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Zur Dämmerung wurde das Ausfliegen der Flugkünstler aus der Wochenstube des Klöcher Pfarrhofes beobachtet. Wir danken den Klöchern für ihre Unterstützung bei der Durchführung der Bat-Night.
Das Fledermaus-Projekt wird vom Land Steiermark gefördert!

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Die auf strategisch wichtigen Plätzen gruppierten Bat-Boxen wurden mit einer Leiter erkundet und deren Inhalte untersucht. Es hat sich gezeigt, dass fast alle Boxen von verschiedenen Tieren besetzt, bzw. genutzt wurden. Dabei waren in den meisten Kästen auch Vögel zumindest zum Ausruhen eingezogen, in einer Box sogar ein Meisennest vorhanden. Die zweite Gruppe bildeten Säugetiere. Siebenschläfer und Haselmäuse haben einen nicht unwesentlichen Teil der Kästen bezogen. Auch einige Mäuse nutzten die künstlichen Behausungen. In fast allen Boxen fanden wir Pyramideneulen (Nachtschmetterlinge), Wanzenarten (Reis- und Baumwanzen), Töpferwespen, Faltenwespen und Spinnenarten.


Die Untersuchung jedoch galt den Fledermäusen und da haben zum Zeitpunkt der Untersuchung einige Tiere die Boxen benutzt. Für die Mücken-Fledermaus sind diese Boxen wahrscheinlich sehr wichtig. Gleich drei Reviermännchen haben ihre Territorien hier eingenommen und erwarten die Weibchen zur Fortpflanzung. Überraschend war die Nutzung durch ein Großes Mausohr-Männchen. Laut unserem Experten Primoz war das sein erstes Mal, dass er diese Art in Fledermauskästen beobachten konnte.


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Der Blaurackenverein LEiV wurde vom Land Steiermark mit einer Erhebungsarbeit für Waldfledermäuse beauftragt. Seit 2004 arbeiten wir hier mit dem slowenischen Fledermausexperten Primoz Presetnik zusammen. Am ersten Abend konnten wir bei den Schatzl-Teichen in Muggendorf schon 7 Arten nachweisen.
Die Fledermäuse haben zwei Jagdmaxima. Gleich nach Einbruch der Dunkelheit jagen sie bis Mitternacht und kurz bevor die Sonne wieder aufgeht, fliegen sie nochmals aus. Hauptsächlich jagen sie Käfer und Schmetterlinge, aber auch Mücken und andere Zweiflügler. Jede Art benutzt dabei einen Korridor, eine bestimmte Flughöhe im Wald und entlang von Landschaftselementen.

Die Fledermäuse werden mit einem BAT-Detektor erfasst, der die Ortungslaute im Ultraschallbereich feststellt. Außerdem werden die Tiere mit einem Japan-Netz gefangen, danach abgemessen, gewogen und wieder in die Freiheit entlassen. Kein Tier wird dabei verletzt.


Tolle Fänge gab es mit zwei Bechsteinfledermäusen, einer Fransenfledermaus, einem Großen Abendsegler und einer Breitflügelfledermaus. Daneben konnten verschiedene Zwergfledermausarten über die Ortungslaute nachgewiesen werden und die Wasserfledermaus auch aufgrund ihres typischen Jagdfluges knapp über dem Wasser nachgewiesen werden.

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Ein Aufruf an die Bevölkerung des Bezirkes Südoststeiermark soll dazu beitragen, dass einerseits Hauseigentümer oder Mieter zum Thema Fledermäuse im oder am Haus Informationen erhalten, wie sie am Besten damit umgehen können, aber auch zum besseren Verständnis über die Verbreitung von Fledermäusen in der Region führen.

Mag. Bernard Wieser und DI Primoz Presetnik sind seit 2004 in diesem Artenschutzprojekt tätig und werden nicht müde, Aufklärung zu leisten. Der heurige Aufruf hat über 70 neue Adressen erbracht, die über eine Dauer von 4 Tagen besucht wurden. Dabei fällt immer wieder auf, wie sehr sich die Eigentümer über die Tiere freuen. Nur selten gibt es Schwierigkeiten.

Fledermäuse machen Mist und die Kotspuren müssen regelmäßig beseitigt werden. Diese finden sich meist an den gleichen Stellen und sind leicht zu behandeln. Das Beste ist, den Kot zu sammeln und für die Düngung von Blumen oder Gemüse einzusetzen. Der Dünger ist der wertvollste Naturdünger der Welt. Fledermäuse ernähren sich überwiegend von Insekten und Spinnentieren. Der Anteil von Phosphaten und Stickstoff im Dünger ist erheblich. Fledermäuse sind in erster Linie Haustiere, die keine Kosten verursachen und extrem nützlich sind, weil sie im Umfeld der Siedlungen für die Reduktion „lästiger“ Insekten sorgen. Den Kot von Haustieren müsse man schließlich auch jeden Tag wegräumen und man kann ihn nicht zur Düngung einsetzen.

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Der Waltrafelsen ist nicht nur bei den okulten Vollmondsüchtigen und Teufelsbeschwörern bekannt, auch die Fledermäuse lieben diesen Ort. Drei Höhlen geben den Tieren einen Platz zum Überwintern oder zum Rasten während ihrer Wanderflüge. Das wurde heute nachgewiesen, nachdem sich Primoz Presetnik und Aja Zamolo in die engen Höhlen gezwungen haben und darin Spuren und überwinternde Fledermäuse angefunden haben. Der Weinweg der Sinne ist um eine Attraktion reicher. Gefördert wird diese Untersuchung von der Europäischen Union.
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Zusammen mit dem Fledermausexperten Primoz Presetnik aus Laibach wurden in den letzten Tagen an die 40 private Wochenstuben im Vulkanland besucht und die Bestände mit den Daten der letzten 15 Jahre Fledermausforschung im Vulkanland verglichen. Eine konstante Zunahme bei fast allen Arten, zumindest das gleiche Ergebnis wie zuletzt konnte dabei festgestellt werden. Das bedeutet, dass noch immer gute Verhältnisse für die Flattertiere herrschen. Funde von seltenen Arten zeigen auch, dass die Wälder in einem guten Zustand sind.

Die Muttertiere sammeln sich im April/Mai in Wochenstuben zusammen und bringen gemeinsam ihre Babys zur Welt. Die Wochenstuben müssen nicht im Haus sein, sie können auch außen an den Gebäuden liegen, wie bei den Mehlschwalben aber in Ritzen oder Spalten an Verschalungen oder in Ziegeln. Nicht alle Arten gehen in die menschlichen Behausungen. Es gibt auch vorwiegende Waldbewohner, wie die Mopsfledermaus, das Braune Langohr, den Kleinen Abendsegler oder die Bechsteinfledermaus. Der nasse, kalte Mai und die letzten kalten Julitage haben unter dem Nachwuchs ihren Tribut gefordert.

Obwohl anzunehmen ist, dass wir bei weitem nicht alle Unterkünfte von Fledermäusen gesichtet haben, ist stellenweise doch ein sehr dichtes Vorkommen von verschiedenen Arten aufgetreten. Allein in Oedt bei Feldbach gibt es mindestens 8 Vorkommen verschiedener Arten. Der Fisswald als Nahrungsquelle und Insektenlieferant ist auch aufgrund seiner zusammenhängenden Größe bedeutend für die Region.

In Frutten-Gießelsdorf und Neusetz konnten die größten Bestände der Kleinen Hufeisennase nachgewiesen werden. Beim Neusetzer Biotop wurden in nur wenigen Minuten 6 verschiedenen Arten mit dem Ultraschalldedektor nachgewiesen. Darunter der Abendsegler, die Wasserfledermaus oder die Mückenfledermaus. In Muggendorf wurden bei einer Abendkartierung zweimal die seltene Mops-Fledermaus gehört. In Kapfenstein hingegen wurde die größte heimische Wochenstube des Grauen Langohrs mit über 30 Muttertieren festgestellt. Eine neue Wochenstube des Großen Mausohrs mit über 50 Tieren konnte in Vausulz entdeckt werden.

Wir wurden von allen Eigentümern herzlichst aufgenommen. Es waren alle positiv eingestellt und wir konnten viele Beratungsgespräche führen. Es gibt viele Bastler, die sich in Eigeninitiative Auffangvorrichtungen für den Guano bauen, der sonst auf die Fenstbalken fliegen würde. Nicht selten verstecken sich Fledermäuse unter den Holzverschalungen. Man nimmt die Kotpellets am Boden und auf den Fensterbalken war. Die Aktion wird im nächsten Jahr weitergeführt. Wir schauen uns auch gerne weitere neue Vorkommen an und beraten gerne. Bitte unter bernard.wieser@blauracke.at anmelden.
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