinte oder Farbe greifen. Alternativ kannst du auch mit einem weißen Getriller malen – das Ergebnis wird zwar nicht ganz Schneeweiß, aber dennoch schön. Acrylfarbe oder Guache funktionieren hier sicher auch.
Male also über die dunklen Kanten eine weiße Schaumkrone. Das sollte eine wackelige Linie sein, die mal dicker, mal dünner ist. Darüber kommen noch kleine Ovale und Kreise in unterschiedlichen Größen – ruhig ein bisschen zittrig und unregelmäßig. Halte das Bild mal mit ausgestrecktem Arm von dir weg, um zu sehen, wann es genug ist. Wenn du möchtest, kannst du noch ein paar Spritzer Weiß wagen. Bist du weniger mutig, kannst du auch ein paar Pünktchen dazu malen.

Wenn du mit den Aquarellarbeiten fertig bist, kannst du das Klebeband vorsichtig abziehen. Warte, bis wirklich alles gut getrocknet ist – oder hilf wieder mit dem Fön nach.
Zugegeben, mir fällt es auch nicht immer leicht, auf einem Aquarell zu lettern. Was, wenn ich es versaue? Wenn es nicht passt, ich mich verschreibe oder sonst etwas Unvorhergesehenes passiert, ist das Aquarellbild hinüber – und dort steckt doch schon so viel Arbeit drin! Auch wenn das Aquarell mit Brushpens entstanden ist, es ist ja schon ein kleines Kunstwerk(chen).
Nur Mut! Du kannst das Lettering ja auf einem separaten Blatt vorbereiten. Das würde ich dir auch unbedingt empfehlen! So kannst du kontrollieren, ob von der Breite her alles passt, wie du es haben möchtest. Auch ob dir die Schriftart gefällt und die kleine Zeile mit Großbuchstaben zwischen „b“ und „h“ passt. Selbstverständlich kannst du für das Lettering auch ein ganz anderes Layout wählen oder mit Finelinern oder Gelrollern arbeiten. Bei mir sieht das Endergebnis so aus:

Wie du siehst, habe ich mein Lettering auch noch schattiert und Highlights mit Weiß hinzugefügt. Den gesamten Prozess habe ich auch auf Video für dich festgehalten – alle Erklärungen und Tipps bekommst du auch dort. Vielleicht lässt du es einfach mitlaufen, während du malst?
Ich hoffe, du hattest Spaß mit diesem Tutorial. Wenn du es ausprobierst und auf Instagram postest, denk daran, mich zu markieren (@buntegalerie). Ich freue mich immer sooo sehr, Eure Werke zu sehen – ganz egal ob du sowas das Erste Mal probierst oder schon fortgeschritten bist. Meine Tutorials richten sich ja vor allem an Anfänger und Einsteiger, also wenn du Fragen haben solltest, Wünsche oder Verbesserungsvorschläge, dann schreib mir gerne einen Kommentar!
Vielleicht hat es dich gepackt und du möchtest noch mehr mit Deinen Brushpens machen? Dann schau dir doch mal folgende Tutorials an:
Kleine Aquarellblumen mit Brushpens malen. Diese kleinen Blümchen können jedes Lettering verzieren – ob allein stehend, in kleinen Grüppchen oder gar als Kranz!
Hier geht es darum, mit Brushpens verschiedene Aquarellhintergründe zu zaubern, die sich zum Lettern eignen. Klicke hier, um zum YouTube Tutorial zu gelangen.
Man kann so einfach wunderschöne Mini-Illustrationen mit Brushpens malen! Es macht echt Spaß und ist gar nicht schwer. Und es geht auch mit ganz wenigen Farben. Schau dir das Video an und probier’s selbst!
Procreate ist inzwischen eine der bekanntesten und beliebtesten Apps für das Lettern (und illustrieren) auf dem iPad. Ich möchte dir an dieser Stelle ein paar Einblicke geben, wie Procreate dich beim Lettern auf dem Tablet unterstützt, was du neben Apple Pencil und dem iPad brauchst und wie du als AnfängerIn am besten mit Brushlettering bzw. Handlettering in Procreate einsteigst.
Zuerst ein paar Worte zu der App an sich. Die Firma Savage Interactive brachte die App für Apple Geräte im Jahr 2011 auf den Markt. Es handelt sich dabei um ein pixelbasiertes Bildbearbeitungsprogramm – es ist also nicht möglich, damit Vektorgrafiken zu erstellen. Ganz vereinfacht gesagt lässt sich Procreate mit Photoshop vergleichen, denn mit beiden Programmen kann man Bilder malen oder importieren und manipulieren. Das Programm bietet dazu verschiedene Werkzeuge und Tools wie
Schnell hat sich Procreate auch in der Handlettering Szene durchgesetzt. Nicht nur mangels Alternativen, sondern auch weil das Malen mit dem Pencil in Procreate absolut flüssig und ohne Verzögerung läuft. Sicher hat auch die sehr aufgeräumte Bedienoberfläche zum Erfolg Procreates beigetragen, auch wenn viele Funktionen mächtiger Desktop-Grafikprogramme eingangs fehlten. Mit jedem Update jedoch fügt Savage Interactive tolle, neue Funktionen hinzu – zuletzt beispielsweise das Texttool sowie den Animationsassistenten. Das nächste Update wird also immer mit großer Spannung erwartet.
Eins möchte ich von vornherein klar stellen: wer noch nie gelettert hat, sei es auf dem Papier oder digital, der wird auch in Procreate üben müssen – von den Basics bis zu den Finessen der Buchstabenkunst. Wer bereits einiges gelettert hat, wird sich natürlich mit dem neuen Werkzeug Procreate auseinander setzen müssen. Die Lernkurve ist jedoch recht steil und mit ein Wenig Geduld macht’s ganz schnell ganz viel Spaß!
Wenn du einen Schnellstart in Procreate hinlegen und das Programm richtig gut kennen lernen möchtest, schau dir mein “Procreate Handbuch” an! Mein Onlinekurs vermittelt dir alles Wissenswerte zum Programm und seinen Funktionen.

Aber nun zur eigentlichen Frage, inwieweit Procreate dich beim Lettern unterstützt. Abgesehen davon, dass du beim digitalen Arbeiten jeden Schritt mit nur einem „Tipp“ rückgängig machen und so immer zu einer früheren Version zurück kehren kannst, bietet dir Procreate noch Hilfe:
Die Liste ist sicher nicht vollständig, aber mit diesen Funktionen hast du jede Menge Möglichkeiten, zu fantastischen Letterings zu kommen! Du brauchst nicht hunderte verschiedener Stifte zu kaufen (wie ich), und du musst auch nicht eine ganze Tasche voller Equipment mit in den Urlaub nehmen (wie ich früher). Mit Procreate kannst Brushlettering, Kreidelettering, Aquarelllettering und sogar Graffiti machen – und was dir sonst noch so einfällt.

Aber wie eingangs erwähnt hilft es natürlich, die Techniken in ihren Grundzügen zu beherrschen. Wer Kalligrafie mit Feder und Tinte gelernt hat, wird dies schnell auch auf dem iPad umsetzen können. Wer aber noch nie einen Brushpen in der Hand hatte und dennoch Brushlettering lernen möchte – für den gibt es einen Guide, der extra dafür geschaffen wurde, Brushlettering auf dem iPad zu lernen:

Mein Procreate Brushlettering Guide beinhaltet Übungsblätter, die du natürlich so oft du willst ausfüllen kannst. Du malst nämlich auf einer separaten Ebene und zerstörst die Lettering Vorlage dadurch nicht. Es geht los mit einfachen Strichen, um das Handling mit dem Apple Pencil zu lernen. Der passende Brush ist auch im Set enthalten, sodass du wirklich genau die gleichen Ergebnisse erzielen kannst.
Es gibt nicht nur Alphabete (Klein- und Großbuchstaben). Auch Zahlen und sogar ganze Letterings sind dabei – beim Nachmalen macht es ganz oft „klick“ und dann kannst du plötzlich Brushlettering auf dem iPad.
Und noch etwas: beim Kauf meines Brushlettering Guides für Procreate bekommst du ein PDF zum Ausdrucken mit dazu. So kannst du auch auf Papier Brushlettering üben – natürlich kannst du dir die Übungsblätter so oft ausdrucken, wie du willst!
Natürlich habe ich auch viele schöne Procreate Lettering Tutorials ganz kostenlos für dich! Dafür habe ich eine Übersichtsseite – dort kannst du dir aussuchen, was dir gefällt. Auf YouTube findest du Schritt-für-Schritt Anleitungen, die du dir am besten erst einmal anschaust. Dann schnappst du dir dein iPad, lässt das Video nochmal laufen und hälst Schrittweise das Video an. Dann malst du, schaust weiter, pausierst wieder und so weiter. Das geht ganz gut, da ich dir genau zeige, welche Schritte ich ausführe. Viel Spaß!



P.S.: Wenn du etwas auf Instagram teilst, markiere mich @buntegalerie – ich liebe es, von mir inspirierte Werke zu sehen und ein paar Herzchen da zu lassen =)

Das Offensichtliche zuerst: die enthaltene Tinte ist alkoholbasiert. Anders als in Brushpens der gleichen Marke, also den Tombow Dual Brushpens, lässt sich die Tinte alkoholbasierter Stifte nicht mit Wasser vermalen. Trotzdem kannst du auch auf dem Papier die Farben der Alkoholmarker mischen – dafür verwendest du du einfach Stifte verschiedener Farben. Hier ein Beispiel für schöne Farbharmonien:

Was man auch auf den ersten Blick sieht: die Stifte haben zwei Kappen, also kann man darunter auch zwei verschiedene Spitzen erwarten. Tatsächlich hat der Stift eine flexible Spitze, ähnlich den wasserbasierten Dual Brushpens. Die Spitze ist allerdings etwas runder und weicher. Die andere Seite hat einen „Chisel-Tip“, also eine abgeflachte, gerade Spitze. Damit lassen sich große Flächen schnell ausmalen. Tipp: wenn die Fläche Streifen aufweist, einfach noch mal drübergehen. Dann wird sie gaaaanz ebenmäßig. Das klappt mit wasserbasierten Stiften übrigens nicht!

Alkoholmarker haben die Eigenschaft, sehr schnell auf die andere Seite des Papiers durchzudrücken. Sie sind also absolut nichts für dein Bujo oder dein Notizbuch! Du würdest die nächste Seite komplett verschandeln, es kann sogar so weit gehen, dass die Farbe das folgende Blatt mit einfärbt.

Wenn du ein einzelnes Blatt hast, ist das nicht so schlimm. Du kannst zum Schutz deines Tisches ein weiteres Blatt drunter legen. Wen interessiert dann schon die Rückseite?
Es gibt spezielles Markerpapier – wenn du günstiges Papier zum Üben brauchst oder deine Kunstwerke sowieso nur einscannen möchtest, kannst du Layoutpapier verwenden. Es ist sehr dünn und auch hier wird die Rückseite unschön, die Farbe geht aber nicht auf den unter dem Papier liegenden Untergrund durch (solange du es mit dem Farbauftrag nicht übertreibst!).
Auf Bristol-Papier kann man auch gut malen, allerdings saugt solch ein offenporiges Papier deutlich mehr Tinte aus den Stiften. Deshalb ist das Layoutpapier in zweifacher Hinsicht günstig – nicht nur beim Einkauf, sondern es spart auch Tinte. Da es aber nunmal so schrecklich dünn ist, wirst du deine richtigen Kunstwerke lieber auf dickem Papier malen wollen. Hierfür empfiehlt Tombow seinen Bristol-Block. Stylefile bietet als Einzelblätter diesen Block und versichert, dass die Stifte weder ausbluten noch durchdrücken. Das Papier ist aber nicht ganz so dick!
Wenn Du LiebhaberIn von Skizzenbüchern bist, kann ich dir das bleed-proof (d.h. die Stifte bluten nicht auf die nächste Seite durch) Blackbook (One4All) von Molotow empfehlen. Es hält der Tinte wirklich gut stand. Ich lege trotzdem immer ein Blatt Druckerpapier unter die Seite, auf der ich gerade male, weil es mir schon passiert ist, dass doch etwas durch gegangen ist. Molotow selbst sagt über das Produkt:
Die Spezialbeschichtung des Papiers garantiert scharfe Strichkanten und verhindert das „Ausbluten“ und Durchdrücken der Farbe. Selbst die Rückseite kann dadurch bemalt werden.
Nur bedingt. Zwar kannst du mit Stiften auf Alkoholbasis, die eine flexible Spitze haben, natürlich auch dicke Abstriche und dünnere Aufstriche malen. Zudem lassen sich die Stifte ja auch ganz toll verblenden – warum also sollte man nicht auf die Tombow ABT Pro umsatteln und ab sofort nur noch damit Blending-Effekte malen?
Die alkoholbasierte Tinte, egal welchen Herstellers, tendiert dazu, auf dem Papier auszulaufen. Bei einmaligem Auftrag bekommt man noch eine relativ scharfe Kante hin. Aber sobald man mehr Tinte aufträgt, eben weil man die Farben verblenden will, passiert Folgendes:

Im Bild oben siehst du das Ergebnis ein- und derselben Blendung-Technik mit den Tombow ABT PRO vs. Tombow Dual Brushpens. Mit beiden habe ich zuerst einen hellblauen Strich gemalt, den ich dann mit einem dunkleren Blau oben abgedunkelt habe.
Auf der linken Seite siehst du, wie schön der Farbverlauf mit den alkoholbasierten Stiften gelungen ist. Leider ist der obere Teil dabei breiter geworden und auch ausgefranst. Das ist mit den wasserbasierten Stiften (rechts) nicht passiert!
Wenn du dicke Ballonbuchstaben ausmalen willst, die beispielsweise dunkle Outlines haben, ist das kein Problem. Dann kannst du mit den ABT PRO die Flächen wunderbar ausmalen und schöne Farbverläufe kreieren. Für’s Verblenden eines Brushskripts bleib lieber bei den wasserbasierten ABT.

Du solltest deine Skizze parat haben und, wenn du magst, auch schon deine Outlines. Wenn es ans Kolorieren geht, hast du zwei Möglichkeiten: entweder arbeitest du dich von hell nach dunkel. Oder du fängst mit den dunkelsten Bereichen an und welchselst dann zu den helleren Stiften. Beides ok.
Um gleichmäßige Flächen hinzubekommen, male die Fläche zuerst aus und übermale sie dann nochmal in anderer Richtung. Die breite Spitze eigener sich gut dafür, die Ränder bekommst du mit der Pinselspitze aber exakter hin. Ich gehe gerne in kreisenden Bewegungen vor, wenn ich die flexible Spitze des Alkoholmarkers verwende. So wird der Farbauftrag garantiert Streifenfrei.
Um zwei Farben zu überblenden, musst du sie einfach übereinander malen. Ich habe anfangs versucht, die Pigmente mechanisch, also durch Reibung mit dem Stift, zu bewegen. Doch ich habe fest gestellt, dass der Alkohol die Arbeit macht und man nur etwas Geduld haben muss.
A Propos Geduld: solange die Farben noch feucht sind, wirken sie etwas dunkler als nach dem Trocknen. Gerade bei Hauttönen könnte man meinen, zu dunkler schattiert zu haben. Wenn das Gesicht dann allerdings trocken ist, wirkt es viel blasser – und oft auch harmonischer. Sogar beim Verblenden lohnt es sich, ein bisschen zu warten bzw. an einem anderen Bereich weiter zu malen, damit die Alkoholtinte Zeit hat, ihre Arbeit zu tun.
Gut zu wissen beim Malen von Portraits ist auch, dass das Gesicht ohne Haare relativ dunkel wirkt. Kommt dann beispielsweise eine braune Frisur dazu, gleicht Sicht das Gesamtbild wieder aus. Also keine Sorge, die Hauttöne der Portrait Set sind sehr gut gewählt. Damit kann man übrigens auch dunkle Hauttypen malen, wie es auch auf see Produktverpackung zu sehen ist.
Wenn du eine hellere über eine dunklere Farbe malst, wird diese aufgehellt! Umgekehrt ist es umgekehrt Probiere es am besten auf einem separaten Schmierblatt aus. So kannst du auch testen, ob zwei Farben gut zusammenpassen und sich schön verblenden lassen.
Hier siehst du ein Video, in dem ich ein kleines Portrait ausmale:
Ich habe zwei schöne Tutorials für Tombow gemacht. Bei dem ersten lernst du, wie man ein Portrait mit den alkoholbasierten ebenso wie den wasserbasierten Tombow ausmalen kannst – je nachdem, was du hast. Die Portraitzeichnungen kannst du dir sogar herunterladen!

Bei dem anderen Tutorial geht es um den Mix aus alkoholbasierten und wasserbasierten Brushpens. Hier entsteht eine Weltkarte, die du auch belettern kannst, wenn du magst. Dann kannst du z.B. überall dort Kreuzchen setzen, wo du schon gewesen bist, und das Bild bei dir aufhängen.

Diese Illustration hat nicht mal eine Viertelstunde gedauert und doch wurde sie schon für ein Foto gehalten. Wie geht das?
Das zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem Video-Tutorial. Mit Procreate kannst du die Berge, Wälder und den Nebel wirklich schnell gestalten, wenn du erstmal weißt, wie es geht. Natürlich kann die Waldszene auch ganz freundlich wirken, wenn du anstelle der Grautöne einen schönen blauen Himmel und saftig grüne Bäume malst!

Ich verwende für die Bäume mein „Winter Tree Brushset“, weil es damit einfach ratzfatz geht. Du kannst aber auch einfach einen Baum mit dem normalen, harten Airbrush Pinsel malen und diesen dann mehrfach kopieren. So hast du auch bald einen Wald, wenn auch nicht ganz so schnell. Wenn Du die Bäume als Pinsel zum aufstempeln haben möchtest, kannst du sie hier bekommen:
Winter Tree Brushset
Jetzt will ich dich aber nicht länger auf die Folter spannen. Schnapp dir am besten gleich dein iPad und male mit mir diese düster-schöne Waldlandschaft mit Procreate!

Kaum ein Stiftehersteller lässt es sich nehmen, Brushpens mit ins Sortiment aufzunehmen. So hat auch Stabilo den „Pen 68 brush“ auf den Weg gebracht, der seinen Kollegen in nichts nachsteht. Die flexible Pinselspitze ist so robust, wie eine Filz-Spitze nur sein kann. Die Größe der Spitze ist dabei vergleichbar mit der der edding Brushpens und ganz angenehm zum Lettern. Damit eignen sich diese Brushpens sehr gut für Anfänger. Eine Sache jedoch fühlt sich für mich anders an als bei den anderen Brushpens. Aber dazu unten mehr.
Im Vergleich zu anderen Brushpens sind die Stabilo 68 relativ günstig. Einzeln kostet der Stabilo – nach Angabe auf der Herstellerseite – zur Zeit 1,65€. Zum Vergleich: Der edding Fachshop zeigt für einen einzelnen Brushpen einen UVP von 1,55 € an. Ein Tombow ABT Brushpen kostet direkt beim Hersteller 3,90 € – dieser hat allerdings zwei verschiedene Stiftspitzen. Die Brushpens von Royal Talens (Ecoline) und Sakura (Koi) schlagen mit ca. zwei Euro pro Stück zu Buche. Natürlich sind alle Stifte in Sets günstiger und hier und da gibt es Sonderangebote. Dieser Vergleich zeigt aber, dass die Stabilos mit den Mitbewerbern preislich sehr gut mithalten können.
Die Stabilo Brushpens gibt es in verschiedenen Sets – angefangen mit einem Dreierpack bis hin zur großen Packung mit 25 verschiedenen Farben im Metalletui. Das 24er Pack beispielsweise enthält zusätzlich 3 Neonfarben: Pink, Orange und Neongelb. Aber anders, als ich es anderswo im Internet gelesen habe, sind auch im 24er Set keine Farben doppelt. Aufgepasst: oft ist das Metalletui mit 25 Brushpens günstiger (siehe da!) – hier ist der schwarze Brushpen doppelt enthalten.
Hier siehst du alle Farben des 24er Packs der Stabilo 68 Brushpens:

Oft lohnt es sich, gleich eine größere Packung zu kaufen, da so der einzelne Stift günstiger ist. Ob du so viele Farben überhaupt brauchst, ist natürlich die Frage aller Fragen. Wenn du nur ein ganz bestimmtes Projekt im Sinn hast, das mit bestimmten Farben auskommt, werden dir diese natürlich reichen. Bis das nächste Projekt kommt Wenn du allerdings gerne Farben miteinander verblendest oder schöne, bunte Aquarellhintergründe zaubern möchtest, bist du mit einer etwas größeren Farbauswahl gut beraten. Ich habe dir hier eine Übersicht der Pakete gemacht, damit die sie gut vergleichen kannst:
Die Stifte anderer Hersteller interessieren dich auch? Schau auf meine Seite Handlettering und Brushlettering Stifte zeige ich dir alle Stifte, die ich habe!
Wie bei allen Brushpens basiert das Brushlettering auf dem Wechsel zwischen dünnen und dickeren Strichen. Wie das genau funktioniert und worauf es dabei ankommt zeige ich dir in meinem kostenlosen Brushlettering Crashkurs. Die Stabilo Brushpens machen hier genau das, was sie sollen:

Gelettert ist das Ganze mit nur einem, blauen Brushpen. Damit die Schrift oben dunkler ist, habe ich das Lettering mit demselben einfach nochmal nachgedunkelt. Und die Spritzer rühren daher, dass ich mit dem Stift auf einem Teller herumgemalt habe, um die Tinte darauf zu verteilen. Dann habe ich diese mit einem nassen Pinsel aufgenommen und auf mein Aquarellpapier gespritzt.
Aquarellpapier benutze ich für meine Letterings am liebsten, weil ich finde, dass sie so am schönsten aussehen. Außerdem lassen sich die Farben wunderbar verblenden, ohne das das Papier darunter leidet. Zum Üben eignet sich Aquarellpapier allerdings nicht. Alle Infos zum Papier findest du auf meiner Seite zu Stiften und Papier. Wenn du auf der Suche nach glattem Aquarellpapier bist, das relativ viel Wasser verträgt und dennoch schonend zu deinen Stiften ist, schau auf die Seite Das richtige Papier für saftige Brushpens.
Doch eine Sache an diesen Stiften fällt mir wirklich auf, wenn ich sie mit den anderen Brushpens der gleichen Größe vergleiche: Sie sind relativ weich. Ich persönlich tendiere dazu, wirklich stark aufzudrücken, wenn es an den Abstrich geht. Da kann ich mich konzentrieren, wie ich will: sobald ich im Flow bin, wird gedrückt, was das Zeug hält. Nun ist die Spitze des Stabilo Brushpens also butterweich und gibt schön nach, aber dieses Gefühl bin ich nicht gewöhnt. Ich glaube, dass der Stift das nicht lange aushält und malträtiere ihn dennoch weiter entsprechend meiner unabstellbaren Gewohnheit. Wir werden sehen, wo das hinführt. Umdrehen kann ich die Spitze zur Rettung dann jedoch nicht. (Falls du dich fragst, wozu das auch gut sein soll, schau dir mein Video dazu an.)
Wenn du ein eher zartes (Schreib-) Gemüt bist, dann ist der weiche Stift sicher gut für dich. Bei mir ist aber an hauchdünne Linien, wie ich sie beim Aufstrich so mag, mit diesem Stift nicht zu denken, nachdem ich ein Weilchen mit ihm gelettert habe. Da taugen mir die etwas festeren Stifte von edding und Tombow mehr. Ich habe allerdings in meinen Workshops festgestellt, dass diese Präferenz wirklich von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind, also hör auf dein Bauchgefühl!


Bei dem obigen Lettering „Everything you can imagine is real“ (Zitat von Pablo Picasso) habe ich zwei Blautöne und grau kombiniert und ein paar Pünktchen dazugesagt. Auch hier habe ich Aquarellpapier verwendet. Die verschiedenen Schriftarten sind im Prinzip ganz einfach – wenn du meinen Brushlettering Crashkurs schon kennst, dann schau doch auch mal den Handlettering Grundlage Kurs an. Hier erkläre ich einiges zum Thema Schriftgestaltung. Wenn du allerdings richtig, richtig intensive Weiterbildung in Sachen Schriftgestaltung und Komposition suchst, kann ich dir mein neuestes Buch empfehlen! Du kannst es hier vorbestellen, es erscheint am 17. Januar 2020.
Speziell für den Stabilo 68 Brushpen habe ich einige Übungsblätter für dich zusammengestellt. Damit kannst du direkt mit dem Einstudieren einiger meiner Lieblingsalphabete loslegen. Basisstriche und Grundlagen üben wir hier aber nicht, hierzu veweise ich dich gerne noch ein letztes Mal auf meinen Brushlettering Crashkurs, den du auch oben im Menu unter „Kurse“ findest. Ich habe die Übungsblätter tatsächlich auch mit den Stabilo Brushpens erstellt, sodass du die Linien vergleichsweise exakt nachfahren können müsstest, wenn du die DIN A4 Übungsblätter für Stabilo Brushpens auch in 100% Größe ausdruckst. Vorausgesetzt, du drückst ebenso stark, wie ich

Disclaimer
Dieses schöne Brushpen Set wurde mir freundlicherweise von Stabilo zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag ist jedoch weder gesponsert noch beauftragt und spiegelt lediglich meine eigene Meinung und Erfahrung mit den Stabilo Brushpens wieder. Ich verwende auf dieser Seite Affilliate Links. Dadurch entstehen dir keine Mehrkosten. Danke, dass du bis hierhin gelesen hast! Mehr zum Thema Stifte findest du hier: Handlettering und Brushlettering Stifte
]]>So sieht es aus, wenn’s nach ca. anderthalb Minuten fertig ist:

Sieht einfach auch – ist es auch! Verwendet habe ich dafür den Pentel Sign Brushpen, den ich schon seit vielen Jahren im Einsatz habe und immer noch verwende. Er scheint endlos viel Tinte zu beinhalten Das seidig glatte Papier von Clairefontaine ist dafür perfekt geeignet – sowohl zum Üben als auch für das fertige Lettering. Wobei ich dafür tatsächlich gerne auch die dickere Variante verwende.
Im folgenden Video zeige ich dir, wie ich das ganze Alphabet lettere. Dazu erzähle ich dir noch ein paar Details zu diesem ABC und zeige es dir außerdem in Gebrauch: Mein Mann hat mir einen wirklich lustigen Spruch geschickt, den ich in Kombination mit Brushscript und eben diesen Großbuchstaben in einem einfachen, kleinen Lettering umgesetzt habe.
Hier siehst du, wie das fertige Lettering aussieht. Hast du Lust, es nachzumalen?

Ok ich gebe zu, ich habe es nach dem Einscannen blau eingefärbt. In Wahrheit ist das Lettering natürlich pink, so wie im Video zu sehen. Aber ich habe noch mehr gemacht! Ich habe ein ganzes Set an Übungsblättern für dich vorbereitet. Du kannst die Übungsblätter, die du am besten auf DCP Papier ausdrucken solltest, mit allen möglichen Brushpens ausprobieren. Falls die Pinselspitze sehr dick sein sollte, drück nicht zu fest auf. Ansonsten ist alles möglich. Häng doch mal ein paar Serifen an das Alphabet! Das geht nämlich auch und sieht super aus.

Tipp: Wenn du Procreate lernen möchtest: Ich habe einen tollen Kurs dafür auf der Lernplatform Udemy: Das Procreate Handbuch!
Achtung: Die Bilder auf dieser Seite sind stark herunterskaliert, damit du eine kurze Ladezeit hast und keine riesengroßen Dateien auf dein Gerät heruntergeladen werden müssen. Darunter leidet natürlich die Qualität – für einen Ausdruck sind die Bilder deshalb völlig ungeeignet. Aber zum Anschauen reicht’s. Wenn du Interesse an einem Print hast, schreib mich gerne an oder schau in meinen Etsy Shop.




































Da ich den Kopf noch voll von Tangles und Mustern hatte, tangelte ich also noch ein schönes Muster auf den Umschlag. Da lagen noch die Brushpens… und dann: PENG! Eine Idee schoß mir in den Kopf.
Die Schönheit der Zentangle Methode besteht unter anderem in der Einfachheit der Bestandteile. Nur ein paar Elementare Striche sind nötig, um wunderbare Muster zu erstellen – siehe Bild.

Der Gedanke, der mir dazu kam, war: mit einem Brushpen kann man auch eine ganz einfach Form malen – durch bloßes Aufdrücken des Stiftes auf Papier. Dadurch entsteht eine Tropfenform, die man auf unendlich viele Arten mit Mustern und natürlich noch viel mehr Tropfen kombinieren kann.

Ich habe diese einfache Form „Pendropz“ genannt – weil man eben durch einfaches Aufdrücken des BrushPENS kleine Tropfenformen (drops) zu Papier bringen kann.
Natürlich ist dies kein „elementarer Strich“ im Sinne der Zentangle Methode – schließlich braucht man ein zusätzliches Werkzeug. Aber lieben wir nicht alle Stifte und muss nicht sowieso JEDER Mensch mindestens einen Brushpen zu Hause haben? Ich benutze hier übrigens den Sakura Brushpen. Ihn gibt es in exakt den gleichen Farben wie die Microns, die wir zum tangeln so lieben – nutzten wir die Brushpens, wenn überhaupt, zum Kolorieren, bekommen Sie jetzt eine zusätzliche Aufgabe =)
Diese süßen kleinen Pendropz lassen sich ebenso wunderbar zu und mit Mustern kombinieren, wie wir es von den elementaren Strichen gewohnt sind. Schau dir dazu mal meine nächtlichen Notizen an, die ich noch am selben Abend zusammengestellt habe:

Ich habe noch einige Bijous getangled, um meine Idee auszuprobieren.

Was hälst du davon? Hast du Lust, es auch mal auszuprobieren?
Hier findest du meine nächtlichen Notizen als PDF:
