tag:blogger.com,1999:blog-35205050Fri, 24 Jul 2026 05:56:59 +00009/11CIADarabosORFGrüneIrakIranMoltererAl QaidaBin LadenBushMedienUSACraig MurrayGusenbauerKdolskyMerkelPilzStandardVan der BellenKlimawandelOberhauserTerrorVoggenhuberFellnerG 8HaiderIslamKosovoKurierSommergesprächStracheWablÖVP"Österreich"Alice SchwarzerBlairBuchingerDeutschlandEU-Verfassung. EPEUFOREuropäische UnionFalterFiskGuantanamoHNAHeinz FischerHufeisenplanJutta DitfurthKeltenLuconaMossadNATONeutralitätPeter PilzPlassnikPröllPutinRostockSpiegelStroblSyrienTarpleyTschadUlfkotteUnterbergerWestenthalerWrabetzrenditions. 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ProfessionalsVideoWTCWalden BelloWayne MadsenWendelin EttmayerWiener ZeitungWisnewskispäte Müttervon BülowÖsterreich*** daily notes ***alltägliche <b>medienkritische</b> anmerkungen zu vielen themen, was einer halt so alles unterkommt - als ergänzung zu den ceiberweiber-berichten, aber auch eigenständig. es gibt vieles, worauf frau hinweisen kann, was positiv erwähnenswert ist oder wo ein paar kritische worte angebracht sind :-)noreply@blogger.com (alexandra bader)Blogger150125tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-1047286625636835565Sat, 28 Feb 2009 17:58:00 +00002009-02-28T19:19:32.024+01:00Politik und BürgerInnenImmer wieder merke ich, dass viele Leute jede Erwartung an die Politik verloren haben, dass sie nicht nachvollziehen können, wieso ich Akteure verteidige, irgendwie verstehen kann, warum sie so und nicht anders handeln. Machterhalt um jeden Preis ist natürlich die Grenze dessen, was man nicht mehr rechtfertigen kann, aber es ist wahrscheinlich nicht so einfach einzuschätzen, wo jemand nur mehr auf dieser Basis agiert, ohne noch positive Ziele und Ideale zu haben.<br /><br />Viele fühlen sich auch einfach im Stich gelassen mit ihren Anliegen, wie jene Menschen, die heute für ein Gentechnik-Verbot demonstrierten und mit denen ich interessante Gespräche am Rande führen konnte (hier ist übrigens <a href=" versprochene Artikel</a>). Ich wurde dann auch ein bisschen rumgereicht so nach dem Motto, eine Journalistin, die wegen ihrer Ideale und ihrer Zivilcourage den Job verloren hat. Natürlich weiss niemand so auf die Schnelle etwas, aber das Reden und der Austausch von Mailadressen hat schon was Tröstliches.<br /><br />Stark ist der Trend, sich Nischen zu suchen, was viele Menschen tun, die man/frau sich eher in gesellschaftlicher Solidarität und politischem Kampf wünschen würde. Aber andererseits kann man es auch niemandem verdenken, und solange Engagement nicht aufgegeben, sondern auf einer anderen Ebene fortgeführt wird, ist es auch okay, den eigenen Weg zu finden. Wer sich einmal für etwas eingesetzt hat, kann davon ja nicht ganz lassen, es wird halt auch viel Energie in das Schaffen von alternativen Lebensformen fließen.<br /><br />Eine liebe neuer Bekannte schickte mir <a href=" Video</a> "Dog, Cat and Rat" zur Aufheiterung, und auch den <a href=" zu einem Tierfotografen</a>, dessen Bilder ich sicher schon seit mehr als 20 Jahren kenne (und danke auch <a href=" die Musik</a> :-). Die Demo, bei der ich sie dann auch getroffen habe, hat sie übrigens von einer <a href=";, die in der Linkliste beim Demobericht glatt fehlt, aber nun eben hier verlinkt ist.<br /><br />Inzwischen bin ich bei <a href=";, habe dort auch schon die erste Einladung bzw. Mail bekommen, von der Betreiberin der "<a href=";, die sich unter anderem als freie Journalistin durchschlägt, also irgendwie auch eine nette Leidensgenossin ist. Nicht via Web, sondern ganz traditionell per Telefon habe ich etwas vereinbart mit einem Journalisten, der mir weiterhelfen will (davon abgesehen, dass ich inzwischen auch einen pensionierten Wirtschaftsjournalisten getroffen habe, mit dem ich auch in Kontakt bleiben will).<br /><br />Der Blogger <a href="; wollte mich schließlich mit einem kleinen E-Book von Paolo Coelho aufmuntern und machte mich zudem auf einen <a href=" von Guy Debord</a> aus dem Jahr 1978 aufmerksam, den alle via Web nachlesen können. "Die Gesellschaft des Spektakels" beschreibt Inszenierungen, die ihr eigenes Ergebnis sind. Oder auch: Die Mittel des Spektakels sind zugleich ihr Zweck.2009/02/politik-und-burgerinnen.htmlnoreply@blogger.com (alexandra bader)92tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-3741120963021166490Wed, 25 Feb 2009 19:01:00 +00002009-02-25T20:23:05.899+01:00Positiv denken, aber wie?Heute habe ich einen netten Anruf bekommen, von einem, der seit langem zivilgesellschaftlich aktiv ist. Er war auch über meine <a href="; begeistert, die ich ja als einzige Journalistin in Österreich anstellte (und auch als Journalist wäre ich der einzige gewesen :-). Und er meinte, ich sei die Person mit der größten Zivilcourage, die er kenne. Nunja, wohin hat mich diese geführt? Von denen einen heftig angegriffen, verleumdet, um die Existenz gebracht, von den anderen nie ausreichend beschützt (also letztlich nicht genug gewürdigt), weiss ich nun nicht mehr, was ich tun soll.<br /><br />Die Tage, an denen ich nicht weine, sind schon lange selten geworden, oft kommt es mir so vor, als würde ich Tag und Nacht weinen. Man kann in diesem Land an Zivilcourage zugrunde gehen, gerade wenn es sogenannte "Mächtige" waren, für die man sich eingesetzt hat (die aber in ihrer eigenen, beinharten Welt des Machterhalts leben und keine Ahnung haben vom Leben anderer Menschen). Also Leute, wenn ihr was wisst oder mir helfen wollt, <a href="; steht alles, was ich so draufhabe.<br /><br />Nun sollen aber auch jene erwähnt werden, die sich anderswo engagieren, etwa bei der Plattform <a href=" News Global</a>, wo Artikel aus freien Medien gleichberechtigt neben jenen aus dem Mainstream stehen. Oder auch die Seite <a href="; von Elias Davidsson, die Ceiberweiber auch <a href=";. Immer lesenswert sind <a href=";, <a href="; und <a href=" Parteibuch</a>, und auch die Webseite von <a href=" Wisnewski</a> ist zu empfehlen, der sich nebenbei bemerkt mit dem Tod Jörg Haiders befasste, bei dem ihm manches seltsam vorkam (drüber nachgedacht und meine Schlüsse gezogen habe ich auch, wenngleich nichts geschrieben - dies für alle, die sich wundern, dass dazu nichts von mir kam).<br /><br />Also gut, man soll positiv denken und visualisieren, das alles schon allerbestens sei (wäre eine Menge bei mir, puh). Solches und Ähnliches habe ich mir früher, als es noch so halbwegs ging (und die Folgen von Zivilcourage noch nicht so dramatisch waren), gerne mal nachts bei <a href=" House Radio</a> angehört, weil ich die Affirmationen von Louise L. Hay mag, die sehr gut formuliert sind (daher müssten sie auch wirken ....). Ich habe tatsächlich eine Engel-CD, "Von Engeln umgeben", es geht einer dann aber in etwa so, wie wenn Entspannungsmusik läuft. Besonders angetan ist davon Kater Athos, der selig zur Engel-CD schläft - und mir gehts... nicht wirklich besser.<br /><br />Ich habe aber auch (geschenkt bekommen) einen Kalender von Paolo Coelho (von dem ich kein einziges Buch habe), da sind so Sprüche drin wie:<br /><br /><span style="color: rgb(255, 102, 102);">Liebe bedeutet: die Welt mit dem anderen zu teilen.</span><br /><br /><span style="color: rgb(255, 102, 102);">Jeder Augenblick des Suchens ist eine Begegnung.</span><br /><br /><span style="color: rgb(255, 102, 102);">Man muss Risiken eingehen.</span><br /><span style="color: rgb(255, 102, 102);">Wir können das Wunder des Lebens nur richtig verstehen,</span><br /><span style="color: rgb(255, 102, 102);">wenn wir zulassen, dass das Unerwartete geschieht.</span><br /><br />Also von Risiken braucht der mir nicht anfangen - am besten, wir lassen das Zitieren....2009/02/positiv-denken-aber-wie.htmlnoreply@blogger.com (alexandra bader)0tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-7559649028391302643Mon, 23 Feb 2009 07:53:00 +00002009-02-23T09:18:51.376+01:00Phoenix aus der AscheDa ich einiges erlebt habe, das <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0">heavy</span> ist, war der Blog lange inaktiv. Nun ist meine Lage zwar nicht besser geworden, eher verzweifelter, da ich einen Job suche und auch kein Arbeitslosengeld beziehe. Es wurde mir zum Verhängnis, mich für andere einzusetzen, absurderweise für die Regierung, die in heiklen Fragen sehr angegriffen wurde (und für die es ein leichtes wäre, mir zu helfen). Also Leute, ich <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1">weiss</span> nicht, wie intensiv ich nun <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2">bloggen</span> werde, ich warte ja auch die <a href=" class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3">Ceiberweiber</span></a>-Seite regelmäßig, die mir immerhin als meine Visitenkarte geblieben ist.<br /><br />Dort steht auch in <a href=" class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4">Ceiberweiber</span> in Not</a>, was ich kann und machen möchte - journalistische Aufträge oder / und die Mitarbeit in Projekten, auch Recherchen und das Helfen beim Erstellen von Broschüren, Büchern etc. An Aktuellem und sehr Nachgefragtem <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5">gibts</span> bei <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6">Ceiberweiber</span> gerade <a href=" Dokumentation</a> des deutschen Filmemachers und Journalisten <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7">Frieder</span> Wagner über den Einsatz von Uranmunition und dessen furchtbare Folgen. Und wer sich für 9/11 interessiert, womit ich mich mal sehr befasst habe, ich habe eine <a href=" Darstellung</a> dazu in zwei Teilen online gestellt.<br /><br />Was haben wir sonst noch? :-) <a href=" Jahre Frauen beim Bundesheer</a> beispielsweise, wobei ich zu meinem Erstaunen hörte, dass sich bislang noch kaum jemand ernsthaft und abseits der Klischees dafür interessierte (die Redaktion der sehr guten katholischen Frauenzeitschrift <a href=" der Frau</a> ausgenommen). Recht spannend ist auch <a href=" Entwicklung von <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8">Kununu</span></a>, dem Portal zur Bewertung von ArbeitgeberInnen durch ArbeitnehmerInnen, wo Kriterien der Gleichstellung von Männern und Frauen ebenso eine Rolle spielt wie <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9">Corporate</span> <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10">Social</span> <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11">Responsibility</span>. Also dadurch auch alle, die nicht so sensibilisiert sind, auf die Bedeutung dieser Fragen hingewiesen werden.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href=" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 297px; height: 200px;" src="; alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5305904026472883762" border="0" /></a><span style="font-size:85%;">So <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12">siehts</span> derzeit <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13">draussen</span> aus :-)</span><br /></div><br />Da die Grünen eine wegen der Weitergabe von Unterlagen an Medien gefeuerte Person (<span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14">trans</span>) <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15">gendern</span>, habe ich auch eine <a href=" zur Emanzipation</a> anstelle von zwanghaftem <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16">Gendern</span> verfasst. Dazu <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17">gibts</span> positive Rückmeldungen in den Foren des Standard, auch weil die Erwartungen an mich vielleicht etwas anders sind. Frau kann Frauen aber irgendwann nicht mehr bedingungslos verteidigen, vor allem dann nicht, wenn sie Möglichkeiten nicht nutzen und nach Jahren der Frust über "die Männer" ausbricht. Es ist gerade unter Frauen verpönt, sich aktiv für etwas einzusetzen, um etwas zu kämpfen.<br /><br /><br /><br />Natürlich kommen auch viele Männer nicht klar mit so einer Konkurrenz, aber das wäre <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18">bewältigbar</span>, wenn Frauen zu abstrakter Solidarität (= zu Solidarität?) fähig wären. Es geht bei Frauen aber oft um "die da" (bzw. was findet "der" an "der da", das ist dann nochmal eine <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19">Steigerungsstufe</span> der Abwertung), von der <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20">frau</span> sich distanziert, deren Einsatz für andere aber ganz angenehm ist. Das Nichtkämpfen führt dann halt auch zu einem anderen Horizont an Erfahrungen, sodass die Erfahrungen jener Frauen, die sich auch wirklich in der <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21">sogenannten</span> Männerwelt bewegen, mit Mini-Maßstäben gemessen werden.<br /><br />Also das eigene ein bisschen irgendwo zaghaft Kritik geübt zu haben, was nicht alle toll fanden, wird mit dem gleichgesetzt, was Frauen erleben, die wirklich etwas bewegen und bewegen wollen. Das ist in etwa so, wie wenn <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22">frau</span> Schwerverletzte mit ein paar Taschentüchern versorgen will, weil das doch auch so gegangen ist, als sie sich das Knie angeschlagen hat. Nicht von ungefähr ist übrigens der aktive Zuspruch zu <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23">Ceiberweiber</span> von Männern stärker als von Frauen, obwohl die meisten Inhalte doch <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24">frauenbezogen</span> sind. Die allgemeineren Texte werden aber so sehr geschätzt, weil sich auch für Authentizität und journalistische Ethik stehen, dass <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25">mann</span> zum Fan wird :-)<br /><br />Neben den vielen deutschen Fans (danke an eure Versuche, mir zu helfen, es wird schon was werden, es ergeben sich so bestimmt auch Artikelaufträge) gibt es auch Ermutigung aus Österreich, etwa vom Betreiber des Blogs <a href=";. Er hat letztlich auch den <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26">Anstoss</span> gegeben, diesen Blog zu reaktivieren, denn um auf seinem Blog zu reagieren, musste ich mich anmelden und dachte an meinen Blogger-Account. Danke auch für den <a href=" zu einem Artikel über <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27">Sibilla</span> <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28">Aleramo</span></a>, die <span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_29">Wegbereiterin</span> des Feminismus in Italien, deren Motto offenbar war "Ich liebe, also bin ich".2009/02/phoenix-aus-der-asche.htmlnoreply@blogger.com (alexandra bader)29tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-6991810987071175311Sat, 22 Dec 2007 09:53:00 +00002007-12-22T13:47:21.096+01:00VorweihnachtsgedankenIch habe versucht, eine <a href=" für 2007</a> zu ziehen, jedoch nicht wie sonst üblich als Jahresrückblick mit verlinkten Artikeln, sondern unter dem Apekt eines Paradigmenwechsels. Davon kann frau wohl sprechen, wenn gegen Jahresende alles ganz anders ist als zu Beginn und dazwischen spannende, aufregende, aber auch ungemein fordernde Zeiten liegen. Am ehesten läßt es sich noch an auch bei den Ceiberweibern Wahrnehmbarem im Worte fassen - so habe ich im Jänner gegen die neue Regierung demonstriert, weil auch mir der Unterschied zu Schwarzblauorange zu gering erschien und ich den Unmut vor allem in der SPÖ gut verstehen konnte.<br /><br />Nur habe ich halt auch mitbekommen, dass seither fast ein Jahr vergangen ist und die SPÖ-Regierungsmitglieder durchaus Akzente setzen und besonders im Sozialbereich (was nicht nur das Ressort von Minister Buchinger meint) auch eigene Vorstellungen umsetzen. Sicherlich bietet Journalismus einen "privilegierten" Zugang zur Politik, da man sich nicht in seiner Freizeit informieren muss, sondern vieles im Beruf mitkriegt. Allerdings sind bei weitem nicht alle Medienleute bereit, ihr Wissen auch in differenzierte Berichterstattung einfliessen zu lassen. So gaukeln sich "Volk" (oft via Webpostings artikuliert) und "die Medien" gegenseitig ein unzutreffendes Bild von Politik und AkteurInnen vor.<br /><br />Da ich lange Zeit selbst in einer Partei war, habe ich es hier zugleich leichter und schwerer: einfacher ist die Erfahrung, die andere Seite zu kennen und dies automatisch auf andere Parteien zu übertragen, in denen es doch oft irgendwie ähnlich zugehen muss. Schwieriger könnte aber sein, bei Parteien, die in einigem etwas anderes als die einstige politische Heimat vertreten, die vor allem aber regieren und nicht die ewige Oppositionshaltung verinnerlicht haben, Positives und authentisch Handelnde zu erkennen und zu schätzen. Mein Leben bedeutete aber bereits nach der Einbindung in eine Partei eine Neuorientierung, wenngleich Journalismus natürlich ein politiknaher Beruf ist, wo die Intentionen manchmal gar nicht so anders sind.<br /><br />Ich konnte dann sicher nicht in Schablonen denken, sondern musste Einzelpersonen und ihre individuellen Vorstellungen, Eigenschaften und Leistungen betrachten. Da ich zudem wusste, wie sich PolitikerInnen über Interviews voller aus dem Zusammenhang gerissener Zitate ärgern, wollte ich es bei meinen Berichten besser machen und immer möglichst genau wiedergeben, was jemand sagt. Meine Wertungen konnte ich separat anbringen und es den LeserInnen überlassen, Menschen anhand dessen einzuschätzen, was sie wirklich meinen. Oft war der Unterschied zu anderen Medien besonders im Umgang mit Politikerinnen sehr gross, da sie anderswo verkürzt zitiert wurden und es dann bspw. hiess "die tut doch nix für Frauen" oder "was macht die denn eigentlich?".<br /><br />Heuer fiel besonders unangenehm auf, wie Medien mit Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky umsprangen, wozu ich mehrmals etwas geschrieben habe, weil hier eine Ministerin gegenüber Ministern diskriminiert wird. Die Erfahrungen dieser Männer können zwar auch ganz schön heavy sein (und wurden von mir durchaus thematisiert), man geht ihnen gegenüber aber nie so ins Persönliche wie bei Frauen. <a href=" Unkonventionelle und die Ungerechtigkeiten</a> ist ein neuer Artikel, der einerseits erklärt, wofür eine Regierung zuständig ist und andererseits auf den Umgang mit Kdolsky eingeht, der im Breittreten ihres Privatlebens gipfelte, das bei einem Minister kein Thema wäre.<br /><br />Es gab kaum etwas, das Ministerin Kdolsky im vergangenen Jahr sagte, das nicht meist fadenscheinig kritisiert wurde. Auch Kleinigkeiten fanden Beachtung, wie dass sie gerne<br /><a href="; hört - na und? Ich höre derzeit oft <a href=" Morissette</a>, meist auf CD (aber momentan läuft Big Country) - wo ist das Problem? Ihre Schwäche für Schweinebraten kann ich zwar nicht nachvollziehen, da ich kaum Fleisch esse, aber ich finde die Idee selbstironisch, ein Schweinebraten-Kochbuch herauszugeben. Unnötig zu erwähnen, dass sich da nicht nur WebuserInnen empören, sondern auch der eine oder andere Politiker.<br /><br />Es nützt allen Frauen und ihrem Spielraum, wenn energischer gegen Doppelstandards vorgegangen wird, die gerade im Umgang mit Kdolsky deutlich werden, was sie auch in einem Interview mit "News" am 20.12.2007 anspricht. Minister trennen sich und haben eine neue Partnerin, es ist für alle okay und für niemanden ein Thema, eine Ministerin wird zur sündigen Ehezerstörerin stilisiert, es werden in den eigenen Reihen Unterschriften gegen sie gesammelt. Bei Ministern spielt keine Rolle, wie sie gekleidet sind, wie sie frisiert und rasiert sind, während bei Ministerinnen immer auch das Äußere bewertet wird und beim Outfit nach "Fehlern" gesucht wird. Hier hat nur Ursula Plassnik einigermaßen Glück, von negativen Kommentaren verschont zu bleiben - aber das zeigt auch nur, dass es bei ihr ebenfalls wahrgenomen wird, eben meist positiv.<br /><br />Dann kann frau auch die Diskussion über das vermutete Körpergewicht männlicher Regierungsmitglieder vermissen, während das weibliche Regierungsmitglied Kdolsky von manchen gar als Gesundheitsministerin in Frage gestellt wird, weil sie etwas üppigere Formen hat, die von Lebensfreude sprechen. Hätten die KritikerInnen auch Probleme mit einer magersüchtigen Ministerin? In der Realität sind nicht alle Frauen schlank, was meist etwas mit der Konstitution zu tun hat, wobei manche Frauen auch genetisch bedingt im Lauf des Lebens etwas zunehmen. Sollen sich Frauen mit Dauerdiäten, wenig Essen und dabei viel Bewegung quälen?<br /><br />Wenn wir wieder zur allgemeinen Bilanz zurückkehren, dann hat sich mein Verhältnis zur Regierung im Lauf des Jahres entscheidend verändert. Ich kann immer mehr nachvollziehen, wie Akzente gesetzt werden und erkenne an, wenn sich einzelne Regierungsmitglieder besonders für etwas einsetzen und sich selbst treu bleiben. Natürlich verstehe ich auch kritische Stimmen, die jedoch oft von unrealistischen Vorstellungen über die Rahmenbedingungen ausgehen. Vermutlich bin ich zu pragmatisch, um mich mit der Idee von hehren, aber nicht erreichbaren Zielen abzugeben, da mir Umsetzungssstrategien Schritt für Schritt immer noch mehr zusagen als illusorisches Fordern.<br /><br />Manche sehen darin, dass ich mich nicht blindlings Protesten anschliesse oder gar dann mit aufschreie, wenn die Grünen gegen etwas auf den Plan treten, ein Klein Beigeben oder Opportunismus, aber ich bin mir selbst so treu wie ich es immer zu sein versuchte. Ich bin von meinem Weg vielleicht auch überzeugter denn je, da mir untergriffige Kritik in Wahrheit vollkommen egal ist. In gewisser Weise bin ich einfach angekommen und stelle mich neuen, veränderten Aufgaben dort, wo ich hinwollte und -sollte, ohne es auch nur entfernt zu ahnen, als mein Weg vor Jahren begann. Damals bei den Grünen passierte vieles nicht und anderes schon; manches fand haarscharf nicht statt, es gab dramatische und aufregende Situationen - und das alles bekam erst viel später einen Sinn, da es Lernprozesse und Vorbereitung sein sollten.<br /><br />Die entgültige Abkehr von den Grünen, das Kappen auch von persönlichen Kontakten war nach der tiefen Enttäuschung darüber, dass den Grünen jedes Mittel recht ist gegen eine demokratisch nach der Verfassung handelnde Regierung, relativ undramatisch. Es war eigentlich eine Entscheidung, die ich bereits im Sommer getroffen, aber noch nicht bewusst realisiert hatte, als es mich tief erschütterte, wie über mutig und souverän agierende Regierungsmitglieder mit dem Unterstellen niedrigster Motive hergezogen wurde. Persönliche Kontakt bringen mit sich, dass emotionaler Druck ausgeübt werden kann, der aber bei mir nur bewirkt, dass ich mich abschotte und weiterhin zu meiner Überzeugung stehe.<br /><br />Wenn einem persönlich vergleichsweise wenig bekannte Regierungsmitglieder vertrauenswürdiger vorkommen als Menschen, die man seit Jahren kennt, man bei Anwürfen nur fassungslos fragen kann "wie kannst du sowas über die sagen?" und in Tränen ausbricht, sodass man den anderen am Handy wegklicken muss, hat man eine Wahl getroffen. In der Erinnerung finde ich diese Szene immer noch schlimm, aber es war ein Schritt auf einem rückblickend klar vorgezeichneten Weg. Ich vermisse nicht einmal die Visionen, die Grünen ganz zu Beginn hatten, und auch nicht ein Gruppengefühl, an das ich mich aus den 80er und 90er Jahren erinnere.<br /><br />Ich habe einmal versucht, Leute von früher zu kontaktieren, die sich damals mehr erwartet hatten als heute vielleicht Gemeinderätin am Land oder Bezirksrat in der Stadt zu sein. Es kamen kaum Reaktionen - was einmal mehr bestätigt, dass es die Grünen von einst nie wieder geben kann. "Gruppengefühl" habe ich dann als eigenständig arbeitende Journalistin natürlich nicht mehr erlebt, nur indirekt mitbekommen, wenn ich auf den Veranstaltungen anderer Parteien war oder mit mehreren Frauen aus einer Redaktion zu tun hatte. Sicher ist mir das abgegangen, auch weil zwangsläufiges Einzelkämpferin-Sein bedeutet, sehr vieles mit sich selbst auszumachen. Dies habe ich aber immer als temporär betrachtet und niemals als Selbstzweck.<br /><br />Auch das hatte, mit allen Höhen und Tiefen, tatsächlich Sinn als zeitweise Erfahrung und als Möglichkeit, mit Situationen umzugehen. Freilich war ich dabei in den letzten Monaten mehr denn je gefordert, was bis an meine äußersten Belastungsgrenzen ging (ehrlich gesagt habe ich vom Dasein als Einzelkämpferin wahrlich genug :-). Nun ist aber Durchschnaufen angesagt, sich Sammeln und ohne Zurückzublicken für alles bereit sein, was kommen wird. Es ist aber schon eigenartig, so ein Jahr ausklingen zu lassen, das in jeder Hinsicht außergewöhnlich war - so sehr, dass es vielleicht sogar noch etwas auf Lager hat...<br /><br />PS: Wenn sich manche fragen, ob ich durch die entgültige Abkehr von den Grünen nichts vermisse, wo ich doch bereits mit 19 zu ihrer Vorläuferin, der Alternativen Liste kam und mich so lange engagierte: nein, mir geht überhaupt nichts ab und es gibt auch nichts zu bedauern oder noch an etwas zu denken oder zurückzublicken. Das ist nicht mehr meine Welt, während ich in meiner tatsächlichen Welt sicher noch genug gefordert werde. Vergleichsweise geht mir eher ab, dass ich im meinem Lieblingsteich in der Nähe nicht wie im Sommer baden, sondern nur am zugefrorenen Ufer stehen kann....2007/12/vorweihnachtsgedanken.htmlnoreply@blogger.com (alexandra bader)4tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-4862179936034704435Wed, 12 Dec 2007 21:13:00 +00002007-12-12T22:41:58.052+01:00Medien-MachtHeute abend gibt es einen Neustart des einst beliebten Diskussionsformats "Club 2" im ORF. Das Thema "Meinungsfabriken - wer bestimmt, was wir denken?" hätte unter meiner Mitwirkung diskutiert werden sollen, was auf den ersten Blick sehr ehrenvoll und schmeichelhaft klingt. Allerdings ist es der Weg von der persona non grata der Medienszene zum Diskussionsgast keineswegs so einfach nach Stigmatisierung, Marginalisierung, im Stich lassen gegen Zensurversuche und Verleumdungen, direktem Schneiden durch langjährig Bekannte in der Medienwelt. Samma wieda gut, es woa nix, und vor allem: red'ma nimma drüba?!<br /><br />Sicher nicht - weshalb ich so eine Einladung auch dankend ablehne und von "den Medien" erstmal einen Lackmustest dafür verlange, dass in Zukunft auf Desinformationen, Kampagnen, Inszenierungen und regelrechte Aktionen gegen demokratische Institutionen verzichtet wird. Ein ideales Beispiel ist der Umgang mit Verteidigungsminister Darabos, der im Sommer den US-Raketenschild kritisierte, der ein Interesse nationaler Sicherheit der USA darstellt, was die Schlüsselfeststellung für den Einsatz von Geheimdiensten ist.<br /><br />Somit steht bei allem, was gegen seine Politik oder seine Person gerichtet ist und über differenzierte Kritik hinausgeht, der Verdacht im Raum, dass Geheimdienste dahinterstecken. Medien sollten sich niemals zu deren Handlangern machen, auch wenn es viel an Mut und Rückgrat erfordert. Wer hier Integrität beweist, auf Opportunismus, den bequemen Weg und Vergünstigungen verzichtet, wahrt nicht nur seine Würde, sondern auch die eines anderen Menschen. Nunja, mal sehen, was <a href=" Appell an die Medienwelt</a> bewirken wird....er müsste auch Auswirkungen haben auf den Umgang mit der Regierung als solche, da dieser vielleicht die einfachere Aufgabenstellung ist.<br /><br />Aufgrund meiner bitteren Erfahrungen mit den erwähnten Kräften habe ich im Sommer die durchgängige harsche Medienkritik an Minister Darabos thematisiert, der ja schlicht sein Amt souverän ausübte. Ich wollte nicht, dass ein anderer Mensch ähnliche Erfahrungen wie ich machen muss, der zudem von den heftigen Gegenreaktionen eigenen Angaben nach überrascht war. Seither habe ich natürlich auch beobachtet, womit der Minister an die Öffentlichkeit tritt und welche Behandlung er dabei erfährt, und dies kommentiert.<br /><br />Wer sich diesen Kräften nicht unterwirft, sondern für sein Land und seine Rechte eintritt, hat nicht nur mit Kampagnen, Inszenierungen, Falschmeldungen, Diffamieren zu rechnen, sondern nach meinen Erfahrungen auch damit, als ganze Person ins Visier zu geraten. Dies kann dazu führen, dass man "ihnen" auch unweigerlich Macht über sein Leben gibt, während man auf der Ebene vertretener Inhalte durchaus beharrlich bleibt und nicht nachgibt. Dabei landet man, ohne es recht zu merken oder gar nicht das Gegenteil dessen zu wollen, bei einem Leben im Schatten dieser Kräfte. Bedürfnissen und Wünschen wird selbstquälerisch nicht nachgegeben, weil man nicht weiss, was "sie" dann unternehmen, um einen zu treffen. Eher noch schmerzhafter wird es, wenn auch andere Menschen involviert sind, die unweigerlich ebenfalls in diesen Schatten geraten.<br /><br />Mein Prinzip wurde, "ihnen" (durch den Filter all dessen, was sie vorschicken) ohne Angst in die Augen zu sehen und so zu leben, wie ich will - nicht als unbedachter, naiver Überschwang, sondern begleitet mit strategischen Überlegungen, mehreren Handlungsszenarien und kreativem Widerstand. Was natürlich auch Situationen beinhaltet, wo ich nicht jede Eventualität abschätzen kann, sondern in gewisser Weise einfach "springen" muss. So, wie ich ganz aktuell in inhaltlicher Hinsicht bei der <a href="; "springen" musste, weil mir klar war, worauf sie hinauslief und nur wenig Zeit blieb, dies zu verhindern.,...2007/12/medien-macht.htmlnoreply@blogger.com (alexandra bader)1tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-6924696796829380527Mon, 10 Dec 2007 05:53:00 +00002007-12-10T14:25:53.848+01:00DarabosEUFORFPÖGrünePilzTschadDiskussion zum Tschad-EinsatzZu Beginn der Sendung "Im Zentrum" am 9.12.2007 wurde der Afrika-Korrespondent des "Spiegel", Thilo Thielke, telefonisch zugeschaltet, der gerne <a href=" Riefenstahl</a> zitiert. Er sprach von einer <span style="font-style: italic;">angespannten und fragilen Lage</span>, der man <span style="font-style: italic;">nicht besonders vertrauen</span> solle. Unzugänglich und lebensfeindlich sei die Gegend, der Einsatz sei von jenem in Darfur nicht zu trennen. Man werde <span style="font-style: italic;">leicht instrumentalisiert</span> und g<span style="font-style: italic;">erate zwischen die Fronten</span>, auch da es unklar sei, was die Rebellen <span style="font-style: italic;">im Schilde führen</span> (notfalls das "<a href="; fragen? die scheinen einen guten Draht zu ihnen zu haben :-)<br /><br />Dies mag anschaulich klingen, ist aber vor allem vage und stimmt atmosphärisch auf die Diskussion ein. Unweigerlich erscheint, wenn man keine kritische Haltung einnimmt, die Mission als unmögliches Unterfangen. Heinz Assmann, der Kommandant der im Tschad eingesetzten ÖsterreicherInnen meint, die Lage werde seit Monaten auch im Austausch mit anderen teilnehmenden Staaten bewertet. Selbstverständlich werden die SoldatInnen geschützt, unter anderem mit kugelsicheren Westen (dass man dies noch erwähnen muss, zeugt vom erzeugten Bild des Einsatzes).<br /><br />Die EU-Truppe dient nur dem Schutz der Flüchtlinge und der Wirksamkeit der UN-Mission zur Versorgung dieser Menschen. Außerdem werden die Grundlagen für den Aufbau einer Polizeitruppe der UN geschaffen, die dann übernehmen soll. Verteidigungsminister Norbert Darabos nennt die Diskussion in Österreich <span style="font-style: italic;">eigenartig</span>, so als handle es sich beim Einsatz um <span style="font-style: italic;">sein Privatvergnügen</span> (allerdings hat ein Minister sicher noch verschärfte mediale und oppositionelle Bedingungen, der im Sommer ein <span style="font-style: italic;">nationales Sicherheitsinteresse</span> der USA, den geplanten Raketenschild zu kritisieren wagte - was ihn aber in keiner Hinsicht einschränken sollte, denn wo samma denn? das ist unser Land!).<br /><br />Alle 27 EU-Staaten haben den Einsatz beschlossen, der laut Mandat dem Schutz von Zivilpersonen und Flüchtlingen dient und humanitäre Hilfe erleichtern soll. 20 EU-Staaten beteiligen sich daran, und fehlende Humanität konnte man Österreich noch nie vorwerfen. "Ich habe gesehen, welches Elend dort herrscht", meinte Darabos. "Herr Pilz war in Paris, ich war im Tschad." Peter Pilz von den Grünen, der zumindest an Innenministern schon mal direkt fehlenden Kniefall vor US-BotschafterInnen kritisiert (z.B. <a href=" seinem Tagebuch</a> am 15.2.007), sagt nun immerhin, dass man sich in den Grundfragen einig sei und das Flüchtlinge auch militärischen Schutz brauchen können.<br /><br />Er bezieht sich auf den eingangs zugeschalteten Spiegel-Reporter, der d<span style="font-style: italic;">en entscheidenden Grund </span>dagegen anspricht, die politische Situation (womit Pilz vor allem unsere Neutralität meint). Er war in Paris, sagt er mit der typischen schneidende Stimme, wenn er ein potenzielles Opfer ins Visier nimmt, da Darabos und Außenministerin Ursula Plassnik nicht voll über das Risiko informiert sind. Der Tschad sei nämlich in Wahrheit ein <span style="font-style: italic;">Landflugzeugträger der französischen Armee</span>, da Frankreich den Diktatur stütze. Der multinationale Mantel von EUFOR verschleiere eine französische Aktion. Man sei an der Seite Frankreichs im Bürgerkrieg und an der Seite des Diktators.<br /><br />Minister Darabos, der eindeutig <a href=" einer anderen Welt</a> stammt als Peter Pilz, weist die <span style="font-style: italic;">unwahren Behauptungen</span> zurück und betont nochmals, das EUFOR unabhängig auf der Basis eines UN-Mandats agiert. Er lasse sich bestimmt nicht auf eine Diskussion ein, in der Pilz falsche Behauptungen aufstellt. Was den vermeintlichen Kampf von Peter Pilz um die angeblich ausgerechnet durch Minister Darabos gefährdete Neutralität betrifft, sei nur an eines erinnert:<br /><br />"Die Forderung <span style="color: rgb(128, 0, 128);">nach der ersten amerikanischen Militärintervention in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg</span> wurde in Österreich, dem neutralen Nachbarland Jugoslawiens, über den Grünexponenten Peter Pilz gestellt. Kritik daran war in Medien tabu (wie heute Kommentare pro Neutralität und pro Darabos' Handlungen als souveräner Minister eines souveränen Staates tabu sind), grüninterne KritikerInnen wurden mit wie von unsichtbarer Hand verfassten Beiträgen diskreditiert und manche auch ausgehorcht." (<a href=" die Grünen wurden wie sie sind</a>, September 2007).<br /><br />Die Journalistin Marie-Roger Biloa ist erstaunt, dass Armeen offenbar nur dort hingehen sollen, wo kein Risiko besteht. Man sagt aber dauernd, man müsse was tun und habe Verantwortung als Mitmensch. Das ist anscheinend im Kosovo kein Problem, da gibt es keine Debatte, was Österreich dort verloren hat. Darabos bekräftigt nochmals, dass es sich um eine humanitäre Mission handelt, was Pilz naturgemäss und seiner Agenda entsprechend kaltlässt. Man dürfe nicht kompensieren, indem man auf das Elend der Menschen verweist. Pilz würde nicht einmal als Kompensation die Not anderer Menschen erwähnen, da können wir uns sicher sein.<br /><br />Die Frage sei eindeutig mit Ja zu beantworten, dass man in diesen Konflikt auf der Seite Frankreichs steht (tut es ihm leid, dass die USA an keiner Mission im Tschad beteiligt sind? wurde wieder einmal einer Botschafterin oder einem stellvertretenden Botschafter die Huld verweigert?). Er war in Paris, betont Pilz nochmal, der sich anscheinend so viel Mühe gibt wie Medien, die vor Ort im Tschad gegen den Einsatz recherchieren. Pilz in Flüchtlingslager und sichtbar betroffen wäre ja auch eine absurde Vorstellung. Ob sich Darabos über die französische L'Epervier-Operation informiert habe, die die Hauptstadt des Tschad schützt.<br /><br />Der Minister habe ein <span style="font-style: italic;">politisches Problem</span>, woraus Pilz dann auch macht, dass Darabos selbst ein <span style="font-style: italic;">politisches Problem</span> sei (für wessen Politik? diesseits oder jenseits des Atlantik?). Man habe ihn <span style="font-style: italic;">in gutem Glauben hineingestossen</span>, will Pilz seinem potenziellen Opfer dann auch noch den Hieb verpassen, dass er ja nicht ganz für seine Handlungen Rechenschaft ablegen könne. Darabos fehlen der Zynismus und die Menschenverachtung von Pilz, sodass er relativ verhalten reagiert: "Glauben Sie, ich als Verteidigungsminister weiss das nicht?" Tatsächlich herrscht, was auch durch die seltsame Art der Berichterstattung zustande kommt, vielfach die Ansicht, man betreibe im österreichischen Verteidigungsministerium nicht die in aller Welt übliche gründliche Einsatzvorbereitung.<br /><br />Ganz so, als sei Darabos angewiesen auf die Zettel, die Pilz immer wieder aus seiner Mappe zieht, und wüßte nicht ein X-faches über den Einsatz und die Kapazitäten des Heeres als Pilz. Darabos verweist nochmals darauf, dass EUFOR Stabilität bieten soll für den Schutz der Flüchtlinge und sonst nichts. Die Grünen hatten komischerweise nichts gegen einen Afghanistan-Einsatz unter NATO-Kommando, sodass Pilz unseriös agiere und die eigene Partei <span style="font-style: italic;">in Geiselhaft</span> nehme. Peter Fichtenbauer von der FPÖ verweist auf die gute Tradition von Einsätzen unter UN-Mandat, durch die Österreich bewiesen habe, dass es sich an humanitären Missionen beteiligt.<br /><br />Diese müssten aber jedesmal neu bewertet werden, das Humanitäre dürfe nicht alle anderen Punkte überdecken. Üblicherweise gibt es UN-Mandate, wenn kriegerische Auseinandersetzungen bereits mehr oder weniger beendet sind. Hier handelt es sich aber um ein Bürgerkriegsgebiet, für das der Einsatz zu gering dimensioniert sei. Außerdem versteht sich EUFOR zwar als neutral, doch wird dies von anderen Parteien nicht akzeptiert. Fichtenbauer war recht sachlich und brachte nachvollziehbare Kritik - was eigentlich von der angeblichen Menschenrechtspartei Grüne zu erwarten sein müsste.<br /><br />Vom UNHCR war Roland Schönbauer eingeladen, der anschaulich das Leben der Menschen in den Lagern schilderte. Die Lage habe sich für sie in den letzten Wochen sehr verschlechtert. Frauen werden vergewaltigt, wen sie außerhalb der Camps Feuerholz suchen, Männern getötet, wenn sie Ziegen auf die Weide treiben. Mit Polizeikräften und durch Selbstorganisation der Flüchtlinge kann man hier keine Sicherheit herstellen. <span style="font-style: italic;">Es braucht das Militär</span>, und sowas sagt gerade das UNHCR <span style="font-style: italic;">nicht leichtfertig</span>. Er fragt die <span style="font-style: italic;">blaugrüne Opposition</span>, wie sie Flüchtlingen helfen wolle, und meint, EUFOR müsse die Neutralität der Mission kommunizieren.<br /><br />Es gebe marodierende Truppen, die auch über die Grenze in den Sudan nach Darfur wechseln. Wenn nicht bald etwas geschieht, müsse das UNHCR die Hilfe einschränken, und das wird dann auch viele Menschenleben kosten. Assmann spricht ebenfalls von Frauen und Kindern, die vergewaltigt und verschleppt werden, wenn sie die Lager verlassen. Die allerersten SoldatInnen, unter denen sich auch unsere befinden, werden eine Informationskampagne machen, damit alle wissen, dass die Mission nur der Sicherheit der Flüchtlingslager dient. Man verwendet keine Native Speaker, da diese auch eigene Spielchen spielen könnten, sodnern eigene Dolmetscher.<br /><br />Peter Pilz fängt wieder damit an, dass man in einen bürgerkriegsartigen Konflikt komme und darauf vorbereitet sein müsse, und erklört dem Kommandanten, was Sache ist. Wenn man ihm zuhört, möchte man meinem, er wolle locker nicht nur Minister Darabos, sondern auch den Generalstab, die Einsatzplanung und alle 160 SoldatInnen ersetzen, so gut scheint er sich eigener Einschätzung nach auszukennen und zu wissen, was zu tun ist. Vor allem hat er auch eine Menge an der Ausrüstung des Heeres auszusetzen, gegen die er sich allerdings meist wandte, wenn es um Neuanschaffungen ging. <span style="font-style: italic;">Unsägliche Schlamperei</span> und <span style="font-style: italic;">noch nie eine derartig schlampige Vorbereitung erlebt</span> (hat er denn je eine Vorbereitung direkt erlebt?) und ein angebliches, aber wieder einmal unwahres Angebot nicht wüstentauglicher Hubschrauer durch den Minister gehört zu seiner weiteren Munition.<br /><br />Darabos verwehrt sich dagegen, dass pausenlos Fakten ignoriert werden und erwähnt nochmals die Ziele der Mission, den Schutz von Zivilpersonen, Flüchtlingen, UN-Personal. Er habe mit vielen MitarbeiterInnen in Lagern geredet, die ihn, was er <span style="font-style: italic;">nicht gerne</span> so deutlich sage, <span style="font-style: italic;">händeringend um Hilfe gebeten</span> hatten. Die zitierte US-Studie (<a href=" zweifelhafter Intention</a>) gehe von der falschen Voraussetzung aus, es gehe um mehr als um Sicherheit zwischen den Lagern. Die Grünen hätten auch dem Afghanistan-Einsatz zugestimmt, der Anfang 2002 nach nur einem Monat Vorbereitung startete, erinnert Darabos.<br /><br />Das "profil" brachte schon ein Rebelleninterview, das <a href=" neben Frankreich nur Österreich</a> und nicht 18 weiteren EU-Staaten drohte (wobei ich nirgendwo explizite Drohungen gegen diese anderen Ländern fand). Nun machte, sagt Moderatorin Ingrid Thurnher, diese Rebellen wiederum im "profil" Darabos <span style="font-style: italic;">ein Angebot</span>, er solle doch für Friedensverhandlungen sorgen. Der Minister meint, genau in diese <span style="font-style: italic;">Falle einer Parteilichkeit</span> werde er nicht gehen, sodass er das Schrieben an die EU weitergeleitet haben. Wenn er sich da einmische, sei dies genau das <span style="font-style: italic;">falsche Signal</span>.<br /><br />Man versucht also mit allen (auch leicht durchschaubaren) Mitteln, ihn zu desavouieren, sodass er für sich eigentlich nur die Entscheidung treffen kann, sich in keinster Weise einschüchtern und beirren zu lassen oder gar seine Integrität einzubüssen. Es gibt für alles eine Gegenstrategie, sodass Querschüsse nach hinten losgehen - oder auch mal überraschenderweise darauf verzichtet wird, weil man sich schon denken kann, dass etwas so schwer nach hinten losgeht, dass man es gar nicht erst versucht. Immerhin ist die Republik Österreich souverän und neutral, es gilt die Bundesverfassung einschliesslich der Europäischen Menschenrechtskonvention auch für Bundesminister...2007/12/zu-beginn-der-sendung-im-zentrum-am-9.htmlnoreply@blogger.com (alexandra bader)1tag:blogger.com,1999:blog-35205050.post-4149186098078922523Sun, 09 Dec 2007 11:15:00 +00002007-12-09T15:59:31.246+01:00BZÖGrüneKlimawandelKonsumORFPresseSPÖKlimawandel und KonsumrauschMedial gepusht wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestern abend für fünf Minuten das Licht ausgeschaltet - angeblich für das Klima. Allerdings war es eine eher kontraproduktive Aktion, da es einen plötzlichen Lastabfall und anschliessendes Wiedereinschalten gibt, was sogar zu Netzabschaltungen führen kann. Sinnvoll ist hingegen der ökologische Fußabdruckrechner, den ich der Licht aus - Aktion <a href=" habe</a>.<br /><br />Hier erfährt man, welchen Ressourcenverbrauch der eigene Lebensstil bedingt und auch, wie man sich "ökologischer" verhalten kann. Freilich kommt so eine Initiative, selbst wenn sie durchaus beworben wird, auf leisen Sohlen daher und eignet sich nicht zur bequemen Gewissensberuhigung. Sie verlangt uns mehr ab als uns an Promis und PolitikerInnen zu orientieren, die in Medien bekennen, das Licht für fünf Minuten abzuschalten. Wobei auch diese Menschen sicher genau wissen, dass weit mehr erforderlich ist, aber eben den Gesetzen einer Medienwelt folgen.<br /><br />Der gestrige Tag war auch ein Einkaufssamstag und "eigentlicher" Feiertag, mit dem der Supermarkt Billa werbetechnisch punktete. Die Angestellten hatten am Samstag frei, mussten aber am Tag davor einen Massenansturm bewältigen, da alles um 15% billiger war als sonst. Ich betrat abends einen Billa, weil er am Heimweg lag, kehrte jedoch gleich wieder um anegsichts der langen Schlangen.<br /><br />Meine Mutter erzählte mir dann, dass sie am Vormittag in der Nähe von Graz bei Billa einkaufte und die anderen in der Schlange begeistert waren. Sie hat die MitarbeiterInnen gefragt, was es für sie bedeutet: ab 5 Uhr in der Früh mussten sie sich auf den Ansturm vorbereiten und hatten durch das dauernde Nachschlichten von Waren und die Massen an KundInnen einen sehr anstrengenden 7. Dezember. Übrigens kaufte ich dann in einem fast leeren Supermarkt ein...<br /><br />Am Samstag war die Wiener Innenstadt so voll wie ich das selten oder überhaupt nie erlebt habe. Es war fast unmöglich, das Rad durch die Fußgängerzonen zu schieben, immer wieder mußte ich stehenbleiben und warten. Irgendwie wirkt dies auch wie eine unbeirrbare Antwort auf den Klimawandel, denn sicher werden nur wenige der Einkaufenden realisiert habe, dass jeder Konsum auch mit Ressourcenverbrauch und Transportwegen verbunden ist (und vieles unter ausbeuterischen Bedingungen in anderen Ländern produziert wird).<br /><br />Eigentlich sollte diese Zeit doch ein wenig an Besinnlichkeit und Rückzug beinhalten - keineswegs nur für jene, die sich an christlichen Traditionen orientieren, sondern auch für andere. Dies durchaus in Fortsetzung von Gewohnheiten, die Menschen in Gegenden mit kalten Wintern bereits vor dem Christentum angenommen hatten. Es war die einzige Zeit im Jahr, in der zwangsläufig wenig an äußerer Aktivität entfaltet wurde und so überhaupt mehr Raum für Nachdenken und Innehalten bestand.<br /><br />Wer dies unter welchem Label auch immer tut (man/frau kann sich auch pantheistisch verstehen, also an die in allem offenbarte Göttlichkeit glauben, die Tradition der Verehrung der Großen Göttin fortsetzen oder sich ganz einfach spirituell nennen) wird erkennen, dass es eigentlich nur auf Werte ankommt. Sie machen einen Unterschied und helfen uns dabei, unserem Leben einen Sinn zu geben, vielleicht sogar einem "höheren Plan" zu folgen, wenn man es so sehen will. Werte liegen immer in unserer Freiheit, egal in welcher äußeren Situation wir sind. Wir können stets entscheiden, was unsere Handlungen und Haltungen leitet.<br /><br />Mir ist bewußt, dass gestern im Vorweihnachtsrummel auch viele Menschen unterwegs waren, denen nur das Betrachten von Auslagen und Regalen bleibt, weil sie sich gerade eben das Allernötigste leisten können. Unbemerkt von all den anderen, die ohne weiteres die Kreditkarte zücken litten die Ärmeren darunter, dass für sie so vieles unerreichbar ist und sie sich auch generell oft unverstanden fühlen. Manchmal erscheint ja jedwede öffentliche Debatte so, als kämen sie nur als Statistik und gelegentlich auch persönlich als "plakatives Fallbeispiel" vor, in die Diskussion geworfen von AkteurInnen, die ökonomisch weit besser gestellt sind.<br /><br />Ich habe da auch keinen Rat und will mir auch nichts anmaßen, war aber selbst einmal arbeitslos und erinnere mich daran, wie es war, doch sehr aufs Geld schauen zu müssen. Für mich war aber das größere Problem, keinen Bezugsrahmen zu haben, in den ich mit meinen Fähigkeiten eingebunden war, sondern mich einfach mit Recherchen auf eigene Faust zu Themen zu beschäftigen, die mich zu interessieren begannen. Freilich ist so etwas nicht so zielgerichtet und findet auch keine Anerkennung, wenn es außerhalb eines Arbeitsrahmens oder Auftrags geschieht.<br /><br />Entsetzt war ich damals über jene Arbeitslosen, die so lethargisch wurden, dass sie mehrmals am Tag duschten, nur damit die Zeit vergeht. Sie konnten keine Perspektiven entwickeln, die sie aus ihrer Situation führten, da ihnen ja Unrecht geschehen war, sie eigentlich dort weitermachen sollten, wo sie aufgehört hatten. Das dürfte eines der Hauptprobleme bei einer Umorientierung sein, die natürlich auch ein Sprung ins kalte Wasser ist und umso leichter gelingt, je klarer man Vorstellungen konkretisieren kann. Meine eigene Umorientierung war erstens Internet und zweitens ein back to the roots, da mich der Journalismus noch vor der Politik sehr interessierte und außerdem beide Bereiche Gemeinsamkeiten haben, man sich auch durch Berichterstattung täglich mit Politik befasst.<br /><br />Empfehlen könnte ich anderen, zu sich zu stehen, also auch zu ihrer persönlichen Situation, die vielleicht in den Augen der Gesellschaft geringeren "Wert" hat als die einer Person, die nicht nur einen Job hat, sondern gar Karriere macht. Es macht wenig Sinn, die eigene Lage zu verschweigen oder nicht zu thematisieren, da Arbei