
Heute starte ich eine Wanderung in Deutsch Gabel (Jablonné v Podještědí). Die Stadt mit ihren rund 3.600 Einwohnern zählt zu den ältesten in Nordböhmen. Unübersehbar dominiert die domartige Basilika der heiligen Laurentius und Zdislava (Bazilika svatého Vavřince a svaté Zdislavy) die Silhouette des Ortes. Im Jahr 1996 verlieh Papst Johannes Paul II. der Kirche den Ehrentitel Basilica minor. Mein Hauptaugenmerk gilt heute jedoch der malerischen Umgebung. Zunächst wandere ich zum Schloss Neu-Falkenburg (Nový Falkenburk). Das historische Gebäude steht derzeit leer, kann nicht offiziell besichtigt werden und wirkt stellenweise ungesichert. Bei meinem letzten Besuch war hier noch ein Kinderheim untergebracht. Weiter führt mich der Weg über weitläufige Wiesen mit herrlichen Panoramaausblicken und vorbei an idyllischen Fischteichen nach Groß Walten (Velký Valtinov). Am Hang des markanten Tölzberges (Tlustec) entlang wandere ich weiter nach Postrum (Postřelná). Von dort aus geht es in Richtung Felden (Pole) und schließlich nach Waldau (Valdov). In den hiesigen Wäldern herrscht reges Treiben, da viele Pilzsucher unterwegs sind. Über Wiesen mit Fernblicken gelange ich schließlich zurück an meinen Ausgangspunkt. Am Ende der Wanderung sind knapp 21 Kilometer zurückgelegt – eine ausgiebige Tour, die allerdings ohne große Höhenmeter auskam.



























Ich fahre nach Weißkirchen (Bílý Kostel nad Nisou) und starte dort meine heutige Wanderung. Zunächst laufe ich nach Frauenberg (Panenská Hůrka) und von dort weiter nach Engelsberg (Andělská Hora). An der Neiße entlang geht es weiter zur Burgruine Hammerstein (Hamrštejn). Diese wunderschöne Burganlage halte ich für stark unterschätzt. Nicht einmal ein Wanderweg geht hinauf. Dafür kann man heute wie damals, als ich die Burg entdeckte, frei herumstromern und auf Entdeckungstour gehen. Weiter geht es über die Neiße mit einer handbetrieben Schwebefähre auf die andere Seite. Hier beginnt der Aufstieg zum Langeberg (Dlouhá hora). Das sind immerhin 450 Höhenmeter. Nach ca. 19 km bin ich wieder zurück am Ausgangspunkt.




















Noch ein Sommerwochenende in Neusalza. Wir fahren nach Hasel (Líska) und steigen zunächst auf den Kaltenberg (Studenec). Der Berggipfel hat Geschichte. Mein erster Besuch dort oben war eher abenteuerlich, verwachsener Aufstieg, ein wackliger, verrosteter Aussichtsturm und keinerlei Wegemarkierung. Das ist mehr als 30 Jahre her. Der Aufstieg war abenteuerlich. Dann entdeckten die Tschechen abseits aller alten Ideologie die Schönheit der Grenzgebiete. In der Sächsischen Zeitung berichtete man über Pläne, den Aussichtsturm wieder herzurichten und bat um Spenden. Auch ein paar Euro von mir stecken in den gusseisernen Turm. Heute ist er gefahrlos zu besteigen, allerdings schränken einige Bäume die Aussicht ein. Der Turm nur 16,2 Meter hoch, zu klein für größere Bäume wie Eschen. Wir steigen herunter, laufen ein große Runde weglos um den Kleinen Ahrenberg (Maly Javorník) und steigen dann zum gut besuchten Goldberg (Zlatý vrch) auf. Die Basaltsäulen des Berges sind imposant. Etwas Ähnliches habe ich auf der Welt noch nicht gesehen, und ich bin ziemlich herumgekommen. Am Silberberg (Stříbrný vrch) gesellt sich zu den Basaltsäulen noch eine fantastische Aussicht. Über aussichtsreiche Wiesen geht es zurück zum Aussichtspunkt.




















Perfektes Wanderwetter und ich begebe mich auf alte Pfade mit ein paar Neuentdeckungen. Ich starte in Schönlinde (Krásná Lípa), wo ich zunächst eine Geocache suche. Dieser widmet sich der „Waldhauserin“ Anna Waldhauser, die als deutsch-böhmische Heimatdichterin und Schriftstellerin Werke im Schönlinder Dialekt verfasste. Einem längst vergessenen Dialekt, der mit der Ausweisung der Sudentendeutschen 1946 verschwand. Sie selber entzog sich der Katastrophe durch Freitod.
DOS FRIEJOHR
Ich weeß wull, doß anderschwu
dos liebe Friehjohr ehnder kimmt,
dar Schniepontsch und dar kaalde Wind
vill zeit’cher schund Reißaus nimmt.
Dos olles weeß’ch, und aben sprach’sch,
verzeih mr Gott de Sinde:
Ich wie ne hie, wu’s schinner is,
ich liebe ei Schillinde.
Anschließend besuchte ich den sehenswerten Schönerlinder Friedhof. Inzwischen wird das Highlight des Ortes, das Neorenaissance-Mausoleum des Textilfabrikanten Carl August Dittrich, renoviert. Noch vor wenigen Jahren war es einsturzgefährdet und durch Vandalen in Mitleidenschaft gezogen. Dann ging es bergauf zum Maschkenberg (Maškův vrch) (548 m), wobei ich vorher noch den Wasservorrat an der Hanička-Quelle auffüllen konnte. Sie ist nach Hana Andrlíková aus Schönlinde benannt, die sie 2005 gefunden hat. Auf Köglers-Naturpfad (Köglerova naučná stezka) lief ich weiter nach Khaa (Kyjov), wo ich am Rande der Sandsteinfelsen ein wenig kraxeln konnte. In Tal der Kirnitzsch (Křinice) ging der Weg weiter bis zur Burgruine Schönbuch (Krásný Buk) und dann vorbei an sehenswerter, damals wegweisender Industriearchitektur zurück zum Ausgangspunkt.
























Dieses Wochenende bin ich alleine in Neusalza. Ich mache eine kleine Rundwanderung. Los geht’s vom Ferienhaus, zunächst zur Spree und dann auf den Hahneberg, wo ich Cachekontrolle durchführe. Die Wege sind unglaublich zugewachsen, auf den Aussichtsbänken hat schon lange niemand gesessen. Schade dass hier niemand mehr wandert. Ich laufe weiter zum Kompaniebruch, einem wassergefüllten Steinbruch. Dann gucke ich mir zwei weitere Steinbruchseen in der Nähe an. Über Oppach und das ehemalige Fugau geht es zurück zum Ausgangspunkt.












Da André heute nicht mitwandern kann, entscheide ich mich für eine kurze Wanderung in der Nähe von Neusalza. Ich fahre mit dem Bus bis Lawalde Schlagschenke und wandere zurück nach Neusalza. Es geht durch die Lawalder Dorfaue zur schönen Kirche mit dem separat stehenden Kirchturm. Über den Kuhberg laufe ich auf verwachsenen Pfaden nach Schönbach. Von hier steige ich zum Schwarzen Bruch auf. Leider sind die urigen freilebenden Ziegenböcke nicht mehr da. Wanderer erzählten mir, das Gerücht gehe um, der Wolf hätte sie geholt. Naja… Weiter geht es zum Güttlerbüschl, wo ich Cachekontolle machen will, die Dose jedoch nicht mehr finde. Hier muss eine Neue her. Bis zum Ferienhaus ist es nun nicht mehr weit.

























Wochenende in Ostsachsen, wir wollen am Samstag nicht so weit fahren und starten in Gröditz bei Weißenberg. Die Gröditzer Skala ist eine der vielen Durchbruchstäler, in denen das Löbauer Wasser tiefe Rinnen in die sonst eher liebliche Hügellandschaft formte. Nach der Wanderung schauen wir in Neusalza, ob es nach dem Regen Pilze gibt. Wir werden überrascht und müssen T-Shirts zu Beuteln zusammenknüpfen, soviel Pfifferlinge finden wir. Und so gibt es bei meinem Vater heute ein Sonntagsessen mit selbst gemachtem Kartoffelbrei (Staback) und gebratenen Pfifferlingen (Gehlchen). Gibt es etwas Schöneres als an die Kindheit erinnert zu werden?
















Heute laufen wir vom Waldbad Neusalza zum Jüttelsberg (Jitrovník). Neben dem einst vergessenen Berggipfel entsteht ein futuristischer, 31 Meter hoher Aussichtsturm. Eröffnet wird er allerdings erst am 26. September 2026. Auf dem Weg dorthin überprüfen wir meinen Geocache an der ehemaligen Vogelbaude. Die Aussichten von Gipfel sind in den 5 Jahren unseres letzten Besuches deutlich zugewachsen. Unglaublich, wie schnell sich die Natur die Borkenkäferfreiflächen zurückholt. Über Königswalde (Království) und den hiesigen Kreuzweg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs naschen wir Himbeeren und finden Pfifferlinge. Blaubeeren gibt es leider keine, also gibt es dieses Jahr wieder keine Marmelade.













Heute fahren wir mal wieder ins Isergebirge. Nach einer Stunde Fahrt stellen wir das Auto in Buschullersdorf (Oldřichov v Hájích) ab. Dann geht es an verrückten Felsformationen aus Granit vorbei bergauf bis zur Felsenburg (Skalni Hrad). Hier kraxeln wir hinauf und werden mit Aussichten zur Tafelfichte (Smrk) und ins Isergebirgsvorland belohnt. Der nächste Gipfel ist der Buschullersdorfer Spitzberg (Špičák, 724 M). Hier hinauf führen lange Treppenanlagen. Die Aussicht ist semioptimal, wegen des Bewuchses auf dem Gipfel. Immerhin gibt es einen Ausblick in Richtung Reichenberg (Liberec) und Jeschken (Ještěd). Dann geht es durch mit Felsen übersäten Hängen zurück zum Ausgangspunkt. Hier essen wir im urigen „Hausmannka“ Smažený sýr mit Hranolky und Tatarska omáčka. Auf dem Weg zurück besuchen wir Friedland (Frýdlant v Čechách). Nach kurzem Spaziergang durch die Stadt wandern wir zum renovierten Kreuzweg und weiter bis zur Burg/Schloss Friedland. Über Reichenau (Bogatynia) in Polen geht es zurück nach Neusalza.
























Heute fahren wir zurück nach Neusalza. Wir machen einen Zwischenstopp in Lipnitz an der Sasau (Lipnice nad Sázavou), wo wir uns eigentlich die Burg anschauen wollten. Diese war allerdings noch geschlossen. Wir machten eine kurze Wanderung zu Bretschneiders Ohr. Dieses Ohr trägt den Namen eines Geheimpolizisten aus „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“. Es wurde zu Ehren des Autors Jaroslav Hašek geschaffen, der in Lipnitz lebte. Im nächsten Steinbruch guckten wir uns noch den „Mund der Wahrheit“ an. Dann ging es zurück nach Neusalza.






