Der Beitrag Letzte Klarheit erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Dass etwas für uns zu einer „letzten Klarheit“ wird, zu einer völligen Gewissheit, fraglosen (also bewährten) Überzeugung, absoluten Erkenntnis von Wirklichkeit bzw. Wahrheit, belastbarem Glauben… wie kommt es dahin? An sich ist das die Basis für alles wirkungsvolle Handeln, weil wir Boden unter den Füßen haben.
So lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt ⟨und damit gereinigt⟩ vom bösen Gewissen…
Hebräer 10,22
In meinen Jahren als Pastor habe ich entdeckt, dass die meisten Christen, mit denen ich es zu tun hatte, keinen Boden unter den Füßen hatten und nicht wirkungsvoll handeln konnten. Sie erlebten keine „völlige Gewissheit“ in ihrem Glauben, sondern permanente Zweifel. Eine Erleuchtung des Herzens, also des innersten Wesens, zu jener göttlichen Wahrhaftigkeit eines Lebens im Licht (Klarheit) und der dazu nötigen Reinigung des Gewissens (Entlastung), schien nicht geschehen zu sein, soweit ich das von außen beurteilen konnte. Oder es war doch einmal erfahren worden, aber dann versandet.
Sie bekannten zwar ihren „Glauben“ und gingen in die Gemeinde, aber ihre christliche Erkenntnis und Erfahrung ging nicht so tief, dass es je zu einer „letzten Klarheit“ gekommen wäre. Und das in keiner Hinsicht oder anders herum gesagt: in Bezug auf alles. Verwirrung und Verirrung schienen der allgemeine Standard zu sein. Unter diesen Umständen war die Gemeinde insgesamt verunsichert und missionarisch ineffektiv.
Tatsächlich empfand ich die Christlichkeit bei vielen geradezu als Fassade, also als etwas recht Oberflächliches. Was hinter dem Vorhang liegt, schien vielen gar nicht bewusst zu sein, auch kein großes Interesse daran zu bestehen. Sie verwendeten ihre Kraft darauf, diese äußere Fassade aufrecht zu halten und ein christliches Leben zu inszenieren, wie immer sie sich das vorstellten oder die Gemeinde es von ihnen erwartete, aber nicht, um die Wahrheit zu leben. Was das Leben, welches uns zu vermitteln Jesus in die Welt gekommen ist, überhaupt sein soll, schien mir vielen gänzlich unklar zu sein. In ihrem Alltag – jenseits der christlichen Veranstaltungen – fand es m. E. einen nur wenig bemerkbaren Niederschlag. Viele führten eine Art „Doppelleben“. Eines war „christlich“ für das christliche Umfeld der Gemeinde, das andere profan für das alltägliche Leben in der Welt.
In meiner Schulkasse gab es mehrere Christen, aber ich hatte jahrelang nichts davon gemerkt – bis ich mich bekehrte und zu meiner höchsten Überraschung einige Mitschüler in den Gemeinden wiederfand, die ich kennenlernte. Ihr Leben war perfekt angepasst. Manche sahen sogar eine Gnade Gottes darin, dass sie diese chamäleonartige Anpassung so perfekt inszenieren konnten. Denn schließlich vermieden sie auf die Weise viele Konflikte – sowohl mit den christlichen als auch den weltlichen Ansprüchen. Beiden Systemen genügte die äußerliche Anpassung. Was hinter dem Vorhang lag, blieb verborgen – auch den geübten „Schauspielern“ selbst.
Ich nenne das Äußere den Schein und das Innere das Sein. Die äußere Welt vergeht, die innere bleibt. Der Heilige Geist führt uns vom Schein zum Sein, von außen nach innen.
Wenn die großen Lebenskrisen kommen, stellt sich die mangelnde Seins-Verbundenheit als gravierende Identitätslosigkeit dar. Sie entsteht aufgrund mangelnder Wurzeln in der Wirklichkeit. Wir entdecken in der Krise, dass wir nicht sind, die wir meinten zu sein. Zerbricht die äußere Hülle, kommt zum Vorschein, was dahinter oder darunter liegt. Dann kommt für viele die große Ernüchterung darüber, dass sie über ihr wahres Selbst keine Ahnung hatten und sich selbst unfassbar fremd sind.
Nun lässt Gott zum Entsetzen vieler Gläubigen regelmäßig diesen Zerbruch zu, denn er will uns ins Licht führen, in die Wahrheit, in das reine Gewissen und die „volle Gewissheit des Glaubens“. Dorthin, wo wir freiwillig nicht hingehen, in jene verdrängten und ausgeblendeten Bereiche unseres Seins, die uns unklar und unheimlich sind. Die Tiefe des menschlichen Herzens ist unermesslich. Immerhin kann GOTT darin wohnen…
Was wir auf der äußeren, sichtbaren, psychisch-mentalen Ebene von Gott erkennen, ist fragmentarisch und unterliegt unterschiedlichen Deutungen. Von Klarheit kann keine Rede sein. Auf der geistlichen Herzensebene darunter (oder darüber, wo immer wir diese Ebene verorten wollen), wohin Gott uns führt, verlassen wir die Ebene der Phänomene und kommen zu einer viel umfassenderen Erkenntnis der Wirklichkeit. Sie ist dem von Äußerlichkeiten und der Inszenierung des Pseudo-Ichs geprägten Verstand zunächst unverständlich. Sie ist „ganz anders“. Dort können wir eine objektivierte Sicht gewinnen, die sich von der subjektiven Erfahrung der äußeren, weltlichen Realität extrem unterscheidet. Die Seins-Wirklichkeit steht konträr zur Schein-Wirklichkeit. Die Seinswirklichkeit IST, die Scheinwirklichkeit „tut-so-als-ob“.
Uns Illusion als Wirklichkeit zu verkaufen, darin hat die Welt sehr lange Erfahrung und verfügt heute über technische Möglichkeiten jenseits unserer Vorstellungskraft. Der Mensch wird in seiner Wahrnehmungsfähigkeit immer weiter eingeschränkt und manipuliert. Viele können sich überhaupt nicht mehr konzentrieren, sie leben wie in einer Wachhypnose[1]. Unter dem heutigen digitalen Dauerfeuer von Fernsehen, Internet und Handy scheinen immer mehr Menschen in diesen hypnotischen Zustand zu geraten, in dem sich ihr Denken bedenklich reduziert auf den reinen Selbsterhalt und die grundlegendsten dafür nötigen Fertigkeiten. Der Besuch eines Gottesdienstes am Wochenende kann durchaus dazu gehören. Automatisierte psychische Programm steuern den Menschen durch die Veranstaltung, ein Wachwerden ist nicht nötig und wird in der Regel auch nicht erwartet. Die Liturgie gleicht sich von Sonntag zu Sonntag bis ins Detail. Dadurch ist eine Anpassung besonders leicht und hat aufgrund der Dauerwiederholung sowieso schon einen einschläfernden Charakter.
Die Welt treibt uns immer tiefer in die Trance, der Geist aber in die Erweckung. Möglicherweise sind krasse Maßnahmen nötig, um uns aufzuwecken. Viele Menschen werden von Gott auf die eine und andere Weise „aus dem Verkehr gezogen“, um zur Besinnung zu kommen. Sie werden erst irritiert, wenn das nicht reicht, kommt eine Art Demontage des Scheinlebens dran. Die Befreiung von uns selbst in der inszenierten Form zu uns selbst in der göttlichen Variante gestaltet sich als tief- und weitgehend. Am Ende des Prozesses steht die „letzte Klarheit“, das „wahrhaftige Herz in voller Gewissheit des Glaubens, gereinigt vom bösen Gewissen“. Die Erfahrung dieses Zustandes von Reinheit, Gewissheit und Wahrheit ist nur als selig zu beschreiben.
[1] Bei einer durch hypnotische Verfahren induzierten Trance entsteht eine tiefe Entspannung bei gleichzeitiger Wachheit. Die hypnotisierte Person ist weiterhin fähig, sich willentlich zu bewegen und sinnzusammenhängende Sätze zu sagen, ihre Aufmerksamkeit ist jedoch extrem eingeschränkt und auf wenige Inhalte ausgerichtet. Als Besonderheit gilt eine Wachhypnose, in der eine Person sich zwar in einem tranceähnlichen Zustand befindet und hierbei sogar ein Rapport besteht, sie aber trotzdem augenscheinlich hellwach ist. Die Person bewegt und verhält sich so, dass für ungeübte Beobachter kein Unterschied zum normalen Wachzustand erkennbar ist. (Wikipedia, Stichwort „Trance“, 28.3.23)
Der Beitrag Letzte Klarheit erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Prophetische Updates 2023/1 erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Prophetische Updates 2023/1 erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Die Stadt Gottes erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Diese Worte aus dem Hebräerbrief, die mit einer ganzen Reihe von Orten, Ereignissen und Gnaden bis zum Vers 24 fortgesetzt werden, zu denen wir gekommen sind, haben mich über viele Jahre stark herausgefordert und tun es immer noch an jedem einzelnen Tag. Denn die Frage stellt sich, wie wir all das, was uns dort zugesprochen wird, realisieren – oder eben nicht. Das Paradox der Situation lautet: Wie kommen wir zu dem, wozu wir gekommen sind?
Die längst Zeit meines Christseins kannte ich niemanden in der Gemeinde, der meiner Wahrnehmung nach zur „Stadt des lebendigen Gottes“ gekommen war. Vielleicht theologisch-theoretisch ja, aber praktisch gesehen nein. Man sprach über die Stadt als etwas, wo wir nach unserem Ableben einmal hinkommen und die am Ende der Endzeit vom Himmel auf die Erde kommt:
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. (Offb. 21,2)
Da wir aber schon zu Lebzeiten Zugang zum Himmel haben und bis vor den Thron Gottes kommen dürfen und sollen, ja sogar Bürgerrechte im Himmel haben, müssen wir nicht auf die physische Manifestation des Neuen Jerusalem aus einem neuen Himmel herabkommend auf eine neuen Erde warten. Wir haben jetzt Zutritt – in Christus. Jesus ist der der Schlüssel zu alledem, er nimmt uns in sich auf und nimmt uns dann überall mit hin. Das zu erleben, ist Seligkeit. Sie ist heute und hier für jeden, der sich an Jesus hängt, möglich und nötig, um selbst eine neuer Mensch zu werden, der in all diese großen Neuheiten eingeführt wird, um damit vertraut zu werden.
Das Leben „im Geist“ ist unter anderem auch ein „Leben im Himmel“. Der Himmel und die Stadt Gottes sind nicht weit weg, sondern in einer anderen Dimension, die wir „im Geist“ offenbart bekommen und betreten können. Sie sind uns ganz nah. Wenn wir das nur begreifen würden!
Jesus verkündete: „Das Reich Gottes ist nahe herbei gekommen.“ Wie nah ist das? An anderer Stelle spezifiziert er das und sagt: Das Reich Gottes ist nicht irgendwo, wo wir dann hinreisen müssen, sondern es ist mitten unter uns gegenwärtig (Lk 17,20-21). Wörtlich heißt es eigentlich, es ist IN UNS gegenwärtig. Wir müssen also nicht irgendwo hinlaufen, sondern IN UNS gehen. Dort werden wir es finden.
Wie gesagt, war mir das alles trotz Bekehrung, Bibellesen und Gemeindebesuch unzugänglich und rätselhaft. Gefühlt war Gott für mich weit weg. Da ich keinen guten Zugang zu mir selbst bzw. zu meinem Herzen hatte, fand ich nicht, was mir angeblich so nah gekommen war. Ich denke, viele Christen suchen permanent an der falschen Stelle nach dem Himmel und seiner Gnade und Fülle.
Es braucht eine vom Heiligen Geist initiierte Herzenserweckung, um die inneren Augen und Ohren zu öffnen, die fähig sind, die himmlischen Bereiche zu sehen und zu hören. Wenn wir dann in die Stadt Gottes geführt werden – normalerweise durch Engel, die wir nun auch besser wahrnehmen – kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir fühlen uns nicht fremd, sondern Zuhause, so, als wären wir auf eine unerklärliche Art und Weise schon immer Bürger dieser Stadt gewesen.
Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen! Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen [Hurer] und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. (Offb 22,14-15)
Der Beitrag Die Stadt Gottes erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Die große Hochzeit erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Nach den Kapiteln 17 und 18 des Untergangs von Babylon erfahren wir nun im Kapitel 19 der Offenbarung, dass es eine parallele Entwicklung dazu gibt, nämlich die Vorbereitung einer Hochzeit. Die Hure geht, die Braut kommt. Wie wichtig für uns, das zu wissen! Denn der Kollaps des „Systems“ ist sehr bedrängend und kann uns dermaßen in Bann schlagen, dass wir nur noch schwarzsehen und gleichsam mit in die Tiefe gerissen werden, die für Babylon vorgesehen ist, aber nicht für uns. Ich fürchte, viele werden der Hure jedoch selbst in den Abgrund folgen, so sehr sind sie mit ihr verbunden und können sich nicht vorstellen, dass es eine Welt, eine Möglichkeit, eine Zukunft jenseits ihrer Geschäfte gibt.
Uns, die wir den Weg aus der „Stadt der Götzen“ nehmen, die der Mensch als Gegenentwurf zur Heiligen Stadt Gottes kreiert, hilft der Heilige Geist, unsere Augen von der irdischen Verwüstung abzuwenden und auf die Herrlichkeit zu richten, die sich genau zur selben Zeit im Himmel ereignet. Hier fallen völlig gegensätzliche Ereignisse und die Reaktionen darauf in einen Augenblick zusammen: Untergang und Aufgang, Ende und Anfang, Weinen und Jubel, Bestürzung und Freude, Asche und Schönheit.
Babylon verkörpert die Hurerei, die Braut des Lammes – die Gemeinde Jesu – verkörpert die Treue. Womit identifizieren wir uns? Welchen Weg gehen wir? Welches Geistes Kinder sind wir?
Wir werden aufgefordert, Babylon zu verlassen. Der erste Schritt ist eine Abwendung unserer Aufmerksamkeit bzw. unserer Augen von der Hure hin zu Jesus, der den wahren, integren und göttlichen Menschen verkörpert. Wir wollen nicht nur etwas Theologisches über die Braut des Messias wissen, wir wollen sie werden. Klar und rein, strahlend und schön, in Wahrhaftigkeit und Liebe. Ein menschlicher Spiegel himmlischer Herrlichkeit. Unendlich viele Hureneigenschaften sind abzulegen und entsprechend viele Braut-Tugenden anzulegen.
Die Hure hat die Welt für lange Zeit darüber getäuscht, dass es eine Braut überhaupt gibt. Wo sind die „Heiligen“ und „Gerechten“, die den Weg des Lebens und der Liebe gehen? Nun, sie hat es immer und überall gegeben, nur dass die Hure sie stets verfolgt und gedemütigt hat, so dass es nicht attraktiv erschien, zu ihnen zu gehören. Sie wurden diffamiert und verhöhnt als „religiöse Spinner“, „Sektierer“ und „Fanatiker“. Aber unaufhaltsam ist die Braut im Untergrund und Hintergrund herangewachsen. Sie ist in allen Völkern und Sprachen zu finden. Wer sie sucht, der findet sie.
So wird der schlimmste Moment in der Weltgeschichte, über den Jesus in den Endzeitgleichnissen redet, zum schönsten Moment, denn an einem Tag bricht das Regime endgültig zusammen, während die Braut endgültig aus dem Hintergrund hervortritt und gemeinsam mit dem Lamm eine neue Welt begründet. Sie wird die Einheit von Himmel und Erde wiederherstellen. Fällt Babylon, stürzen die Menschen also nicht ins Nichts, ins Chaos und den kompletten Ruin, sondern in die Hände der „religiösen Spinner“ und ihres Jesus, die schon immer für sie gebetet haben und einen Weg hinüber in die andere Stadt gebaut haben. Auf diesem Weg werden sich ganze Völker bewegen und zur Besinnung und ihrer Bestimmung kommen, die ihnen von der Hure verstellt wurde, aber nun als Licht kommt. Sie werden weinen und klagen über den Verlust ihrer wahren Identität unter der Hand der Hure Babylon, aber sich freuen und jubeln über die Chance, sie wiederzufinden und ausleben zu dürfen im Zeitalter der Braut.
Der Beitrag Die große Hochzeit erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Heilige, Apostel und Propheten erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Während die Kaufleute und Schifffahrtsunternehmen der Erde weinen und trauern, ist der Himmel hoch erfreut. Und mit ihm „Heilige, Apostel und Propheten“. Anscheinend sind diese besonders verbunden mit Gott und verstehen, was vor sich geht. Längst haben sie sich von Babylon verabschiedet und sind durch viele Prozesse der Buße gegangen, um den Geist der Hure aus sich selbst und darüber hinaus aus ihren Familien und Gemeinschaften zu entfernen.
Ich fürchte, viele Christen wissen nicht, was es mit dem Geist und Wesen Babylons, das sich u. A. durch „Hurerei“ definiert, auf sich hat. Sie beschränken Hurerei oder Unzucht auf eine sexuelle Ebene, aber die Zerstörung der Reinheit, der Integrität, der Wahrhaftigkeit, der Treue geht viel weiter. Insbesondere der Aspekt der Käuflichkeit ist in unserer Mammon-kontrollierten Gesellschaft sehr dominant geworden. Es wird gekauft und verkauft – auch die Wahrheit, die Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden, usw. Beziehungen werden instrumentalisiert für die Firma. Alles wird durch die Brille des Nutzens und des Preises betrachtet. Das kann sehr subtil sein und wird nicht offen ausgesprochen. Aber dieser „Handels-Geist“ ist überall und jederzeit präsent und manipuliert alle Beteiligten.
Der Geist der Hurerei dreht die gesunden Verhältnisse auf den Kopf. Ging man früher auf eine Behörde, in ein Krankenhaus oder eine Kirche, waren diese für die Menschen da. Aber nun, da sie privatisiert sind, sind die Menschen zunehmend für deren Arbeit, Erhalt und Erfolg (Gewinn) da. Schauen wir nur genau hin, sehen wir, wie die Institutionen für ihre Arbeit, ihren Erhalt und ihren Erfolg „über Leichen gehen“, also Menschen gebrauchen und sogar missbrauchen. Der Zweck heiligt die Mittel. Das „Benutzen“ von Menschen, egal aus welchen Gründen und für welche Ziele, ist Hurerei. Sie greift zur Zauberei, um die Leute gefügig zu machen.
Ich war einmal in einer Gemeinde, wo Sonntag für Sonntag zum Anfang des Gottesdienstes eine „Geldpredigt“ gehalten wurde, um die Besucher zu motivieren, zu spenden. Diese Predigten empfand ich als extrem manipulativ und nötigend. Manipulation, Nötigung und Einschüchterung sind klare Eigenschaften von Zauberei. Die „Zauberer“ wollen durch ihre Einflussnahme andere dazu bringen, zu tun, was sie wollen. Amtsträger, Ärzte und Pastoren können z. B. den EinDRUCK vermitteln, besser zu wissen, was für uns gut ist, als wir selber. Dann lassen wir uns fremdbestimmen, etwas „mit uns machen“, uns lenken, wohin jene wollen. Was wir selber denken und wollen, wissen wir gar nicht mehr, wir verlieren uns selbst. Am Ende sind wir abhängig und unselbständig. Wir brauchen selbst bei kleinen Situationen und Entscheidungen die Direktive und Erlaubnis der „Zuständigen“, „Experten“, „Ältesten“, usw.
Das angebliche Ziel der weltlichen Bildung sowie der Gemeinde ist der mündige, informierte, selbstverantwortliche Bürger bzw. Christ. Egal, wo man hinschaut, fragt man sich jedoch, wo diese gebildeten und reifen Menschen sind? Natürlich gibt es sie, aber sie prägen nicht das Antlitz der Gesellschaft. Was in diesem Zusammenhang die Gemeinde betrifft, ist die Frage nach den „Heiligen, Aposteln und Propheten“. Wo sind sie? Warum kommen bei all der bemühten Gemeindearbeit so wenige heilige, apostolische und prophetische Menschen und Dienste heraus? Gerade sie scheinen doch das Format zu haben, sich der Hurerei Babylons zu widersetzen, mit den „starken Engeln“ zu kooperieren und mit dem Himmel fröhlich zu sein.
Die Welt ist zerteilt in zwei Lager. Die einen weinen, die anderen jubeln. Für die einen geht alles zuende, für die anderen geht es endlich richtig los. Ende und Anfang fallen in einen Moment zusammen. Die einen sehen schwarz, die andern haben Hoffnung. Es hagelt nur so widersprüchliche Prognosen und Prophetien, was daher rührt, dass alles gleichzeitig passiert. So unterschiedlich ist die Deutung der Umstände, dass darin noch einmal die volle Verwirrung Babylons sichtbar wird, ehe sie für immer niedergerissen wird. Dann geht die Sonne auf und die große Klarheit dämmert herauf.
Der Beitrag Heilige, Apostel und Propheten erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Ich und sonst gar nichts! erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Aber du vertrautest auf deine Bosheit. Du sagtest: Niemand sieht mich. Deine Weisheit und dein Wissen, das hat dich irregeführt. Und du sagtest in deinem Herzen: Ich, und sonst gar nichts! (Jesaja 47,8+10)

So denkt also die Hure Babylon, die Königin der Welt. Aber sie herrscht nicht durch Liebe, sondern durch Manipulation und Zauberei. Ihr eisernes Mammon-Joch liegt auf dem Nacken der Völker. Egomanie ist ein zentraler Aspekt der „Hurerei“, denn sie wird durch diese elitäre Haltung gerechtfertigt. Wenn es außer mir niemanden gibt, der zählt, kann ich ihn gebrauchen und missbrauchen, kaufen und verkaufen wie es mir beliebt. ICH definiere seine „Menschen“-Rechte, die er in meinem Handelsimperium gar nicht hat. Ich weiß das und er nicht… Verschiedene Rechts-Systeme, Verträge, juristische Winkelzüge, genauestens bestimmte Wortbedeutungen, deren falsche Verwendung weitreichende Konsequenzen hat, usw. – das ist die „Weisheit und das Wissen“ der Hure, welches kein Sterblicher nachvollziehen kann. Er weiß gar nicht, wem er alles gehört und wer über ihn verfügt – von der Wiege bis zur Bahre und sogar darüber hinaus! In der Babylonmatrix ist nichts, wie es scheint und niemand, der er wirklich ist. Das ist eines ihrer Gesetze.
Wer dieses „Wissen und diese Weisheit“ nicht hat, lebt komplett in einem „Film“. Er wird auch unentwegt verletzt, weil er vom „System“ systematisch fremdbestimmt, ausgebeutet und eingeschüchtert wird. Aber niemand scheint dafür verantwortlich zu sein, alle erfüllen nur die Vorgaben „von oben“. Wollen wir genauer wissen, wer das da oben ist, kommen wir zu keinem klaren Ergebnis, denn es gibt nicht nur ein „da oben“ sondern auch ein „dahinter“. Das macht die Sache sehr undurchsichtig und komplex.
Es ist wie mit diesen „Matroschka-Puppen, wo eine in der anderen steckt. So finden wir, wenn wir uns tatsächlich auf die Suche nach der Wahrheit machen, eine ideologische Ebene nach bzw. in der anderen, die wiederum Teile einer umfassenderen „Ordnung“ sind, die jedoch einen bestimmten Geltungsrahmen hat, der nur Teil weiterer Rahmenabkommen ist, usw. Es ist absolut zum verrückt werden! Auf diese Weise ist die Hure abgesichert bis zum geht nicht mehr. Niemand kann sie jemals direkt erreichen. „Niemand sieht mich.“ Ihre Hierarchie ist mehrdimensional und verschachtelt angelegt. Es gibt Sackgassen und Falltüren, Wächter und „Level“ genau wie in einem Videospiel. Da kann man sich einbilden, weit gekommen zu sein, ohne überhaupt angefangen zu haben…
Dass es eine super berechnende und super nichtmenschliche Entität hinter diesem Konstrukt gibt, die in völligster Anmaßung nicht nur Menschen sondern selbst Gott gegenüber darauf beharrt: „ICH und sonst gar nichts!“, mag verblüffend sein und absurd klingen, erklärt aber die Welt und den Geist, der sie reitet. Egomanie war mal was Krankes und ist jetzt der Maßstab aller Dinge. Wer ohne mit der Wimper zu zucken „auf den Knopf drücken kann“, der Tod und Leiden für zahllose Menschen bedeutet, wird dafür gut entlohnt und es weit bringen auf der Karriereleiter. Wer „auf Teufel komm raus“ lügen und betrügen kann ist der Kandidat für hohe Ämter. Wer seine Seele verkauft, um im System dahin aufzusteigen, wo Menschen nicht hinkommen können, der wird mit übernatürlicher Macht und exorbitanten Privilegien ausgestattet.
Nun dreht Gott den Spies um und entgegnet der Hure: „Du und sonst gar nichts? Kannst du haben!“. „Niemand sieht dich? Kannst du auch haben!“ Er nimmt Babylon alles weg, außer sich selbst – nackt und bloß. Dann versenkt er sie dorthin, wo niemand sie je wieder zu Gesicht bekommen wird. Und Babylon hat fertig…
Hier sehen wir die Umkehrung der Verhältnisse, die immer eintritt, wenn der Turm zu hoch gebaut wird. Auf einmal wenden sich alle ab, weil sie nicht mehr sehen, was das alles soll. Niemand mehr durchblickt die ganzen Verschachtelungen und versteht noch, was wer damit zu tun haben soll. Auf einmal ist das Casino-Spielgeld und das riesig aufgeblähte Imperium des Nichts eben das, was es ist: gar nichts. Alles läuft dahin, wo die Hure ist: ins Leere.
Natürlich braucht die aus der Totalverblendung erwachende Menschheit ihre Zeit, das zu verstehen. Darum nenne ich die erste Phase der Erweckung: die große Ernüchterung.
Der Beitrag Ich und sonst gar nichts! erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Der große Ausgleich erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Da die Hure Babylon sehr üppig gewesen ist, fallen nun auch ihre Qual und Trauer „üppig“ aus. Der große Ausgleich kommt. Darum schwindet auch ihr endloser Reichtum dahin, denn er war gestohlen. Nun muss siebenfach erstattet werden (vgl. Spr. 6,31).
Die Hure erfand auch ihr eigenes Geld – und alle haben gekauft und in ihrem Casino gezockt. Es ging hoch her. Aber auf einmal erkennen die Kaufleute und Händler, die Mächtigen und Reichen, dass es nur Spielgeld ist – mit nichts gedeckt, außer Lug und Trug, bei dem sie mitmachen.
Der Wein der Hurerei ist nicht mehr so betäubend und berauschend wie er war. Er hat plötzlich die gegenteilige Wirkung. Sollte er die „Kunden“ der Hure gefügig machen, macht er sie nun unwillig. Sollen sie sich im Bordell entspannen und „vergessen“, ernüchtern sie jetzt. Die Hure, deren Spezialität Verwirrung ist, ist verwirrt…
Sie inspiziert ihren Kelch und probiert von ihren eigenen Wein und erstarrt. Der Wein ist nicht mehr, was er war, er ist voller göttlichem Grimm und Zorn (Offb. 16,19). Was soll sie tun! Es war doch dieser Wein, der alle Welt bezaubert hat und lenkbar machte. Und alle wollen weiter aus dem Kelch der Hure trinken, aber nun kann sie ihnen den Kelch unmöglich geben. Ein Dilemma! Wer doch schon daraus getrunken hat, wird mächtig zornig.
Schon verstehen die ersten Großkunden nicht mehr, was mit der Oberdirne los ist. Schon beginnen einige zu ernüchtern und die Hure in einem ganz anderen Licht zu sehen als bisher. Was so attraktiv erschien, ist jetzt abstoßend. Was so bezaubernd war, wirkt nun enttäuschend. Zum Entsetzen der Hure wendet man sich schneller von ihr ab, als sie es sich je hat vorstellen können.
Die Besucher des Casinos wollen ihr Spielgeld in echtes Geld umtauschen – und siehe da, so viel hat die Hure gar nicht in der Kasse. Zu sehr verließ sie sich auf ihre großartig inszenierte Verführung.
Auf einmal ist „payday“ und niemand will „Krypto“, sondern echte Werte sind gefragt. Also werden die Besitztümer der Hure veräußert und ihre Konten gelehrt. An einem Tag wird die Hure Babylon zu dem, was sie tatschlich ist. Nichts.
Der Beitrag Der große Ausgleich erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Die große Ernüchterung erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Der Geist der Hurerei, für den alles käuflich ist und der insbesondere „die Kaufleute der Erde“ berauscht hat, hat die Welt in ein Kaufhaus verwandelt. War das nicht die Klage Jesu über den Tempel in Jerusalem? (Joh 2,16) Er sollte ein „Bethaus sein für alle Völker“, aber die Zuständigen und Oberen hatten ein „Kaufhaus“ daraus gemacht, genauer gesagt, eine „Räuberhöhle“. Jesus machte sich eine Peitsche und warf mit den Händlern quasi Babylon aus dem Tempel heraus.
Auch heute wird die Gemeinde – ob bewusst oder unbewusst – häufig nach Art einer Firma betrieben. Der Geschäftsgeist treibt mit der Zeit den Familiengeist aus. Alle Gemeindeglieder werden unter dem Aspekt ihres Beitrages an Leistung, Zeit und Geld taxiert. Die Zahlen müssen stimmen, Statistiken geführt werden.
Die „Oberen“ in der vergeschäftlichten Gemeinde können durchaus gute Gehälter bekommen und „es zu was bringen“. Anwerbung und Bindung von Gemeindegliedern im Sinne von „Kunden“ ist üblich. Man kann in der Gemeinde „Karriere machen“. Posten und Titel sind in der Kirchenhierarchie zu erlangen. Am Ende werden Imperien errichtet, die Prestige-Bauten hinstellen und Geschäfte aller Art betreiben. Es gibt heute Gemeinden, deren Leiter Multimillionäre sind, die auftreten wie Fernsehstars. Erfolg ist, was zählt. Das muss nicht per se verkehrt sein, aber die Frage stellt sich, in welchem Geist gearbeitet wird.
Wie weit heute die Unternehmensmentalität gediehen ist und alle Menschen, Völker und Nationen kapitalisiert werden, ist unfassbar und vielen Menschen nicht wirklich klar. Der Wein der Hure hat sie berauscht und bezaubert, sie können bestimmte Dinge nur schwer nachvollziehen und „glauben“. Aber der Tag der „großen Ernüchterung“ kommt, an dem Gott der Hure ihren goldenen Becher „voll Gräuel und Unreinheit ihrer Unzucht“ aus der Hand nimmt. Dann auf einmal fällt es den verführten und betäubten, betrogenen und ausgebeuteten Menschen, die in Babylons Mammon-Mühle ausbrennen, um die Kredite zu bedienen, wie Schuppen von den Augen. Die bunten Kleider der Hure werden ihr abgenommen, sie wird sichtbar, wie sie wirklich ist. Ihre Geschäftspartner hassen sie, ihre Liebhaber laufen davon. Der hohe Turm fällt in sich zusammen, die zauberhafte Kunstwelt inklusive Kunstmenschen wird entschleiert. Die Wirklichkeit wird offenbar wie sie ist und nicht länger, wie sie Marketing-gerecht inszeniert wird.
Als Christen sind wir zu Nüchternheit aufgerufen (1Thess 5,6). Die ständige Unterscheidung, was Schein und was Sein ist, was Fiktion und was Realität, fordert uns heutzutage permanent heraus. Es ist eine heilige Arbeit, die wir ununterbrochen tun, sie ist anstrengend und braucht den Mut, der Wahrheit ins Auge zu sehen.
Üben wir die Nüchternheit, dann gehen wir Schritt für Schritt aus Babylon heraus, weil wir wahr werden. Und die Wahrheit macht frei. Was wir innerhalb der Geschäftsmatrix nicht sehen können, wird uns jenseits ihrer Grenzen klar. Der Entzug, der dem Verlust des Weins der Hurerei folgt, wird für die Geschäftsleute furchtbar sein. Sie werden todkrank an den „Plagen“, die über die Hure kommen, wenn sie entmachtet wird. Sie werden weinen und klagen über das Ende der zauberischen Üppigkeit der „Mutter aller Huren“. Viele werden sich das Leben nehmen und andere nur eins im Sinn haben: Wie kann ein neues Huren-Imperium aufgerichtet werden, in dem SIE an der Spitze der Macht stehen? Zu ihrem Entsetzen aber werden die neue Erde und der neue Himmel nicht mehr in ihre Verwaltung gegeben, sondern in die Hand des rechtmäßigen Erben und Königs: Jesus.
Nun wird die „Neue Weltordnung“ eine heilige und die Erde spiegelt die Herrlichkeit des Himmels. So war es immer gedacht…
Der Beitrag Die große Ernüchterung erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Gott bahnt einen Weg aus Babylon erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
Diese Worte lassen mich an Sodom und Gomorrha denken, wo Gott seinen Plan, die Städte zu zerstören, gegenüber Abraham ähnlich formulierte. Der einzige halbwegs „Gerechte“ namens LOT, welcher bereits weitgehend verdorben war durch seinen Aufenthalt in den Sünden-Metropolen, wurde spektakulär von Engeln aus der Stadt geschafft, ehe es Feuer und Schwefel regnete. Eine Geschichte voller Symbolik und Analogie zu heute, wo die SündenMatrix global ausgebaut wird und jeden Menschen in ihre Machtstruktur integriert und kontrolliert. Sollte einer ihre Hurerei und Gräuel nicht „gut“ finden, dann wehe ihm.
Wie für Lot in Sodom und Gomorrha kam auch in Ägypten für Israel die Zeit, zu gehen. Das System wurde immer übergriffiger und mörderischer. Die Kinder Israel sollten dezimiert werden, mal wieder stand ein Genozid an. Für gottlose Hierarchien ist das kein Problem, sie sehen es ganz „sachlich“. Niemand muss das persönlich nehmen. Die Herde muss ausgedünnt werden, um sie besser kontrollieren und führen zu können…
Nun wollten weder Lot aus Sodom noch die Kinder Israel aus Ägypten gehen. Wohin denn auch? Und der Gedanke, alles zurückzulassen und ins Unbekannte aufzubrechen, das ist schwer. Lots Frau drehte sich danach um und erstarrte. So geht es uns allen, wenn wir uns wehmütig nach den Sündenpfuhlen umdrehen, in deren korrupter Üppigkeit wir so lange gelebt haben.
Es kommt der Tag, wo die Sünden sich bis zum Himmel aufhäufen und die Ungerechtigkeit als die neue Gerechtigkeit dermaßen etabliert ist, dass es unmöglich ist, nicht mitzumachen. Dann heißt es, zu gehen, „um nicht von den Plagen zu empfangen“, die den Sünden und Ungerechtigkeiten folgen. Bei Mose werden diese Plagen sehr deutlich beschrieben. Nehmen wir sie als Metaphern für die Art der Plagen, die immer kommen, wenn die Falschheit zu weit getrieben und der Turm zu hoch gebaut wurde, werden wir vieles von dem erkennen, was auch heute vor sich geht.
Wir alle fragen uns, wie es denn möglich sein soll, Babylon zu verlassen, da seine Herrschaft und Macht, seine Politik und Kontrolle über alles dermaßen omnipräsent sind. Jedoch gaukeln uns der Zauber und die Magie, die von den Medien der Hure ausgehen (das „sprechende Bild“) eine größere Macht und Herrlichkeit vor, als da tatsächlich vorhanden sind.
Sobald wir akzeptieren, dass Gott Gott ist und sehr wohl in der Lage dazu, sein Volk zu versorgen, auch ohne die Kredite Babylons, dann beginnen die Offenbarungen des Heiligen Geistes zu kommen, die uns den Weg, den wir nicht kennen, der uns aus Babylon herausführ und ihren Plagen entgehen lässt, führen.
Wir werden nicht zu den Verlierern dieser Apokalypse gehören, sondern zu den Gewinnern. Wie zu Lot werden auch zu uns Engel kommen, die uns unter die Arme greifen, um uns aus dem Untergang herauszuführen. Wie bei Lot werden uns viele, die wir noch mitnehmen wollen, verlachen. Auf dem Weg werden sich manche umdrehen und erstarren. Damit müssen wir rechnen. Aber Gott hat einen Ausweg aus der Ausweglosigkeit geschaffen. Diesen Weg erkennt man jedoch nur, wenn man ihn geht. Die Sicherheit liegt nicht darin, dass wir alles über diesen Weg wissen, sondern in Gott, der selbst zu unserem Weg wird.
Der Beitrag Gott bahnt einen Weg aus Babylon erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>Der Beitrag Üppige Macht … mächtige Üppigkeit erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>
„Mächtige Üppigkeit“ ist ein Ideal der „Hure Babylon“. Dass man sich alles und noch mehr kaufen kann nach Lust und Laune, ist für die „Kaufleute“ die Vorstellung von „Prestige“ und „Freiheit“. Man definiert Erfolg, ja sich selbst über seine Habe. Das grenzenlose wirtschaftliche Wachstum zerstört zwar augenfällig die Welt, aber ein Anhalten kann es nicht geben, da die komplette Ökonomie der Welt auf Wachstum und Konkurrenz (statt Kooperation) angelegt ist. Jede Menge Kredite werden aufgenommen, um sich „was leisten“ zu können. Im Ergebnis wird zumeist keine Freiheit erlangt, sondern Abhängigkeit von den Kreditgebern. Sind die Wucher-Zinsen endlich beglichen, sind das finanzierte Haus genau wie seine Einwohner alt…
In den elitären, Mammon-besessenen Kreisen fallen Worte wie „Glaube, Hoffnung und Liebe“ nicht – und wenn doch, dann in einer käuflichen Form. Denn Prostitution ist das Wesen der Hure, und wer sich nicht verkauft, wird im Imperium der Hure nichts werden. Beim Geld hört die Moral auf, heißt es. Für die Geschäfte werden Menschen ausgebeutet und andere durch Kriege, deren tieferer Sinn häufig wirtschaftliche Dominanz ist, getötet. Offenbar spielen diese Opfer in der Konzern-Mentalität keine große Rolle und sind sowohl für den Machterhalt als auch die Gewinnmaximierung unvermeidlich. Sie sind nur Zahlen in der Statistik. Wer wie die Hure denkt, findet Verluste logisch und vertretbar.
Interessant, dass die Kaufleute nicht durch ihre eigene Leistung reich geworden sind, sondern durch die Kraft der Hure. Tatsächlich arbeiten die großen Kaufleute ja nicht, sondern das Geld arbeitet für sie. Sie leben in einer sich selbst generierenden „Üppigkeit“. Andere Bibelausgaben übersetzen das Wort „Üppigkeit“ mit „ungeheurer Wohlstand“ oder „ausschweifender Lebensstil“ und „maßlose Verschwendungssucht“.
Als Christen sollen wir „stark sein im Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Eph 6,10). Diese Kaufleute sind „stark in der Hure und in der Macht ihrer Üppigkeit“. Wir sollen eine göttliche Rüstung anlegen, um gegen die boshaften Weltbeherrscher anzukommen, die Kaufleute hüllen sich in den „Zauber der Hure“, um sich gegen alle abzuschotten, die nicht den Weg der Üppigkeit gehen. Sie leben in einer Blase, einer teuren Illusion und perfekten Scheinwelt, die ihnen vermittelt, dass sie wer Wichtiges sind.
Wer solchen Reichen und Großen begegnet, spürt die Aura ihrer Macht. Es braucht einen guten Halt in Christus, um nicht manipuliert zu werden von dem Zauber der Hure, der von ihnen ausgeht.
Braucht jemand die Mammon-Üppigkeit offensichtlich nicht, werden ihre Vertreter unwillig und wehren sich gegen den Heiligen Geist, der einen geistlichen Schild gegen den Geist der Hure aufrichtet, so dass er nicht durchkommt.
Ist jemand nicht bereit, sich zu prosituieren fürs Geschäft, also sein Leben dafür hinzugeben, verachten die Händler der Hure einen solchen Menschen. Sie belächeln seine Naivität, dass er nicht weiß, dass auch er nur eine Humanressource ist, ein Stück Handelsgut im Lager der großen Hure Babylon, die alles beherrscht. Nur nicht die Wirklichkeit… das Leben… die Liebe… Gott… Sie ist das ins Unermessliche aufgeblähte Nichts, das behauptet, es sei alles.
Der Beitrag Üppige Macht … mächtige Üppigkeit erschien zuerst auf Tagebuch.
]]>