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          Les éphémérides du 10 août      Cache   Translate Page   Web Page Cache   
Aujourd'hui 19e jour du signe astrologique du Lion. Selon le dicton, "du soleil à la Saint-Laurent, fruits abondants, vin excellent".
Sont nés notamment ce jour: l'industriel Henri Nestlé, le compositeur Alexandre Glazounov, l'homme politique Herbert Hoover, l'inventeur Charles Darrow, le biochimiste Arne Tiselius, l'homme politique Juan Manuel Santos.

Pas de journée mondiale.
En Équateur fête de l'indépendance et aux Kiribati journée de la jeunesse.
En France bonne fête aux Laurent e...

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          Interview | Bäume im Trockenstress      Cache   Translate Page   Web Page Cache   
Die Klimaforscherin Kirsten Thonicke über Erderwärmung als Brandbeschleuniger und einen geeigneten Katastrophenschutz
Bäume im Trockenstress

der Freitag: Tödlichster Faktor der Brandkatastrophe im griechischen Seebad Mati soll der Wind gewesen sein. Stimmen Sie diesem Eindruck zu?

Kirsten Thonicke: Die Feuer dort breiteten sich mit Windgeschwindigkeiten von bis 130 Stundenkilometern aus. Das ist für Waldbrände ungewöhnlich schnell und könnte erklären, warum eine rechtzeitige Evakuierung des Ortes fast nicht mehr möglich war.

Welche Vorgänge beeinflussen konkret eine derartige Konsequenz des Klimawandels?

Die globale Erwärmung von etwa einem Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitraum bewirkt eine Vielzahl von Klimafolgen, die regional ganz verschieden ausfallen können. Bei zunehmender Wärme trocknen etwa die Böden stärker aus, wodurch die Verdunstungskühlung fehlt, was wiederum Hitzewellen verstärken kann. Hitze und Dürre stehen dann in einem direkten Zusammenhang. Dadurch leidet auch die Vegetation extrem stark, Gräser trocknen aus, Bäume leiden unter Trockenstress. Kommt es dann zu Blitzeinschlägen oder gibt es Funken, können sehr leicht Waldbrände entstehen, die schnell große Flächen erfassen.

Das heißt, globale Erwärmung und sich häufende Waldbrände hängen zusammen ...

... besonders wenn die vermehrt auftretenden Hitzewellen und/oder Dürren noch länger anhalten als bisher.

Zur Person

Kirsten Thonicke, Jahrgang 1972, ist Geoökologin am Forschungsbereich Erdsystemanalyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Sie forscht zu Biodiversität zur Minderung von Klimarisiken und zu den Folgen von Waldbränden für die Vegetationsdynamik

Foto: Privat

Beschleunigen Waldbrände einer solchen Intensität, wie es sie neben Griechenland auch in Portugal, Spanien oder anderen Ländern gibt, mit ihrer Hitzeentwicklung den Klimawandel?

Nein, die Hitze – sprich: die Energie –, die während eines Waldbrandes freigesetzt wird, hat keine solche Wirkung. Jedoch können die bei der Verbrennung von Wäldern freigesetzten Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan das Klima beeinflussen. Sie können in Jahren mit extrem vielen Waldbränden mitunter so hoch sein wie die Kohlendioxid-Emissionen, die durch eine veränderte Landnutzung pro Jahr insgesamt in die Atmosphäre gelangen.

Wie wirken bei Waldbränden freigesetzte Treibhausgase?

Neben Kohlendioxid und Methan sind das vorrangig Kohlenmonoxid und leicht flüchtige organische Kohlenstoffverbindungen (VOC) neben einer ganzen Reihe von Rußpartikeln. Kohlenmonoxid wie auch VOC werden in der Atmosphäre zu Kohlendioxid oxidiert und wirken klimaerwärmend. VOCs können auch die Wolkenbildung beeinflussen, genauso wie die Rußpartikel. Bei Letzterem ist es aber von der Gestalt und Größe der freigesetzten Partikel abhängig, ob sie erwärmend wirken.

Nun gilt Kalifornien als Hotspot der Erderwärmung. Sehen Sie einen ähnlichen Trend für den europäischen Mittelmeerraum?

In diesem Jahr sind viele Erdregionen von ungewöhnlich hohen Sommertemperaturen betroffen. Das betrifft Nordamerika, Europa, Sibirien und Japan. Je höher die globale Erwärmung, desto häufiger kommt es zu Dürreperioden und Hitzewellen, und umso länger können diese andauern. Begrenzen wir die globale Erwärmung auf 1,5 Grad, würden in Europa die von extremer Dürre betroffenen Gebiete um 19 Prozent ansteigen. Bei drei Grad globaler Erwärmung wären 30 Prozent mehr Fläche von Dürren erfasst. Betroffen wären in Europa besonders der Mittelmeerraum, aber auch der alpine Süden. Mittel- und Osteuropa würden stärker darunter leiden, wie eine aktuelle Studie eindrucksvoll zeigt.

Halten Sie unter diesen Umständen einen präventiven Katastrophenschutz noch für möglich?

Ein präventiver Katastrophenschutz ist unbedingt notwendig! Wir sehen in diesem Jahr eine starke Zunahme der Waldbrände in Zentral- und Nordeuropa, in Gebieten also, für die Hitze und Dürre in diesem Ausmaß ungewöhnlich sind. Dort hatte man folglich noch nicht mit einer adäquaten Waldbrandbekämpfung zu tun. Eine entsprechende Abstimmung und Hilfe auf europäischer Ebene bei der Brandbekämpfung wird künftig mehr denn je nötig sein.

Wie könnte die aussehen?

Die Pläne für jedes einzelne Land müssen wahrscheinlich nochmals genau überprüft werden, um zu schauen, was etwa in Deutschland und Schweden verbessert werden kann. Geht man von einem Katastrophenfall wie im griechischen Ort Mati aus, muss zudem erst noch untersucht werden, was zu geschehen hat. Dort hat man es mit einer sehr ungewöhnlichen und sehr seltenen Situation zu tun.

Auf alle Fälle gilt, dass man sich in Europa auf extreme Waldbrände einstellen und den Katastrophenschutz anpassen muss ...

... und zwar so, dass die Bevölkerung entsprechend informiert und geschult wird, damit die Betroffenen im Notfall die geeignete Evakuierungsroute kennen. Menschen, die bis dato davon vielleicht nie betroffen waren, müssen hier neue Verhaltensweisen lernen.

Heißt Brandschutz unter diesen Umständen nur noch Schadensbegrenzung?

Extreme Waldbrände, die sozusagen ihr eigenes, sehr lokales Wetter generieren, brennen über mehrere Tage, wie wir das gerade in Schweden gesehen haben. Manchmal sind es Wochen, wie das oft bei Feuern in Mooren der Fall ist. Ein weiteres Beispiel waren die Waldbrände um Fort McMurray 2017 im kanadischen Alberta. Diese Brände zu löschen, ist sehr, sehr schwer, da sie enorm viel Energie freisetzen. Hier muss auf spezielle Löschtechniken zurückgegriffen werden. In derartigen Extremfällen findet tatsächlich nur noch Schadensbegrenzung statt.

Zeichnet sich für brandgefährdete Regionen an Landverlusten ab, was ein steigender Meeresspiegel den südpazifischen Inselstaaten wie den Malediven, Kiribati oder Tuvalu verheißt?

Das würde ich so nicht sagen, da bislang die betroffenen Wälder wieder aufgeforstet werden und sich regenerieren konnten. Das war in Schweden nach den großen Waldbränden 2014 der Fall – das wird auch jetzt möglich sein.

In Deutschland fällt auf, wie sehr Wald und Wohnen sich verschränkt haben, Siedlungen sind buchstäblich in den Wald gebaut. Ist dieses Modell gefährdet?

Ist es. Die Bewohner sind so einem erhöhten Risiko ausgesetzt, durch Waldbrände Haus und Hof zu verlieren. Für die Feuerwehren ist es besonders schwierig, diese vereinzelten Siedlungen zu schützen.

Entwickeln Pflanzen im Laufe der Zeit eigentlich Resistenzen gegen Brandgefahren?

Diese Art von Anpassungen sind nur im Zeitraum von Jahrtausenden möglich, in dem die Pflanzen entsprechend feuerangepasste Strategien entwickeln, die in ihrem Erbgut verankert werden, damit sie auf die nachfolgende Generation übertragen werden können. Das geht also nur durch Evolution.

Wie lange braucht es, bis auf einer Waldbrandfläche wieder Vegetation entsteht?

Das hängt stark vom Ökosystem ab. In der Regel sind Gräser und Krautpflanzen die ersten Besiedler in den Monaten nach einem Waldbrand. Wälder haben sich in der Regel nach 50 bis 100 Jahren regeneriert, wenn man eine natürliche Waldentwicklung zulässt. Dann hat der Wald meist wieder seinen Ausgangszustand erreicht mit gleicher Artenzusammensetzung, Biomasse und Baumhöhe.

Geht es bei einer Forstfläche schneller?

Dort kann es schneller gehen, da diese Flächen in der Regel aufgeforstet werden. Inwieweit dies bei gleichzeitig ablaufendem Klimawandel in der Zukunft noch möglich sein wird, hängt vom Anpassungsvermögen der Baumarten ab. Hier könnten häufige Dürren und Hitzewellen ein Aufwachsen der Wälder zunehmend behindern. Je höher die globale Erwärmung, umso mehr Waldbrände kann es in den nächsten Jahrzehnten in Europa geben, wie wir 2015 in einer Studie zeigen konnten. Im Mittelmeerraum könnte es passieren, dass sich die Vegetation nicht mehr erholen kann, wodurch weniger Feuer auftreten könnten, weil das Brennmaterial – die Bäume – mehr und mehr fehlt.

Monokulturen gelten als Brandbeschleuniger, welche waldbauliche Maßnahme ist zu empfehlen?

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, gemischte Wälder mit einem höheren Anteil an Laubbäumen zu pflanzen und auch weitgehend auf altershomogene Wälder zu verzichten. Laubbäume speichern in ihren Ästen und Blättern mehr Wasser als Nadelbäume, sie können daher die Ausbreitung von Waldbränden unter Umständen reduzieren, da während eines Waldbrandes die Energie des Feuers für die Verdunstung des Wassers in Blättern und Ästen verbraucht würde. Realisieren lassen sich solche Maßnahmen durch entsprechende Waldumbauprogramme, die eine höhere Artenvielfalt in den Wäldern unterstützen. Das könnte auch für Deutschland eine grundsätzlich geeignete Maßnahme sein.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.


          Pacific children key to championing human rights in the region      Cache   Translate Page   Web Page Cache   
 Pacific education officials and curriculum development officers from Kiribati, the Republic of Marshall Islands (RMI), and Tuvalu met in Fiji this week (7 to 10 August) to progress plans to integrate human rights and responsibilities into primary and secondary school curricula under the banner of “social citizenship education”. The social citizenship education programme 2018-2021 is […]


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