Artykuł Vom Boss lernen – Andrew Robertson pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>„Christian, what’s new?“
Meine erste Antwort war falsch. Meine zweite auch.
Es war mein zweiter Arbeitstag als CEO der #BBDO Gruppe Deutschland und mein erstes weltweites Management Meeting. Andrew Robertson, damals weltweiter CEO von BBDO und heute Chairman des Boards, begrüßte mich aus New York.
Ich erzählte von meinem ersten Tag, den Menschen und Gesprächen. Andrew unterbrach mich: „Christian, this meeting is about new business and client growth. If you haven’t won a client yet, there’s nothing to report. Next.“
Willkommen bei BBDO.
Zwei Wochen später fragte er wieder: „Christian, what’s new?“ Diesmal berichtete ich von guten Kundengesprächen. Andrew: „No new clients? Then there’s nothing to report.“
Damals dachte ich: ziemlich amerikanisch. Heute denke ich: ziemlich Andrew.
In meiner Serie #VomBosslernen geht es heute um einen der anerkanntesten Agenturlenker unserer Branche. Mehr als zwei Jahrzehnte führte Andrew BBDO an der Weltspitze.
Wenn ich ihn mit einem Wort beschreiben müsste: #Wirksamkeit. Aber Andrew glaubte genauso leidenschaftlich an #Kreativität. Nur: Sie musste etwas bewirken.
Wir Deutschen sprechen gerne darüber, was wir alles getan haben: Meetings, Workshops, Prozesse. Andrew interessierte: Was ist dabei herausgekommen? Nicht: Was haben wir gemacht? Sondern: Was haben wir erreicht? Oder einfacher: Wirkt es?
Als ich Andrew die Strategie für TEAM BBDO vorstellte, gefiel sie ihm. Einige Wochen später präsentierte ich stolz unsere Fortschritte. Andrew fragte nur: „Where are the first potential clients?“ Eine Strategie muss sich im Markt beweisen. Kurz darauf pitchten wir mit TEAM BBDO E.ON. Wir gewannen. Beweis erbracht.
Andrew war unglaublich schnell. Seine Antworten waren kurz, klar und ohne Interpretationsspielraum. Einmal fragte ich ihn wegen eines schwierigen Mitarbeiterverhaltens um Rat. Seine Antwort: „Fix it.“ Nicht vertagen. Lösen.
Andrew liebte Ideen, Kreativität und Humor. Aber nie als Selbstzweck. Kreativität und Wirksamkeit gehörten für ihn zusammen. Dass BBDO unter seiner Führung fünfmal als „Most Effective Agency Network“ ausgezeichnet wurde, passt dazu. Auch in Kundenmeetings war das spürbar: zuhören, die richtigen Fragen stellen, zum Kern kommen. Am Ende war klar: Was ist jetzt zu tun?
Andrew verband Kreativität mit Konsequenz, Idee mit Umsetzung, Freiheit mit Disziplin. Und am Ende stand immer dieselbe Frage: Wirkt es?
#Kreativität ist kein Gegenentwurf zu Wirksamkeit. Kreativität ist ein Weg dorthin.
Wer mehr von Andrew selbst lesen möchte: „The Creative Shift“ ist meine Empfehlung.
Danke Andrew Robertson. Du hast mich besser gemacht – und meinen Wirkungsgrad erhöht.
Artykuł Vom Boss lernen – Andrew Robertson pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Vom Boss lernen – Frank Peter Lortz pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>„Ach, das wird schon, Christian.“
Diesen Satz habe ich von meinem damaligen CEO häufiger gehört als jede KPI. Und jedes Mal dachte ich: Wie kann jemand in dieser Situation so gelassen bleiben? Heute weiß ich: Das war keine Gelassenheit. Das war #Führung.
Meine Chefs waren für mich nie nur Vorgesetzte. Sie waren Mentoren. Heute geht es um Frank-Peter Lortz, viele Jahre CEO der Publicis Groupe DACH.
Wenn ich ihn mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es:
#Integrator. Frank-Peter stellte sich nie in den Mittelpunkt. Er gab anderen die Bühne. Mit #PowerOfOne baute er nicht nur ein Organisationsmodell. Er schuf eine Kultur, in der Menschen, Agenturen und Disziplinen gemeinsam stärker wurden. Er war weniger derjenige, der alles selbst machte – sondern der Architekt, der Menschen zusammenführte.
Drei Dinge habe ich von ihm gelernt.
Internationale Netzwerke sind oft geprägt von KPIs, Margenvorgaben, Dashboards und Kontrolle. Frank-Peter hielt diesen Druck erstaunlich oft von uns fern. Er vertraute darauf, dass wir unseren Job machen. Im Rückblick glaube ich:
Motivation entsteht nicht durch Kontrolle.
Sie entsteht durch Vertrauen.
Seine häufigste Frage lautete: „Hast Du mal darüber nachgedacht …?“ Nie belehrend. Nie politisch. Immer in der Sache.
Viele meiner wichtigsten Personal- und Unternehmensentscheidungen habe ich mit ihm diskutiert. Nicht, weil ich musste. Sondern weil ich danach klarer dachte.
Ich bin oft mit schwierigen Zahlen, schlechten Schlagzeilen oder großen Problemen zu ihm gegangen. Fast immer kam dieselbe Antwort: „Ach, das wird schon, Christian.“
Damals hielt ich das manchmal für zu optimistisch. Heute weiß ich:
Es war Vertrauen.
Vertrauen in Menschen.
Vertrauen in Teams.
Und Vertrauen darauf, dass gute Lösungen entstehen, wenn man Verantwortung nicht wegnimmt. In dieser Zeit wurden unsere Agenturen zweimal Agentur des Jahres, gehörten zu den kreativsten Deutschlands und führten das Neugeschäftsranking an. Sicher nicht allein wegen Frank-Peter. Aber auch, weil dort jemand war, der Menschen größer gemacht hat, statt kleiner.
Ich selbst bin deutlich ungeduldiger und wahrscheinlich auch anspruchsvoller bzw. kritischer. Vielleicht denke ich gerade deshalb so oft an seinen Satz. Organisationen werden nicht besser, wenn Menschen Angst haben. Sie werden besser, wenn Menschen Vertrauen spüren. Und in schwierigen Situationen denke ich bis heute gerne an die Stimme:
„Ach, das wird schon, Christian.“
Danke, FP.
Ich glaube, wir sollten mal wieder sprechen:-)
Artykuł Vom Boss lernen – Frank Peter Lortz pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Vom Boss lernen – Kevin Roberts pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>„Facebook ist tot.“
Mit dieser Schlagzeile überraschte mein damaliger Chef Kevin Roberts 2014 die Medienwelt. Ich saß daneben und dachte nur: Jetzt ist er endgültig verrückt geworden.
Dabei war Kevin keiner, der provozierte, um zu provozieren. Er beriet US-Präsidenten, prägte mit Lovemarks eine ganze Generation von Markenstrategen und galt als einer der einflussreichsten Köpfe der internationalen Werbebranche.
Facebook wuchs damals rasant. Mark Zuckerberg wurde gefeiert. Und Kevin erklärte öffentlich das Ende der Plattform. Nach dem Interview kam er zu mir, grinste und sagte: „Mach etwas daraus. Die Presse wird es aufnehmen. Das ist Deine Chance, die Kreativbranche zu positionieren.“
Er sprach gar nicht über Facebook.
Er sprach über #Aufmerksamkeit.
In diesem Moment verstand ich eine Lektion, die mich bis heute begleitet: Ideen allein verändern nichts. Erst Aufmerksamkeit gibt ihnen die Chance, etwas zu verändern.
Meine Chefs waren für mich nie nur Vorgesetzte. Sie waren Mentoren. Kevin Roberts war sicher der außergewöhnlichste von ihnen. Über vieles kann und muss man streiten. Unbestritten ist: Er konnte Menschen bewegen.
Damals hielt ich das für einen Satz über Werbung. Heute glaube ich, dass es ein Satz über Führung ist. Menschen folgen selten den besten Argumenten. Sie folgen Menschen, die sie emotional erreichen.
Mit Lovemarks hat Kevin eine ganze Branche geprägt. Noch spannender fand ich jedoch seine persönliche Übung: Jeder Mensch, jede Marke und jedes Unternehmen musste sich auf ein einziges Wort reduzieren lassen (#OneWordEquityStatement). Nicht einen Claim. Nicht eine Vision. Ein Wort.
Kevin = Inspiracja
Saatchi = Lovemarks
Seitdem stelle ich mir immer wieder dieselbe Frage: Welches eine Wort soll einmal mit meinem Namen verbunden werden? Habt ihr für Euch ein Wort?
Damals dachte ich, dieser Satz bezieht sich auf Kommunikation. Heute denke ich an Unternehmen, Führung und KI. Technologien verändern sich. Prozesse werden kopiert. Produkte werden vergleichbar. Ideen bleiben der eigentliche Wettbewerbsvorteil.
Es heißt, George W. Bush fragte ihn einmal: „What should America do to improve its image around the world?“ Kevins Antwort soll gewesen sein: „Stop killing people.“ Ob die Geschichte genau so stimmt, weiß ich nicht. Aber sie passt perfekt zu ihm. Er sagte selten das, was andere hören wollten. Er sagte das, was er für richtig hielt.
Ich durfte eine Woche mit Kevin in New York verbringen. Nicht jede seiner Aussagen würde ich heute unterschreiben. Nicht jede Provokation war notwendig. Aber eine Erkenntnis ist geblieben:
Aufmerksamkeit ist kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass gute Ideen überhaupt eine Chance bekommen.
Danke, Kevin.
Am Donnerstag beschäftige ich mich mit einem Boss, der wie kein anderer seinem Team den Rücken stärkte.
Artykuł Vom Boss lernen – Kevin Roberts pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Vom Boss lernen – Robert Senior pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Mein #Boss war mir immer auch #Mentor. Ihm über die Schulter zu schauen, hat Räume für meine eigene Entwicklung geöffnet.
In dieser #Serie stelle ich Menschen vor, die meinen beruflichen Weg geprägt haben. Heute geht es um Robert Senior, meinen weltweiten CEO bei Saatchi & Saatchi.
Robert war für mich ein CEO, der Türen im Kopf öffnen konnte. Er sprach von #CreativeBravery. Sein Ziel war nicht, Menschen zu motivieren. Er wollte sie mutig machen. Das Motto der Agentur lautete damals: Nothing is Impossible.
Seine Haltung brachte er oft mit einem kurzen Gedicht auf den Punkt:
Come to the edge, he said.
They said: We are afraid.
Come to the edge, he said.
They came.
He pushed them…
And they flew.
So führte Robert. Er holte aus Menschen mehr heraus, als sie sich selbst zutrauten.
Was habe ich von ihm gelernt?
Robert verkaufte keine Ideen. Er weckte die Sehnsucht, an sie zu glauben. Er konnte Menschen nicht nur überzeugen – er konnte ihnen das Gefühl geben, Teil von etwas Größerem zu sein. Heute glaube ich: Menschen folgen keiner Strategie. Sie folgen einer Zukunft, an die sie glauben.
Robert erzählte mir einmal, wie ein Kunde eine mutige Idee immer weiter „weichspülte“. Also brachte sein Team ein Zelt mit in die Präsentation, baute es im Besprechungsraum auf und eröffnete mit den Worten: „Ich gehe hier erst wieder weg, wenn wir das Go für diese Idee haben.“ Er machte nicht nur sein Team mutig – sondern auch seine Kunden.
Robert benutzte Worte wie Galvanising, Alchemy oder Audacity. Ehrlich gesagt: Ich kannte diese Worte damals gar nicht. Aber sie machten etwas mit mir. Robert wusste, dass Sprache Realität nicht nur beschreibt – sie erschafft. Er pflanzte keine Argumente in die Köpfe der Menschen. Er pflanzte Möglichkeiten. Träume. Sehnsucht.
Zum Start bei Saatchi schenkte Robert mir ein Notizbuch von Smythson – mit meinen Initialen und Goldschnitt. Ich fragte ihn, warum ausgerechnet ein so traditionelles Buch zu einer modernen Kreativagentur passe. Seine Antwort habe ich nie vergessen:
„Ich schenke es nicht Dir. Ich schenke es Deinen Kunden.“
Seitdem öffne ich in wichtigen Gesprächen bewusst ein hochwertiges Notizbuch. Nicht wegen des Papiers, sondern wegen der Botschaft: Du bist es wert, dass ich mir Gedanken über Dich mache.
Danke, Robert. Ob ich jemals so hoch geflogen bin, wie Du es Dir gewünscht hast, weiß ich nicht. Aber Du hast mir gezeigt, dass große Führung Menschen Flügel verleiht.
Artykuł Vom Boss lernen – Robert Senior pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Vom Boss lernen – Anonym pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Vom „Boss“ lernen – mein #Boss war mir immer auch #Mentor. Deshalb möchte ich in dieser #Serie einige von ihnen vorstellen. Nicht nur die, die mich inspiriert haben, sondern auch jene, von denen ich auf schmerzhafte Weise gelernt habe.
Nach Olaf Göttgens geht es heute um einen CEO aus meiner Zeit in einem DAX-Konzern. Seinen Namen nenne ich nicht. Denn diesmal geht es um den Moment, in dem mir ein Chef sinnbildlich den #Stecker zog.
Damals gab es in kurzer Zeit mehrere CEO-Wechsel. Als Direct Report hing meine Rolle unmittelbar von meinem Vorgesetzten ab. Ich war für Markenpositionierung, Go-to-Market und die Vermarktung des Portfolios verantwortlich. Die Sicht des neuen CEOs auf Markt, Marke und Strategie war deshalb entscheidend für meine Arbeit.
Am ersten Arbeitstag fragte der neue CEO seine Direct Reports, woran wir arbeiteten. Ich schilderte meine Verantwortung und meine Vision für das Unternehmen. Seine Antwort traf mich: „Wir kennen uns noch nicht gut. Aber nach allem, was ich gehört habe, glaube ich, dass ich das alles weder brauche noch will.“
Mit einem einzigen Satz zog er mir vom ersten Tag an den Stecker.
Zwei Jahre lang kämpfte ich um Anerkennung und Einfluss. Meine berufliche Entwicklung stand auf dem Spiel, und auch privat war ich von meinem Job abhängig. Also versuchte ich, mich anzupassen, Anerkennung zu gewinnen und mir Freiräume zu erarbeiten. Doch mein Chef blieb konsequent. Er ließ kaum eine Gelegenheit aus, mir meine vermeintliche Bedeutungslosigkeit zu vermitteln.
Mein Fleiß hielt mich im Spiel – allerdings um einen hohen Preis. Irgendwann zeigte auch meine Gesundheit erste Warnsignale. Drei #Learnings haben mich seitdem begleitet:
Du schließt Dich einem Unternehmen an – Du gehörst ihm nicht. Wenn Deine Fähigkeiten dauerhaft nicht gebraucht oder sogar abgelehnt werden, ziehe die Konsequenzen. Nicht jedes Umfeld ist der richtige Nährboden für Dein Potenzial. Wer das erkennt und selbstbestimmt handelt, erspart sich oft einen langen, zermürbenden Kampf.
Ein Vorgesetzter stellt sein Team zusammen. Aber auch das Team entscheidet, ob es diesem Menschen folgen kann. Führung funktioniert nur, wenn beide Seiten Vertrauen, Respekt und den Willen zur Zusammenarbeit mitbringen. Fehlt das, gewinnt am Ende niemand.
Mit einer neuen Führung kommen neue Prioritäten, neue Machtverhältnisse und neue Erwartungen. Passt es nicht, nimm es nicht persönlich. Entscheidend ist nicht die Schuldfrage, sondern wie schnell Du erkennst, dass der gemeinsame Weg nicht funktioniert.
Heute bin ich dieser Erfahrung sogar dankbar. Sie hat mir gezeigt, wie entscheidend eine vertrauensvolle und fördernde Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist.
In der nächsten Folge geht es um Robert Senior (CEO Saatchi & Saatchi). Von ihm habe ich gelernt, warum große Kreativität immer mit großem Vertrauen beginnt.
Artykuł Vom Boss lernen – Anonym pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Vom Boss lernen – Olaf Göttgens pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Mein Chef war mir immer auch Mentor. Ihm über die Schulter zu schauen, hat Räume für meine eigene Entwicklung geöffnet.
Meine Chefs haben meinen Weg geprägt. Deshalb möchte ich in dieser Serie einige von ihnen vorstellen – immer aus der Perspektive: Was durfte ich von ihnen lernen?
Nach Dieter Schweer geht es heute um Olaf Göttgens. Von ihm habe ich gelernt, dass #Exzellenz kein Zufall ist, sondern eine Haltung.
Olaf war damals CEO der BBDO Gruppe. Er war eher kein lauter Mensch, dennoch voller Kraft. Aber sein Anspruch an Qualität war kompromisslos. Nicht nur in der Strategie, sondern bis ins Detail. Zwei Begegnungen mit ihm haben mein berufliches Leben verändert:
Eine einzige PowerPoint-Seite. Olaf kam in mein Büro, zog eine Folie aus einer Mercedes-Präsentation und fragte: „Christian, was kostet diese Seite?“ Ich verstand die Frage nicht. Also rechnete er vor: Gesamthonorar des Projekts geteilt durch die Anzahl der Folien. Das Ergebnis: Diese eine Seite hatte den Wert einer Mittelklasse-Limousine.
Dann schaute er mich an und fragte: „Ist diese Seite diesen Preis wert?“ Und sofort danach:
„Warum fehlt hinter der Headline der Punkt? Warum stimmt der Zeilenabstand nicht?“
In diesem Moment verstand ich etwas Grundsätzliches: Unsere Kunden bezahlen keine PowerPoint-Folien. Sie bezahlen Klarheit, strategische Substanz und handwerkliche Exzellenz.
Seit diesem Tag sehe ich jede Präsentation mit den Augen des Kunden. Ich überarbeite finale Präsentationen mehrfach und stelle mir bis heute dieselbe Frage: Ist diese Seite ihren Preis wert?
Wieder ging es um eine Vorstandspräsentation für einen DAX Riesen. Wochenlange Analyse, sauber aufgebaut, aus meiner Sicht perfekt. Olaf nahm den Ausdruck in die Hand – und las ausschließlich die Überschriften der einzelnen Seiten. Nach wenigen Minuten „legte“ er den Stapel in den Papierkorb. „Christian – das ist nichts.“
Was ich für eine schlüssige Argumentation hielt, war aus seiner Sicht falsch aufgebaut. Er erklärte mir das Pyramidale Prinzip: Eine gute Präsentation beginnt nicht mit der Analyse, sondern mit der Erkenntnis. Erst die Antwort, dann die Herleitung. Situation. Complication. Question. Answer – PUNKT.
Zum ersten Mal verstand ich, dass eine Präsentation keine Dokumentation ist. Sie ist Dramaturgie. Sie muss den Empfänger führen und nicht den Denkweg des Autors nachzeichnen.
Seitdem frage ich mich bei jeder Präsentation: Was muss mein Gegenüber in den ersten Minuten verstehen? Olaf hat mich oft an meine Grenzen gebracht. Heute weiß ich: Sein Anspruch war nie Selbstzweck. Er galt immer der Qualität unserer Arbeit – und damit dem Respekt gegenüber unseren Kunden. Danke, Olaf.
In der nächsten Folge geht es um einen DAX-Vorstand. Seinen Namen werde ich bewusst nicht nennen, denn dort geht es um kritische Erfahrungen. Das Learning daraus hat meine Arbeitsweise jedoch mindestens genauso stark geprägt.
Artykuł Vom Boss lernen – Olaf Göttgens pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Vom Boss lernen – Dieter Schweer pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Meine Chefs waren mir immer auch Mentoren. Ihnen über die Schulter zu schauen, hat Räume für meine eigene Entwicklung geöffnet.
Meine Chefs haben meinen Weg geprägt. Deshalb möchte ich in einer neuen Serie einige von ihnen vorstellen. Immer aus dem Blickwinkel: Was durfte ich von ihnen lernen?
Beginnen möchte ich mit Dieter Schweer. Zu meiner Zeit Vorstand bei der Telekom/T-Systems, habe ich ihn als Gestalter und im besten Sinne als „freies Radikal“ in einer zutiefst corporate geprägten Welt erlebt.
Er führte mit viel Vertrauen – aber vor allem mit Weitblick und außergewöhnlicher #Zielorientierung. Gemeinsam begründeten wir damals das America’s-Cup-Team Shosholoza und machten das Segeln – unter anderem mit unserer Olympiamannschaft – zu einer Markenplattform.
„Was würde wohl das Handelsblatt über uns schreiben, wenn wir die Maßnahme erfolgreich umgesetzt haben?“ Diese Frage stellte mir Dieter Schweer damals. Dann schrieb er seine Wunsch-Headline auf – und ab diesem Moment war der Kurs gesetzt.
Wir fokussierten uns auf die große Überschrift. Die Strategie dahinter war natürlich umfassender. Aber die Zielformulierung war während unserer Markenreise unser Kompass. Ein Jahr später lautete eine Medien-Headline: „T-Systems – ein neuer Player im ICT-Markt: Angriff mit System.“ Genau diese Headline hatte mein Boss von Anfang an im Visier.
Wir unterstützten nicht das sichere Gewinnerteam Alinghi. Auch nicht Oracle. Und auch nicht das deutsche Großkundenteam von 1&1. Die Ansage war klar: „Wir gehen unseren eigenen Weg. Wir schreiben lieber Geschichte, als Trittbrettfahrer zu werden.“
Team Shosholoza wurde zum gefeierten Star und Newcomer des America’s Cup. Statt mitzuschwimmen, wurden wir zur „Kampagne der Herzen“, in Afrika zum Sportteam des Jahres. Bis heute frage ich mich bei wichtigen Entscheidungen: Gibt es einen eigenen, uniquen Weg?
Unser Plan stieß zunächst auf wenig Begeisterung. Dieter Schweer lud den Vorstand auf ein Sportboot ein und segelte mit ihnen. Das Teambuilding-Motto lautete sinngemäß: „Gemeinsam setzen wir Kurs.“ Erst danach präsentierte er unseren Plan für das Sponsoring und den Aufbau eines eigenen America’s-Cup-Teams.
Mein Learning: Wenn du eine Entscheidung willst, musst du vorher den Wunsch nach dieser Entscheidung wecken. Eine Entscheidung wird selten erst in der finalen Entscheidungsrunde getroffen. Sie entsteht im Vorfeld.
Ich denke gerne und dankbar an meine Zeit an der Seite von Dieter Schweer zurück. Weil er radikal zielorientiert dachte und handelte. Weil er Freiraum gab. Und weil er den Mut hatte, seinen eigenen Weg zu gehen.
In der nächsten Folge stelle ich Olaf Göttgens vor. Er war mein CEO bei BBDO – und wahrscheinlich der radikalste Manager meiner Laufbahn.
Artykuł Vom Boss lernen – Dieter Schweer pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł So klingt der Alltag eines CEOs pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Christian Rätsch (CEO TEAMBBDO) hat Schallplatten mitgebracht – das macht Sinn, denn er war selber DJ und hat mit Vinyl aufgelegt. Mittlerweile ist er CEO bei einem der größten Agenturnetzwerke Deutschlands und Musik spielt nach wie vor eine große Rolle in seinem Leben. Er teilt seinen musikalischen Safespace gegen Flugangst, erzählt von einer persönlichen Begegnung mit Billy Joel und wir sprechen über den Einfluss von Musik in der Werbung.


Artykuł So klingt der Alltag eines CEOs pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Full-Service ist tot – es lebe Full-Integration pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
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Artykuł Full-Service ist tot – es lebe Full-Integration pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>Artykuł Netzwerkagentur neu denken pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
]]>In der neuesten Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit unserem CEO Boris Terwey und Christian Rätsch (CEO TEAMBBDO) über die Neuausrichtung der gesamten Agenturgruppe – und wie aus den einzelnen Agenturen Interone, BBDO, Peter Schmidt Group und Batten & Company ein echtes Team wurde.
Keine leichte Aufgabe, vor allem, wenn so viele unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen und Unternehmenskulturen aufeinandertreffen. Und auch Boris und Christian bringen unterschiedliche Perspektiven mit, die sich nicht immer sofort decken, aber genau deshalb so gut ergänzen.
Der erste große Test für das neue Setup kam mit dem Pitch für E.ON – bei dem #interone erstmalig als Lead-Agentur antrat und gemeinsam mit #TEAMBBDO gewann.
Wie genau der Transformationsprozess aussah und was wir daraus gelernt haben? Jetzt reinhören!

Artykuł Netzwerkagentur neu denken pochodzi z serwisu Christian Rätsch.
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